Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Derecho - Civil / Derecho laboral

Rechte und Pflichten der Arbeitsvertragsparteien bei Mobbing

Título: Rechte und Pflichten der Arbeitsvertragsparteien bei Mobbing

Trabajo Escrito , 2020 , 20 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Tim Klünker (Autor)

Derecho - Civil / Derecho laboral
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Vor ungefähr 30 Jahren tauchte der Begriff Mobbing erstmals in der deutschen Literatur im Zusammenhang mit der Arbeitswelt auf. Der europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz nach zu urteilen, gaben ca. 16 % der befragten Deutschen 2016 an, am Arbeitsplatz mit negativem Sozialverhalten in Kontakt gekommen zu sein. Deshalb ist es wichtig, im Hinblick auf Mobbing am Arbeitsplatz zu wissen, welche Rechte,
Pflichten und Ansprüche der Arbeitsvertragsparteien verletzt oder begründet werden. Dafür ist es wichtig zu erkennen, ob es sich bei der Auseinandersetzung oder Meinungsverschiedenheit um Mobbing handelt oder nicht.

Im Laufe dieser Hausarbeit soll auf der einen Seite dargestellt werden, was unter Mobbing am Arbeitsplatz zu verstehen
ist, woran Mobbing zu erkennen ist und welche Folgen Mobbing für den Mobbingbetroffenen haben können. Auf der anderen Seite sollen die nach Auffassung des Autors wichtigsten Rechte, Pflichten und Ansprüche der Arbeitsvertragsparteien bei Mobbing vorgestellt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Themeneinführung

II. Begriffsbestimmung „Mobbing“

1. Rechtliche Definition

2. literarische Definition

3. Merkmale und Voraussetzungen von Mobbing

a) zeitlicher Aspekt

b) Beteiligte

c) Feindseligkeit/Ausgrenzung

4. Folgen von Mobbing

III. Rechte und Pflichten

1. Fürsorgepflicht und Schutzpflichten des Arbeitgebers

2. Beschwerderecht des Arbeitnehmers

3. Zurückbehaltungsrecht

4. Eigenkündigung des Arbeitnehmers

IV. Ansprüche des Mobbingbetroffenen

1. Schadensersatzanspruch

2. Schmerzensgeldanspruch

3. Kündigungsanspruch

V. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Hausarbeit untersucht die arbeitsrechtliche Problematik von Mobbing, insbesondere die wechselseitigen Rechte und Pflichten der Arbeitsvertragsparteien. Das primäre Ziel ist es, den Mobbingbegriff rechtlich und literarisch zu fassen sowie die daraus resultierenden Schutzpflichten des Arbeitgebers und die Handlungsmöglichkeiten betroffener Arbeitnehmer aufzuzeigen.

  • Rechtliche versus literarische Definition von Mobbing
  • Merkmale und Voraussetzungen für das Vorliegen von Mobbing
  • Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers als zentrale arbeitsvertragliche Nebenpflicht
  • Handlungsoptionen für Arbeitnehmer (Beschwerderecht, Zurückbehaltungsrecht, Eigenkündigung)
  • Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld bei nachgewiesenen Gesundheitsverletzungen

Auszug aus dem Buch

3. Zurückbehaltungsrecht

Ein weiteres Recht, das dem Arbeitnehmer bei Mobbing zusteht, ergibt sich aus § 273 Abs. 1 BGB. Das Zurückbehaltungsrecht behält dem Arbeitnehmer vor, ohne auf Arbeitsentgelt zu verzichten, seine Arbeitsleistung nicht ausüben zu müssen. Davon Gebrauch machen kann er, wenn der Arbeitgeber die unter 2. Beschwerderecht beschriebenen Abhilfemaßnahmen nicht oder nur teilweise umgesetzt hat. Das LAG Hessen ist der Auffassung, dass einem Arbeitnehmer nicht zugemutet werden dürfe, sich bewusst einer Gesundheitsgefährdung, wie es Mobbing ist, auszusetzen. Voraussetzung dafür ist, dass der Arbeitgeber auf die Verletzung der Fürsorgepflicht hingewiesen und ihm eine angemessene Frist zur Beseitigung der Verletzung gesetzt wurde. Das BAG konkretisierte mit seinem Urteil Kenntlichmachung der Fürsorgepflicht insoweit, dass pauschale Behauptungen die an den Arbeitgeber weitergegeben werden, nicht ausreichend sind, sondern es vielmehr konkret dargelegte Gründe erfordert. Da es sich dabei um eine Verletzung einer Grundpflicht des Arbeitgebers gem. § 3 Abs. 1 Satz 1 ArbSchG handelt, kann der betroffene Arbeitnehmer seiner Arbeitsleistung solange widersprechen, bis der Arbeitgeber seine Pflichtverletzung rückgängig gemacht hat. Der Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgeltes ergibt sich demnach aus §§ 273 Abs. 1 i.V.m. 615 BGB. Zu beachten ist, dass mit der Nichtleistung der Arbeitnehmer auf eigene Gefahr handelt. Sollte es zu einem Arbeitsgerichtsverfahren kommen und das Gericht feststellen, dass „objektiv keine Mobbingsituation vorgelegen hat, besteht kein Entgeltanspruch“. So wäre bereits gezahltes Entgelt für den Zeitraum auch wieder zurückzuzahlen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Themeneinführung: Die Einleitung setzt das Thema Mobbing in den arbeitsrechtlichen Kontext und erläutert die Relevanz des Themas sowie die methodische Ausrichtung der Arbeit.

II. Begriffsbestimmung „Mobbing“: In diesem Kapitel werden rechtliche und literarische Definitionen erläutert sowie die wesentlichen Merkmale und Folgen von Mobbing am Arbeitsplatz dargestellt.

III. Rechte und Pflichten: Dieses Kapitel analysiert die arbeitsrechtlichen Konsequenzen, insbesondere die Schutz- und Fürsorgepflichten des Arbeitgebers sowie verschiedene Reaktionsmöglichkeiten des Arbeitnehmers.

IV. Ansprüche des Mobbingbetroffenen: Hier werden die juristischen Grundlagen für Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche bei arbeitsrechtlichen Pflichtverletzungen durch Mobbing erörtert.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Schwierigkeiten bei der gerichtlichen Geltendmachung von Mobbingansprüchen aufgrund hoher Nachweishürden.

Schlüsselwörter

Mobbing, Arbeitsrecht, Fürsorgepflicht, Schutzpflicht, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Schadensersatz, Schmerzensgeld, Persönlichkeitsrecht, Gesundheitsgefährdung, Beschwerderecht, Zurückbehaltungsrecht, Mobbinghandlungen, Rechtsprechung, Betriebsfrieden

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die rechtliche Situation von Arbeitnehmern und Arbeitgebern im Kontext von Mobbing am Arbeitsplatz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Mobbing, die arbeitsvertraglichen Pflichten und die daraus resultierenden zivilrechtlichen Ansprüche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Arbeitsrecht bei Mobbing angewendet werden kann und welche Hürden für die Durchsetzung von Ansprüchen bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Literaturanalyse sowie der Auswertung einschlägiger Rechtsprechung (BAG, LAG, BGH).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Definition von Mobbing, die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und konkrete Ansprüche wie Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Mobbing, Fürsorgepflicht, Schadensersatz, Schmerzensgeld und Persönlichkeitsrecht.

Was unterscheidet Mobbing rechtlich von einem normalen Konflikt?

Mobbing ist durch eine gezielte, systematische und feindselige Schikane gekennzeichnet, die in der Gesamtschau eine Rechtsgut- oder Vertragsverletzung darstellt, während Konflikte meist konstruktiv gelöst werden.

Welche Rolle spielt die Fürsorgepflicht für den Arbeitgeber bei Mobbing?

Der Arbeitgeber ist gemäß §§ 241 II, 242 BGB verpflichtet, Leben, Gesundheit und Persönlichkeitsrechte seiner Arbeitnehmer zu schützen, was bei Mobbing Maßnahmen gegen die Täter erforderlich macht.

Warum ist die Durchsetzung von Schmerzensgeld bei Mobbing schwierig?

Es bestehen hohe rechtliche Hürden, da eine schwerwiegende Verletzung der betroffenen Rechtsgüter nachgewiesen werden muss und die Kausalität zwischen den Mobbinghandlungen und dem konkreten gesundheitlichen Schaden oft schwer zu beweisen ist.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Rechte und Pflichten der Arbeitsvertragsparteien bei Mobbing
Universidad
University of Applied Sciences for Public Administration of North Rhine-Westphalia; Münster
Calificación
2,7
Autor
Tim Klünker (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
20
No. de catálogo
V1276186
ISBN (PDF)
9783346728166
ISBN (Libro)
9783346728173
Idioma
Alemán
Etiqueta
Arbeitsrecht Rechte Pflichte Arbeitsvertrag Mobbing
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tim Klünker (Autor), 2020, Rechte und Pflichten der Arbeitsvertragsparteien bei Mobbing, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1276186
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  20  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint