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Die Diskussion Rules vs. Discretion

Titre: Die Diskussion Rules vs. Discretion

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 19 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Diplom Ökonom Zeljko Komazec (Auteur)

Gestion d'entreprise - Investissement et Financement
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die traditionelle Diskussion „Rules vs. Discretion“ findet zu Beginn der 90er Jahren ein starkes Interesse in der Theorie und somit auch in der Praxis. Dabei stellt sich die Frage ob die Zentralbank ihre Ziele nach einer regelgebundenen oder diskretionären Geldpolitik entscheiden soll. Eine Regelbindung beinhaltet exakte Handlungsvorgaben für die Geldpolitik, an die sich die Zentralbanken in jeder Situation und jedem zukünftigen Zeitpunkt halten muss. Die diskretionäre Geldpolitik bedeutet, dass die Zentralbank fallweise, also jeweils von der Situation abhängig macht und optimiert. Der Aspekt, dass eine regelgebundene Geldpolitik aufgrund von unvollständigen Informationen und Kontrollmöglichkeiten einer diskretionären Geldpolitik unterlegen sei, erscheint plausibel im Hinblick auf den eingeschränkten Entscheidungsspielraum, zumal eine Zentralbank ihre Ziele durch mehr Handlungsoptionen, besser erreichen kann.
Im Verlauf dieser Arbeit wird aufgezeigt, das eine regelgebundene Geldpolitik trotz ihres starren Handlungsspielraums vorteilhaft sein kann, eben dann wenn es um die Wirkungsverzögerung (Lag-Problematik), Principle-Agent-Problem oder das Problem der Zeitinkonsistenz geht. Zur Wirkungsverzögerung sei kurz angemerkt, dass die Maßnahmen der Zentralbank durch ihren diskretionären Entscheidungsspielraum, oft nicht optimal nutzen und so geldpolitische Maßnahmen die antizyklisch konzipiert waren, prozyklisch wirken. Im Rahmen dieser Arbeit wird nicht weiter auf die Wirkungsverzögerung eingegangen, da das Hauptaugenmerk auf andere Schwerpunkte gerichtet ist. Das Principle-Agent-Problem wird im dritten Kaptitel kurz thematisiert, um einen Einblick in die Zielkonflikte zwischen der Zentralbank (Agent) und der Gesellschaft (Principle) zu bekommen.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in dem Grundmodell der Zeitinkonsistenzproblematik von Barro/Gordon (1983). Im ersten Kapitel soll die spieltheoretische Analyse erörtert werden, die Lösungen durch eine fallweise optimierende Geldpolitik (Discretion) und regelgebundener Geldpolitik (Commitment) generiert. Im zweiten Kapitel werden verschiedene Aspekte für den Inflation Bias in wiederholten Spielen beschrieben, um damit eine Lösung des Zeitinkonsistenzproblems hervorzubringen. Diese Aspekte beinhalten die Triggerstrategie und den Aufbau einer Glaubwürdigkeit durch die Zentralbank, die als Reputation bezeichnet wird. Das dritte Kapitel befasst sich mit den Zielkonflikten Glaubwürdigkeit vs. Flexibilität.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Das Zeitinkonsistenzproblem

1.1 Die diskretionäre Lösung (ohne Schocks)

1.2 Die Commitment-Lösung

2. Der Inflation Bias in wiederholten Spielen

2.1 Triggerstrategien

2.2 Reputation (Ansehen der Bank)

3. Lösungen im Zielkonflikt Glaubwürdigkeit vs. Flexibilität

3.1 Das Zeitkonsistenzproblem bei Stabilisierungsmotiven

3.1.1 Diskretionäre Lösung

3.1.2 Commitment Lösung

3.2 Der konservative Zentralbanker

3.3 Optimale Kontrakte

3.4 Zentralbankunabhängigkeit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Zeitinkonsistenzproblems in der Geldpolitik und analysiert verschiedene Lösungsansätze, um den Zielkonflikt zwischen Glaubwürdigkeit und wirtschaftlicher Flexibilität zu überwinden.

  • Grundlagen des Zeitinkonsistenzmodells von Barro/Gordon
  • Analyse des Inflation Bias in wiederholten Interaktionen
  • Mechanismen zur Etablierung geldpolitischer Glaubwürdigkeit (Reputation)
  • Evaluierung von institutionellen Lösungsansätzen wie konservativen Zentralbankern und optimalen Kontrakten
  • Die Rolle der Zentralbankunabhängigkeit für die Preisniveaustabilität

Auszug aus dem Buch

1. Das Zeitinkonsistenzproblem

Das Modell von Barro/Gordon (1983) beschreibt ein Spiel zwischen der Zentralbank und dem privatem Sektor, um Vorteile der regelgebundener Geldpolitik gegenüber der diskretionären Geldpolitik aufzuzeigen. Hierbei wird unterstellt, dass die Zentralbank durch ihre Geldmengensteuerung, die Inflationsrate perfekt steuern kann und der Angebotsschock (e) bekannt ist. Das Ziel der Zentralbank liegt darin, ihre Verluste so gering wie möglich zu halten bei gleichzeitiger Maximierung des Erwartungswertes (Nutzen). Die Privaten haben dagegen lediglich die Wahl der Inflationserwartung, die sie zu Beginn des Spieles fest- und offenlegen müssen. Dies resultiert aus dem Abschluss von Tarifverträgen, die über einen längeren Zeitraum gelten, worin der Nominallohn bei vorherrschender Inflationserwartung festgelegt wird. Dadurch ergibt sich die Zeitinkonsistenz, da die Zentralbank zu jedem Zeitpunkt ihre Strategie ändern kann (diskretionär Politik) auf die der private Sektor nicht imstande ist, zu reagieren. Allgemein ausgedrückt ist eine geplante Politik zeitinkonsistent, wenn sie zum Zeitpunkt t optimal ist, bei der Durchführung im Zeitpunkt t+1 aber nicht mehr.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Zeitinkonsistenzproblem: Einführung in das Standardmodell von Barro/Gordon, das den grundlegenden Konflikt zwischen regelgebundener und diskretionärer Geldpolitik mathematisch herleitet.

2. Der Inflation Bias in wiederholten Spielen: Untersuchung, wie wiederholte Interaktionen und die Reputation der Zentralbank durch Mechanismen wie Triggerstrategien den inflationären Bias beeinflussen können.

3. Lösungen im Zielkonflikt Glaubwürdigkeit vs. Flexibilität: Detaillierte Analyse verschiedener Strategien zur Minderung der Zeitinkonsistenz, darunter konservative Zentralbanker, leistungsbasierte Arbeitsverträge und institutionelle Unabhängigkeit.

Schlüsselwörter

Geldpolitik, Zeitinkonsistenz, Barro-Gordon-Modell, Inflation Bias, Diskretion, Commitment, Glaubwürdigkeit, Reputation, Angebotsschocks, Zentralbankunabhängigkeit, Preisniveaustabilität, Optimale Kontrakte, Spieltheorie, rationale Erwartungen, Stabilisierungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Zeitinkonsistenzproblem in der Geldpolitik, bei dem eine Zentralbank Anreize hat, von angekündigten Zielen abzuweichen, um kurzfristig den Output zu steigern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Trade-off zwischen Regelbindung und Diskretion, der Modellierung von Inflationserwartungen sowie den institutionellen Mechanismen zur Sicherung der geldpolitischen Glaubwürdigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die spieltheoretische Analyse und Bewertung verschiedener Lösungsansätze wie Reputation, institutionelle Unabhängigkeit und vertragliche Bindungen, um die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik zu maximieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt spieltheoretische Modelle, insbesondere das Modell von Barro/Gordon, sowie formale mikroökonomische Optimierungskalküle für Zentralbanken und private Akteure.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die formale Analyse des Zeitinkonsistenzproblems, die Betrachtung von Reputationseffekten und eine detaillierte Diskussion von Lösungsmechanismen wie dem konservativen Zentralbanker oder optimalen Kontrakten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Geldpolitik, Zeitinkonsistenz, Inflation Bias, Glaubwürdigkeit, Regelbindung, Diskretion und Zentralbankunabhängigkeit.

Was genau ist der "Inflation Bias"?

Der Inflation Bias beschreibt das Ergebnis einer diskretionären Geldpolitik, bei der die Zentralbank aufgrund des Anreizes, den Output über das natürliche Niveau zu heben, eine höhere Inflation erzeugt, als sie eigentlich als Ziel ausgegeben hat.

Wie unterscheidet sich ein "konservativer Zentralbanker" von einer regelgebundenen Lösung?

Ein konservativer Zentralbanker gewichtet das Inflationsziel stärker als die Gesellschaft, wodurch der Inflation Bias sinkt; dies ist jedoch meist weniger effizient als eine optimal gestaltete, strikte Regelbindung.

Warum spielt das Principle-Agent-Problem in der Geldpolitik eine Rolle?

Es beschreibt den Zielkonflikt zwischen der Regierung (Principle) und der Zentralbank (Agent), da die Zentralbank Anreize haben kann, kurzfristig expansive Politik zur Unterstützung der Regierung zu betreiben, anstatt die Preisniveaustabilität zu wahren.

Welche vier Aspekte definieren die Unabhängigkeit einer Zentralbank?

Die Arbeit nennt funktionelle, institutionelle, personelle und finanzielle Unabhängigkeit als entscheidende Säulen, um der Zentralbank den notwendigen Spielraum für eine stabilitätsorientierte Politik zu gewähren.

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Résumé des informations

Titre
Die Diskussion Rules vs. Discretion
Université
University of Duisburg-Essen  (Monetary Marcoeconomics and international Capital-Markets)
Cours
Seminar der Geldpolitik
Note
2,0
Auteur
Diplom Ökonom Zeljko Komazec (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
19
N° de catalogue
V129081
ISBN (ebook)
9783640354146
ISBN (Livre)
9783640353767
Langue
allemand
mots-clé
Diskussion Rules Discretion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom Ökonom Zeljko Komazec (Auteur), 2007, Die Diskussion Rules vs. Discretion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129081
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Extrait de  19  pages
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