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Friedlicher Föderalismus

Eine Studie über die Konfliktgeschichte föderaler und nicht-föderaler Staaten

Title: Friedlicher Föderalismus

Term Paper , 2009 , 14 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Florian Schirmer (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Die politikwissenschaftliche Theorie des Demokratischen Friedens besagt – verkürzt dargestellt – dass demokratische Staaten untereinander weniger zu kriegerischen Handlungen neigen als gegenüber anderen, nicht-demokratischen Staaten. Einen Schritt weiter soll die vorliegende Arbeit gehen, indem sie auf der Suche nach der Grundlage dieses Verhaltens den eigentlichen Staatsaufbau untersucht. Da auch dem Föderalismus oft eine integrative und friedenserhaltende Funktion nachgesagt wird, bildet der föderale Staatsaufbau demokratischer Staaten in diesem Zusammenhang den Fokus der Arbeit. Die Frage die sich hier also stellt lautet: Sind Staaten, die einen föderalen Staatsaufbau aufweisen weniger konfliktanfällig als Staaten nicht-föderalen Aufbaus? und weiter: Was macht Föderalismus in diesem Kontext überhaupt aus?

Um diese empirische Pilotstudie auf eine gute Basis zu stellen, ist zuerst eine schlüssige Definition der notwendigen Begrifflichkeiten notwendig. Den darauf folgenden Teil bildet die Operationalisierung die sich dem Punkt der Methodik unterordnet und dem rein empirischen Teil vorangestellt ist. Im letzten Teil der Arbeit werden die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert sowie weitere Forschungsfragen aufgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodik und Indexbildung

2.1 Grundlagen

2.2 Föderalismus: Marmorkuchen & Co.

2.3 Konflikte: Frieden oder Krieg?

2.4 Indexbildung: Was werden wird…

2.5 Ergebnisse: Des Friedens föderales Wesen?

3. Verfeinerung des Index

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Frage, ob Staaten mit einem föderalen Staatsaufbau weniger konfliktanfällig sind als nicht-föderale Staaten. Dabei wird der Zusammenhang zwischen der integrativen Funktion des Föderalismus und dem Auftreten von innerstaatlichen Konflikten empirisch analysiert.

  • Politikwissenschaftliche Analyse des Föderalismusbegriffs
  • Operationalisierung und Indexbildung zur Messung föderaler Strukturen
  • Einsatz des KOSIMO-Datensatzes zur Konflikterfassung
  • Vergleich von Konflikthäufigkeiten in 30 OECD-Staaten
  • Diskussion von Einflussfaktoren wie Sprache, Religion und Ethnien

Auszug aus dem Buch

2.2 Föderalismus: Marmorkuchen & Co.

Morton Grodzins vergleicht die Vermischung verschiedener Ebenen im Föderalismus mit einem Marmorkuchen. (Grodzins, 1966) Obwohl er damit sicherlich nicht falsch liegt, so stellen Forscher immer wieder fest, dass es sich beim Gebilde des Föderalismus nicht um ein statisches sondern vielmehr um ein dynamisches Konstrukt handelt das eine Vielzahl unterschiedlicher Ausprägungen annehmen kann – ja nach Entstehungskontext und Geschichtsverlauf. (Burgess, 2006) Trotzdem lassen sich einige Merkmale herausfiltern, die allen sogenannten „föderalen“ Staaten gemeinsam sind. Die Schwierigkeit besteht schließlich darin, einerseits keine zu allgemeine Begriffsdefinition aufzustellen, die möglicherweise Staaten einschließt die mit der Idee des Föderalismus wenig gemeinsam haben und andererseits keine zu enge Begriffsbestimmung zu verwenden, um den Fokus der Studie nicht auf allzu wenige Staaten zu beschränken und dabei eventuell Staatsformen auszuschließen, die nur nicht eine „Idealform“ des Föderalismus in sich tragen.

Im weiten Sinne kann man von föderalen Elementen innerhalb fast jeden Staates sprechen. Schließlich geht es mitunter ja auch im die Artikulation verschiedener Interessen von Gruppierungen innerhalb eines Gebildes. Die Beschäftigung mit der modernen Ausprägung des Föderalismus findet ihren Anfang mit der Gründung der Amerikanischen Konföderation und später ihrer Umwandlung in einen föderalen Staat im späten 18. Jahrhundert. (Burgess, 2006) Bereits Tocqueville spricht schon von geteilter und gemeinsamer Machtausübung und erkennt die Bedeutung der sozialen Voraussetzungen für einen föderalen Staat. (Tocqueville, 2001) Anderson formuliert schließlich sechs Gemeinsamkeiten föderaler Systeme wie folgt: mindestens zwei staatliche Ebenen, Verfasstheit von spezifischen Aufgabenbereichen, reale Autonomie z.B. in Legislativ- und Fiskalkompetenzen, Verfahren der Vertretung von Gliedstaaten auf bundesstaatlicher Ebene, Schlichtungsverfahren bei Unstimmigkeiten zwischen den verschiedenen politischen Ebenen und eine Reihe verschiedener Institutionen die die Umsetzung der Beziehungen zwischen den staatlichen Ebenen erleichtern. (Anderson, 2008)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Theorie des Demokratischen Friedens ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen föderalem Staatsaufbau und der Konfliktanfälligkeit von Staaten.

2. Methodik und Indexbildung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des Föderalismus und der Konfliktforschung erörtert, um darauf basierend eine Index-Methodik für die empirische Analyse von 30 OECD-Staaten zu entwickeln.

3. Verfeinerung des Index: Hier werden weiterführende Einflussfaktoren wie Sprache, Religion und Historizität diskutiert, die über eine rein dichotome Einordnung von Föderalismus hinausgehen und das Konfliktpotenzial beeinflussen könnten.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass föderale Staaten tendenziell weniger Konflikte aufweisen, weist jedoch auf die Notwendigkeit weiterführender, detaillierterer Forschung hin, um eine abschließende Bestätigung der Hypothese zu erreichen.

Schlüsselwörter

Föderalismus, Konfliktforschung, Demokratischer Friede, OECD-Staaten, Staatsaufbau, KOSIMO, Indexbildung, Politische Stabilität, Machtteilung, Integrationsfunktion, Konfliktanfälligkeit, Verfassungsrecht, Governance, Empirische Studie, Politische Systeme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der föderalen Struktur von Staaten und deren Anfälligkeit für innerstaatliche Konflikte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen sind die Definition und Operationalisierung von Föderalismus sowie die quantitative Konfliktforschung in OECD-Ländern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob föderal organisierte Staaten ein geringeres Konfliktrisiko aufweisen als Staaten mit nicht-föderalem Aufbau.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Kleinstudie durchgeführt, die auf der Indexbildung aus Verfassungstexten und der Korrelation mit Konfliktdaten des HIIK-Datensatzes basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Föderalismus, der methodischen Erfassung von Staaten in ein Sample und der anschließenden statistischen Auswertung der Konflikthäufigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Föderalismus, Konfliktforschung, demokratischer Friede, KOSIMO und politische Systemvergleiche.

Warum wird für die Studie ein Sample von 30 OECD-Staaten verwendet?

Das Sample dient dazu, im Sinne der Übersichtlichkeit und wissenschaftlichen Bearbeitbarkeit eine ausreichende Datenbasis für einen strukturierten Vergleich zwischen 1950 und 1998 zu schaffen.

Welche Rolle spielt die "Historizität" bei der Analyse?

Die Historizität wird als ergänzender Faktor herangezogen, da die spezifische Geschichte und die Entstehungskontexte von Staaten das Konfliktpotenzial und die Wirksamkeit föderaler Institutionen maßgeblich beeinflussen können.

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Details

Title
Friedlicher Föderalismus
Subtitle
Eine Studie über die Konfliktgeschichte föderaler und nicht-föderaler Staaten
College
University of Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Grade
2,3
Author
Florian Schirmer (Author)
Publication Year
2009
Pages
14
Catalog Number
V128228
ISBN (eBook)
9783640343508
ISBN (Book)
9783640343928
Language
German
Tags
Politik Föderalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Schirmer (Author), 2009, Friedlicher Föderalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128228
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