Wie hoch ist die Aufsichtsratsvergütung bei den DAX- 30- Unternehmen und welche Faktoren beeinflussen die Aufsichtsratsvergütung?
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von unternehmensspezifischen und makroökonomischen Faktoren hinsichtlich Aufsichtsratsvergütungen. Dabei besteht die Zielsetzung darin, einen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn im Rahmen von Aufsichtsratsvergütungen deutscher börsennotierter Unternehmen zu leisten.
Die Untersuchung begrenzt sich auf die gelisteten Unternehmen aus dem DAX 30. Der Betrachtungszeitraum wurde dabei für die Jahre 2011 bis 2020 festgelegt. Um die Aufsichtsratsvergütung als abhängige Variable zu erklären, wurden unabhängige Variablen aus den Kategorien Unternehmensperformance und Unternehmensgröße sowie makroökonomische Faktoren untersucht. Die Anzahl der Aufsichtsratssitzungen je Geschäftsjahr wurde als weitere unabhängige Variable in den Datensatz integriert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung der empirischen Untersuchung
2 Datensatzbeschreibung
2.1 Datenerhebung
2.2 Aufsichtsratsvergütung als abhängige Variable
2.3 Einflussfaktoren der Aufsichtsratsvergütung
3 Analyse der Daten
3.1 Ermittlung des Modellansatzes
3.2 Durchführung der einfachen linearen Regression
3.3 Durchführung der multiplen linearen Regression
3.4 Regressionsdiagnostik des Modells n-7
3.4.1 Linearität
3.4.2 Normalverteilung
3.4.3 Heteroskedastizität
3.4.4 Autokorrelation
3.4.5 Querschnittskorrelation
3.4.6 Multikollinearität
3.4.7 Erwartungswert
3.4.8 Robustheit des Modells
3.4.9 Zusammenfassung der Regressionsdiagnostik
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von unternehmensspezifischen und makroökonomischen Faktoren auf die Höhe der Aufsichtsratsvergütung bei Unternehmen des DAX 30 im Zeitraum von 2011 bis 2020. Ziel ist es, einen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn über die Bestimmungsfaktoren dieser Vergütungsstruktur zu leisten.
- Analyse der Höhe der Aufsichtsratsvergütung im DAX 30
- Einfluss der Unternehmensperformance und Unternehmensgröße
- Berücksichtigung makroökonomischer Einflussfaktoren
- Integration der Sitzungshäufigkeit als Kontrollvariable
- Durchführung einer multiplen linearen Regression
Auszug aus dem Buch
3.1 Ermittlung des Modellansatzes
Da es sich bei dem generierten Datensatz sowohl um einen Short Panel als auch um einen Unbalanced Panel handelt, wäre das Random- Effects- Modell voraussichtlich am geeignetsten. In diesem Fall wären die Schätzer effizienter als beim Pooled- oder Fixed- Effects- Modell. Um zu überprüfen, ob das Pooled- Modell, das Fixed- Effects Modell oder das Random- Effects Modell Anwendung finden, wird zunächst geprüft, ob subjektspezifische bzw. zeitpunktspezifische Effekte vorliegen, die als fixe Effekte modelliert werden können. Dafür wurde eine multiple lineare Regression aller drei Modelle mit allen vorhandenen abhängigen Variablen erstellt und ein F-Test durchgeführt. Da hier der P-Wert nahezu bei 0 liegt, wird H0 verworfen.
Dies spricht dafür, dass das Pooled- Modell für eine lineare Regression weniger geeignet ist, da der F-Test andeutet, dass subjektspezifische Effekte im Datensatz vorliegen. Auf zeitspezifische Effekte ist hingegen nicht zu schließen, da bei der Überprüfung der P-Wert bei 0,93 liegt. Die Entscheidung welches Modell für die lineare Regression angewendet wird, fällt abschließend auf das Fixed- Effects- Modell. Dieses Vorhaben wird durch das Ergebnis des Hausman- Tests begründet. Die Ablehnung der Nullhypothese des Hausman- Tests deutet auf eine Korrelation zwischen dem subjektspezifischen Fehlerterm und den unabhängigen Variablen hin.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung definiert das Rollenverständnis des Aufsichtsrats und leitet basierend auf den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex die Forschungsfrage hinsichtlich der Bestimmungsfaktoren der Vergütung ab.
2 Datensatzbeschreibung: Hier werden die methodische Erhebung der Unternehmensdaten (Performance und Größe) sowie makroökonomische Faktoren erläutert und die bereinigte Stichprobe der DAX-Unternehmen vorgestellt.
3 Analyse der Daten: In diesem Hauptteil wird das ökonometrische Modell mittels einer multiplen linearen Regression (Fixed-Effects-Modell) ermittelt und eine umfangreiche Regressionsdiagnostik zur Prüfung der Modellgüte durchgeführt.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, identifiziert signifikante Einflussfaktoren wie Dividenden und Bilanzsumme, weist jedoch gleichzeitig auf die begrenzten Erklärungsgehalte des Modells und notwendige Optimierungen für zukünftige Studien hin.
Schlüsselwörter
Aufsichtsratsvergütung, DAX 30, Unternehmensperformance, Unternehmensgröße, empirische Untersuchung, multiple lineare Regression, Fixed-Effects-Modell, Regressionsdiagnostik, Performancekennzahlen, Corporate Governance, Vergütungsstruktur, makroökonomische Faktoren, Paneldaten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Einflussfaktoren auf die Aufsichtsratsvergütung bei deutschen DAX-30-Unternehmen im Zeitraum 2011 bis 2020.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Felder sind die Unternehmensperformance, Unternehmensgröße, makroökonomische Indikatoren (wie BIP, Preisniveau, Zinsniveau) sowie die Sitzungsanzahl der Gremien.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: „Wie hoch ist die Aufsichtsratsvergütung bei den DAX-30-Unternehmen und welche Faktoren beeinflussen diese?“
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor verwendet eine multiple lineare Regression, speziell ein Fixed-Effects-Modell, um die Korrelationen zwischen den ausgewählten Variablen zu prüfen.
Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Datenbeschreibung, die Modellherleitung sowie eine detaillierte Regressionsdiagnostik inklusive Prüfung auf Linearität, Normalverteilung, Heteroskedastizität und Multikollinearität.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Begriffe wie Aufsichtsratsvergütung, DAX-30, empirische Analyse, Regressionsmodell und Corporate Governance beschreiben das Werk am treffendsten.
Warum wurde das Unternehmen Linde aus der Analyse ausgeschlossen?
Aufgrund der einstufigen Boardstruktur bei Linde konnte keine klare personelle Trennung zwischen Führung und Kontrolle nachgewiesen werden, was die Ermittlung der reinen Aufsichtsratsvergütung unmöglich machte.
Welches Ergebnis lieferte die Regressionsdiagnostik bezüglich der Modellqualität?
Die Diagnostik zeigte, dass das Modell die Eigenschaft BLUE nicht vollständig erfüllen kann, da unter anderem Heteroskedastizität und Autokorrelation vorliegen, weshalb die Schätzer als nicht ausreichend zuverlässig eingestuft werden.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Einflussfaktoren der Aufsichtsratsvergütung. Eine empirische Untersuchung der DAX 30 Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1255527