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Fast Food-Slow Food

Zeit, Profit und Esskultur

Título: Fast Food-Slow Food

Trabajo , 2008 , 16 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Elisabeth Heckl (Autor)

Filología inglesa - Otros
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Die Arbeit ist die Auswertung von Literaturrecherche und Feldforschung (im Großraum München) zum Thema: Zeit, Profit und Esskultur.
Der Faktor Zeit spielt eine außerordentlich wichtige Rolle in unserer modernen Gesellschaft. Auch wenn Zeit ein abstrakter Begriff ist, den man nicht greifen kann, steht doch eines fest: Zeit ist Geld, kostbar, wertvoll und alles in allem Mangelware. Der Druck des alltäglichen Lebens erhöht sich durch die Schnelllebigkeit der Gesellschaft und wirkt sich deshalb massiv auf unseren Tagesablauf aus. Gerade deshalb wird Zeit gespart, wo es nur geht. Als Resultat wirkt sich diese Hektik auch auf die Nahrungsaufnahme aus:
Es ist ein allgegenwärtiger Topos nicht nur der Markt- und Trendforschung, dass der durchschnittliche Lebensmittelkonsument der Gegenwart und Zukunft nur wenig Zeit für Zubereitung und Verzehr aufbringen kann bzw. will.( Lincke. 2006. S. 15)
Soziologen und Ethnologen sind sich darüber einig, dass das Essen gerade im 20. Jahrhundert, eine Wandlung bezüglich seiner Funktion durchlaufen hat. Bereits mit der Erfindung der Dose war ein erster Schritt in Richtung ‚Industrialisierung der Nahrung’ getan. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden bereits bestehende Produktionsverfahren präzisiert und neue chemische Verfahren entwickelt, die schließlich dazu beitrugen, dass der Lauf der Natur nicht länger bestimmte, was auf den Teller kam, sondern die Nahrungsmittelkonzerne. (vgl. Goody.1997.S.340-356)
Divorced from its primary function of feeding people, treated simply as a commercial commodity, food loses its primary significance.(Mead.1970.S.17)
Im Amerika der 1940er Jahre übertrug sich der Industrialisierungsgedanke auch auf die Gastronomie, mit großem Erfolg, wie die zahlreichen Fastfood - Ketten beweisen, und läutete die Geburtsstunde der Systemgastronomie ein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Zeichen der Zeit

1.1. Vom Kulturgut zum Wirtschaftsfaktor

1.2. Darlegung der Vorgehensweise

2. Zeit, Profit und Esskultur?

2.1. Erfolgskonzept Fast Food

2.1.1. Systemgastronomie am Beispiel McDonald’s

2.1.2. Erwartungshaltung seitens der Kundschaft

2.2. Der Einfluss des Fast Food auf die Gastronomie

2.2.1. Adaption im Restaurant am Beispiel Egger Schwabing

2.2.2. Restaurantbesuch im Alltag

4. Essen als Event - Zeit als Gütesiegel

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Esskultur im Kontext der zunehmenden Bedeutung von Zeit als knappe Ressource und wirtschaftliche Größe. Dabei wird analysiert, wie sich der Zeitdruck des Alltags auf die Gastronomie auswirkt und welche Rolle Konzepte wie Fast Food sowie der Wandel zum "Event-Essen" in der modernen Gesellschaft spielen.

  • Der Einfluss des Zeitfaktors auf moderne Essgewohnheiten.
  • Die Ökonomisierung der Gastronomie am Beispiel von Systemgastronomie (McDonald's).
  • Psychologische Aspekte der Kundensteuerung in Fast-Food-Restaurants.
  • Die Adaption von Fast-Food-Strukturen durch klassische Gastronomiebetriebe.
  • Die Differenzierung zwischen zweckorientierter Nahrungsaufnahme und "Essen als Event".

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Systemgastronomie am Beispiel McDonald’s

Prozess- und Leistungsoptimierung sind mit Sicherheit zwei Attribute, welche die Systemgastronomie treffend beschreiben. Eine McDonald’s-Filiale ist von Grund auf durchstrukturiert. Auch wenn der Vergleich profan anmutet, hat alles, angefangen vom Gebäude bis hin zum Interieur und den zu verkaufenden Waren, den Anstrich eines Playmobilsets: Alles funktioniert im Baukastenprinzip und wird am Bestimmungsort fertig zusammengesetzt.

Die Lokalität ist gleichzeitig auf Funktionalität ausgerichtet, wobei das Ambiente zwar einen hohen Wiedererkennungswert hat, aber nicht darauf abzielt, dass sich die Kundschaft ‚länger als nötig‘ dort aufhält. Marc Augé bezeichnet diese als sogenannte Nichtorte, da sie weder Identität noch Geschichte symbolisieren, noch mit einem bestimmten geografischen Ort in Verbindung stehen. Sie sind überall und nirgends zu finden und im Falle von McDonald’s weltweit. (Römhild. Abresch.2008.S.80)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zeichen der Zeit: Einleitung in den Zeitbegriff als knappe Ressource und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den modernen Lebensablauf und die Ernährung.

1.1. Vom Kulturgut zum Wirtschaftsfaktor: Historische Betrachtung des Wandels der Nahrungsmittelproduktion von der häuslichen Zubereitung hin zur industriellen Massenfertigung.

1.2. Darlegung der Vorgehensweise: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise basierend auf der zehnjährigen Praxiserfahrung der Autorin in unterschiedlichen Gastronomiekonzepten.

2. Zeit, Profit und Esskultur?: Diskussion der Veränderung gesellschaftlicher Strukturen, die Essen zur schnellen Pflichtaufgabe degradieren und der Reaktion der Gastronomie darauf.

2.1. Erfolgskonzept Fast Food: Analyse der Ausbreitung von Convenience-Strategien und der damit verbundenen zeitlichen Flexibilität für den Gast.

2.1.1. Systemgastronomie am Beispiel McDonald’s: Untersuchung der Standardisierungsprozesse und der funktionalen Gestaltung von Filialen als global standardisierte "Nichtorte".

2.1.2. Erwartungshaltung seitens der Kundschaft: Beleuchtung der standardisierten Abläufe und der Erwartungshaltung der Gäste bezüglich Schnelligkeit und Qualität.

2.2. Der Einfluss des Fast Food auf die Gastronomie: Darstellung der Übertragung ökonomischer Prinzipien auf herkömmliche Gastronomiebetriebe.

2.2.1. Adaption im Restaurant am Beispiel Egger Schwabing: Fallbeispiel einer Hybridform, die klassische Restaurantaspekte mit den prozessoptimierten Abläufen der Fast-Food-Kultur kombiniert.

2.2.2. Restaurantbesuch im Alltag: Betrachtung des sozialen Aspekts von Restaurantbesuchen trotz des Alltagsstresses und der zeitlichen Limitierung.

4. Essen als Event - Zeit als Gütesiegel: Analyse der Differenzierung von Nahrungsaufnahme als notwendigem Alltagsakt versus dem "Essen als Event" in der Freizeit.

Schlüsselwörter

Fast Food, Systemgastronomie, Esskultur, Zeitfaktor, Prozessoptimierung, Restaurant, Nahrungsmittelindustrie, Konsumverhalten, Gastronomie, Eventgastronomie, Alltag, Convenience, Globalisierung, Standardisierung, Kulinarik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Esskultur unter dem Einfluss von Zeitmangel und wirtschaftlicher Gewinnmaximierung in modernen Gesellschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die industrielle Nahrungsproduktion, die Systemgastronomie, psychologische Aspekte der Kundensteuerung sowie den Unterschied zwischen funktionalem Essen und genussorientierten Events.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Zeitdruck und Profitdenken die Gastronomie verändert haben und wie sich dies auf die Wahrnehmung von Essen beim Gast auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert theoretische Grundlagen aus der Ethnologie und Soziologie mit ihrer umfangreichen eigenen Praxiserfahrung in der Gastronomie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das System McDonald’s als Beispiel für Prozessoptimierung, die Adaption dieser Konzepte in klassischen Restaurants sowie die soziologische Unterscheidung zwischen Alltagsernährung und Event-Gastronomie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Fast Food, Systemgastronomie, Esskultur, Zeitfaktor und Prozessoptimierung.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen einem "Nichtort" und einem Restaurant?

Ein "Nichtort" (nach Marc Augé) ist ein standardisierter Ort ohne lokale Identität oder Geschichte, wie eine McDonald’s-Filiale, während ein klassisches Restaurant auf eine andere Form der Erwartungshaltung und sozialen Interaktion abzielt.

Welche Rolle spielt das "Event-Essen" laut der Autorin?

In der Freizeit wird Essen zunehmend als Event zelebriert, was einen bewussten Kontrast zur schnellen, zweckorientierten Nahrungsaufnahme im stressigen Alltag bildet.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Fast Food-Slow Food
Subtítulo
Zeit, Profit und Esskultur
Universidad
LMU Munich  (Department für Anglistik und Amerikanistik/ Institut für Ethnologie und Afrikanistik)
Curso
Essen und Identität aus transkultureller Sicht
Calificación
1
Autor
Elisabeth Heckl (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
16
No. de catálogo
V127963
ISBN (Ebook)
9783640345267
ISBN (Libro)
9783640345106
Idioma
Alemán
Etiqueta
Fast Food Slow Food Essverhalten Esskultur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elisabeth Heckl (Autor), 2008, Fast Food-Slow Food, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127963
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