In der folgenden Arbeit wird ein selbst ausgewählter, noch nicht übersetzter italienischer Text anhand von Übersetzungstheorien analysiert und die im Anschluss selbst verfasste Übersetzung kommentiert. Hierbei ist vor allem die Übersetzungsstrategie wichtig. Als Grundlage für die Übersetzung dient ein fiktiver Übersetzungsauftrag.
Die Auswahl des Textes ist auf einen Artikel aus der italienischen Tageszeitung La Stampa gefallen. Es handelt sich um das Thema der „eheähnlichen Gemeinschaft“. Der Artikel birgt viele Übersetzungsprobleme, unter anderem Metaphern und Wortspiele, die bei der Übersetzung besonders berücksichtigt werden müssen. Eine wörtliche Übersetzung kann für den Zieltext oft nicht einfach übernommen werden. Somit bietet dieser Text eine gute Diskussionsgrundlage und eignet sich gut zu einer Analyse des Ausgangs-, und Zieltextes.
Bei der Analyse und Übersetzung ist es wichtig, eine bestimmte Methodik zu verfolgen. Hier sollen mir vor allem die theoretischen Grundlagen, Methoden und didaktischen Anwendungen einer übersetzungsrelevanten Textanalyse in Bezug auf textexterne- und interne Faktoren von Christiane Nord dienen, die in ihrem Werk Textanalyse und Übersetzen nachzulesen sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ausgangstext im Original
3. Übersetzungsrelevante Analyse des Ausgangstextes
3.1 Allgemeines zu den Faktoren der Ausgangstextanalyse
3.2 Textexterne Faktoren
3.2.1 Textproduzent versus Sender
3.2.2 Senderintention
3.2.3 Empfänger
3.2.4 Medium/Kanal
3.2.5 Ort
3.2.6 Zeit
3.2.7 Kommunikationsanlass
3.2.8 Textfunktion
3.2.9 Interdependenz
3.3 Textinterne Faktoren
3.3.1 Thematik
3.3.2 Textinhalt
3.3.3 Präsuppositionen
3.3.4 Textaufbau
3.3.5 Nonverbale Elemente
3.3.6 Lexik
3.3.7 Syntax
3.3.8 Suprasegmentale Merkmale
3.3.9 Interdependenz
4. Potentielle Übersetzungsaufträge
4.1 Übersetzungsauftrag Süddeutsche Zeitung
4.2 Übersetzungsauftrag Fan Club Guido Ceronetti
4.3 Übersetzungsauftrag Italienisches Kulturinstitut Frankfurt
4.4 Auswählen eines Übersetzungsauftrages
5. Ausgangstext mit Auslassungen
6. Übersetzung
7. Übersetzungsprobleme
8. Kommentar
9. Schlusswort
10. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der übersetzungstheoretischen Analyse eines zeitgenössischen italienischen Zeitungsartikels sowie der praktischen Erstellung und Kommentierung einer funktionsgerechten deutschen Übersetzung unter Berücksichtigung eines fiktiven Übersetzungsauftrags.
- Anwendung der übersetzungstheoretischen Textanalyse nach Christiane Nord.
- Untersuchung von textexternen und textinternen Faktoren in einem journalistischen Text.
- Herausarbeitung von Übersetzungsproblemen, insbesondere bei metaphorischen Ausdrücken und Wortspielen.
- Vergleich zwischen Ausgangskultur und Zielkultur im Kontext eines fiktiven Übersetzungsauftrags.
- Dokumentation von Recherchestrategien zur Lösung spezifischer terminologischer und kultureller Hürden.
Auszug aus dem Buch
3.3.4 Textaufbau
Der Text ist in drei Abschnitte gegliedert und besteht größtenteils aus komplexen, verschachtelten Sätzen, die in Haupt- und Nebensätze, Parenthesen unterteilt sind. Über dem Titel steht der Name des Autors Guido Ceronetti. Dies lässt darauf schließen, dass er der Verfasser und Sender dieses Artikels ist (siehe 3.2.1). Direkt darunter in wesentlich größerer Schrift der Titel Coppie di fatto e fatti di coppia, ein Wortspiel in der italienischen Sprache, das für den Leser als sogenannter Eyecatcher fungiert und sein Interesse weckt.
Im ersten Abschnitt klärt Ceronetti die Leser über die Diskussionsgrundlage des Themas auf. Bereits mit dem ersten Satz nimmt er eine subjektive Haltung zu dem Thema ein und bringt den Leser dazu weiter zu lesen.
Im zweiten Abschnitt, der am längsten ist, vertieft er das Thema und schmückt es mit Metaphern, Vergleichen und Wortspielen aus, so dass es dem Leser „unmöglich“ ist, sich von dem Text abzuwenden.
In dem dritten Abschnitt des Artikels rundet Ceronetti mit einigen faktischen Erläuterungen das Thema ab und behält auch hier seinen Schreibstil bei. Darunter wird in kleiner Schrift auf die Seite 35 in der Zeitung hingewiesen, wo der Artikel fortgeführt und vertieft wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des gewählten italienischen Quelltextes und Darlegung der methodischen Vorgehensweise basierend auf Übersetzungstheorien.
2. Ausgangstext im Original: Präsentation des italienischen Originalartikels als Arbeitsgrundlage.
3. Übersetzungsrelevante Analyse des Ausgangstextes: Detaillierte Untersuchung von textexternen und textinternen Faktoren gemäß dem Modell von Christiane Nord.
4. Potentielle Übersetzungsaufträge: Entwurf verschiedener Szenarien für die Übersetzung des Textes, um den Einfluss des Auftrags auf die Übersetzungsstrategie zu verdeutlichen.
5. Ausgangstext mit Auslassungen: Wiedergabe des zu übersetzenden Textausschnitts.
6. Übersetzung: Darstellung der angefertigten deutschen Übersetzung des Artikels.
7. Übersetzungsprobleme: Analyse spezifischer Schwierigkeiten bei der Übertragung von Metaphern und Wortspielen sowie deren jeweilige Lösung.
8. Kommentar: Zusammenfassende Betrachtung der Übersetzungsschwierigkeiten und der Einhaltung des gewählten Übersetzungsauftrags.
9. Schlusswort: Resümee über den Erfolg des Übersetzungsprozesses und den holprigen Weg zur Lösung der textuellen Herausforderungen.
10. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen, Fachbücher und Internetressourcen.
Schlüsselwörter
Übersetzungstheorie, Textanalyse, Christiane Nord, Journalistische Übersetzung, Italienisch-Deutsch, Metaphern, Wortspiele, Übersetzungsstrategie, Ausgangstext, Zieltext, Eheähnliche Gemeinschaft, Übersetzungsauftrag, Sprachvergleich, Kulturtransfer, Terminologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Übersetzung eines italienischen Zeitungsartikels über eheähnliche Gemeinschaften unter Anwendung translationstheoretischer Methoden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Textanalyse, Übersetzungsprobleme bei metaphorischer Sprache und die Anpassung an verschiedene Zielgruppen durch spezifische Übersetzungsaufträge.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Übersetzungsprozess von der theoretischen Ausgangsanalyse bis zur praktischen, funktionsgerechten Übersetzung zu dokumentieren und zu kommentieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Als methodische Grundlage dient das Modell der übersetzungsrelevanten Textanalyse nach Christiane Nord, unterteilt in textexterne und textinterne Faktoren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse des Textaufbaus, die Definition fiktiver Übersetzungsaufträge sowie eine detaillierte Diskussion konkreter Übersetzungsprobleme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Übersetzungstheorie, Textanalyse, Sprachvergleich, Metaphern und der spezifische Kontext der italienischen Medienlandschaft.
Warum war die Übersetzung der Metaphern besonders schwierig?
Da der Autor ein komplexes Netz aus aufeinander aufbauenden Metaphern verwendet, die teilweise im Deutschen unverständlich wären, mussten diese für den Zieltext oft inhaltlich aufgelöst werden.
Welche Rolle spielt der fiktive Übersetzungsauftrag für die Übersetzung?
Der Auftrag bestimmt, ob der Informationsgehalt oder der Stil des Originals im Vordergrund steht; in dieser Arbeit wurde der Fokus auf den Informationsgehalt für deutsche Leser gelegt.
- Quote paper
- Dipl.-Übersetzerin Andrea Koschützke (Author), 2007, Kommentierte Übersetzung des Zeitungsartikels: Coppie di fatto e fatti di coppia, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126711