Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Pedagogic Psychology

Schriftspracherwerb in der Zweitsprache bei Migrantenkindern. Theoretische Grundlagen und Förderansätze

Title: Schriftspracherwerb in der Zweitsprache bei Migrantenkindern. Theoretische Grundlagen und Förderansätze

Examination Thesis , 2009 , 88 Pages , Grade: Gut (11 Punkte)

Autor:in: anastasia schmidt (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die geschichtlichen Ereignisse der Bundesrepublik Deutschland haben dazu beigetragen, dass Deutschland seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland ist. Vor allem in den Großstädten ist die Anzahl der Kinder aus Migrationsfamilien enorm hoch. Diese Tatsache allein ist jedoch kein Grund zu einer negativen Darstellung der Situation. Die Problematik äußert sich in den Bildungssituationen. Als die PISA–Studie die gravierenden Ergebnisse der Leistungen von Kindern mit Migrationshintergrund offiziell vorgestellt hat, ist dieses Thema zu einem der wichtigsten in den Debatten der Bildungspolitik geworden. Fakt ist, dass die sprachlichen Kompetenzen der Migrantenkinder enorm schwach sind. Dies zeigt sich negativ in der Schule und zwar in fast jedem Unterricht. Nicht nur in sprachlichen Fächern wie Deutsch bleiben Migrantenkinder zurück, auch um die Textaufgaben in Mathematik zu lösen, müssen sie diese verstehen. Die systematische vorschulische und schulische Sprachförderung soll dieses Problem beheben. Vor allem die vorschulische Förderung sollte mehr ausgebreitet werden und so früh wie möglich anfangen. Konzentriert arbeiten die Bildungspolitiker an unterschiedlichen Konzepten der Sprachförderung, die dann am Ende stark divers sind. Die Tatsache, dass die Mehrsprachigkeit der Kinder durch die Sprachförderung der deutschen Sprache nicht abgeschafft werden kann, bleibt unbeachtet. Prof. Dr. Gogolin äußert sich wie folgt dazu: „Die Zwei- oder Mehrsprachigkeit der Kinder wächst sich bei verstärkter Sprachförderung in der deutschen Sprache nicht aus, sondern bleibt als permanente Bildungsvoraussetzung erhalten, da die Vitalität der Herkunftssprachen nachweislich hoch ist und langfristig auch erhalten bleibt.“2

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 AUFBAU

2. DIE SITUATION DER MIGRANTENKINDER IM DEUTSCHEN BILDUNGSSYSTEM

2.1 ERGEBNISSE DER PISA – STUDIE

2.1.1 PISA-E

2.2 KINDER MIT MIGRATIONSHINTERGRUND IM DEUTSCHEN SCHULSYSTEM

3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUM ZWEITSPRACHERWERB

3.1 BEGRIFFLICHKEITEN

3.1.1 Erstsprache

3.1.2 Zweitsprache

3.1.3 Bilingualismus

3.1.4 Semilingualismus

3.2 SPRACHERWERBSTHEORIEN

3.2.1 Identitätshypothese

3.2.2 Transferhypothese

3.2.3 Interlanguagehypothese

3.2.4 Schwellenhypothese und Interdependenzhypothese

4. SPRACHFÖRDERUNG BEI MIGRANTENKINDERN

4.1 AKTUELLE SITUATION

4.2 ÜBERBLICK ÜBER DIE VERFAHREN ZUR SPRACHSTANDSBESTIMMUNG

4.3 ÜBERBLICK ÜBER VERSCHIEDENE FÖRDERKONZEPTE

4.3.1 Förderprogramme zur Unterstützung der phonologischen Bewusstheit

4.3.2 Sprachlich-kognitiv orientierte Förderprogramme

4.3.3 Konzepte, die sich an der Verbindung von Mündlichkeit und Schriftlichkeit orientieren

4.3.4 Modelle der Sprachförderung, die die Kooperation zwischen dem Kindergarten und den Familien im Vordergrund sehen

4.4 DIE INTEGRATION DER HERKUNFTSSPRACHEN IN DER INSTITUTION SCHULE

5. AUSFÜHRLICHE DARSTELLUNG EINES FÖRDERKONZEPTES: RUCKSACKPROJEKT

5.1 VORSTELLUNG DES PROJEKTES

5.2 ZIELE DES PROJEKTS

5.3 ABLAUF DES PROJEKTES

5.4 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE / EVALUATION

5.5 RESÜMEE DES RUCKSACKPROJEKTES

6. DARSTELLUNG DER FORSCHUNGSUNTERSUCHUNGEN ZUM SPRACHERWERB IN DER ZWEITSPRACHE SOWIE DER ERSTSPRACHE

6.1 DARSTELLUNG DER STUDIE VON LAMBERT/TUCKER (1972)

6.1.1 Das Ziel der Studie

6.1.2 Der Ablauf der Studie

6.1.3 Ergebnisse der Studie

6.2 DARSTELLUNG DER STUDIE VON SKUTNABB-KANGAS/TOUKOMAA (1976)

6.2.1 Ablauf der Studie

6.2.2 Ziel der Studie

6.2.3 Ergebnisse der Studie

6.3 EMPFEHLUNGEN DER STUDIEN

6.4 LANGZEITSTUDIE AUS WIEN „A KUCI SPRECHAM DEUTSCH“

6.4.1 Ziel der Studie

6.4.2 Aufbau der Studie

6.4.3 Testmethoden

6.4.4 Die theoretischen Grundlagen der Studie

6.4.5 Darstellung der Ergebnisse

6.5 EMPFEHLUNGEN DER STUDIE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz der Muttersprache beim Erwerb der Zweitsprache Deutsch bei Kindern mit Migrationshintergrund. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse hemmender und begünstigender Faktoren sowie der Erarbeitung systematischer Förderansätze für den schulischen und vorschulischen Bereich.

  • Bedeutung der Erstsprache für den Zweitspracherwerb
  • Bildungssituation von Kindern mit Migrationshintergrund
  • Wirksamkeit aktueller Sprachförderkonzepte (z.B. Rucksackprojekt)
  • Einfluss bilingualer Erziehung auf die kognitive Entwicklung
  • Empirische Forschungsergebnisse zur Mehrsprachigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Erstsprache

Die Erstsprache ist eine der wichtigsten Sprachen im Leben eines Menschen. Sie ist dementsprechend die erste Sprache, die der Mensch erwirbt. Die Erstsprache wird von dem Kind in seinen ersten Lebensjahren erworben und begleitet es meistens durch das ganze Leben.14

Die Erstsprache gilt als erstes Kommunikationsmittel. Beherrscht man die Erstsprache, so sind auch ebenfalls die formalen Sprachstrukturen verfestigt. Auch die Gefühle und besondere Erfahrungen werden meistens in der Erstsprache am besten übermittelt. Natürlich wird auch die Kultur, die zu dieser Sprache gehört, so eingeprägt und mit dem Spracherwerb erworben. In der wissenschaftlichen Literatur wird meist die Erstsprache von der Muttersprache unterschieden. Jedoch entsteht in der heutigen Gesellschaft ein Bild, dass in vielen Familien die Muttersprache auch die Erstsprache ist, die das Kind erlernt. Die Muttersprache ist daher auch die Erstsprache, die durch den Kontakt mit der Mutter bzw. Vater erworben wird.15

Viele Sprachwissenschaftler vertreten in der Fachliteratur die Meinung, dass der Begriff Erstsprache anstelle von Muttersprache neutraler und angemessener erscheint. Daraus lässt sich formulieren, dass die beiden Begriffe das gleiche bedeuten, wenn auch das eine mit dem anderen nicht komplett zu ersetzen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Ausgangslage und Problematik des Spracherwerbs in der Zweitsprache bei Migrantenkindern sowie Zielsetzung der Arbeit.

2. DIE SITUATION DER MIGRANTENKINDER IM DEUTSCHEN BILDUNGSSYSTEM: Analyse der Bildungschancen und Leistungen von Migrantenkindern basierend auf aktuellen PISA-Studien.

3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUM ZWEITSPRACHERWERB: Definition zentraler Begriffe und Vorstellung maßgeblicher Spracherwerbstheorien zur Bedeutung der Erstsprache.

4. SPRACHFÖRDERUNG BEI MIGRANTENKINDERN: Überblick über aktuelle Förderkonzepte und Verfahren zur Sprachstandsbestimmung in verschiedenen Bildungsinstitutionen.

5. AUSFÜHRLICHE DARSTELLUNG EINES FÖRDERKONZEPTES: RUCKSACKPROJEKT: Detaillierte Vorstellung und Evaluation des Rucksackprojekts als Beispiel für die Kooperation zwischen Schule und Familie.

6. DARSTELLUNG DER FORSCHUNGSUNTERSUCHUNGEN ZUM SPRACHERWERB IN DER ZWEITSPRACHE SOWIE DER ERSTSPRACHE: Auswertung empirischer Studien zur wechselseitigen Beeinflussung von Erst- und Zweitsprache.

Schlüsselwörter

Zweitspracherwerb, Erstsprache, Migrationshintergrund, Sprachförderung, Bilingualismus, Schwellenhypothese, Interdependenzhypothese, Rucksackprojekt, PISA-Studie, Sprachkompetenz, interkulturelle Erziehung, Mehrsprachigkeit, Sprachentwicklung, Bildungschancen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und praktischen Ansätze für den Schriftspracherwerb in der Zweitsprache Deutsch bei Kindern mit Migrationshintergrund.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Untersuchung umfasst die Bildungssituation, theoretische Spracherwerbsmodelle, diverse Sprachförderkonzepte und eine wissenschaftliche Auswertung empirischer Forschungsstudien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel besteht darin, die Relevanz der Erstsprache beim Erwerb der Zweitsprache Deutsch zu klären und zu prüfen, ob eine gezielte Förderung der Muttersprache den Zweitspracherwerb unterstützen kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse sowie die kritische Aufarbeitung und Auswertung bereits existierender empirischer Studien und Evaluationsberichte (z.B. Langzeitstudien aus Wien und das Rucksackprojekt).

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Im Hauptteil stehen die Begriffsdefinitionen, die Vorstellung von Spracherwerbstheorien (z.B. die Schwellenhypothese) sowie die detaillierte Darstellung und Evaluation des Rucksackprojekts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Zweitspracherwerb, Bilingualismus, Sprachförderung, Erstsprache und Interdependenzhypothese.

Welche Bedeutung hat das Rucksackprojekt innerhalb der Untersuchung?

Das Rucksackprojekt dient als konkretes Praxisbeispiel für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Elternhaus und Bildungseinrichtungen, das den muttersprachlichen Spracherwerb gezielt in die Förderung einbezieht.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Muttersprache für den Zweitspracherwerb?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Förderung der Muttersprache einen positiven Einfluss auf den Zweitspracherwerb hat, sofern sie systematisch erfolgt und nicht durch mangelnde didaktische Unterstützung oder organisatorische Mängel in den Schulen behindert wird.

Excerpt out of 88 pages  - scroll top

Details

Title
Schriftspracherwerb in der Zweitsprache bei Migrantenkindern. Theoretische Grundlagen und Förderansätze
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
Gut (11 Punkte)
Author
anastasia schmidt (Author)
Publication Year
2009
Pages
88
Catalog Number
V126727
ISBN (eBook)
9783640324163
ISBN (Book)
9783640322046
Language
German
Tags
Schriftspracherwerb Zweitsprache Migrantenkindern Theoretische Grundlagen Förderansätze Punkte)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
anastasia schmidt (Author), 2009, Schriftspracherwerb in der Zweitsprache bei Migrantenkindern. Theoretische Grundlagen und Förderansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126727
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  88  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint