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Erlernen von Pluralendungen nach Köpcke

Título: Erlernen von Pluralendungen nach Köpcke

Trabajo Escrito , 2020 , 24 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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In dieser Arbeit wird der Fokus auf die Schema-Regel von Klaus-Michael Köpcke gelegt. Zunächst wird in einem theoretischen Teil in einige Grundlagen zum deutschen Pluralsystem eingeführt und geschaut, welche Pluralmarkierungen im Deutschen überhaupt existieren. Darüber hinaus werden zwei verschiedene Ansätze zur Beschreibung des Pluralsystems erläutert. In einem zweiten Unterpunkt wird die Schema-Regel Köpckes dargestellt und genau erklärt. Hierzu wird insbesondere geschaut, was überhaupt unter den Schema-Begriff fällt, was mit der Markierung des Plurals explizit gemeint ist und welche Kriterien Köpcke bestimmt, um ‚gute‘ bzw. einfach erlernbare Plurale zu definieren. Im Anschluss folgt die systematische Überprüfung der Fragestellung anhand von Daten. Die Grundlage dazu bildet das „Leo-Korpus“ aus der Online-Datenbank CHILDES , welche über Daten zur Sprachentwicklung von Kindern verfügt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pluralbildung und Pluralerwerb

2.1 Das Pluralsystem im Deutschen

2.2 Das Schema-Modell nach Köpcke

3. Analyse der Fragestellung mithilfe des LEO-Korpus von CHILDES

3.1 Methodisches Vorgehen

3.2 Analyse der Daten und Ergebnisdiskussion

4. Schlussüberlegung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Erwerb der deutschen Pluralbildung bei Erstsprachlernern unter besonderer Berücksichtigung der Schema-Regel von Klaus-Michael Köpcke. Ziel ist es, anhand von Daten aus dem CHILDES-Korpus des Kindes "Leo" zu analysieren, welche Pluralmarkierungen zuerst bzw. am einfachsten erlernt werden und ob sich die Annahmen des Schema-Modells in der Sprachpraxis bestätigen lassen.

  • Theoretische Grundlagen zur deutschen Pluralbildung und Allomorphie
  • Erläuterung des Schema-Modells nach Köpcke zur mentalen Repräsentation
  • Kriterien für Erlernbarkeit: Salienz, Frequenz, Signalvalidität und Ikonizität
  • Empirische Korpusanalyse von Pluralfehlern bei einem Kind (2 bis 3 Jahre)
  • Diskussion von Übergeneralisierung und Fehlerquellen beim Pluralerwerb

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Schema-Modell nach Köpcke

„Der Plural wird im Deutschen im Wesentlichen durch die Artikelform die und durch die Formen -e, -(e)n, -er, -s, -ø und Umlaut markiert“ (Köpcke 1993: 81). Für das Verständnis des Schema-Modells ist zunächst wichtig, die Markierung des Plurals näher anzuschauen. Es finde sich bei vielen nominalen Formen mehr als eine Markierung, z.B. bei die Bäder, wobei der Plural sogar dreimal markiert sei, also durch den Artikel die, den Umlaut ä und die Endung -er (vgl. Köpcke 1993: 81). Da es keine einheitliche Regel für die Markierung des Plurals gebe, die sich auf alle Wörter anwenden lasse, schlussfolgert Köpcke:

„Im System der deutsche Sprache existiert kein spezifisches Schema für Wortformen, das exklusiv die Funktion Plural signalisiert. Vielmehr signalisieren die verschiedenen Formen bzw. Formkombinationen nur mehr oder weniger verläßlich die Funktion Plural“ (Köpcke 1993: 81).

Außerdem spielt die Frage nach der mentalen Repräsentation der Pluralformen in KÖPCKES Schema-Modell eine entscheidende Rolle. Wie bereits in Punkt 2.1 erwähnt, werden Pluralmarkierungen hier nicht in Anhängigkeit von Singularformen betrachtet, sondern erhalten den Status eigenständiger Repräsentationen (vgl. Wecker 2016: 39). Pluralformen werden KÖPCKEs Theorie zufolge nicht durch Regeln abgeleitet, sondern sind „mental als volle Formen in assoziativen Schemata gespeichert“ (Sonnenstuhl-Henning 2003: 87). Zentral für das Modell ist es, „daß Kinder bei der Produktion von Singular- & Pluralformen auf im mentalen Lexikon gespeicherte Schemata zurückgreifen“ (Ewers 1999: 123). Schema definiert KÖPCKE dabei wie folgt:

„Ein Schema wird demzufolge definiert als eine ausdrucksseitige Gestalt, der eine spezifische Regelhaftigkeit in dem Sinne anhaftet, daß sie ein bestimmtes Konzept, hier das der Mehrzahligkeit, wiederholt ausdrucksseitig repräsentiert. […] Schemata sind dynamische und nicht endgültig fixierte Strukturen, die nur mit mehr oder weniger großer Wahrscheinlichkeit verläßliche Hinweise auf die durch sie signalisierte Funktion bereitstellen.“ (Köpcke 1993: 72)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Komplexität der deutschen Pluralbildung und Präsentation der Forschungsfrage basierend auf der Schema-Regel von Klaus-Michael Köpcke.

2. Pluralbildung und Pluralerwerb: Aufarbeitung theoretischer Grundlagen des Pluralsystems sowie detaillierte Darlegung des Schema-Modells inklusive kognitiver Kriterien wie Salienz und Ikonizität.

3. Analyse der Fragestellung mithilfe des LEO-Korpus von CHILDES: Empirische Untersuchung des Sprachverhaltens des Kindes "Leo" mittels systematischer Fehleranalyse von Pluralbildungen.

4. Schlussüberlegung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die eine Bestätigung für viele Thesen des Schema-Modells liefern, sowie Reflexion über die methodischen Grenzen der Arbeit.

Schlüsselwörter

Pluralbildung, Pluralerwerb, Schema-Modell, Klaus-Michael Köpcke, Erstspracherwerb, CHILDES, LEO-Korpus, Allomorphie, mentale Repräsentation, Übergeneralisierung, Signalstärke, Salienz, Ikonizität, Morphologie, Kindersprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie deutschsprachige Kinder den Plural erwerben und welche Rolle dabei kognitive Schemata spielen, um komplexe sprachliche Formen zu strukturieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die theoretische Beschreibung der Pluralmarkierungen im Deutschen und deren empirische Überprüfung anhand von Sprachdaten eines Kleinkindes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob die These von Köpcke, dass Pluralformen mit der Endung -(e)n am frühesten und einfachsten erlernt werden, durch Korpus-Daten belegt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine korpuslinguistische Analyse, bei der mittels des CHILDES-Programms CLAN ungrammatische Pluralbildungen bei einem Kind identifiziert und qualitativ ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Köpckes Schema-Modell und eine detaillierte Auswertung korpusbasierter Beispiele für fehlerhafte Pluralanwendungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pluralerwerb, Schema-Modell, Übergeneralisierung, Kindersprache und die verschiedenen Allomorphe der deutschen Pluralbildung.

Welche Rolle spielt die Übergeneralisierung in Leos Spracherwerb?

Leo neigt dazu, bekannte Pluralmuster (wie das Suffix -s) auf Wörter zu übertragen, bei denen dies morphologisch inkorrekt ist, was auf eine aktive Suche nach Systemhaftigkeit hindeutet.

Was sagen die Ergebnisse über die Schwierigkeit von Umlautformen aus?

Die Ergebnisse zeigen, dass Umlautformen von Kindern häufiger falsch gebildet oder weggelassen werden, da sie als Pluralmarker perzeptiv weniger salient sind als Suffixe wie -(e)n.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Erlernen von Pluralendungen nach Köpcke
Universidad
University of Münster  (Germanistisches Institut)
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
24
No. de catálogo
V1264502
ISBN (PDF)
9783346704436
ISBN (Libro)
9783346704443
Idioma
Alemán
Etiqueta
Spracherwerb Pluralerwerb Pluralendungen Grammatik Linguistik Köpcke Schema-Regel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Erlernen von Pluralendungen nach Köpcke, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1264502
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