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Der Einsatz der Bundeswehr "out of area"

Warum die eigene Gesellschaft die Außenpolitik mehr beeinflusst als internationale Organisationen

Title: Der Einsatz der Bundeswehr "out of area"

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 20 Pages

Autor:in: Julian Liese (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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´Die Bundeswehr als Instrument der Außenpolitik nach der Wiedervereinigung und dem Wegfall des Ost-West-Konflikts:

In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit dem Einfluss gesellschaftlicher Gruppen auf die gesamtdeutsche Außenpolitik und die Einsätze der BW als Instrument dieser Politik nach 1989. Ich werde die Frage bearbeiten, ob das Außenverhalten der BRD und als wesentliches Merkmal dieses Verhaltens die Einsätze der BW in diesem Zeitraum nicht zumindest in Teilen besser durch die Theorie des Liberalismus, denn durch die Theorie des soziologischen Institutionalismus erklärt werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A) Einleitung

1. Einleitende Worte, Fragestellung und Argumentationsgang

2. Empirie und Theorie

2.1 Die historischen Gegebenheiten

2.2 Liberalismus und soziologischer Institutionalismus

B) Hauptteil

3. Die gesamtdeutsche Außenpolitik

3.1 Die Bedeutung des Institutionalismus und der Vergleich mit dem Liberalismus

3.2 Der deutsche Drang zum Pazifismus und die Auswirkungen auf die Politik

4. Der Wandel in der deutschen Außenpolitik

4.1 Die Wahrnehmung

4.2 Die Rechtfertigung und das Desinteresse

5. Die Prognoseproblematik

C) Schluss

5. Fazit und Erklärungsversuche

6. Weiterführende Fragestellung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss gesellschaftlicher Interessengruppen auf die deutsche Außenpolitik sowie den Einsatz der Bundeswehr als deren Instrument im Zeitraum von 1989 bis 1998, um zu prüfen, ob liberale Theorien geeignetere Erklärungsansätze bieten als institutionalistische Ansätze.

  • Einfluss gesellschaftlicher Gruppen auf die Außenpolitik
  • Vergleich liberaler Theorie und soziologischem Institutionalismus
  • Die Rolle der Bundeswehr bei "out of area"-Einsätzen
  • Historische Rahmenbedingungen der deutschen Außenpolitik nach 1989
  • Verfassungsdiskussion und öffentliche Meinung in Deutschland

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Bedeutung des Institutionalismus und der Vergleich mit dem Liberalismus

Wie aus dem letzten Abschnitt der Einleitung zu entnehmen ist, liegt der maßgebliche Unterschied der Theorien des Liberalismus und des Institutionalismus (von nun an werde ich nur noch vom Institutionalismus sprechen, aber ausnahmslos den soziologischen Strang der Theorie meinen) in der Ebene der Analyse. Der Institutionalismus wird in der Politikwissenschaft gerne zur Erklärung der deutschen Außenpolitik nach 1990 herangezogen, weil eine realistische oder neorealistische Betrachtungsweise aufgrund des wesentlichen Kernelements des Ansatzes das deutsche Verhalten nur schlecht erfassen kann. Ein realistischer Ansatz betrachtet immer das internationale Machtgefüge und die Balance der Machtpole in diesem System. Nach dem Fall der Sowjetunion herrschte nun eine Situation der Unipolarität (USA als einzig verbliebene Großmacht), welche als recht instabil angenommen wird. Folglich sollte die Staatenwelt aus ihrer Struktur heraus diese Machtübergewichtung versuchen auszugleichen. Ein Übergang zur Multipolarität wurde erwartet und das wiedervereinigte, wirtschaftlich und bevölkerungsstarke Deutschland wurde somit tendenziell als Anwärter für eine neue Großmacht gehandelt. Aus der (neo)realistischen Perspektive heraus konnte das bereits angesprochene, zögerliche Verhalten der Bundesrepublik nicht hinreichend erklärt werden. Es war unnatürlich (Vgl. Hellmann 2006, 97).

Der Institutionalismus geht, im Unterschied zur angesprochenen realistischen Antizipation des Verhaltens, von einer Logik der Angemessenheit aus. Der Staat als Akteur betrachtet hierbei zunächst seine persönliche Lage in der jeweiligen Situation. Danach werden verschiedene Handlungsalternativen nach ihrer Angemessenheit beurteilt. In diese Handlungslogik spielen verschiedene normative Bindungen mit hinein (vgl. Hellmann 2006, 98). Die Einbindung in Internationale Organisationen kreiert solche staatenübergreifenden Werte, welche die eine Handlungsweise angemessener erscheinen lassen als die andere. Ferner spielen auch historische Begebenheiten eine Rolle. So kann das außenpolitische Verhalten Deutschlands in der Zeit nach der Wiedervereinigung deutlich besser erklärt werden als es aus (neo)realistischer Perspektive möglich war.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob das deutsche Außenverhalten nach 1989 besser durch den Liberalismus oder den soziologischen Institutionalismus erklärt werden kann.

1. Einleitende Worte, Fragestellung und Argumentationsgang: Hier wird der Untersuchungszeitraum von 1989 bis 1998 festgelegt und die methodische Vorgehensweise skizziert, indem die zwei theoretischen Ansätze vorgestellt und deren Vorzüge anhand der gesellschaftlichen Diskussionen beleuchtet werden.

2. Empirie und Theorie: In diesem Kapitel werden die historischen Rahmenbedingungen wie der Zusammenbruch der Sowjetunion sowie die theoretischen Grundlagen des Liberalismus und des soziologischen Institutionalismus dargelegt.

B) Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Praxis der deutschen Außenpolitik und die Rolle der Gesellschaft unter Anwendung der gewählten Theorien.

3. Die gesamtdeutsche Außenpolitik: Es erfolgt die theoretische Abgrenzung zwischen Institutionalismus und Liberalismus sowie die Analyse der gesellschaftlichen Ablehnung der Bundeswehr.

4. Der Wandel in der deutschen Außenpolitik: Dieses Kapitel behandelt die Wahrnehmung von Auslandseinsätzen in der Gesellschaft sowie die Rolle der Parteien und der Verfassungsdebatte.

5. Die Prognoseproblematik: Hier werden die Grenzen der Vorhersagefähigkeit beider Theorien gegenübergestellt und die Komplexität gesellschaftlicher Einflussnahme kritisch reflektiert.

C) Schluss: Zusammenfassung der theoretischen Differenzen und Anwendung auf den Untersuchungszeitraum.

5. Fazit und Erklärungsversuche: Es wird abschließend festgestellt, dass der Liberalismus eine wertvolle Perspektive auf die deutschen außenpolitischen Verstrickungen der 90er Jahre bietet.

6. Weiterführende Fragestellung: Abschließende Reflexion darüber, wie in Zukunft durch Aufklärungsarbeit der gesellschaftliche Konsens über die Rolle der Bundeswehr gestärkt werden könnte.

Schlüsselwörter

Bundeswehr, Außenpolitik, Liberalismus, soziologischer Institutionalismus, Deutschland, 1989, Gesellschaft, Interessen, Auslandseinsätze, Pazifismus, Institutionen, Sicherheitspolitik, Grundgesetz, Demokratie, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit gesellschaftliche Gruppen die deutsche Außenpolitik und den Einsatz der Bundeswehr nach der Wiedervereinigung beeinflusst haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Innenpolitik zu Außenpolitik, die Theoriebildung in den internationalen Beziehungen und die Akzeptanz von Bundeswehreinsätzen in der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob das Außenverhalten Deutschlands in den 90er Jahren besser durch eine liberale Theorie oder durch den soziologischen Institutionalismus erklärt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretisch-vergleichenden Ansatz, um historische Ereignisse und außenpolitische Entscheidungen auf Basis politikwissenschaftlicher Theorien zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der gesamtdeutschen Außenpolitik, der Verfassungsdiskussion, der Rolle der Medien und dem Einfluss der öffentlichen Meinung auf Auslandseinsätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bundeswehr, Außenpolitik, Liberalismus, Institutionalismus, gesellschaftliche Interessen und Pazifismus geprägt.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Gesellschaft auf die Außenpolitik?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die gesellschaftliche Stimmung und Interessenlagen die Außenpolitik in Deutschland wesentlich stärker beeinflussten, als es eine rein institutionalistische Perspektive vermuten ließe.

Warum ist das Thema des deutschen Pazifismus für die Analyse relevant?

Der Pazifismus wird als zentrales gesellschaftliches Hindernis für eine aktivere Rolle der Bundeswehr im Ausland identifiziert, welches die Politik dazu zwang, Militäreinsätze defensiv zu begründen.

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Details

Title
Der Einsatz der Bundeswehr "out of area"
Subtitle
Warum die eigene Gesellschaft die Außenpolitik mehr beeinflusst als internationale Organisationen
College
University of the Federal Armed Forces München  (Politikwissenschaft (Kooperation: Innenpolitik & vergleichende Regierungslehre und Internationale Politik & Außenpolitik))
Author
Julian Liese (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V129390
ISBN (eBook)
9783640364732
ISBN (Book)
9783640364893
Language
German
Tags
Einsatz Bundeswehr Warum Gesellschaft Außenpolitik Organisationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Liese (Author), 2009, Der Einsatz der Bundeswehr "out of area", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129390
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