Es wurde beschlossen, während des Praktikums gemeinsam ein Projekt durchzuführen. Dafür wurde das Buch „Wer hat Angst vor einem Wolf ?”gewählt. Wir haben das Buch in verschiedene thematische Teile gegliedert. Diese wurden dann jeweils von zwei Studenten als Unterrichtseinheit vorbereitet. Zusätzlich wurde eine Hinführung an das Thema voran gestellt.
Für die Stationenarbeit wurde die Station "Synthese-Anlaut-Quartett" nach Metze vorbereitet. Jeder Satz besteht aus vier Karten, auf jeder Karte befindet sich ein Buchstabe. Zusammen ergeben die einzelnen Karten jeweils den Namen des im Hintergrund abgebildeten Tieres.
Bei der Durchführung hat sich gezeigt, dass das Quartett mit drei Kindern gut zu spielen ist. Man beendet ein Spiel am besten, wenn eines der Kinder einen Satz vervollständigt hat. Ansonsten dauert es zu lange. Das Kind, das einen vollständigen Satz hat, legt diesen ab und lautiert dabei in Pilotsprache mit Lautgebärden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Differenzierung im Erstleseunterricht
3. Erste Beobachtungen
4. Anlauttabelle nach Reichen
5. Eigener Unterricht
5.1 Projekt zum Buch "Wer hat Angst vor einem Wolf"
5.2 Stationenarbeit
5.2.1 Definition
5.2.2 Argumente für Stationenarbeit
5.2.3 Argumente gegen Stationenarbeit
5.2.4 Durchführung der Stationenarbeit
5.2.4 Synthese-Anlaut-Quartett
5.2.4.1 Reflexion Synthese-Quartett
5.3 Der Unterricht in Hinsicht auf Differenzierung
6. Synthese Quartett
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dokumentiert die Erfahrungen aus den Schulpraktischen Studien im Fach Deutsch. Ziel ist es, durch die Verknüpfung von praxisnahen Unterrichtsbeobachtungen und wissenschaftlicher Theorie aufzuzeigen, wie Differenzierung im Erstleseunterricht erfolgreich gestaltet werden kann.
- Grundlagen der Differenzierung im Erstleseunterricht
- Einsatz und kritische Analyse der Anlauttabelle nach Reichen
- Konzeption und Durchführung von Stationenarbeit
- Entwicklung und Reflexion von Lehrmaterialien zur Syntheseförderung
- Soziale Aspekte und Lernvoraussetzungen in der Schuleingangsphase
Auszug aus dem Buch
5.2.3 Argumente gegen Stationenarbeit
Stationenarbeit birgt aber auch Risiken und Schwierigkeiten:
Zunächst wird der Aufwand für die Vorbereitung als enorm erlebt. Da aber mit der Vorbereitung einer Stationenarbeit eine komplette Unterrichtseinheit oder Übungssequenz vorbereitet wird, relativiert sich dies wieder (vgl. Bauer, 2005, S. 29). Paradies und Linser (2001, S. 56) empfehlen, die aufwändige Vorbereitung von Stationenarbeit als Team anzugehen und die Stationenarbeit dann in unterschiedlichen Klassen zu nutzen.
Bauer schreibt, dass die Leistungsmessung (zumindest scheinbar) schwieriger wird. Eine fortwährende und unmittelbare Überprüfung der Schüler ist nicht möglich.
Auch kann der Überblick über das Leistungsniveau der Klasse (zumindest zunächst) verloren gehen (vgl. Bauer, 2005, S. 29).
Manchen Lehrern fällt es sehr schwer, Aktivität und Verantwortung abzugeben (vgl. Bauer, 2005, S. 29). Paradies und Linser (2001, S. 56) heben hervor, dass die Aufgaben einer Stationenarbeit einen hohen Aufforderungscharakter haben sollen. Wichtig sei, dass Selbstkontrolle bei allen Aufgaben möglich ist. Die Stationen sollten mit einem einprägsamen Namen versehen und durchnummeriert werden. Man könne zwischen Pflicht- und Wahlaufgaben unterscheiden. Wenn die Schüler einen Laufzettel erhalten, werden sie dadurch zur Selbstkontrolle angeregt.
Bauer (2005, S. 41) stellt fest, dass Angebote, die verschiedene Eingangskanäle (Sehen, Hören, Lesen, Beobachten, Handeln, Begreifen) ansprechen, individuelles und optimiertes bearbeiten und lernen ermöglichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Kurze Vorstellung der Rahmenbedingungen der Schulpraktischen Studien und Zielsetzung der Arbeit.
2. Differenzierung im Erstleseunterricht: Darstellung theoretischer Grundlagen zu Individualisierung und eigenaktivem Lernen in der Anfangsphase.
3. Erste Beobachtungen: Bericht über die Wahrnehmung von Lautiermethoden, Pilotsprache und Bewegungsübungen im Unterricht.
4. Anlauttabelle nach Reichen: Kritische Analyse der Anlauttabelle sowie deren praktischer Einsatz im beobachteten Unterricht.
5. Eigener Unterricht: Detaillierte Beschreibung der durchgeführten Projekte, insbesondere der Stationenarbeit und der Entwicklung eines eigenen Synthese-Quartetts.
6. Synthese Quartett: Auflistung der Nachweise und bildliche Darstellung des entwickelten Kartenspiels.
Schlüsselwörter
Schulpraktische Studien, Deutschunterricht, Differenzierung, Erstleseunterricht, Anlauttabelle, Stationenarbeit, Pilotsprache, Lautieren, Selbstgesteuertes Lernen, Synthese, Schriftspracherwerb, Grundschule, Reformpädagogik, Individualisierung, Unterrichtsvorbereitung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Erfahrungen und Beobachtungen während eines Schulpraktikums im Fach Deutsch an einer Grundschule.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf Differenzierung im Erstleseunterricht, die Arbeit mit Anlauttabellen, die Konzeption von Stationenarbeit und die Förderung der Synthesefähigkeit bei Grundschülern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist der Bericht über die geleistete Praktikumsarbeit sowie die Verknüpfung der dort gemachten Beobachtungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Didaktik des Erstleseunterrichts.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor nutzt die teilnehmende Beobachtung im Praktikum, reflektiert diese anhand fachdidaktischer Literatur und analysiert Unterrichtsmedien (z.B. Anlauttabelle, Lernstationen) kritisch.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung der Differenzierung, eine Auseinandersetzung mit der Anlauttabelle nach Reichen und die praktische Planung und Durchführung von Unterrichtseinheiten, insbesondere eines Projekts und einer Stationenarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Erstleseunterricht, Differenzierung, Anlauttabelle, Stationenarbeit, Schriftspracherwerb und die Förderung der Synthese.
Wie bewertet der Autor die Anlauttabelle nach Reichen?
Der Autor greift sowohl die Kritik von Sommer-Stumpenhorst an der alten Version als auch die praktischen Anpassungen der betreuenden Lehrerin auf, um den Nutzen der Tabelle für Grundschüler zu reflektieren.
Warum entwickelte der Autor ein eigenes Synthese-Quartett?
Der Autor fand den methodischen Vorschlag nach W. Metze für Grundschüler wenig ansprechend und entwickelte ein eigenes Material, das den direkten Bezug zur Anlauttabelle herstellt und die Synthese spielerisch fördert.
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- Matthias Giepen (Author), 2008, Arbeit mit der Anlauttabelle nach Reichen und dem Synthese-Anlaut-Quartett nach Metze in der 1. Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127714