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Betriebsräte in deutschen Unternehmen und ihre Möglichkeiten in Bezug auf die Lohnfindung

Titel: Betriebsräte in deutschen Unternehmen und ihre Möglichkeiten in Bezug auf die Lohnfindung

Seminararbeit , 2008 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Christina Rokoss (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Einleitung
Durch die Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes von 2001 haben sich in Deutschland viele neue Betriebsratsstrukturen entwickelt. Da diese nicht alle im Einzelnen dargestellt werden können, soll sich im Rahmen dieser Arbeit auf drei Betriebsratsformen und ihre Möglichkeiten in Bezug auf die Lohnfindung beschränkt werden.
In Kapitel 1 wird zunächst einmal der normale Betriebsrat in deutschen Unternehmen vorgestellt. Kapitel 1.1 beschäftigt sich mit der Frage inwieweit dieser Betriebsrat Einfluss auf die Löhne der Mitarbeiter hat und in Kapitel 1.2 sollen die anderen, wichtigen Aufgaben eines Betriebsrates vorgestellt werden. Kapitel 1.3 beschäftigt sich mit der Frage, wer für die durch den Betriebsrat aufkommenden Kosten zu zahlen hat und Kapitel 1.4 erläutert die wesentlichen Veränderungen in Bezug auf Betriebsräte nach der Reform von 2001.
In Kapitel 2 sollen dann die Gesamtbetriebsräte vorgestellt werden. Gesamtbetriebsräte schließen sich aus mehreren Betriebsräten eines Unternehmens (oder einer Sparte) zusammen, um so alle Mitarbeiter gemeinsam vertreten zu können und auch einen guten Informationsaustausch zwischen den einzelnen Betrieben des Unternehmens zu gewährleisten.
Informationen weiterzugeben ist auch die Hauptaufgabe eines Europäischen Betriebsrates, welcher in Kapitel 3 näher vorgestellt wird und dessen Einführung nicht ohne Probleme vonstatten ging (Kapitel 3.1). Aufgaben eines Europäischen Betriebsrates werden in Kapitel 3.2 vorgestellt und in Kapitel 3.3 wird das Praxisbeispiel VW dargestellt. Volkswagen war nämlich das erste, deutsche Unternehmen, welches einen Europäischen Betriebsrat einführte und ist deshalb besonders erwähnenswert.
In Kapitel 4, dem abschließenden Fazit, werden dann noch einmal die wichtigsten Aspekte der Arbeit zusammengefasst und auch die Frage geklärt, welche Betriebsratsform sich nun am meisten im Bereich der Lohnfindung einsetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Der Betriebsrat im deutschen Unternehmen

1.1 Möglichkeiten des Betriebsrates bei der Lohnfindung

1.2 Andere Aufgaben des Betriebsrates

1.3 Durch den Betriebsrat verursachte Kosten

1.4 Nach der Reform des Betriebsverfassungsgesetz von 2001

2. Gesamtbetriebsrat

3. Europäischer Betriebsrat

3.1 Die Probleme bei der Einführung von Eurobetriebsräten

3.2 Aufgaben des Eurobetriebsrates

3.3 Das Beispiel VW

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Ausprägungen von Betriebsratsstrukturen in Deutschland sowie auf europäischer Ebene und analysiert deren jeweilige Möglichkeiten und Grenzen bei der aktiven Mitgestaltung der Lohnfindung und Mitarbeiterinteressen.

  • Einfluss des normalen Betriebsrats auf die Lohnfindung
  • Finanzielle Belastungen und Aufgaben des Betriebsrats im Unternehmen
  • Auswirkungen der Betriebsverfassungsgesetz-Reform von 2001
  • Strukturelle Bedeutung und Herausforderungen von Gesamtbetriebsräten
  • Funktionsweise und Probleme bei der Einführung Europäischer Betriebsräte

Auszug aus dem Buch

1.1 Möglichkeiten des Betriebsrates bei der Lohnfindung

Jeder neue Mitarbeiter in einem Unternehmen, muss gemäß seiner auszuführenden Tätigkeiten in eine bestimme Lohngruppe eingeordnet werden. Dies geschieht durch den Arbeitgeber / die Unternehmensleitung, jedoch hat der Betriebsrat die wichtige Aufgabe, die Eingruppierungen zu überwachen, und zu entscheiden, ob sie mit dem geltenden Tarifvertrag in Einklang zu bringen sind. Denn die Gesetzte und Tarifverträge sind in jedem Fall vom Arbeitgeber einzuhalten (§ 80, Abs. 1, Nr. 1, BetrVG). Dem Betriebsrat unterliegt somit die Aufgabe, Benachteiligungen zu verhindern, wie beispielsweise eine geschlechtsbezogene Diskriminierung (§ 75 BetrVG), - der Arbeitgeber hingegen muss sich bei Neueinstellungen oder geplanten Umgruppierungen die Zustimmung des Betriebsrates sichern (§ 99 BetrVG). Eine Woche lang hat der Betriebsrat Zeit, die Zustimmung zu verweigern, geschieht das nicht, ist der Mitarbeiter automatisch in der betreffenden Lohngruppe und der Betriebsrat hat keine Möglichkeiten mehr, dieses zu ändern. Denn er besitzt kein Initiativrecht, das Bestehende zu verändern. Deshalb ist es auch wichtig, dass dem Betriebsrat aufgrund der knappen Fristen eine rasche Beurteilung des bestehenden Sachverhaltes möglich ist. Geling dies nicht, bleibt dann nur dem Mitarbeiter selber noch der Ausweg zum Arbeitsgericht zu gehen, und sich in eine höhere Lohngruppe zu klagen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Betriebsratsformen in Deutschland ein und skizziert die Vorgehensweise der Arbeit hinsichtlich der Analyse von Lohnfindungsoptionen.

Der Betriebsrat im deutschen Unternehmen: Dieses Kapitel erläutert die Grundfunktionen des klassischen Betriebsrats, seine Rolle bei der Eingruppierung, sowie seine allgemeinen Aufgaben und die damit verbundenen Kosten.

1.1 Möglichkeiten des Betriebsrates bei der Lohnfindung: Dieser Abschnitt beschreibt die Kontrollfunktion des Betriebsrats bei der Lohneinstufung neuer Mitarbeiter und die rechtlichen Grenzen seines Einflusses.

1.2 Andere Aufgaben des Betriebsrates: Hier werden die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats in Feldern wie Personalplanung, Arbeitszeitgestaltung und Datenermittlung thematisiert.

1.3 Durch den Betriebsrat verursachte Kosten: Das Kapitel beleuchtet die finanziellen Verpflichtungen des Arbeitgebers gegenüber dem Betriebsrat, etwa für Räume, Sachmittel und Freistellungen.

1.4 Nach der Reform des Betriebsverfassungsgesetz von 2001: Die Auswirkungen der Reform auf die Wahlverfahren in Kleinbetrieben und die neue Einbindung von Arbeitsgruppen werden hier analysiert.

2. Gesamtbetriebsrat: Dieses Kapitel behandelt die Bildung und Zuständigkeit von Gesamtbetriebsräten bei unternehmensübergreifenden Strukturen.

3. Europäischer Betriebsrat: Hier wird der Europäische Betriebsrat als Instrument für transnationale Unternehmen und deren Informationspflichten vorgestellt.

3.1 Die Probleme bei der Einführung von Eurobetriebsräten: Dieser Teil analysiert die kontroversen Diskussionen und politischen Hürden, die zur Einführung der Richtlinie von 1994 führten.

3.2 Aufgaben des Eurobetriebsrates: Die Rolle als Informations- und Beratungsgremium ohne echte Mitbestimmungsrechte wird hier dargelegt.

3.3 Das Beispiel VW: Die Pionierrolle des Volkswagen-Konzerns bei der Etablierung einer europaweiten Arbeitnehmervertretung dient hier als Praxisbeispiel.

4. Fazit: Die abschließende Betrachtung bewertet den unterschiedlichen Nutzen der verschiedenen Betriebsratsformen, wobei der lokale Betriebsrat als wichtigster Ansprechpartner hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Betriebsrat, Lohnfindung, Tarifvertrag, Mitbestimmung, Betriebsverfassungsgesetz, Gesamtbetriebsrat, Europäischer Betriebsrat, Arbeitnehmervertretung, Personalplanung, Arbeitszeit, Kostenfaktor, Strukturwandel, VW, Unternehmensleitung, Tarifnormen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Strukturen der betrieblichen Interessenvertretung in Deutschland und Europa und untersucht deren Einfluss auf die Lohnfindung sowie ihre spezifischen Aufgabenbereiche.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf dem klassischen Betriebsrat, dem Gesamtbetriebsrat und dem Europäischen Betriebsrat, jeweils unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen und praktischer Effekte.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Betriebsratsformen die Lohnfindung beeinflussen und welcher Typus die effektivste Unterstützung für die betroffenen Arbeitnehmer bietet.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung von Fachliteratur und Gesetzestexten (insbesondere des BetrVG), ergänzt durch Fallbeispiele wie den Volkswagen-Konzern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Rechte und Pflichten des Betriebsrats, die Auswirkungen der Reform von 2001, die Organisation von Gesamtbetriebsräten und die Problematik sowie Struktur der Europäischen Betriebsräte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text am besten?

Typische Schlüsselwörter sind Betriebsrat, Lohnfindung, Mitbestimmungsrecht, Europäischer Betriebsrat und Arbeitnehmervertretung.

Wie unterscheidet sich der Europäische Betriebsrat in seiner Macht vom deutschen Betriebsrat?

Im Gegensatz zum deutschen Betriebsrat hat der Europäische Betriebsrat nach dieser Arbeit keine echten Mitbestimmungsrechte, sondern fungiert primär als Informations- und Beratungsgremium.

Warum ist das Praxisbeispiel VW für die Untersuchung so bedeutend?

Volkswagen war das erste deutsche Unternehmen, das einen Europäischen Betriebsrat einführte, und stellt somit einen wichtigen Meilenstein in der europäischen Arbeitnehmerbewegung dar.

Welches Fazit zieht die Arbeit in Bezug auf die Wichtigkeit der Betriebsratsformen?

Für den einzelnen Arbeitnehmer in Deutschland bleibt der lokale Betriebsrat der wichtigste und effektivste Ansprechpartner, da dieser direkten Einfluss auf die unmittelbare Lohn- und Arbeitsplatzgestaltung nehmen kann.

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Details

Titel
Betriebsräte in deutschen Unternehmen und ihre Möglichkeiten in Bezug auf die Lohnfindung
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Veranstaltung
Lohn und Leistung
Note
2,0
Autor
Christina Rokoss (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
18
Katalognummer
V128490
ISBN (eBook)
9783640348527
ISBN (Buch)
9783640348107
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betriebsräte Unternehmen Möglichkeiten Bezug Lohnfindung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina Rokoss (Autor:in), 2008, Betriebsräte in deutschen Unternehmen und ihre Möglichkeiten in Bezug auf die Lohnfindung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128490
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Leseprobe aus  18  Seiten
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