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Das Geschichtsbild Otto von Freisings

Title: Das Geschichtsbild Otto von Freisings

Term Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: befriedigend

Autor:in: Natascha Weimar (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die „Chronica Sive Historia De Duabus Civitatibus“ , die von Otto von Freising in den Jahren 1143 bis 1146 nach Christi geschrieben wurde, eröffnet dem heutigen Leser eine Reihe wichtiger Interpretationsansätze. In dieser Arbeit soll zum einen aufgezeigt werden, wie eine Quelleninterpretation gestaltet werden kann, zum anderen soll dies an dem Vorwort zum achten Buch der Chronik unter einer gewählten Fragestellung geschehen. Die Quelleninterpretation soll die Frage verfolgen, welches Geschichtsbild der Quelle zu Grunde liegt. Schon alleine der Titel des Werkes stößt uns auf diese Frage, denn zum einen scheint es sich um eine theologische Abhandlung der zwei Staaten Jerusalem und Babylon zu handeln, welche, getrennt voneinander betrachtet, dem irdischen und dem göttlichen Staat entsprechen. Zum anderen verweist der Titel aber auch darauf, dass von der Geschichte dieser beider Staaten zu sprechen sein wird. Somit stellt sich die Frage des Geschichtsbildes Ottos von Freising, der adliger Herkunft ist, sein Leben aber als Geistlicher, als Erzbischof, führt. Nach einer Einordnung der Quelle in das Gesamtwerk der Chronik, wird die Gliederung und die Argumentationsstruktur der Quelle erläutert und anschließend eine historische Einordnung der Chronik stattfinden. Danach wird ihre sprachliche Gestaltung besprochen. Des weiteren wird der Geschichtsschreiber Otto von Freising vorgestellt werden. Auch wird eine innere und äußere Quellenkritik stattfinden. Letztlich muss aufgrund der oben genannten Fragestellung auf den Adressat der Quelle eingegangen werden. Im zweiten Schritt wird dann die der Quelle vorangestellte Fragestellung beantwortet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Worte

1.1 Fragestellung

1.2 Forschungsstand

2. Quelleninterpretation

2.1 Einordnung der Quelle in das Gesamtwerk der Chronik

2.2 Gliederung und Argumentationsstruktur

2.3 Historische Einordnung der Quelle

2.4 Sprachliche Gestaltung

2.5 Otto von Freising

2.6 Äußere Quellenkritik

2.7 Innere Quellenkritik

2.8 Adressat der Quelle

3. Systematische Bearbeitung der Quelle unter der gewählten Fragestellung

3.1 Das Geschichtsbild Ottos von Freising

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der detaillierten Quelleninterpretation des Vorworts zum achten Buch der „Chronica Sive Historia De Duabus Civitatibus“ von Otto von Freising. Ziel ist es, das dieser Quelle zugrunde liegende Geschichtsbild zu analysieren, die historische Verortung vorzunehmen und die rhetorische sowie theologische Argumentationsweise des Autors innerhalb seines Werkes zu beleuchten.

  • Analyse des Geschichtsbildes von Otto von Freising
  • Untersuchung der Struktur und Quellen des achten Buches der Chronik
  • Historische Einordnung in das politische Umfeld des 12. Jahrhunderts
  • Literarische und rhetorische Gestaltung der Quellenargumentation
  • Einfluss der theologischen Lehre des Augustinus auf das Geschichtsverständnis

Auszug aus dem Buch

2.4 Sprachliche Gestaltung der Quelle

Auffällig in der Gestaltung des Vorwortes zum achten Buch der Chronik ist es, dass Otto von Freising stets Ausdrücke mit negativer Konnotation benutzt, wenn er vom irdischen Staat spricht. Hier benutzt er vor allem die Stilmittel der Auf- beziehungsweise Abwertung. Diese seine Anschauung zieht sich durch die gesamte Chronik und kommt hier im achten Buch zum Höhepunkt. Doch vor allem muss in dieser Betrachtung auf den Gebrauch theologischer Grundbegriffe eingegangen werden, die für Ottos Geschichtsbild ausschlaggebend sind. Seine Argumentation zielt auf eine Darstellung des Endzeitzustandes bis hin zum „jüngsten Gericht“ ab. Durch diesen Gebrauch theologischer, heilsgeschichtlicher Vokabeln bekommt diese Vorstellung, dass es einen Gottesstaat nach dem Tode gäbe, eine positive Wertung beigemengt.

Otto von Freising benutzt des weiteren oft das Stilmittel der Concessio, indem er mögliche Argumente seiner Gegner benennt, diese vorwegnimmt und somit deren Gegenargumente entkräftet. Indem er von ihm zitierte und für die Darstellung benutzte Bibelstellen kurz benennt, benutzt er das Stilmittel der Allusio. Dies hat die Wirkung, dass der Leser diese als authentisch betrachten soll. Würde Otto von Freising diese Textstellen rechtfertigen, wäre eine kritischere Betrachtung vom Leser zu erwarten. Durch eine Reihe von Beispielen, sogenannter Exempla, kann er seine von ihm gebrauchten Quellen authentisieren und somit seinen Argumentationsgang rechtfertigen. Auch durch die Wahl rhetorischer Fragen verstärkt er beim Leser den Eindruck, dass er den richtigen Vorgang, Aufbau und Argumentationsgang für seine Chronik gewählt hat. Weiter benutzt er Stilmittel wie Metaphern und eine Klimax, um den Werdegang des Weltstaates zu beschreiben: „Der erste (Zustand) ist elend, der zweite noch elender, der dritte der elendste.“ Durch diese Reihe stilistischer Mittel kann man von Otto von Freising nicht nur als Geschichtsschreiber sprechen, sondern als großer Rhetoriker, der es versteht seine Leser von seiner Meinung zu überzeugen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Worte: Die Einleitung stellt die zentrale Fragestellung zur „Chronica Sive Historia De Duabus Civitatibus“ vor und skizziert das Vorgehen sowie den Forschungsstand.

2. Quelleninterpretation: Dieses Kapitel umfasst die methodische Analyse der Chronik, inklusive der historischen Einordnung, der sprachlichen Gestaltung, der Biografie des Autors sowie einer äußeren und inneren Quellenkritik.

3. Systematische Bearbeitung der Quelle unter der gewählten Fragestellung: Der Hauptteil konzentriert sich auf die Synthese der Ergebnisse, insbesondere auf die detaillierte Darstellung des Geschichtsbildes von Otto von Freising im Kontext seines theologischen Anspruchs.

Schlüsselwörter

Otto von Freising, Chronica Sive Historia De Duabus Civitatibus, Geschichtsbild, Mittelalter, Quellenkritik, Heilsgeschichte, Gottesstaat, Weltstaat, Augustinus, Rhetorik, Historische Analyse, 12. Jahrhundert, Investiturstreit, Theologie, Weltchronik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Geschichtsbild in der Chronik von Otto von Freising, insbesondere unter Betrachtung des Vorworts zum achten Buch.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Quellenkritik, die rhetorische Gestaltung des Textes sowie die theologische Interpretation der Weltgeschichte durch den Autor.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, das Geschichtsbild des Autors zu ergründen und aufzuzeigen, wie theologische Überzeugungen und historische Ereignisse in der Chronik miteinander verknüpft werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse durchgeführt, die philologische Ansätze zur Untersuchung der Sprache sowie historische Kontextualisierung kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Interpretation der Chronik, die äußere und innere Quellenkritik sowie die systematische Beantwortung der Ausgangsfrage bezüglich des Geschichtsbildes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Otto von Freising, Heilsgeschichte, Quellenkritik und das Verhältnis von irdischem Staat zu Gottesstaat.

Wie unterscheidet Otto von Freising laut der Autorin zwischen den zwei Staaten?

Otto differenziert zwischen dem irdischen „verworfenen“ Staat und dem göttlichen Staat („Civitas Dei“), wobei er Geschichte als Heilsgeschichte begreift, die zielgerichtet auf das ewige Gottesreich zuläuft.

Warum ist das Vorwort zum achten Buch laut der Analyse so bedeutsam für das Verständnis der Chronik?

Es markiert einen Wendepunkt, an dem die historische Chronik zugunsten einer stärker heilsgeschichtlichen und theologischen Argumentation in den Hintergrund tritt, um den Endzustand der Welt zu betonen.

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Details

Title
Das Geschichtsbild Otto von Freisings
College
University of Wuppertal
Grade
befriedigend
Author
Natascha Weimar (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V128810
ISBN (eBook)
9783640341467
ISBN (Book)
9783640337224
Language
German
Tags
Geschichtsbild Otto Freisings
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Weimar (Author), 2007, Das Geschichtsbild Otto von Freisings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128810
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