Diese Arbeit gibt einen generellen Überblick über die Kernsymptome der Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Besonders Aufgenmerk wird auf die alterspezifischen Ausprägungen diser Störung gerichtet. In einem einführendem Kapiel wird dargelegt, was ADHS ist und welche Konsequenzen für Betroffene entstehen.
Desweiteren wird darüber informiert, nach welchen Richtlinien eine medizinische Diagnose auf ADHS gestellt wird. Am Ende wird ein Resümee gezogen.
Für die Zusammentragung der Informationen wurde ausschließlich auf internationale psychologische Fachliteratur, auch Beiräge aus Fachzeitschriften, zurückgegriffen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Überblick über die ADHS
3. Diagnoserichtlinien
3.1 ICD-10 und DSM-IV
3.2 Diagnosestellung
3.2.1 Richtlinien für die Unaufmerksamkeit
3.2.2 Richtlinien für die Hyperaktivität- Impulsivität
3.3 Bemerkungen zu ICD-10 und DSM-IV
4. Kernsymptome
4.1 Unaufmerksamkeit
4.2 Hyperaktivität
4.3 Impulsivität
4.4 Wechselwirkungen zwischen Betroffenen und ihrem Umfeld
5. Altersspezifische Symptome
5.1 Säuglingsalter
5.2 Kleinkindalter
5.3 Grundschulalter
5.4 Jugendalter
5.5 Erwachsenenalter
6. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Symptomatik der Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) umfassend darzustellen und zu erläutern. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die zentralen Symptome über verschiedene Lebensabschnitte hinweg manifestieren und welche Rolle das soziale Umfeld für den Verlauf der Störung spielt.
- Historische Einordnung und allgemeine Definition der ADHS
- Wissenschaftliche Diagnoserichtlinien nach ICD-10 und DSM-IV
- Die drei Kernsymptome: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität
- Interaktion zwischen Betroffenen und ihrem sozialen Umfeld
- Altersspezifische Symptomausprägungen vom Säuglings- bis zum Erwachsenenalter
Auszug aus dem Buch
4. Kernsymptome
Wie bereits im zweiten Kapitel erwähnt, zeichnet sich die ADHS durch eine Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit, Aktivität und Impulskontrolle aus. In der Regel zeigen Kinder, welche unter ADHS leiden, diese Defizite schon vor dem siebten Lebensjahr. Hierbei ist besonders entscheidend, dass das Auftreten der Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität in unterschiedlichen Situationen erkennbar ist. Das Ausmaß der Auffälligkeiten zwischen den verschiedenen Lebensbereichen, wie beispielsweise der Schule und der Familie, kann variieren. In Bereichen, wo vermehrte Aufmerksamkeit gefordert wird, wie im Unterricht oder bei Erledigung der Hausaufgaben, treten die Symptome daher meist verstärkt auf. Viele Ärzte und Psychologen gehen heute davon aus, dass neben den drei Kernsymptomen insbesondere die Schwierigkeit das eigene Verhalten zu hemmen, ein wichtiger Bestandteil der Symptomatik der ADHS ist.
Barkley (2005) beschreibt die Symptome folgendermaßen: Es fällt den Betroffenen schwer, sich an Regeln und Anweisungen zu halten, und sie sind sehr unbeständig (vor allem, wenn es um das Erledigen von Aufgaben geht). Meiner Meinung nach haben alle diese Symptome etwas mit der Unfähigkeit zu tun, sich selbst zu bremsen, das eigene Verhalten zu hemmen – Das Hauptkennzeichen der ADHS. (S.66)
Nachfolgend werden die drei Kernsymptome definiert und anhand von Beispielen charakterisiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, indem sie die historische Figur des "Zappel-Philipp" als Metapher nutzt und den Aufbau der Hausarbeit erläutert.
2. Überblick über die ADHS: Hier wird die ADHS als Störungsbild definiert, das durch eine Kombination aus Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität und motorischer Unruhe gekennzeichnet ist.
3. Diagnoserichtlinien: Dieses Kapitel erläutert die Kriterien nach ICD-10 und DSM-IV und beleuchtet die Herausforderungen bei der Diagnosestellung.
4. Kernsymptome: Hier werden die drei Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität detailliert definiert und deren Auswirkungen auf das Umfeld diskutiert.
5. Altersspezifische Symptome: Dieses Kapitel stellt die entwicklungspsychologische Veränderung der Symptomatik vom Säuglingsalter bis hin zum Erwachsenenalter dar.
6. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung eines verständnisvollen Umfelds sowie frühzeitiger Fördermaßnahmen.
Schlüsselwörter
ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Impulsivität, Diagnostik, ICD-10, DSM-IV, Kindesentwicklung, Verhaltensstörung, Selbstkontrolle, Symptomatik, Soziales Umfeld, Jugendalter, Erwachsenenalter, Förderprogramme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Symptomatik der ADHS und untersucht, wie sich dieses Störungsbild über verschiedene Lebensphasen hinweg äußert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf den Diagnoserichtlinien, den drei Kernsymptomen und der altersspezifischen Ausprägung der Störung.
Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das ADHS-Störungsbild zu schaffen, das über bloße Klischees hinausgeht und die neurologischen Ursachen sowie die soziale Komponente aufzeigt.
Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf etablierte Klassifikationssysteme wie ICD-10 und DSM-IV sowie auf relevante psychologische Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostische Einordnung, die detaillierte Definition der Kernsymptome und eine nach Lebensabschnitten gegliederte Darstellung der Symptomatik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?
Wichtige Begriffe sind unter anderem ADHS, Impulskontrolle, Selbstregulation, Kernsymptome und Verhaltensauffälligkeit.
Wie verändert sich die ADHS-Symptomatik im Erwachsenenalter?
Im Erwachsenenalter tritt die motorische Hyperaktivität oft in den Hintergrund, während innere Unruhe, Organisationsdefizite und Konzentrationsschwächen weiterhin bestehen bleiben können.
Warum spielt das soziale Umfeld eine so große Rolle?
Da negative Reaktionen des Umfelds einen Teufelskreis aus Aggressivität und verstärkter Symptomatik auslösen können, ist ein verständnisvoller Umgang entscheidend für den Krankheitsverlauf.
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- Franziska Loth (Author), Barbara Wulfken (Author), 2008, Symptomatik der ADHS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126883