Angeborenes Verhalten im Aufsatz von Konrad Lorenz 'Evolution des Verhaltens'


Seminararbeit, 2002
9 Seiten, Note: 1.6

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Kurzer Biographischer Exkurs zu Konrad Lorenz und Einführung in die von ihm erforschte vergleichenden Ethologie

2. Hauptteil
2.1. Historie der Verhaltensforschung
2.2. Definition und Beschreibung Angeborenen Verhaltens
2.3. Erbkoordination und Appetenzverhalten
2.4. Der Angeborene Auslösemechanismus
2.5. Entstehung komplexer Systeme aus Erbkoordination und AAM

3. Schluss
3.1. Schlussbemerkungen

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Kurzer Biographischer Exkurs zu Konrad Lorenz und Einführung in die von ihm erforschte vergleichende Ethologie

Der Österreicher Prof. Dr. med. Dr. Phil. Konrad Zacharias Lorenz wurde am 7. November 1903 in Wien als Sohn des Orthopäden Dr. Adolf Lorenz und seiner Frau Emma geboren. Nach einer ereignisreichen Wissenschaftskarriere und zahlreichen medizinischen und wissenschaftlichen Verwendungen, wurde ihm im Jahre 1973, zusammen mit Karl von Frisch und Nikolaas Tinbergen, der Nobelpreis für Medizin und Physiologie verliehen. Dies war die Ehrenerweisung für Bahnbrechende Errungenschaften in der vergleichenden Verhaltensforschung. Die Max-Planck-Gesellschaft schuf für ihn daraufhin die Forschungsstation Grünau im Almtal, wo er, im Rahmen des Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung der österreichischen Akademie der Wissenschaften, seine Forschungen fortsetzte. Konrad Lorenz verstarb am 27. Februar 1989. Sein Geistiges Erbe ist der Grundstein für eine Vielzahl der heutigen Erkenntnisse und seine wissenschaftlichen Arbeiten belegen seine Position als Nestor der vergleichenden Verhaltensforschung. Schon in der Historie wurde die Wissenschaft der Verhaltensforschung von den Menschen mit einem speziellen Interesse verfolgt. Das dieser Teilbereich der Biologie eine solche Popularität genießt, liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass der Forschungsgegenstand der Ethologie Erfahrungen aus dem unmittelbaren alltäglichen Umfeld untersucht. Dies bedeutet, die Forschungsergebnisse werden für den Interessierten greifbar und nachvollziehbar, selbst ohne eine wissenschaftliche Vorbildung. Konrad Lorenz verstand die Kunst seine festgestellten Ergebnisse, Beobachtungen und Erlebnisse selbst für einen Laien zugänglich zu machen und den Leser oder Zuhörer, durch seine faszinierende Art Wissen zu vermitteln, mitzureißen. Er gilt als Vater der vergleichenden Verhaltensforschung, erst durch die In-Referenznahme seiner Werke bot sich die Gelegenheit, neue Fragestellungen im Bezug auf beobachtbares Verhalten bei Tieren aufzuwerfen und diesem im Rahmen der von Lorenz formulierten „Physiologischen Theorie der Instinktbewegung“ eine Bedeutung zuzuweisen. Die sich nun anschließenden Ausführungen zum Thema „Angeborenes Verhalten“ nehmen größtenteils Bezug zu den wissenschaftlichen Arbeiten und Erkenntnisse von Konrad Lorenz.

2. Hauptteil

2.1. Historie der Verhaltensforschung

Das Verhalten überhaupt in der Lage ist sich im Laufe der Evolution zu ändern war eine sehr lange Zeit nicht sehr erst genommen worden, ja geradezu als unmöglich erachtet worden. Obwohl bereits Darwin von einer Methodik und Art der Fragestellung der Forschungen auf diesem Sektor ausging, welche diese Schlüsse hätten zulassen können. Die Problematik der Nichterkenntnis war vornehmlich eine Art von Diskrepanz zweier Ansichten. Einerseits vertraten die Behavioristen, zu denen zum Beispiel J.B.Watson zählte, die Meinung es gäbe einfach kein mit der Zeit gewachsenes Verhalten. Das Verhalten von Lebewesen erklärte er sich dadurch, das er alles was Lebewesen taten als bedingte Reaktion sah. (vgl. Lorenz, 1975, S.110) Die vitalistisch denkende Schule McDouglas hingegen betrachtete das Instinktverhalten als eine auf natürlichem Wege nicht erklärbare Verhaltensform mit einem außernatürlichen Ursprung. Das alle für die Arterhaltung sinnvollen Verhaltensformen die Werkzeuge gewachsener Strukturen sind, die sich im Laufe der Evolution, eben wegen ihrer Notwendigkeit an die zu erbringenden Leistungen anpassen, hat sich heute noch nicht an allen Schulen der Verhaltensforschung durchgesetzt. (vgl. Lorenz, 1975, S.111) Den Anfang der Erkenntnisse, dass sich Verhaltensweisen in ihrer Phylogenese den morphologischen Strukturen ähnlich verhalten, machten die beiden Zoologen Whitman und Heinroth. Als Taxonomen waren sie an stammesgeschichtlichen Fakten und der Biologie ihrer Forschungsgattung interessiert. Sie fanden beide heraus das ganz bestimmte Bewegungsformen ebenso auf größere wie auch auf kleinere Gruppenkategorien projizierbar seien, wie irgendwelche körperlichen Formen. (vgl. Lorenz, 1975, S.111) Man schlussfolgerte also das morphologische und Verhaltensmerkmale evolutionär veränderlich seien, wenn auch die Letzteren langsamer in ihrer Änderung waren. Dennoch ist Homologie erkennbar. Wenn man diese auf die Bewegungsweisen anwendet kommt man zu dem Schluss, dass sie erblich sind, man spricht in diesem konkreten Fall von Erbkoordination. Der Terminus spricht eine „feste“ Form der Bewegung an die sich grundsätzlich gleicht, nur in der Feinmotorik verschieden ist. Als „unveränderlich“ werden nur Bewegungen bezeichnet, welche eine gewisse Signalwirkung haben und deshalb in der Intensität ihrer Ausführung beschnitten sind. Die typische Intensität ist für diese festgeschrieben.

[...]

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Details

Titel
Angeborenes Verhalten im Aufsatz von Konrad Lorenz 'Evolution des Verhaltens'
Hochschule
Universität Hamburg  (Fachbereich Pädagogik)
Veranstaltung
Einführung in die Anthropologie
Note
1.6
Autor
Jahr
2002
Seiten
9
Katalognummer
V1266
ISBN (eBook)
9783638107990
Dateigröße
375 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Angeborenes, Verhalten, Aufsatz, Konrad, Lorenz, Evolution, Verhaltens, Einführung, Anthropologie
Arbeit zitieren
Christian Schäfer (Autor), 2002, Angeborenes Verhalten im Aufsatz von Konrad Lorenz 'Evolution des Verhaltens', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1266

Kommentare

  • Gast am 4.5.2008

    hollo.

    danke diese Arbeit kann man alles sehr schnell über konrad lorenz erfahren.

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