Im Rahmen dieser Arbeit soll die Umsetzbarkeit des Mobilen Arbeitens in der öffentlichen Verwaltung anhand eines Jobcenters in Nordrhein-Westfalen mit einem hohen Anteil an Telearbeitsplätzen analysiert werden. Entscheidend bei der Auswahl des Verwaltungsbereiches war, dass die Grundvoraussetzungen zum Mobilen Arbeiten bereits geschaffen sind und das Arbeiten außerhalb der Dienststelle schon gelebt wird.
Zunächst erfolgt anhand einer Literaturrecherche eine Klärung der Begrifflichkeiten sowie die Herausarbeitung der Abgrenzung von Mobilem Arbeiten zu der Telearbeit. Weiterhin werden die Rahmenbedingen sowie Chancen und Risiken des Mobilen Arbeitens aufgezeigt. Im darauffolgenden Abschnitt dieser Hausarbeit erfolgt die Auswertung einer kurzen Mitarbeiterumfrage zu dem Thema des Mobilen Arbeitens. Ziel dieser Umfrage ist es, herauszufinden, ob die Arbeitsform des Mobilen Arbeitens bekannt ist, ob diese Arbeitsform Zuspruch findet, welche Bedenken hierzu geäußert werden und ob sich das Mobile Arbeiten in dem untersuchten Verwaltungsbereich umsetzen lässt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Arbeitsform des Mobilen Arbeitens
2.1 Abgrenzung des Mobilen Arbeitens zur Telearbeit
2.2 Rahmenbedingungen für das Mobile Arbeiten
2.3 Chancen und Risiken des Mobilen Arbeitens
3 Umsetzung des Mobilen Arbeitens in der öffentlichen Verwaltung
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Umsetzbarkeit und Zukunftsfähigkeit des Mobilen Arbeitens in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel der Leistungssachbearbeitung eines Jobcenters in Nordrhein-Westfalen.
- Definition und Abgrenzung von Mobilem Arbeiten gegenüber der Telearbeit.
- Analyse der gesetzlichen und persönlichen Rahmenbedingungen.
- Bewertung der Chancen und Risiken für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
- Empirische Untersuchung der Akzeptanz und Umsetzbarkeit mittels einer Mitarbeiterumfrage.
- Diskussion der Zukunftsrelevanz ortsunabhängiger Arbeitsformen.
Auszug aus dem Buch
2.1 Abgrenzung des Mobilen Arbeitens zur Telearbeit
Für die Arbeitsform des Mobilen Arbeitens gibt es derzeit keine Legaldefinition (BT (2017): Seite 5). Im Gegensatz dazu ist die Telearbeit in der Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstätten-verordnung – ArbStättV vom 12. August 2004, (BGBl. I S. 2179), zuletzt geändert durch Artikel 226 Elfte Zuständigkeitsanpassungsverordnung vom 19.6.2020 (BGBl. I S. 1328)) legal definiert. So ist ein Telearbeitsplatz entsprechend § 2 Absatz 7 Satz 1 ArbStättV ein vom Arbeitgeber fest eingerichteter Bildschirmarbeitsplatz im Privatbereich des Beschäftigten, für den der Arbeitgeber eine mit dem Beschäftigten vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit und die Dauer der Einrichtung festgelegt hat. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter mindestens einen Teil ihrer Arbeit mithilfe eines vom Arbeitgeber fest eingerichteten Bildschirmarbeitsplatzes außerhalb der Betriebsstätte erbringen. Dies kann beispielsweise in Form von alternierender Telearbeit oder Teleheimarbeit beziehungsweise Home-Office erfolgen. Bei der zuerst genannten Variante der Telearbeit wechselt der Mitarbeiter zwischen dem fest installierten Arbeitsplatz in der Arbeitsstätte und dem in dem Privatbereich eingerichteten Arbeitsplatz. Bei der zweiten Variante befindet sich der Arbeitsplatz des Mitarbeiters durchgehend in dessen Privatbereich (Steffan (2015): S. 1414). Demnach zeichnet sich die Telearbeit dadurch aus, dass ein fester Arbeitsplatz besteht. Im Gegensatz dazu ist die Arbeitsform des Mobilen Arbeitens weder an ein Büro oder an einen häuslichen Arbeitsplatz gebunden. „Gearbeitet wird überall dort, wo der Netzzugang gesichert ist: im Betrieb, zu Hause, im Hotel, im Zug, überall dort, wo man Zugang zum Netz hat.“ (Vogl/Nies (2013): S. 14).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das Mobile Arbeiten anhand eines Jobcenters zu analysieren.
2 Die Arbeitsform des Mobilen Arbeitens: Dieses Kapitel definiert und grenzt mobiles Arbeiten von Telearbeit ab, behandelt Rahmenbedingungen sowie Chancen und Risiken.
3 Umsetzung des Mobilen Arbeitens in der öffentlichen Verwaltung: Hier wird der Forschungsgegenstand anhand einer Mitarbeiterumfrage in einem Jobcenter erläutert und die praktische Umsetzbarkeit diskutiert.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bejaht die Zukunftsfähigkeit des Mobilen Arbeitens bei gleichzeitig hohem Bedarf an klaren Strukturen.
Schlüsselwörter
Mobiles Arbeiten, Öffentliche Verwaltung, Telearbeit, Digitalisierung, Desk-Sharing, Open-Space-Büro, Arbeitsorganisation, Vereinbarkeit, Eigenverantwortung, Change Management, Datenschutz, Mitarbeiterumfrage, Arbeitseffizienz, Arbeitsort, Jobcenter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Eignung und Zukunftsfähigkeit des Mobilen Arbeitens innerhalb der deutschen öffentlichen Verwaltung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die rechtliche Abgrenzung von ortsunabhängigem Arbeiten, die Chancen und Risiken flexibler Arbeitsmodelle sowie die praktische Akzeptanz von Konzepten wie Desk-Sharing.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Das Ziel ist es, die Umsetzbarkeit des Mobilen Arbeitens in der Leistungssachbearbeitung von Jobcentern zu evaluieren und herauszufinden, ob eine Einführung gewünscht wird.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Neben einer Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung wurde eine stichprobenartige Mitarbeiterumfrage mittels Fragebogen durchgeführt.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Gegenüberstellung von Telearbeit und mobilem Arbeiten, der Analyse der Vor- und Nachteile aus Sicht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie der Auswertung der empirischen Ergebnisse.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind mobiles Arbeiten, Digitalisierung, öffentliche Verwaltung, Flexibilität, Eigenverantwortung und Arbeitsplatzqualität.
Welche Rolle spielt der Datenschutz beim mobilen Arbeiten?
Der Datenschutz ist ein kritischer Faktor, der laut Arbeit die Ortsunabhängigkeit einschränken kann, da hochsensible Daten besonderen Sicherheitsschutz erfordern.
Wie bewerten die befragten Mitarbeiter das Potenzial für die Zukunft?
Die Mehrheit der Befragten (85 %) bejaht die grundsätzliche Einführung des Mobilen Arbeitens als Zukunftskonzept für die öffentliche Verwaltung, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2020, Mobiles Arbeiten. Die Zukunft der öffentlichen Verwaltung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268877