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Dunkelfeld Menschenhandel. Rechtliche Grundlagen und die Relevanz der Sozialen Arbeit

Titre: Dunkelfeld Menschenhandel. Rechtliche Grundlagen und die Relevanz der Sozialen Arbeit

Dossier / Travail , 2022 , 30 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Vanessa Baum (Auteur)

Travail Social
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In dieser Arbeit geht es um die Frage, welche Aufgaben sich für die Menschenrechtsprofession der Sozialen Arbeit aus den gesetzlichen Grundlagen im Kontext von Menschenhandel ergeben. Dazu werden im folgenden Kapitel zunächst die gesetzlichen Grundlagen, welche die Bekämpfung des Menschenhandels rechtlich ermöglichen, erläutert. Eine besondere Rolle spielt hier das Palermo Protokoll, welches zwar nicht juristisch verbindlich ist, jedoch international rechtliche Anerkennung genießt. Auch die Rechte der Opfer in Deutschland finden eine besondere Erwähnung. Weil die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 unter anderem eine Grundlage für das Handeln in der Sozialen Arbeit darstellt, aber auch einen direkten Bezug zum Kontext moderner Sklaverei haben, wird im dritten Kapitel ein kurzer Abriss über deren historische Entstehung und ihren Inhalt gegeben.
Eine weitere wichtige Grundlage für die Soziale Arbeit ist die Menschenwürde und die daraus resultierenden Rechte. Kapitel 4 greift diesen Begriff auch deshalb heraus, da Menschenhandel einen direkten Angriff auf die Menschenwürde Betroffener darstellt. In den Kapiteln 5 und 6 wird der Begriff der Sozialen Arbeit aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Hier wird auch die Relevanz der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession verdeutlicht. Um den Aufgabenbereich der Sozialen Arbeit differenzieren zu können, werden im darauffolgenden Kapitel die Positionen der Täter*innen und der Opfer bzw. der Betroffenen verdeutlicht. Nun kann in Kapitel 8 schließlich der Aufgabenbereich der Sozialen Arbeit im Dunkelfeld des Menschenhandels beschrieben werden. Dazu gehören neben der Prävention die Unterstützung und Hilfe für Betroffene in jeglicher Form. Beispielhaft wird die Arbeit zweier Hilfsorganisationen kurz vorgestellt. Im Fazit wird die oben genannte Fragestellung beantwortet und die Kernaussagen der Arbeit herausgestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Menschenhandel – Gesetzliche Grundlagen

2. 1. § 232 StGB Menschenhandel

2.2. 1949 bis zum Palermo Protokoll

2.3. Opferschutz und Opferrechte in Deutschland

3. Menschenrechte

3.1. Der Weg – Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948

3.1.1. Der Durchbruch: die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“

3.1.2. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

3.1.3. Zur Geltung

3.2. Wichtige Menschenrechte im Kontext moderner Sklaverei

4. Menschenrecht und Menschenwürde

5. Soziale Arbeit

6. Soziale Arbeit – eine Menschenrechtsprofession

7. Menschenhandel

7.1. Die Täter*innen

7.2. Die Betroffenen

8. Menschenhandel - Ein Aufgabenfeld der Sozialen Arbeit

8. 1. Prävention

8. 2. Hilfe und Beratung für Betroffene

8.2.1. Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel – KOK e.V.

8.2.2. Kobra e.V. – Koordinierungs- Beratungsstelle gegen Menschenhandel

8. 3. Transparentmachen der Problematik in Gesellschaft und Politik

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession im Kontext des Menschenhandels. Sie analysiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und erörtert, welche spezifischen Aufgaben sich daraus für die Soziale Arbeit in den Bereichen Prävention, Unterstützung und politische Interessenvertretung ergeben.

  • Rechtliche Grundlagen des Menschenhandels (StGB, Palermo-Protokoll)
  • Menschenrechte als ethisches Fundament der Sozialen Arbeit
  • Methoden zur Identifizierung und Unterstützung betroffener Personen
  • Die Bedeutung von Fachberatungsstellen und interdisziplinärer Kooperation
  • Sensibilisierung und politische Forderungen zur Bekämpfung moderner Sklaverei

Auszug aus dem Buch

7.1. Die Täter*innen

Ziel der Täter*innen ist es, Personen oder ganze Familien unter Zwang dazu zu bringen, ohne oder für eine nur geringe Bezahlung zu arbeiten. Um dies zu erreichen werden Täuschung, Drohungen oder Gewalt eingesetzt. Die Gewaltmaßnahmen können unter anderem aus dem Entzug von Nahrung oder Schlaf bestehen oder aus der Verwehrung eines Schulbesuches und dem Zugang zu medizinischer Versorgung (vgl. IJM 2009-2020).

Die Täterschaft des Menschenhandels betreibt vorab zumeist eine genaue Analyse ihrer Opfer, um sie strategisch auswählen zu können. Der familiäre und kulturelle Hintergrund wird erforscht und gezielt genutzt, um das Opfer anzuwerben und später gefügig zu halten. Dies umfasst auch Mittel der Beeinflussung und Bedrohung. Eine familiäre oder soziale Beziehung zwischen Täter*innen und Opfern ist nicht selten. Eine beliebte Methode der Anwerbung ist die „Loverboy-Methode“. Opfer sind hier zumeist minderjährige Frauen und Mädchen aus allen Schichten der Gesellschaft. Von einem sogenannten „Loverboy“ wird ihnen durch Komplimente, Zuneigung, Geschenke und Aufmerksamkeit die „große Liebe“ vorgespielt. Über einen bestimmten Zeitraum werden die Frauen emotional abhängig gemacht und immer mehr ihrer Familie und ihrem Freundeskreis entfremdet. Später werden sie zur Prostitution verleitet, gedrängt oder gezwungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt das Ausmaß moderner Sklaverei dar und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Aufgaben der Sozialen Arbeit in diesem Kontext.

2. Menschenhandel – Gesetzliche Grundlagen: Erläutert den StGB-Tatbestand des Menschenhandels, internationale Abkommen wie das Palermo-Protokoll sowie die opferorientierte Gesetzgebung in Deutschland.

3. Menschenrechte: Diskutiert die historische Entstehung und Bedeutung der Menschenrechte sowie deren Relevanz für den Schutz vor moderner Sklaverei.

4. Menschenrecht und Menschenwürde: Definiert die Achtung der Menschenwürde als zentrales ethisches Element für das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit.

5. Soziale Arbeit: Umreißt das Selbstverständnis und die Kernaufgaben der Sozialen Arbeit als Profession zur Förderung von Gerechtigkeit und Teilhabe.

6. Soziale Arbeit – eine Menschenrechtsprofession: Analysiert das Konzept der Menschenrechtsprofession und die Herausforderungen bei der Umsetzung menschenrechtlicher Standards in die Praxis.

7. Menschenhandel: Untersucht die Dynamiken von Täterstrategien sowie die Lebenssituationen der Betroffenen und die Hintergründe moderner Sklaverei.

8. Menschenhandel - Ein Aufgabenfeld der Sozialen Arbeit: Beschreibt konkrete Handlungsfelder wie Prävention, psychosoziale Beratung durch spezialisierte Vereine und politische Arbeit.

9. Fazit: Führt die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von interdisziplinärer Zusammenarbeit und Sensibilisierung in der Ausbildung.

Schlüsselwörter

Menschenhandel, Soziale Arbeit, Menschenrechte, Menschenrechtsprofession, moderne Sklaverei, Zwangsprostitution, Opferschutz, Prävention, Fachberatung, KOK e.V., Kobra e.V., Empowerment, Menschenwürde, psychische Traumatisierung, interdisziplinäre Kooperation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und die Aufgaben der Sozialen Arbeit im Kontext des Menschenhandels, wobei insbesondere der menschenrechtliche Bezug im Vordergrund steht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen rechtliche Grundlagen des Menschenhandels, menschenrechtliche Standards, das Berufsethos der Sozialen Arbeit und die Praxis der Opferberatung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, welche spezifischen Aufgaben sich für die Menschenrechtsprofession "Soziale Arbeit" aus den gesetzlichen Gegebenheiten beim Menschenhandel ableiten lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender rechtlicher sowie theoretischer Konzepte zur Sozialen Arbeit und zum Menschenhandel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung rechtlicher Rahmenbedingungen, die theoretische Verortung der Menschenrechte und Sozialen Arbeit sowie die Beschreibung konkreter Interventionsmöglichkeiten in der Beratungspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Menschenhandel, Soziale Arbeit, Menschenrechtsprofession, Opferschutz, Prävention und Empowerment.

Was besagt die „Loverboy-Methode“ im Kontext der Arbeit?

Die „Loverboy-Methode“ beschreibt eine Form der psychologischen Manipulation, bei der Täter ihren Opfern eine Liebesbeziehung vorspielen, um sie emotional abhängig zu machen und schließlich in die Zwangsprostitution zu treiben.

Warum ist das Palermo-Protokoll für diese Arbeit von Bedeutung?

Es dient als internationaler Meilenstein, der eine verbindliche Definition von Menschenhandel liefert und die Basis für die heutige Bekämpfung sowie die rechtlichen Bemühungen darstellt.

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Résumé des informations

Titre
Dunkelfeld Menschenhandel. Rechtliche Grundlagen und die Relevanz der Sozialen Arbeit
Université
University of Applied Sciences Hanover
Note
1,7
Auteur
Vanessa Baum (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
30
N° de catalogue
V1284498
ISBN (PDF)
9783346739742
ISBN (Livre)
9783346739759
Langue
allemand
mots-clé
Menschenhandel Prävention Gesetzliche Grundlagen Menschenrechte Menschenwürde
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Vanessa Baum (Auteur), 2022, Dunkelfeld Menschenhandel. Rechtliche Grundlagen und die Relevanz der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1284498
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Extrait de  30  pages
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