Was meine Vorgehensweise betrifft, werde ich erst einmal die Vorgeschichte und die Ausgangssituation für das Zustandekommen des Dayton-Abkommens darstellen. Das heißt, ich werde den Ablauf des Bosnischen Krieges, der zwischen 1992 und 1995 stattgefunden hat, kurz erläutern. Anschließend, werde ich die einzelnen Bestimmungen und Regelungen, die in den zahlreichen Annexes des Dayton-Abkommens enthalten sind, darstellen. Ausführlicher werden natürlich diejenigen Punkte ergänzt, die von großer Relevanz für das Nachgehen der Fragestellung sind. Diese kurze Darstellung soll es dem Leser leichter machen, meiner Argumentation zu folgen. In der Analyse werde ich sowohl auf Widersprüche in dem Vertrag eingehen, als auch auf konkrete Fälle.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Vorgeschiche
- 2.1. Der Bosnische Krieg (1992-1995)
- 3. Das Dayton Abkommen
- 3.1. General Framework Agreement
- 3.2. Militärische Aspekte
- 3.3. Regionale Stabilisierung
- 3.4. Inter-Entity Boundary
- 3.5. Wahlen
- 3.6. Verfassung
- 3.7. Arbitration
- 3.8. Menschenrechte
- 3.9. Flüchtling und Vertriebene
- 3.10. Kommission für die Erhaltung von nationalen Denkmälern
- 3.11. Öffentliche Unternehmen für Bosnien und Herzegowina
- 3.12. Zivile Aspekte
- 3.13. Internationale polizeiliche Einsatzgruppe
- 3.14. Abkommen für die Initialisierung des General Framework Agreement
- 4. Die Umsetzung: Analyse und Kritik
- 5. Fazit
- 6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert das Dayton-Friedensabkommen, das 1995 in Dayton (Ohio, USA) ausgehandelt und in Paris unterzeichnet wurde. Ziel ist es, die Umsetzung des Abkommens zu untersuchen und zu bewerten, inwiefern es die Situation in Bosnien und Herzegowina verbessert hat. Die Arbeit beleuchtet die Rolle der US-amerikanischen Regierung als intervenierender Akteur im internationalen Spektrum und untersucht die Legitimation und Konsequenzen des Dayton-Abkommens.
- Die Vorgeschichte des Bosnischen Krieges (1992-1995) und die Ursachen des Konflikts
- Die einzelnen Bestimmungen und Regelungen des Dayton-Abkommens
- Die Umsetzung des Abkommens und die Analyse der Ergebnisse
- Die Rolle der US-amerikanischen Regierung als intervenierender Akteur
- Die Legitimation und Konsequenzen des Dayton-Abkommens für Bosnien und Herzegowina
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Dayton-Friedensabkommen als eine bedeutende intervenierende außenpolitische Maßnahme der US-amerikanischen Regierung nach dem Ende des Ost-West-Konflikts vor. Die Arbeit untersucht, inwiefern das Abkommen in die Realität umgesetzt wurde und ob es die Situation in Bosnien und Herzegowina verbessert hat.
Das Kapitel "Vorgeschichte" beleuchtet den Bosnischen Krieg (1992-1995) und die Ursachen des Konflikts. Es werden die Spannungen zwischen den Ethnien Bosniens und Herzegowinas, die Eskalation nach der Unabhängigkeitserklärung der Republik Bosnien und Herzegowina (RBiH) und die Beteiligung verschiedener Parteien am Konflikt dargestellt. Die Rolle der US-amerikanischen Regierung und der Vereinten Nationen im Konflikt wird ebenfalls beleuchtet.
Das Kapitel "Das Dayton Abkommen" stellt die einzelnen Bestimmungen und Regelungen des Abkommens vor, darunter das General Framework Agreement, militärische Aspekte, regionale Stabilisierung, Inter-Entity Boundary, Wahlen, Verfassung, Arbitration, Menschenrechte, Flüchtlinge und Vertriebene, die Kommission für die Erhaltung von nationalen Denkmälern, öffentliche Unternehmen für Bosnien und Herzegowina, zivile Aspekte, die internationale polizeiliche Einsatzgruppe und das Abkommen für die Initialisierung des General Framework Agreement.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen das Dayton-Friedensabkommen, die Außenpolitik der Vereinigten Staaten, der Bosnische Krieg, die ethnischen Konflikte in Bosnien und Herzegowina, die Umsetzung des Abkommens, die Legitimation und Konsequenzen der Intervention, die Rolle der US-amerikanischen Regierung als intervenierender Akteur und die Friedensordnung in Bosnien und Herzegowina.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Hauptziel des Dayton-Friedensabkommens?
Das Abkommen von 1995 hatte das Ziel, den dreijährigen Bosnischen Krieg zu beenden, die territoriale Integrität von Bosnien und Herzegowina zu wahren und eine stabile Friedensordnung zwischen den verfeindeten Ethnien zu schaffen.
Welche Rolle spielten die USA beim Zustandekommen des Vertrags?
Die US-Regierung agierte als zentraler intervenierender Akteur. Unter US-Vermittlung wurde das Abkommen in Dayton, Ohio, ausgehandelt, was die Rückkehr der USA als führende Macht in der internationalen Krisenpolitik markierte.
Was regelt das "General Framework Agreement"?
Es bildet den Rahmen des Abkommens und umfasst Regelungen zu militärischen Aspekten, zur Verfassung, zu Menschenrechten, zur Rückkehr von Flüchtlingen sowie zur zivilen Umsetzung durch internationale Organisationen.
Warum wird das Dayton-Abkommen oft als "ungeliebter Frieden" bezeichnet?
Kritiker bemängeln Widersprüche im Vertrag, die Zementierung ethnischer Trennungen durch die Schaffung von zwei Entitäten (Föderation und Republika Srpska) und die schwierige praktische Umsetzung der demokratischen Institutionen.
Was sind die "Inter-Entity Boundaries"?
Dies sind die im Abkommen festgelegten Grenzlinien zwischen den beiden Teilstaaten (Entitäten) innerhalb von Bosnien und Herzegowina, die den physischen Raum der ethnischen Zuständigkeiten definieren.
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- Lukas Panayi (Author), 2009, Das Dayton-Friedensabkommen. Ein ungeliebter Frieden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127583