Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Notwendigkeit von akademisierten Pflegekräften am Krankenbett. Sie geht der Fragestellung „Warum ist die Akademisierung von Fachkräften im pflegerischen Alltag wichtig?“ nach. Der demografische Wandel und Gesundheitsreformen führen dazu, dass die Pflege alter und multimorbider Menschen immer komplexer und herausfordernder wird. Immer mehr Pflegekräfte, die sich akademisch aus- oder weiterbilden, wechseln nach dem Abschluss aber in Berufsfelder, die vom Krankenbett wegführen. Partiell sind Studiengänge auch genau darauf ausgelegt. Dabei sind akademisierte pflegerische Fachkräfte, welche im stationären und ambulanten Alltag - also am Krankenbett selber - professionell handeln, unabdingbar, um die Versorgungsqualität in hochkomplexen Pflegesituationen sicherzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Problemhintergrund
2.1 Der demografische Wandel
2.1 Abwanderung der akademisierten Pflegeexperten aus der Pflege
2. Gründe für die Akademisierung von in der Pflege tätigen Fachkräften
2.1 Sicherstellung und Verbesserung einer hohen Versorgungsqualität
2.2 Anpassung an ein verändertes pflegerisches Leistungsprofils durch Gesetzesänderungen und Gesundheitsreformen
2.3 Steigerung der Attraktivität des Berufssfeldes
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit einer verstärkten Akademisierung von Pflegekräften, um den steigenden Anforderungen durch den demografischen Wandel und chronische Erkrankungen unter Berücksichtigung der Sicherung der Versorgungsqualität gerecht zu werden.
- Bedeutung des demografischen Wandels für die Pflege
- Herausforderungen durch Multimorbidität und veränderte Versorgungskonzepte
- Professionalisierung durch wissenschaftliche Evidenzbasierung
- Kritische Analyse der Abwanderungsbewegungen akademisierter Fachkräfte
- Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufs durch akademische Qualifikation
Auszug aus dem Buch
1.2 Abwanderung der akademisierten Pflegeexperten aus der Pflege
Nach eigenen Beobachtungen entstand bei der Verfasserin dieser Arbeit der Eindruck, dass viele Pflegekräfte ein pflegewissenschaftliches Studium dazu nutzen, um in Leitungs- und Lehrpositionen zu gelangen und damit die eigentliche Pflegetätigkeit am Krankenbett zu verlassen. Tatsächlich sind viele Studienangebote, welche pflegewissenschaftliche Kenntnisse vermitteln, nicht an diejenigen gerichtet, die professionell in der pflegerischen Tätigkeit bleiben möchten. Sie sind oft auf Menschen spezialisiert, die lehrende oder leitende Stellen übernehmen möchten (Bögemann-Großheim, 2004, S. 104).
Eine aktuelle Hochschulabsolventenbefragung von den Autoren Zieher und Ayan aus dem Jahre 2016 bestätigt diesen Eindruck. In der Befragung fanden sie heraus, dass nur noch jeder zehnte akademisierte Pflegeexperte in der pflegerischen Tätigkeit arbeitet, und die meisten Pflegeakademiker in andere Tätigkeitsbereiche abgewandert sind: „Trotz eines prognostizierten steigenden Bedarfs an Pflegeakademikern in patientennahen Diensten, verließen die meisten Absolventen die Pflegepraxis… Dadurch ist die mit der Akademisierung verbundene Professionalisierung nicht unmittelbar den Patienten zugute gekommen.“ (Zieher & Ayan, 2016, S. 63).
Es entsteht der Eindruck, dass Hochschulabsolventen die Akademisierung in vielen Fällen nutzen, um sich pflegefern weiterzuentwickeln. Dabei wird, besonders in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel, akademisiertes und professionelles Fachpersonal am Krankenbett benötigt (Zieher & Ayan, 2016, S. 63; Becker, 2017, S. 19).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problemhintergrund: Dieses Kapitel erläutert den demografischen Wandel als Ursache für den erhöhten Pflegebedarf und problematisiert das Abwandern von akademisierten Pflegekräften aus der direkten Praxis.
2. Gründe für die Akademisierung von in der Pflege tätigen Fachkräften: Hier werden die Notwendigkeit einer hohen Versorgungsqualität, der Anpassungsdruck durch Gesundheitsreformen und die Steigerung der Berufattraktivität als Kernargumente für eine akademische Ausbildung dargelegt.
3. Fazit: Die Hausarbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Akademisierung für die Qualitätssicherung unabdingbar ist, jedoch neue Strukturen für den Verbleib von Akademikern in der direkten Patientenversorgung geschaffen werden müssen.
Schlüsselwörter
Akademisierung, Pflege, Krankenbett, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Versorgungsqualität, Pflegewissenschaft, Professionalisierung, Patientenversorgung, Gesundheitsreformen, Multimorbidität, Patientenorientierung, Pflegepraxis, Kompetenzprofil, Qualitätssicherung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Thema der Arbeit?
Die Arbeit thematisiert die Bedeutung und Notwendigkeit von akademisch qualifiziertem Pflegepersonal für die direkte Arbeit am Krankenbett zur Sicherstellung der Versorgungsqualität.
Welche Herausforderungen in der Pflege werden adressiert?
Die zentralen Herausforderungen sind der demografische Wandel, ein steigender Anteil an multimorbiden und älteren Patienten sowie der gravierende Fachkräftemangel.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum insbesondere in komplexen Pflegesituationen die Akademisierung von Fachkräften, die direkt in der Versorgung tätig sind, unabdingbar ist.
Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller Studien, Expertenbefragungen und gesundheitspolitischer Empfehlungen (z.B. des Wissenschaftsrats) die Thematik analysiert.
Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die Notwendigkeit zur Qualitätssicherung, die Anpassung an veränderte pflegerische Leistungsprofile durch Gesetzesänderungen sowie Strategien zur Steigerung der Berufsattraktivität.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit zusammenfassen?
Kernbegriffe sind Akademisierung, Versorgungsqualität, Pflegewissenschaft, demografischer Wandel sowie Fachkräftemangel.
Warum wandern viele akademisierte Pflegekräfte ab?
Studien zeigen, dass bestehende Studienangebote oft stärker auf leitende oder lehrende Positionen als auf eine pflegerische Tätigkeit am Bett ausgerichtet sind und es an entsprechenden Kompetenzprofilen in der Klinik mangelt.
Welche Rolle spielt die Politik bei der Akademisierung?
Gesetzliche Qualitätssicherungsvorgaben und der demografische Wandel erhöhen den Druck auf die Politik, die Pflege durch wissenschaftliche Fundierung professioneller und damit auch attraktiver zu gestalten.
- Citar trabajo
- Melanie Schieck (Autor), 2018, Akademisierung am Krankenbett. Warum die Akademisierung von pflegerischen Fachkräften so wichtig ist, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1292472