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Sex vs. Gender

Die Ungleichheit von Mann und Frau – ist der alte Streit in die Tage gekommen?

Title: Sex vs. Gender

Essay , 2008 , 9 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Julian Liese (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Bewegt man sich auf dem Feld der „Sex vs. Gender – Diskussion“ wird schnell deutlich, dass unabhängig von der eigenen Position – ob man nun dem biologischen Argument den Vorzug gibt, oder der Soziologie – immer in der Zweidimensionalität des Männlichen bzw. Weiblichen verhaftet bleibt. Biologisch unterscheidet man zwischen Mann und Frau, wie oben beschrieben, anhand von Chromosomen und all den anderen bekannten und messbaren Faktoren, dennoch gibt es das Phänomen der Intersexualität. Befindet man sich im Bereich der Gender-Definition so mag man davon ausgehen, dass die Rolle von Mann und Frau in Gänze konstruiert sei, damit vollkommen veränderbar und austauschbar, dennoch spricht man immer nur von der Rolle des Mannes oder der Frau. Wo sind da die sog. Transgender zu verorten? Und als letztes darf auch die Gruppe der multipeln Menschen nicht vernachlässigt werden.
Besonders die Gender Studies bestreiten einen kausalen Zusammenhang von biologischem und sozialem Geschlecht und dessen Kontinuitätsbestreben. Das soziale Geschlecht wird vielmehr als eine Konstruktion von Geschlecht (Doing Gender) verstanden. Hierbei geht es zwar vordergründig um die Zuordnung von Menschen in eine „typisch männliche“ oder „typisch weibliche“ Rolle, aber auch um den Wert der Geschlechtsrolle. Gender beschreibt vor allem die Art und Weise, in der Männer und Frauen sich zu ihrer Rolle in der Gesellschaft selbst positionieren und wie sie diese Rolle bewerten.
Die soziale Bedeutung eines solchermaßen konstruierten „sozialen“ Geschlechts wird als variabel beschrieben. Geschlecht und besonders seine Bewertung hängen ab von den in einer Gesellschaft vorherrschenden Machtstrukturen. So ist die Genderproblematik in einer matriarchalen Gesellschaft mehr oder weniger anders als in einer patriarchalen, weil die Begriffe „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ in den verschiedenen Gesellschaften auch unterschiedlich bewertet werden und darüber gesellschaftliche Anspruchs- und Wahrnehmungsperspektiven geprägt werden, die sich so auch selbst reproduzieren können. Das jeweilige Individuum empfindet, bedingt durch ihre/seine Sozialisation, diese Rollen- und Perspektivverteilung als „normal“.

Excerpt


Gliederung

Einführung

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Bedeutung der Problematik

Position

Argumentation

Benennung der strittigen neuen Auffassung

Verteidigung der eigenen These

Feststellungen

Zusammenfassung

Fazit

Weiterführende Fragestellung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Differenzierung zwischen biologischem Geschlecht (Sex) und sozialem Geschlecht (Gender), um zu hinterfragen, inwiefern traditionelle Geschlechterrollen und die damit verbundene soziale Ungleichheit heute noch zeitgemäß sind oder durch gesellschaftliche Strukturen künstlich aufrechterhalten werden.

  • Biologische Definition von Geschlecht vs. soziale Konstruktion (Gender).
  • Die historische Entwicklung der Geschlechterrollen von der Jungsteinzeit bis zur Moderne.
  • Die Auswirkungen von patriarchalen und matriarchalen Gesellschaftsstrukturen auf die Rollenbewertung.
  • Die Bedeutung von Intersexualität und Transgender für eine moderne, differenzierte Geschlechterforschung.
  • Kritik an der Festhaltung an alten Mustern im aktuellen "Geschlechterkampf".

Auszug aus dem Buch

Geschlecht

Geschlecht (von althochdeutsch: gislahti, „was in dieselbe Richtung schlägt“) steht in der Biologie für die prinzipielle Unterscheidung zweier Lebewesen, die sich zum Zweck der Fortpflanzung miteinander vereinen können.

Das weibliche Geschlecht ist im Rahmen der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung dasjenige Geschlecht, das die größeren Gameten, also die Eizellen, bereitstellt, die von den kleineren Spermien, des männlichen Geschlechts befruchtet werden und so jeweils einen oder mehrere Nachkommen entstehen lassen.

Beim Menschen wird die Weiblichkeit durch die biologischen weiblichen Geschlechtsmerkmale bestimmt. Diese sind das zweifach auftretende Geschlechtschromosom X, anatomische Merkmale wie das Vorhandensein von Gebärmutter, Eierstöcken, Vagina und Milchdrüsen und die entsprechende Menge weiblicher Sexualhormone (Östrogen und Gestagen).

Die Männlichkeit wird durch Faktoren wie die Geschlechtschromosomen in der Kombination X und Y, die primären Geschlechtsmerkmale, Penis, Hoden und Skrotum sowie eine entsprechende Menge des Sexualhormons Testosteron, welches die Ausprägung der sekundären Geschlechtsmerkmale steuert (Bartwuchs, Muskeln etc) bestimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Der Autor thematisiert die zunehmende wissenschaftliche Infragestellung der biologischen Geschlechtsnatur und erläutert die Bedeutung der begrifflichen Trennung von Sex und Gender.

Argumentation: Hier wird die historische und aktuelle Problematik der Geschlechterrollen diskutiert sowie die These vertreten, dass die Unterdrückung und Rollenzuweisung eher durch gesellschaftliche Strukturen als durch biologische Fakten geprägt ist.

Feststellungen: Dieses Kapitel zieht ein Resümee aus der historischen Betrachtung der Geschlechterrollen und fordert eine Abkehr von starren Kategorisierungen zugunsten einer individuelleren Betrachtungsweise des Menschen.

Schlüsselwörter

Sex, Gender, Geschlecht, Männlichkeit, Weiblichkeit, Intersexualität, Transgender, Geschlechterrolle, Sozialisation, Patriarchat, Matriarchat, Soziale Konstruktion, Doing Gender, Identität, Gleichberechtigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen biologischem Geschlecht und sozialem Geschlecht und hinterfragt, warum trotz modernen Wissens weiterhin starre Rollenbilder existieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition von Sex und Gender, die historische Entwicklung der Geschlechterrollen sowie den Einfluss von Gesellschaftsformen auf die Bewertung von Männlichkeit und Weiblichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass viele zugeschriebene Charakterzüge des Geschlechts eher auf Erziehung, Bildung und Umfeld basieren als auf biologischen Unterschieden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine diskursive Analyse unter Einbeziehung historischer Fakten und aktueller soziologischer Begriffe, um die Konstruktion von Geschlecht zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition der Begriffe, einer historischen Reise von der Jungsteinzeit bis zur Aufklärung und der kritischen Reflexion über aktuelle Geschlechterkämpfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Gender-Studien, soziale Konstruktion, Rollenbilder, historische Entwicklung und der Fokus auf das Individuum.

Wie definiert die Arbeit "Doing Gender"?

Das soziale Geschlecht wird hier als eine Konstruktion verstanden, bei der Männer und Frauen ihre Position und den Wert ihrer Rolle innerhalb der Gesellschaft aktiv bewerten und einnehmen.

Welche Rolle spielen historische Epochen für das Verständnis der Geschlechter?

Historische Epochen wie das Matriarchat der Jungsteinzeit oder die patriarchale Bronzezeit werden genutzt, um zu verdeutlichen, dass Geschlechterrollen wandelbar und nicht naturgegeben sind.

Was schlägt der Autor für zukünftige Forschungen vor?

Der Autor plädiert dafür, den Fokus von binären Rahmenbedingungen hin zum Individuum zu verschieben, um soziale Phänomene präziser untersuchen zu können.

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Details

Title
Sex vs. Gender
Subtitle
Die Ungleichheit von Mann und Frau – ist der alte Streit in die Tage gekommen?
College
University of the Federal Armed Forces München  (Institut für Soziologie und VWL)
Course
Einführung in die Sozialstruktur der BRD
Grade
1.7
Author
Julian Liese (Author)
Publication Year
2008
Pages
9
Catalog Number
V126311
ISBN (eBook)
9783640323043
ISBN (Book)
9783640321124
Language
German
Tags
Soziologie Ungleichheit Gesellschaft Patriarchat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Liese (Author), 2008, Sex vs. Gender, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126311
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