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Die Adaptation von Liedtexten

Titel: Die Adaptation von Liedtexten

Hausarbeit , 2008 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sibylle Heising (Autor:in)

Dolmetschen / Übersetzen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Problemen, die bei der Adaptation von Liedtexten auftreten. In Anbetracht der Tatsache, dass die Translationswissenschaft eine relativ junge Disziplin ist, findet sich für viele Bereiche ausführliche und detaillierte Literatur. Für die Problematik, die bei der Adaptation von Liedtexten auftritt trifft dies jedoch nicht zu. Dieser Teilbereich wurde lange Zeit vernachlässigt. Klaus Kaindl wollte diesem Umstand abhelfen. Für Liedtexte im Allgemeinen und Operntexte im Besonderen gilt, dass die sich die Übertragung von einer in die andere Sprache nicht auf den Text beschränkt. So sagt Klaus Kaindl:

Die Problematik der Übersetzung für das Musiktheater resultiert aus der multimedialen Beschaffenheit des Textes.

Damit spricht er das Kernproblem an, auf das in dieser Arbeit detailliert eingegangen werden soll. Zur Annäherung an die Problematik wird zunächst kurz auf die Diskussion eingegangen, die die Einführung des Begriffs „audiomedialer Text“ bzw. „multimedialer Text“ durch Katharina Reiß ausgelöst hat. Danach nähern wir uns der Problematik theoretisch, unter besonderer Berücksichtigung der Arbeit von Klaus Kaindl, der sich mit den Schwierigkeiten bei der Übersetzung von Opern auseinandergesetzt hat, an. Schließlich werden wir uns anhand praktischer Beispiele von Liedtexten unterschiedlichen Niveaus konkrete Schwierigkeiten anschauen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der audio-multimediale Text – die Diskussion um den Begriff

3. Die Problematik beim Übersetzen von Liedtexten – theoretische Aspekte

4. Die Problematik beim Übersetzen von Liedtexten anhand ausgewählter praktischer Beispiele

4. 1 Betrachtung von Kinderliedern

4. 2 Betrachtung von aktueller Populärmusik

4. 3 Betrachtung eines Liedermachertextes

4. 4 Betrachtung einer Opernszene

5. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die spezifischen Herausforderungen bei der Adaptation von Liedtexten, wobei der Fokus auf der Interdependenz von Sprache, Musik und szenischer Darstellung liegt. Ziel ist es, aufzuzeigen, warum eine rein textbasierte Übersetzung bei multimedialen Werken oft scheitert und welche interdisziplinären Faktoren für eine gelungene Übertragung entscheidend sind.

  • Grundlagendiskussion zum Begriff des "audiomedialen" bzw. "multimedialen" Textes.
  • Theoretische Auseinandersetzung mit der Opernübersetzung nach Klaus Kaindl.
  • Untersuchung von Sangbarkeit, Reimschemata und rhythmischer Korrelation.
  • Praktische Fallstudien von Kinderliedern bis hin zu klassischen Opernszenen.

Auszug aus dem Buch

Die Problematik beim Übersetzen von Liedtexten – theoretische Aspekte

Die intensive theoretische Auseinandersetzung mit der komplexen Problematik der Opernübersetzung beginnt eigentlich erst mit Klaus Kaindl. Davor wurde diese Disziplin eher vernachlässigt. Das Desinteresse an dieser Thematik resultiert seiner Meinung nach daraus, dass sich insbesondere für die Oper eine Reihe von Einzeldisziplinen verantwortlich fühlen. So wird das Libretto von der Literaturwissenschaft als Teil ihrer Disziplin gesehen, die Musikwissenschaft sieht in der Analyse der Notenpartitur ihre Aufgabe, während sich die Theaterwissenschaft mit der szenischen Umsetzung auseinandersetzt. Klaus Kaindl löst die Oper aus dieser einzeldisziplinären Betrachtung heraus und beschäftigt sich mit ihrer kulturellen Komplexität, um sie so zu einem Gegenstand fachwissenschaftlicher Untersuchung zu machen.

Es verwundert ihn auch, dass die Übersetzungswissenschaft selbst für dieses Gebiet wenig Interesse gezeigt hat. Er vermutet, dass der Grund dafür in der Tatsache zu suchen sei, dass die Übersetzungswissenschaft bis in die 80-er Jahre hinein vor allem durch die Linguistik dominiert wurde, deren primärer Untersuchungsgegenstand die Sprache war und welche mit ihrem systemhaften Theorieanspruch der komplexen Realität der Opernübersetzung auch nur schwerlich gerecht geworden wäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Liedtextadaptation und Vorstellung des theoretischen Ansatzes von Klaus Kaindl.

2. Der audio-multimediale Text – die Diskussion um den Begriff: Historischer Überblick über die Entwicklung des Begriffs durch Katharina Reiß und die theoretische Abgrenzung in der Übersetzungswissenschaft.

3. Die Problematik beim Übersetzen von Liedtexten – theoretische Aspekte: Analyse der interdisziplinären Herausforderungen und Vorstellung des Textmodells von Roman Ingarden im Kontext der Oper.

4. Die Problematik beim Übersetzen von Liedtexten anhand ausgewählter praktischer Beispiele: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf verschiedene Genres, von Kinderliedern bis zur Oper.

5. Schluss: Zusammenfassende Erkenntnis, dass Liedübersetzung ein komplexes, von außersprachlichen Faktoren dominiertes Feld ist, das inhaltliche Konzessionen erfordert.

Schlüsselwörter

Liedtextadaptation, Translationswissenschaft, Audiomedialer Text, Klaus Kaindl, Opernübersetzung, Multimedialität, Sangbarkeit, Reimschema, Interdependenz, Libretto, Textgestalt, Wort-Ton-Verhältnis, Kulturtransfer, Musiktheater, Translation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Schwierigkeiten und Anforderungen, die entstehen, wenn Liedtexte von einer Sprache in eine andere übertragen werden, wobei die musikalische und szenische Einbettung eine zentrale Rolle spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition multimedialer Texte, die theoretische Fundierung der Opernübersetzung sowie die praktische Anwendung der Übersetzungskritik auf diverse Liedformen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das "Kernproblem" der Multimedialität von Texten zu beleuchten und aufzuzeigen, wie Übersetzer zwischen inhaltlicher Treue und sangbarer Form vermitteln müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein interdisziplinärer Ansatz gewählt, der Übersetzungswissenschaft, Literaturwissenschaft und Musiktheorie kombiniert, basierend auf dem Schichtenmodell von Roman Ingarden und dem Gestaltbegriff von Klaus Kaindl.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Konzepte erörtert und anhand konkreter Beispiele – Kinderlieder, Popmusik, Liedermachertexte und Opernszenen – auf ihre Tauglichkeit und die auftretenden Kompromisslösungen geprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Hauptbegriffe sind Adaptation, Multimedialität, Sangbarkeit und die spezifische "Textgestalt" innerhalb musikalischer Werke.

Wie unterscheiden sich die Anforderungen bei Opern im Vergleich zu Kinderliedern?

Während bei Kinderliedern oft eine einfache inhaltliche Adaptation ausreicht, erfordert die Oper eine Einbeziehung von Orchester, Gesangstechnik und szenischer Intention, was die Komplexität massiv erhöht.

Welche Rolle spielt die "Atembarkeit" für den Übersetzer?

Die Atemökonomie ist entscheidend, da der Übersetzer Wörter wählen muss, die es einem Sänger ermöglichen, die Phrasen unter Berücksichtigung des Luftverbrauchs und des Klanggepräges der Konsonanten korrekt vorzutragen.

Warum ist das Reimschema oft zweitrangig?

Aufgrund des langsamen Tempos gesanglicher Darbietungen werden Reimstrukturen oft vom Publikum kaum wahrgenommen, weshalb eine flüssige Übersetzung zur Bewahrung der intendierten Wirkung Vorrang vor strikter Reim-Treue hat.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Adaptation von Liedtexten
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Fachbereich für angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft Germersheim)
Note
2,0
Autor
Sibylle Heising (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
20
Katalognummer
V125852
ISBN (eBook)
9783640313709
ISBN (Buch)
9783640317448
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Adaptation Liedtexten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sibylle Heising (Autor:in), 2008, Die Adaptation von Liedtexten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125852
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Leseprobe aus  20  Seiten
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