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Das Fantastische in der Erzählung « Arria Marcella » als Mittel zur Darstellung von T. Gautiers Kunst und Kulturverständnis

Título: Das Fantastische in der Erzählung « Arria Marcella » als Mittel zur Darstellung von T. Gautiers Kunst und Kulturverständnis

Trabajo Escrito , 2004 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Adrian Golly (Autor)

Estudios franceses - Literatura
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Die Erzählung Arria Marcella beginnt mit einer Reise dreier Freunde in ein Museum.
Reise ? Jeder von uns reist gerne. Und warum ?

Wir erleben Neues, werden aus unseren Gewohnheiten herausgerissen, erleben Fremdes und erweitern somit unseren Horizont.
Ebenso so wie unser Protagonist Octavien überwinden wir Grenzen.
Dabei lernt er seine innere Welt kennen, in dem Maße wie er die alte Kultur entdeckt.
Oder anders ausgedrückt: Durch die Figur Octaviens möchte uns Gautier sein Kunst- und Kulturverständnis näherbringen. Diese These bildet den zentralen Ansatz, mit welchen sich diese Abhandlung beschäftigt.
Durch die Gegenüberstellung der antiken Welt, sollen wir unsere erst richtig verstehen lernen.
In Arria Marcella schafft Gautier demnach eine Gegenwelt zur rationalen Ordnung.1

In einem Museum ?

Warum ? Es ist ein Ort, der uns einen Zugang zur Vergangenheit schafft. Insbesondere zur der Kultur eines bestimmten Volkes in einem bestimmten Zeitraum. Es ermöglicht eine Begegnung von Vergangenem und Gegenwärtigen.
Ist die Reise als solche schon eine Begegnung mit dem Unbekannten, so verstärkt Gautier diese Konstellation im Museum.
Ferner ist es nun das „musée des Studj“ in Neapel, in dem die Funde der Ausgrabungen von Pompeji ausgestellt sind, also dem Ursprung der Zivilisation überhaupt.

Insofern stelle ich den kulturhistorischen Aspekt dieser fantastischen Erzählung in den Vordergrund und zeige schließlich Gautiers Sicht auf die Geschichte und Gegenwart der Menschheit.
Dabei bediene ich mich seiner symbolischen Sprache und nehme Bezug auf einige Namen, die Gautier in Arria Marcella verwendet, um seinen Standpunkt noch stärker zu verdeutlichen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Octavien

3. Die Moderne Kultur

4. Die Antike Kultur

5. Vergleich Antike und Moderne Kultur

6. Arria: ein Idealbild der Kunst und Kultur ?

7. Kunst und Künstler

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erzählung "Arria Marcella" von Théophile Gautier mit dem Ziel, die Darstellung des Kunst- und Kulturverständnisses des Autors zu analysieren. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwiefern die fantastischen Elemente der Erzählung und die Gegenüberstellung von antiker und moderner Welt dazu dienen, ein Idealbild kultureller Identität zu entwerfen und die Entfremdung des modernen Menschen zu kritisieren.

  • Analyse der kulturellen Gegensätze zwischen der modernen Industriegesellschaft und der antiken Welt
  • Untersuchung der Bedeutung von Schönheit und Kunst in der Erzählung
  • Interpretation der Figur des Octavien als Projektionsfläche für Gautiers ästhetische Ideale
  • Vergleich der christlich geprägten Moral mit der Sinnlichkeit der antiken Kultur
  • Die Funktion der Fantastik als Mittel zur Überwindung rationaler Grenzen

Auszug aus dem Buch

3. Die Moderne Kultur

Die Engländer und die „bourgeois“ im Museum in Neapel repräsentieren die Haltung des Menschen des 19. Jahrhundert. In der modernen Zeit wird Zurückhaltung, Dämpfung der Gefühle und Selbstbeherrschung verlangt.

Octavien und seine beiden Freunde begeistern sich jedoch mit laut hörbaren Ausdrücken an den Ausstellungsstücken, was den ‚normalen’ Besuchern taktlos erscheint. « (…) au grand scandale des Anglais taciturnes et des bourgeois posés occupés à feuilleter leur livret. » (vgl. S.237)

Gautier wählt hierbei England, was nicht nur geographisch gesehen ein Land ist, welches sich im Norden befindet und somit mit Kälte und Regen in Verbindung gebracht wird, sondern er möchte es durchaus auch symbolisch verstanden wissen: der moderne Norden als die Kultur der emotionale Kälte.

«Il fasait une de ces heureuses journées si communes à Naples, où par l’éclat du soleil et la transparence de l’air les objets prennent des couleurs qui semblent fabuleuses dans le Nord (...) ». (vgl. S. 239)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Erzählung ein, stellt den Protagonisten Octavien vor und formuliert die These, dass Gautier durch die Gegenüberstellung der antiken Welt mit der modernen ein Idealbild seiner Kunstauffassung vermitteln möchte.

2. Octavien: Dieses Kapitel beleuchtet Octaviens persönliches Verhältnis zur Geschichte und zeigt auf, wie er sein Ideal in der Vergangenheit sucht, da er in der modernen Welt keine Erfüllung findet.

3. Die Moderne Kultur: Hier wird England und die bürgerliche Haltung des 19. Jahrhunderts als Symbol für emotionale Kälte und Gefühlsdämpfung interpretiert, die der antiken Wärme gegenübergestellt werden.

4. Die Antike Kultur: Dieses Kapitel analysiert das Pompeji der Erzählung als eine am Genuss und an der Schönheit orientierte Kultur, in der Kunst für alle Bevölkerungsschichten allgegenwärtig ist.

5. Vergleich Antike und Moderne Kultur: Hier wird der fundamentale Gegensatz zwischen antiker Sinnlichkeit und moderner Rationalität, insbesondere am Beispiel des christlichen Einflusses auf die moderne Moral, herausgearbeitet.

6. Arria: ein Idealbild der Kunst und Kultur ?: Die Figur der Arria Marcella wird als Verkörperung der sinnlichen, zeitlosen Schönheit und als Symbol für die Erfüllung menschlicher Sehnsüchte betrachtet.

7. Kunst und Künstler: Dieses Kapitel fasst die ästhetischen Aspekte der Erzählung zusammen und ordnet die von Gautier erwähnten Künstlerpersönlichkeiten in seinen literarischen Kontext ein.

8. Fazit: Das Fazit stellt zusammenfassend fest, dass Gautier die moderne Zivilisation als Verkümmerung des Menschlichen darstellt und die Rückbesinnung auf Phantasie und Gefühle als Lösung anbietet.

Schlüsselwörter

Arria Marcella, Théophile Gautier, Antike, Moderne, Kulturverständnis, Schönheit, Octavien, Pompeji, Sinnlichkeit, Rationalität, Fantastik, Kunstauffassung, Romantik, Entfremdung, Idealisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Erzählung "Arria Marcella" von Théophile Gautier hinsichtlich ihres Kunst- und Kulturverständnisses sowie der antithetischen Darstellung von Antike und Moderne.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit befasst sich mit der Spannung zwischen Vernunft und Sinnlichkeit, dem Stellenwert von Kunst und Schönheit sowie der Kritik an der modernen bürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Gautier durch die fantastische Erzählung ein Idealbild einer Kultur entwirft, in der sich der Mensch als Einheit verwirklichen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text auf symbolische Sprache, Motive und weltanschauliche Gegensätze hin untersucht und durch Sekundärliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung von Octavien, die kulturhistorische Gegenüberstellung von Norden und Süden, die Analyse der Schönheit in Pompeji und die Rolle der Kunst und ausgewählter Künstler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Arria Marcella, Sinnlichkeit, Rationalität, Kunstverständnis und die Gegenüberstellung von Vergangenheit und Gegenwart.

Inwiefern stellt das Christentum einen Gegenpol in der Erzählung dar?

Laut der Arbeit wird das Christentum als "religion morose" bezeichnet, die das menschliche Leben durch Sachlichkeit und moralische Schuldzuweisungen von der antiken Natürlichkeit und Sinnlichkeit entfernt hat.

Warum spielt das Museum in Neapel eine zentrale Rolle für den Protagonisten?

Das Museum dient als Ort der Begegnung mit der Vergangenheit und als Ausgangspunkt für Octaviens Entdeckung seiner inneren Sehnsüchte, die ihn schließlich in die fantastische Welt von Pompeji führen.

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Detalles

Título
Das Fantastische in der Erzählung « Arria Marcella » als Mittel zur Darstellung von T. Gautiers Kunst und Kulturverständnis
Universidad
University of Potsdam  (Institut für Romanistik)
Curso
Das Fantastische in der Literatur des 19. Jahrhundert
Calificación
1,7
Autor
Adrian Golly (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
19
No. de catálogo
V128866
ISBN (Ebook)
9783640341597
ISBN (Libro)
9783640337934
Idioma
Alemán
Etiqueta
Fantastische Erzählung Arria Marcella Mittel Darstellung Gautiers Kunst Kulturverständnis
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Adrian Golly (Autor), 2004, Das Fantastische in der Erzählung « Arria Marcella » als Mittel zur Darstellung von T. Gautiers Kunst und Kulturverständnis, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128866
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