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Woodrow Wilson (1858 –1924). Evolution statt Revolution

Religiöse Moral, Liberalismus, idealistischer Internationalismus, Sachzwänge und Realpolitik

Título: Woodrow Wilson (1858 –1924). Evolution statt Revolution

Trabajo Escrito , 2009 , 38 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Oliver Löser (Autor)

Historia - América
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem außenpolitischen Wirken des 28. Präsidenten der USA; Woodrow Wilson. In seine beiden Legislaturperioden fällt der bemerkenswerte Epochenwandel bezüglich der Stellung Amerikas im internationalen Staatensystem.
Heute mutet das Bild Amerikas als (vorerst) einzige Supermacht auf Erden als nahezu Gottgegeben an und das amerikanische Engagement in aller Welt schafft Bewunderer und Neider, schafft Freunde, aber auch erbitterte Gegner. Nun war der Weg, welcher dieses Land bis zu diesem Punkt gebracht hat, weniger das Produkt einer wohl geplanten und stringent betriebenen Außenpolitik. Vielmehr waren und sind die USA wie so viele Nationen auch Opfer beziehungsweise Nutznießer der äußeren Umstände ihrer Zeit.
Vor Beginn des Ersten Weltkrieges zumindest bereits eine wirtschaftliche Weltmacht, so erstand Amerika mit dem militärischen Eingreifen im kriegsgeschüttelten Europa auch als politische Weltmacht aus dem Urkonflikt des 20. Jahrhunderts.
Wilsons Beitrag dazu bestand nicht nur in der Tatsache, dass er aus seinem Land eine kriegswillige, kriegsbereite und vor allem kriegführende Nation machte. Vielmehr suchte er dem Bösen in Europa schon frühzeitig ein diplomatisches Ende zu bereiten und war die treibende politische Kraft hinter den Waffenstillstands- und späteren Friedensverhandlungen zwischen den Europäischen Mächten. Der Traum dieses Mannes, welcher sich stets bemühte, auf dem Pfad christlicher Tugenden zu wandeln, erfüllte sich mithin nicht. Dieser Traum eines Völkerbundes, einer „Community of Power“, welche die „Balance of Power“ ersetzen sollte, scheiterte letztlich an den Machinteressen der europäischen Staaten und am innenpolitischen Widerstand im eigenen Land.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit zwei Fragestellungen. Zum einen soll dargelegt werden, durch welche Umstände die USA schließlich dazu bewogen wurden, in den vorerst rein europäischen Krieg einzugreifen. Und zum anderen werden die Bemühungen Wilsons aufgezeigt, diesen Krieg auf dem Verhandlungswege nicht nur zu beenden, sondern den Frieden auch dauerhaft zu sichern. Das geeignete Werkzeug des „Peace Keeping“, und Herzstück des Friedensplanes Wilsons sollte der bereits erwähnte Völkerbund werden, in ihm vertreten die Mächte der Welt, welche ihre Konflikte künftig im Einvernehmen auf dem Verhandlungswege lösen sollten.

[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsstand

3 Biographie und politische Überzeugungen: Vom Prediger zum Präsidenten

4 Amerikas Engagement in Mexiko

5 Amerikas Weg in den Krieg

5.1 „Es herrscht der völlig toll gewordene Militarismus“

5.2 Das Bild des Kaiserreichs in den USA

5.3 Die ersten Jahre im Amt: Kriegsgefahr und strategische Überlegungen

5.4 Vermittlungsversuche 1914 – 1916:

5.5 Vermittlungsversuche 1916 - 1917: Krieg dem Krieg

6 „Neutrality is no longer feasable or desireable.“

6.1 Der uneingeschränkte U-Bootkrieg

6.2 Das Zimmermann Telegramm

6.3 Wilson und die bolschewistische Revolution

7 Wilsons Friede und sein Traum vom Völkerbund

7.1 Peace wihout victory: Wilsons Appell an die Weltöffentlichkeit

7.2 Wilsons Vierzehn Punkte

7.3 Retardierendes Moment auf dem Weg zum Wilson-Frieden

7.4 Wilson scheitert

8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das außenpolitische Wirken von US-Präsident Woodrow Wilson vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs und analysiert dabei den Epochenwandel der amerikanischen Rolle im internationalen Staatensystem. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, durch welche Umstände die USA zum Kriegseintritt bewogen wurden und welche Bemühungen Wilson unternahm, um diesen Krieg auf diplomatischem Wege zu beenden sowie einen dauerhaften Frieden durch ein internationales „Peace Keeping“-System, den Völkerbund, zu sichern.

  • Die Entwicklung Amerikas von einer wirtschaftlichen zu einer politischen Weltmacht.
  • Die ambivalenten deutsch-amerikanischen Beziehungen und das „Image“ des Kaiserreichs in den USA.
  • Die Auswirkungen des uneingeschränkten U-Bootkrieges auf die US-Neutralitätspolitik.
  • Wilsons idealistische Friedensvorstellungen versus außenpolitische Realpolitik und innenpolitischer Widerstand.

Auszug aus dem Buch

5.1 „Es herrscht der völlig toll gewordene Militarismus“

Bis in die Anfänge des Jahres 1917 konnte in Amerika von Kriegsbegeisterung, wie sie zu Beginn des Krieges in Europa vorherrschte, nicht die Rede sein. So hemmte beispielsweise die oben beschriebene unglückliche Verwicklung Amerikas in die inneren Angelegenheiten des revolutionären Mexikos jeden Antrieb, in den europäischen Krieg einzutreten. Wilson selbst, ein Verfechter des internationalen Wirtschaftsliberalismus, zeigte sich nicht begeistert, für welche Partei auch immer, an einem Krieg teil zu nehmen, dessen eigentliche Triebfeder der militante Imperialismus bildete.

Zu den frühen Befürwortern eines militärischen Engagements Amerikas in Europa zählten seine Berater ++House und Robert Lansing, welche Wilson zeit seiner Präsidentschaft mehr oder weniger treu zur Seite standen, die nördlichen Atlantikstaaten, sowie der rechte Flügel der Republikaner unter Führung von Senator Henry Cabot Lodge. Beschränkte sich die Unterstützung der Entente anfangs auf rein wirtschaftliche Hilfestellung (von der gefühlsmäßigen und moralischen Parteiergreifung einmal abgesehen), so beschleunigte sich das Zusammengehen von USA und Entente schlagartig im Verlauf des Frühjahres 1917.

Als sich House im Sommer 1914 anläßlich von Sondierungsgesprächen in Berlin aufhielt, konnte er Wilson nur ein niederschmetterndes Bild der allgemeinen Lage zeichnen: „Es herrscht der völlig toll gewordene Militarismus. Wenn nicht jemand, der in Ihrem Namen handelt, eine Verständigung auf ganz neuem Grunde zustande bringt, so wird es eines Tages zu einer fürchterlichen Katastrophe kommen. (…) Es herrscht hier zu viel Hass, zu viel Eifersucht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das außenpolitische Wirken Woodrow Wilsons und Darlegung der zentralen Fragestellungen hinsichtlich des US-Kriegseintritts und der Friedensbemühungen.

2 Forschungsstand: Überblick über die umfangreiche Literatur zum Ersten Weltkrieg mit Fokus auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen und die Rolle von Historikern und Quellen.

3 Biographie und politische Überzeugungen: Vom Prediger zum Präsidenten: Darstellung von Wilsons presbyterianischer Prägung, seinem politischen Aufstieg und seinem idealistischen Weltbild.

4 Amerikas Engagement in Mexiko: Analyse des US-Engagements in den mexikanischen Unruhen, welches Wilsons Einstellung zu internationaler Einmischung maßgeblich prägte.

5 Amerikas Weg in den Krieg: Untersuchung der Faktoren, die zur Aufgabe der amerikanischen Neutralität führten, insbesondere die Rolle des U-Bootkrieges und der diplomatischen Vermittlungsversuche.

6 „Neutrality is no longer feasable or desireable.“: Detaillierte Analyse des uneingeschränkten U-Bootkrieges, des Zimmermann-Telegramms und der Haltung gegenüber der russischen Revolution.

7 Wilsons Friede und sein Traum vom Völkerbund: Erörterung von Wilsons Vision einer neuen Weltordnung, der Vierzehn Punkte und des letztlichen Scheiterns seines Friedenskonzepts in Versailles.

8 Zusammenfassung: Resümee über Wilsons Lebenswerk, seine Rolle beim Ende des Ersten Weltkriegs und das Erbe seines gescheiterten Traums einer neuen internationalen Friedensordnung.

Schlüsselwörter

Woodrow Wilson, Erster Weltkrieg, Neutralitätspolitik, Völkerbund, USA, Deutsches Kaiserreich, U-Bootkrieg, Vierzehn Punkte, Diplomatie, Idealismus, Realpolitik, Friedensordnung, Versailles, Intervention, Außenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das außenpolitische Handeln des 28. US-Präsidenten Woodrow Wilson und dessen entscheidende Rolle beim Übergang der USA zur globalen politischen Weltmacht während des Ersten Weltkriegs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten gehören das amerikanische Verhältnis zum deutschen Kaiserreich, die Auswirkungen interner Krisen wie in Mexiko auf die Außenpolitik sowie Wilsons Versuch, den Krieg durch internationale Organisationen zu befrieden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Umstände die USA in den europäischen Krieg führten und mit welchen diplomatischen Strategien Wilson versuchte, sowohl den Krieg zu beenden als auch eine dauerhafte Friedensordnung zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit ist eine historische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung der Forschungsliteratur sowie zeitgenössischer Dokumente und Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Biografie Wilsons, die Analyse der Neutralitätsphase, die Eskalation durch den U-Bootkrieg, Wilsons Friedenspläne (Vierzehn Punkte) sowie das politische Scheitern bei der Umsetzung des Völkerbundes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Woodrow Wilson, Erster Weltkrieg, Neutralitätspolitik, Völkerbund, U-Bootkrieg, Realpolitik und amerikanische Außenpolitik.

Warum war Wilsons Verhältnis zur russischen Revolution so ambivalent?

Wilson begrüßte zunächst das Ende des zaristischen Regimes als Chance für Demokratie, lehnte jedoch den Bolschewismus als gewaltsame Minderheitsherrschaft radikal ab, was ihn zu einer taktischen Unterstützung der „Weißen“ in Sibirien führte.

Inwiefern beeinflusste das Zimmermann-Telegramm die US-Entscheidungen?

Das Telegramm war ein entscheidender Faktor, der die amerikanische Öffentlichkeit erschütterte und den Isolationismus schwächte, da es ein direktes deutsches Bündnisangebot an Mexiko zur Rückeroberung US-Gebiete enthüllte.

Warum scheiterte Wilson letztlich bei der Umsetzung seiner Friedensvorstellungen?

Sein Scheitern war begründet in der Kompromisslosigkeit gegenüber politischen Gegnern im eigenen Land (US-Senat), den machtpolitischen Interessen der europäischen Verbündeten sowie dem Wegfall wirtschaftlicher Druckmittel während der Friedenskonferenz.

Final del extracto de 38 páginas  - subir

Detalles

Título
Woodrow Wilson (1858 –1924). Evolution statt Revolution
Subtítulo
Religiöse Moral, Liberalismus, idealistischer Internationalismus, Sachzwänge und Realpolitik
Universidad
Dresden Technical University  (Institut für Neuere und Neueste Geschichte)
Curso
Die USA von 1917 bis 2007
Calificación
1,0
Autor
Oliver Löser (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
38
No. de catálogo
V126811
ISBN (Ebook)
9783640329557
ISBN (Libro)
9783640331406
Idioma
Alemán
Etiqueta
Woodrow Wilson Evolution Revolution Religiöse Moral Liberalismus Internationalismus Sachzwänge Realpolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Oliver Löser (Autor), 2009, Woodrow Wilson (1858 –1924). Evolution statt Revolution, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126811
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