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Die Christen in der heidnischen Gesellschaft – Das Urteil des Kelsos in seiner „Alethes Logos“

Title: Die Christen in der heidnischen Gesellschaft – Das Urteil des Kelsos in seiner „Alethes Logos“

Term Paper , 2008 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Simon Tewes (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit geht es um einen der größten Christenkritiker der Antike - der Gelehrte Kelsos setzte sich am Ende des 2. Jahrhunderts in seiner "Alethes Logos" intensiv mit dem Christentum auseinander. Untersucht wird, wie Kelsos die Entwicklung des Christentums (Lehre und Position/Einfluss auf die heidnische Gesellschaft) von den Ursprüngen bis in seine Gegenwart bewertet. Kelsos` Auffassungen werden nicht isoliert betrachtet, sondern stets auf griechisch-römisches oder christliches Quellenmaterial hin verfolgt und die Gründe, die er für seine Ablehnung des Christentums vorbringt, beleuchtet.Wo waren die Christen gesellscahftlich verortet? Wie wird ihre "neue" Lehre im Kontext des antiken Bildungsgutes beurteilt? Wie hingen Lehre und Position des Christentums in der Gesellschaft für Kelsos zusammen? Diese Fragen stehen im Zentrum der Untersuchung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Position des Christentums in der gesellschaftlichen Ordnung der grichisch-römischen Welt

a) Zur Herkunft des Christentums

b) Entwicklung des Christentums bis in die Gegenwart des Kelsos

3 Wie innig ist das Christentum (als Lehre) mit dem skizzierten sozialen „Sitz im Leben“ verbunden?

4 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Urteil des heidnischen Kritikers Kelsos über das aufkommende Christentum im 2. Jahrhundert n. Chr. und analysiert, wie er das Christentum gesellschaftlich verortete sowie welche Konsequenzen er aus dessen Verbreitung für den römischen Staat ableitete.

  • Soziale Herkunft und Milieu des frühen Christentums aus griechisch-römischer Sicht
  • Die Bewertung von Jesus und seinen Jüngern durch Kelsos
  • Das Christentum als vermeintlich aufrührerische und parasitäre Bewegung
  • Die Ablehnung gesellschaftlicher Pflichten (Kaiserkult, Heeresdienst) durch die frühen Christen
  • Die inhaltliche Kritik an der christlichen Lehre als vermeintlicher „Gaukelei“

Auszug aus dem Buch

Die Position des Christentums in der gesellschaftlichen Ordnung der griechisch-römischen Welt

Betrachtet man die soziologische Herkunft des Christentums im weitesten Sinne, so ist aus griechisch-römischer Perspektive vor allem der Blick auf die jüdischen Wurzeln der Christen unausweichlich. Kelsos hielt die Juden, gemäß der communis opinio seiner Zeit, für ungebildet, geradezu dümmlich und leicht zu verführen: „Die Ziegen- und Schafhirten sind ihrem Anführer Mose gefolgt, durch plumpe Betrügereien irregeführt haben sie angenommen, dass es nur einen Gott gibt. Ohne jede Vernunft sind sie von der Verehrung der [ägyptischen] Götter abgefallen.“

Bereits der gesellschaftliche „Nährboden“ der Christen, anzusiedeln in Judäa, zeugte aus der Sicht des Kelsos nicht von besonderer Qualität – Juden waren für ihn betrogene Ziegen- und Schafhirten „ohne jede Vernunft“. Jedoch handelte es sich bei diesen „Ziegen- und Schafhirten nicht einmal um „Freie“, sondern ihren Herren entlaufene Sklaven (rechtlos, Ding oder Sache): „Die Juden sind aus Ägypten entlaufene Sklaven, die nie etwas, was der Rede wert ist, getan haben, und weder der Bedeutung noch der Zahl nach etwas geworden sind. Fast nichts von ihrer Geschichte befindet sich bei den Griechen.“

Die Juden waren neben ihrem Dasein als entlaufene Sklaven für Kelsos ein –was ihre gesamte Historie betrifft- bedeutungsloses Volk, dass gar nichts redenswertes in seiner Geschichte vollbracht hatte. Ein weiteres, nahezu genuines Charakteristikum der Juden, dass Kelsos direkt auf die Christen übertrug, war ihr Hang zum Aufruhr wider das Gemeinwesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk des Kelsos ein, beleuchtet den Forschungsstand zur „Alethes Logos“ und skizziert die zentrale Fragestellung der Untersuchung bezüglich der gesellschaftlichen Rolle des Christentums.

2 Die Position des Christentums in der gesellschaftlichen Ordnung der grichisch-römischen Welt: Dieses Kapitel analysiert die herablassende Sichtweise des Kelsos auf die jüdischen Wurzeln des Christentums und beschreibt, wie er die Verbreitung der Lehre als eine Entwicklung innerhalb der sozialen Unterschicht interpretiert.

3 Wie innig ist das Christentum (als Lehre) mit dem skizzierten sozialen „Sitz im Leben“ verbunden?: Hier wird erörtert, inwiefern Kelsos den Inhalt der christlichen Lehre als banal und lediglich auf die geistige Primitivität seiner Zielgruppe zugeschnitten ablehnt.

4 Schluss: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass Kelsos das Christentum als eine sozial randständige, aufrührerische und illegitime Gruppierung wahrnahm, die aufgrund ihrer Ablehnung staatlicher Normen eine Gefahr für das Imperium Romanum darstellte.

Schlüsselwörter

Kelsos, Alethes Logos, Christentum, Antike, Gesellschaftliche Ordnung, Römische Welt, Soziale Herkunft, Aufruhr, Paganismus, Religionskritik, Kaiserkult, Heeresdienst, Magie, Antisoziales Verhalten, Unterschichtenphänomen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die kritische Auseinandersetzung des antiken Gelehrten Kelsos mit dem frühen Christentum, wie sie in seiner Schrift „Alethes Logos“ überliefert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die soziale Herkunft der ersten Christen, die antike Wahrnehmung von Jesus als „Magier“ oder „Verbrecher“ und der Konflikt zwischen christlicher Lebensweise und staatlicher römischer Autorität.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie ein heidnischer Intellektueller des 2. Jahrhunderts das Christentum als gesellschaftliches Phänomen beurteilte und welche Schlussfolgerungen er für das Überleben des Staates daraus zog.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf der philologischen und historischen Analyse der kommentierten Übersetzung der „Alethes Logos“ durch Lona sowie ergänzender Sekundärliteratur, um die Quelle aus historischer Perspektive zu erschließen.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil behandelt die soziologische Verortung der Christen im Imperium Romanum, die Vorwürfe des Aufruhrs und der Magie sowie die Spannungen zwischen der christlichen Gemeinschaft und der römischen Pflichtenlehre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kelsos, Christentum, Gesellschaft, Antike, soziale Herkunft, Aufruhr, Kaiserkult, Magie und Heeresdienst.

Wie bewertet Kelsos die christliche Lehre im Vergleich zur antiken Bildung?

Kelsos betrachtet die christliche Lehre als „banal“ und „ungebildet“. Er vergleicht die christlichen Missionare mit betrügerischen Gauklern, die sich gezielt an einfache Menschen wenden, um sie von der traditionellen Weisheit der „alten“ Lehren abzubringen.

Warum sah Kelsos das Christentum als Gefahr für den römischen Staat an?

Er fürchtete, dass die Weigerung der Christen, am Kaiserkult und am Heeresdienst teilzunehmen, zu einer inneren Zersetzung der Gesellschaft führen würde, was in einer Zeit äußerer Bedrohung des Reiches besonders gefährlich erschien.

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Details

Title
Die Christen in der heidnischen Gesellschaft – Das Urteil des Kelsos in seiner „Alethes Logos“
College
University of Paderborn  (Historisches Institut)
Course
Das Christentum in der Heidnischen Gesellschaft
Grade
1,3
Author
Simon Tewes (Author)
Publication Year
2008
Pages
30
Catalog Number
V125307
ISBN (eBook)
9783640308859
ISBN (Book)
9783640306954
Language
German
Tags
Frühes Christentum Kelsos Alethes Logos Christenkritiker Celsus Heiden und Christen Kritik an frühen Christen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Tewes (Author), 2008, Die Christen in der heidnischen Gesellschaft – Das Urteil des Kelsos in seiner „Alethes Logos“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125307
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