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Die Religion der Sklaven

Titre: Die Religion der Sklaven

Dossier / Travail , 2008 , 16 Pages , Note: 2,5

Autor:in: André Naleppa (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema der Religion der Sklaven, dazu gehört eine Definition von Religion, um damit zu arbeiten. Dies werde ich im II. Teil behandeln, welches dann die Grundlage zur Beantwortung der sich hier zu stellenden Fragen ist. Das wird nötig, wenn man sich der Fragestellung zu dem oben genannten Thema annimmt. Was stellt man sich vor, wenn man an Sklaven und deren Religion denkt? Dazu hat jeder sicher seine eigenen Vorstellungen und wird sich viele Fragen stellen. Drei grundlegende Fragen möchte ich aufgreifen. Erstens: Hatten Sklaven überhaupt eine Religion? Zweitens: Hatten Sklaven dieselbe Religion wie ihre Herren? Und drittens: Wie ist die sakralrechtliche Stellung der Sklaven?
Das Sakralrecht bringe ich mit Absicht ein, um ein Kontrast zu zeigen, jedoch auch um eine allumfassende Sichtweise anzureißen. Zumindest von zwei Seiten soll diese Thematik betrachtet werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Was Religion ist

III. Hauptteil

1. Kapitel – Hatten Sklaven überhaupt eine Religion?

2. Kapitel – Hatten Sklaven dieselbe Religion wie ihre Herren?

3. Kapitel – Wie ist die sakralrechtliche Stellung der Sklaven?

IV. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die religiöse Praxis und die sakralrechtliche Stellung von Sklaven in der Hohen Kaiserzeit und der Spätantike, um zu klären, ob und in welcher Form Unfreie als Akteure in religiösen Kontexten agieren konnten.

  • Definition von Religion im antiken Kontext
  • Existenz religiöser Praxis bei Sklaven
  • Vergleich der religiösen Bindungen zwischen Sklaven und Herren
  • Untersuchung der sakralrechtlichen Stellung und Rechtsfähigkeit
  • Analyse von Inschriften und Kultvereinen (Collegia)

Auszug aus dem Buch

1. Kapitel – Hatten Sklaven überhaupt eine Religion?

Schon Homer äußerte sich zum Problem, ob Sklaven überhaupt eine Religion haben. Er war der Annahme, dass Zeus dem Menschen mit dem Tag seiner Knechtschaft die halbe Arete (Tugend/~Heil im Christentum) nehme [7]. Da ihnen nun eine Hälfte fehle, haben sie keine „heile Natur“ mehr, welches man Mana nennt. Dadurch werden sie zu halbwertigen Menschen, denen ihr Mana fehlt. Doch ist dieses unabdingbar für eine Religion, laut Homer, was zu dem Schluss führt, dass Unfreie keine Religion haben können. Somit würde dies auch bedeuten, dass Sklaven keine Gemeinschaft bilden könnten.

Bei Platon [8] ist dies ähnlich, doch meinte er, dass Sklaven viel tüchtiger seien als Freie, daher haben sie eine volle Arete, aber nur einen halben Nous (=Einsicht). Dies lässt sich so erklären, dass eine Unfreier zwar weiß was zu tun ist, sich aber dagegen sträubt. Da er nur einen halben Nous besaß, hatte er laut Überlegung Platons nur die Hälfte seiner Ousia, welche gleichbedeutend wie das Mana ist. Doch ob nun ihn oder Homer folgt, die Religion wurde den Sklaven abgesprochen. Damit waren sie nicht alleine, denn alle Scholiasten dachten so.

Doch dies ist nur die Theorie, denn schriftliche und inschriftliche Überlieferungen zeigen, dass auch Unfreie Götter verehrten, was die Behauptung von fehlender Religion widerlegt, zumindest im individuellen Bereich. Zudem zeigen diese auch, dass Freie im Alltag den Unfreien ihre Religion nicht abgesprochen haben und sie Kultrituale und -praktiken ausüben ließen [9]. Besonders viele Weihinschriften kommen aus Rom, welche sich auf Altären oder ähnlichem befinden. Man trifft sie hauptsächlich seit dem 2.Jh.v.Chr. an, während sie in Griechenland weniger häufig sind, was aber nicht am Fundmaterial liegt, welches schon reichlich vorhanden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema, stellt die zentralen Forschungsfragen zur Religion der Sklaven und erläutert den aktuellen Forschungsstand.

II. Was Religion ist: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Grundlage für den Religionsbegriff, speziell angepasst auf die antike Gesellschaft und das Konzept der Gemeinschaft.

1. Kapitel – Hatten Sklaven überhaupt eine Religion?: Die Untersuchung zeigt anhand archäologischer und inschriftlicher Belege, dass Sklaven trotz anderslautender antiker Theorien über individuelle religiöse Praktiken verfügten.

2. Kapitel – Hatten Sklaven dieselbe Religion wie ihre Herren?: Das Kapitel analysiert, dass Sklaven zwar eine an die Freien angelehnte Religion praktizierten, jedoch aufgrund ihres Status vom politischen Staatskult ausgeschlossen waren.

3. Kapitel – Wie ist die sakralrechtliche Stellung der Sklaven?: Hier wird die rechtliche Seite beleuchtet, wobei festgestellt wird, dass Sklaven in religiösen Vereinen und bei privaten Kulthandlungen teilweise wie Personen agierten.

IV. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Sklaven als Träger religiöser Praktiken zu sehen sind, deren Ausübung jedoch durch ihren sozialen Status und rechtliche Einschränkungen geprägt war.

Schlüsselwörter

Sklaven, Religion, Antike, Sakralrecht, Kult, Inschriften, Arete, Gemeinschaft, Kultvereine, Collegia, Hauskult, Status, Unfreie, Römische Religion, Mythologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die religiöse Teilhabe und die rechtliche Situation von Sklaven im antiken Griechenland und Rom.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Im Fokus stehen die Definition von Religion in der Antike, die religiöse Praxis der Sklaven sowie deren rechtliche Möglichkeiten innerhalb des Kultwesens.

Was ist die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob Sklaven überhaupt eine Religion besaßen, ob diese mit der ihrer Herren identisch war und wie ihre sakralrechtliche Stellung zu bewerten ist.

Welche Methoden werden angewendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse von antiken literarischen Quellen, archäologischen Funden (insbesondere Weihinschriften) und epigraphischem Material.

Was wird im Hauptteil analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte, die prüfen, ob Sklaven Religion ausübten, wie sie sich zu den Göttern ihrer Herren verhielten und welche rechtlichen Rahmenbedingungen ihre Kulthandlungen bestimmten.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter?

Wichtige Begriffe sind Sklaven, Religion, Sakralrecht, Kultvereine, Inschriften und die Unterscheidung zwischen individueller Religion und Gemeinschaftskult.

Welche Rolle spielen die "Collegia" für Sklaven?

Kultvereine boten Sklaven die Möglichkeit, sich in einer geschlossenen Gemeinschaft zu organisieren, Kulte auszuüben und Begräbnisvorsorge zu treffen.

Gibt es einen rechtlichen Unterschied zwischen Sklaven und Freien im Kult?

Ja, Sklaven waren vom politischen Staatskult ausgeschlossen und benötigten für private Kulthandlungen meist die Erlaubnis ihres Hausherrn, wurden jedoch in Vereinen teilweise wie freie Personen behandelt.

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Résumé des informations

Titre
Die Religion der Sklaven
Université
Martin Luther University
Cours
Von der Sklaverei zum Kolonat? Die rechtliche und soziale Stellung der Unfreien in der Hohen Kaiserzeit und der Spätantike
Note
2,5
Auteur
André Naleppa (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
16
N° de catalogue
V126283
ISBN (ebook)
9783640315314
ISBN (Livre)
9783640318650
Langue
allemand
mots-clé
Religion Sklaven
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
André Naleppa (Auteur), 2008, Die Religion der Sklaven, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126283
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Extrait de  16  pages
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