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Die Veränderungen des Widerstandsbildes in der deutschen Gesellschaft (1945 bis heute)

Titre: Die Veränderungen des Widerstandsbildes in der deutschen Gesellschaft (1945 bis heute)

Essai , 2007 , 11 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Joachim Graf (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Après-guerre, La Guerre froide
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Bild, das die Deutschen von den vielfältigen Formen des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus haben, hat sich seit Ende des Zweiten Weltkrieges stark gewandelt, so wie sich auch die Gesellschaft im Allgemeinen verändert hat. Bis zum Fall der Mauer waren das Widerstandsbild und die Deutung der einzelnen Akteure durch den Ost-West-Konflikt geprägt und in Folge dessen in der Bundesrepublik und der DDR grundverschieden.
Das vorliegende Essay setzt sich mit dem Wandel des Widerstandsbildes der deutschen Gesellschaft vom Ende des Krieges bis zum neuen Jahrtausend auseinander.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen und Kategorien von Widerstand

3. Das Spektrum des Widerstands gegen das NS-Regime

4. Phasen der Veränderungen des Widerstandsbildes

4.1 Erste Phase (1945 – Mitte der 50er Jahre)

4.2 Zweite Phase (Mitte der 50er – 60er Jahre)

4.3 Dritte Phase (Ende der 60er – 80er Jahre)

4.4 Vierte Phase (Seit der Wiedervereinigung)

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die diachrone Entwicklung des Widerstandsbildes in Deutschland zwischen 1945 und 2004. Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Deutung und öffentliche Wahrnehmung des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in Abhängigkeit von den gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der beiden deutschen Teilsysteme wandelte.

  • Analyse der geschichtspolitischen Instrumentalisierung von Widerstand im Ost-West-Konflikt.
  • Untersuchung der vier Phasen der Widerstandsdeutung in der Bundesrepublik und der DDR.
  • Differenzierung zwischen verschiedenen Widerstandsformen (von militärischer Opposition bis zu individuellem Dissens).
  • Reflektion über die Rolle von Historiographie und Gesellschaft bei der Formung kollektiver Erinnerungskultur.

Auszug aus dem Buch

Die Veränderungen des Widerstandsbildes in der deutschen Gesellschaft (1945 bis heute)

Das Bild, das die Deutschen von den vielfältigen Formen des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus haben, hat sich seit Ende des Zweiten Weltkrieges stark gewandelt, so wie sich auch die Gesellschaft im Allgemeinen verändert hat. Bis zum Fall der Mauer waren das Widerstandsbild und die Deutung der einzelnen Akteure durch den Ost-West-Konflikt geprägt und in Folge dessen in der Bundesrepublik und der DDR grundverschieden.

Wenn ein detaillierter Ausblick über der Geschichte der Bundesrepublik gegeben werden soll, erscheint es unerlässlich, auch auf die des sozialistischen Deutschlands einzugehen und umgekehrt. Genauso kann nicht einfach das Widerstandsbild und dessen Wandel in der westdeutschen Gesellschaft analysiert werden, ohne das der Ostdeutschen zu betrachten. Freilich wurde der Widerstand in beiden deutschen Gesellschaften völlig unterschiedlich bewertet, aber nach der Wiedervereinigung verschmolzen nicht nur zwei Gesellschaften und zwei politische Systeme miteinander, sondern auch zwei mal vierzig Jahre Historiographie. Die zwei gegensätzlichen deutschen Systeme hatten auch vierzig Jahre lang eine unterschiedliche Geschichtsschreibung und -forschung betrieben und dies natürlich auch in Bezug auf den Widerstand gegen das Hitler-Regime.

Dieser Umstand sollte nicht weiter verwundern, da die Geschichtswissenschaft, prinzipiell die Geisteswissenschaften allgemein, sehr stark auf staatliche Förderungsmittel angewiesen sind und deswegen leicht in die Situation geraten können, zugunsten von machtpolitischen Interessen instrumentalisiert zu werden. Im Übrigen können Geisteswissenschaften niemals völlig objektiv vorgehen, da die Autoren auch bei wissenschaftlicher Vorgehensweise immer auch eine subjektive Meinung vertreten, die unweigerlich in die Arbeit mit hinein fließt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für die Untersuchung, indem sie die historische Prägung des Widerstandsbildes durch den Ost-West-Konflikt und die Notwendigkeit einer gesamtdeutschen Analyse betont.

2. Begriffsdefinitionen und Kategorien von Widerstand: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen nach Ian Kershaw erarbeitet, um Widerstand von Dissens, Opposition und Resistenz abzugrenzen.

3. Das Spektrum des Widerstands gegen das NS-Regime: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die heterogenen Widerstandsgruppen, von den militärischen Verschwörern des 20. Juli bis hin zu kirchlichen Akteuren und Einzeltätern.

4. Phasen der Veränderungen des Widerstandsbildes: Der Hauptteil gliedert die Entwicklung des Widerstandsbildes in vier Phasen, die den Wandel von der Tabuisierung und Verleugnung bis hin zur heutigen, pluralistischen Differenzierung nachzeichnen.

Schlüsselwörter

Widerstand, Nationalsozialismus, Geschichtspolitik, Bundesrepublik, DDR, 20. Juli, Widerstandsbild, Historiographie, Erinnerungskultur, Kalter Krieg, Dissens, Opposition, Remer-Prozess, Entnazifizierung, Antifaschismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich die Wahrnehmung und Deutung des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in der deutschen Gesellschaft im Zeitraum von 1945 bis 2004 entwickelt hat.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Instrumentalisierung von Geschichte, die Rolle des Widerstandsbegriffs im Kalten Krieg sowie die unterschiedlichen Formen von Widerstand, wie etwa militärischer oder ziviler Ungehorsam.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Veränderungen des gesamtdeutschen Widerstandsbildes zu schaffen, indem die Entwicklungen in beiden deutschen Teilsystemen historisch analysiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven historischen Analyse, die fachwissenschaftliche Literatur (u.a. Ian Kershaw, Hans Mommsen) nutzt, um die Entwicklung der Geschichtsschreibung und gesellschaftlichen Erinnerung nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert die Widerstandshistorie in vier Phasen, die von der unmittelbaren Nachkriegszeit über die 1950er und 1968er Jahre bis zur Wiedervereinigung reichen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Geschichtspolitik, Widerstandsbild, Erinnerungskultur und der Systemvergleich zwischen BRD und DDR.

Warum wurde der Widerstand in der frühen Bundesrepublik zunächst ignoriert?

Die Ignoranz resultierte aus einer Mischung aus Scham, dem Bedürfnis nach Abgrenzung vom NS-Regime bei gleichzeitigem Festhalten an alten Strukturen und einer tiefen Demokratieskepsis der Bevölkerung.

Wie veränderte der Remer-Prozess 1952 die Wahrnehmung des 20. Juli?

Der Prozess markierte eine Zäsur, da das Gericht den Widerstand als legitim anerkannte und die Attentäter des 20. Juli rechtlich von der Stigmatisierung als Verräter befreite.

Wie reagierte die DDR auf den Widerstand des 20. Juli?

Die DDR-Geschichtsschreibung blendete den bürgerlich-militärischen Widerstand lange Zeit aus, um sich auf den kommunistischen Widerstand zu konzentrieren und so die eigene staatliche Legitimation zu stärken.

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Résumé des informations

Titre
Die Veränderungen des Widerstandsbildes in der deutschen Gesellschaft (1945 bis heute)
Université
University of Tubingen  (Seminar für Zeitgeschichte)
Cours
Proseminar "Zwischen 'Vaterlandsverrat' und 'Heldentat': Deutungen des deutschen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in der Bundesrepublik 1945-2004
Note
2,0
Auteur
Joachim Graf (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
11
N° de catalogue
V126589
ISBN (ebook)
9783640324675
ISBN (Livre)
9783640326334
Langue
allemand
mots-clé
Veränderungen Widerstandsbildes Gesellschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Joachim Graf (Auteur), 2007, Die Veränderungen des Widerstandsbildes in der deutschen Gesellschaft (1945 bis heute), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126589
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Extrait de  11  pages
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