In dieser Arbeit wird der Fokus auf die Schema-Regel von Klaus-Michael Köpcke gelegt. Zunächst wird in einem theoretischen Teil in einige Grundlagen zum deutschen Pluralsystem eingeführt und geschaut, welche Pluralmarkierungen im Deutschen überhaupt existieren. Darüber hinaus werden zwei verschiedene Ansätze zur Beschreibung des Pluralsystems erläutert. In einem zweiten Unterpunkt wird die Schema-Regel Köpckes dargestellt und genau erklärt. Hierzu wird insbesondere geschaut, was überhaupt unter den Schema-Begriff fällt, was mit der Markierung des Plurals explizit gemeint ist und welche Kriterien Köpcke bestimmt, um ‚gute‘ bzw. einfach erlernbare Plurale zu definieren. Im Anschluss folgt die systematische Überprüfung der Fragestellung anhand von Daten. Die Grundlage dazu bildet das „Leo-Korpus“ aus der Online-Datenbank CHILDES , welche über Daten zur Sprachentwicklung von Kindern verfügt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Pluralbildung und Pluralerwerb
- Das Pluralsystem im Deutschen
- Das Schema-Modell nach Köpcke
- Analyse der Fragestellung mithilfe des LEO-Korpus von CHILDES
- Methodisches Vorgehen
- Analyse der Daten und Ergebnisdiskussion
- Schlussüberlegung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Erwerb des Pluralendungs-Schemas im Deutschen. Sie analysiert, welche Pluralendungen nach der Schema-Regel von Klaus-Michael Köpcke im Erstspracherwerb zuerst gelernt werden.
- Analyse des deutschen Pluralsystems und der verschiedenen Pluralmarkierungen
- Darstellung der Schema-Regel nach Köpcke und deren Kriterien für „gute“ Plurale
- Empirische Überprüfung der Fragestellung anhand des LEO-Korpus von CHILDES
- Vergleich der Ergebnisse mit den Thesen von Köpcke und dessen Schema-Modell
- Diskussion von Übereinstimmungen und Abweichungen zwischen den Ergebnissen und der Theorie
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung erläutert die Relevanz des Spracherwerbs und die Bedeutung des Pluralerwerbs im Deutschen.
- Das Kapitel „Pluralbildung und Pluralerwerb“ führt in das deutsche Pluralsystem und die verschiedenen Pluralmarkierungen ein. Es stellt außerdem das Schema-Modell von Köpcke vor, das die Erlernbarkeit von Pluralendungen beschreibt.
- Im Kapitel „Analyse der Fragestellung mithilfe des LEO-Korpus von CHILDES“ wird die Methodik der Analyse der Daten aus dem LEO-Korpus von CHILDES erläutert. Die Ergebnisse der Analyse werden präsentiert und mit den Thesen von Köpcke und dessen Schema-Modell in Bezug gesetzt.
Schlüsselwörter
Erstspracherwerb, Pluralerwerb, Pluralendungen, Schema-Regel, Köpcke, LEO-Korpus, CHILDES, deutsche Sprache, Sprachentwicklung, Kinder, Empirische Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Schema-Regel nach Klaus-Michael Köpcke?
Köpckes Schema-Regel beschreibt, dass Kinder beim Erwerb der deutschen Pluralbildung bestimmten Mustern oder "Schemata" folgen, die auf phonologischen und morphologischen Kriterien basieren.
Welche Pluralmarkierungen gibt es im Deutschen?
Das Deutsche kennt verschiedene Pluralendungen wie -e, -er, -n, -s sowie den Nullplural, oft kombiniert mit einem Umlaut.
Was macht einen "guten" Plural nach Köpcke aus?
Ein "guter" oder leicht erlernbarer Plural entspricht dem präferierten Schema, wie etwa die Endung auf -e bei einsilbigen Maskulina, da sie eine klare rhythmische Struktur erzeugt.
Was ist das "Leo-Korpus"?
Das Leo-Korpus ist ein Teil der CHILDES-Datenbank und enthält transkribierte Sprachdaten zur natürlichen Sprachentwicklung eines Kindes, die für empirische Analysen genutzt werden.
In welchem Alter erwerben Kinder meist die Pluralregeln?
Der Pluralerwerb beginnt meist im dritten Lebensjahr und zieht sich über mehrere Jahre hinweg, wobei zunächst häufige und schemakonforme Formen gelernt werden.
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- Anonym (Author), 2020, Erlernen von Pluralendungen nach Köpcke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1264502