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Hannah Arendts kommunikatives Machtverständnis als Möglichkeit gewaltfreier Politik

Chancen und Grenzen

Title: Hannah Arendts kommunikatives Machtverständnis als Möglichkeit gewaltfreier Politik

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 29 Pages

Autor:in: Marvin Just (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Das Anliegen dieser Arbeit soll es sein, das Machtverständnis bei Hannah Arendt aufzuarbeiten und die damit zugrunde liegende Vorstellung eines republikanischen Machtbegriffs verstehbar zu machen. Ergänzend dazu sollen die Erfolgsbedingungen eines pluralistischen Machtbegriffs untersucht werden, um zu klären, ob dieses pluralistische Modell auch als realer Bezugsrahmen gelten kann. Um dies zu ermöglichen, ist es im ersten Schritt von Nöten, die theoretischen Voraussetzungen und Dimensionen des Machtbegriffs zu benennen, um im weiteren Verlauf des Kapitels den begriffsgeschichtlichen Rahmen umreißen zu können. Dabei soll versucht werden, die verschiedenen Ebenen der Macht und das damit zugrunde liegende theoretische Machtverständnis der beiden antagonistischen Positionen von Weber und Arendt in der neuzeitlichen Diskussion offen zu legen. Im Fortgang der Arbeit soll unter Kenntnis der erarbeitenden Machttheorien, der Versuch unternommen werden, die Motive für Hannah Arendts kritischen Umgang mit der Politischen Wissenschaft der Moderne und deren innewohnenden Mehrdeutigkeiten des Machtbegriffs zu erkennen. Im letzten Teil der Arbeit, soll geklärt werden, was der Schlüssel von Arendts Machtverständnis in ihrem Werk „Macht und Gewalt“ ist, um letztendlich die Frage beantworten zu können, ob das Verständnis von Macht bei Arendt, als Gegenbegriff zur Gewalt überhaupt im politischen Handeln vorstellbar ist? Ist ein monopolistischer Machtanspruch wie von Weber verwendet, nicht die bessere Lösung oder versteht sich Arendts normatives Konzept nur als utopischer Wunsch, einer besseren Welt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie und begriffsgeschichtlicher Rahmen

2.1 Debatte um einen universellen Machtbegriff – Frage der Ausübung

2.2 Dimensionen der Macht

2.3 Macht und Gewalt – unzertrennliche Vokabeln?

3. Kritik Arendts an der Moderne und der politischen Wissenschaft – Neubestimmung der politischen Freiheit

4. Hannah Arendt in „Macht und Gewalt“ als Schlüssel republikanischen Machtverständnisses

4.1 Wo existiert Macht?

4.2 Das Aufeinandertreffen von Macht und Gewalt als schlimmster anzunehmender Unfall?

4.3 Kritische Sichtweise – Hannah Arendts Verständnis von Macht und Gewalt

4.4 Politisches Handeln abseits von Gewalt? – monopolistischer Machtanspruch als bessere Lösung? – Das Konzept von Max Weber

4.5 Vergleich der Macht- und Gewaltdimension – Weber vs. Arendt Die Differenz der Handlungsmodelle

5. Fazit – Gewaltfreie Politik durch ein kommunikatives Machtverständnis? – Chancen und Grenzen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Machtverständnis von Hannah Arendt im Kontrast zu Max Weber, um zu klären, ob Arendts Konzept als realer Bezugsrahmen für gewaltfreie Politik dienen kann oder als utopisch einzustufen ist.

  • Vergleich der Machtbegriffe von Arendt und Weber
  • Analyse der theoretischen Voraussetzungen politischer Macht
  • Untersuchung der Differenz zwischen Macht und Gewalt
  • Kritische Würdigung des kommunikativen Machtverständnisses

Auszug aus dem Buch

4.1 Wo existiert Macht?

Hannah Arendts konkreten Zugang zum Machtbegriff formuliert sie in der Schrift „Macht und Gewalt“. Der zentrale Moment des Handlungsbegriffs ist fest mit der Macht verbunden. Ersichtlich wird dies an Arendts Schrift zu Macht und Gewalt: „Macht entspricht der menschlichen Fähigkeit, nicht nur zu handelnd oder etwas zu tun, sondern sich mit anderen zusammenzuschließen und im Einvernehmen mit ihnen zu handeln.“ Die Feststellung und Arendts Abgrenzung dessen begründet sich auf der Annahme, dass Macht und Gewalt kongruent zu einander sind und Gewalt nur den extremsten Ausdruck von Macht darstellt. Als antagonistischer Begriff zur Macht versteht Arendt die Ohnmacht. Auf der individuellen Ebene steht der Machtbegriff als Bild von Stärke. Stärke versteht sich in der Qualifikation einzelner Wesensmerkmale und Veranlagungen. Individuelle Stärke steht demnach in einem antagonistischen Verhältnis zur kollektiven Macht, die die Ursache von Auseinandersetzung bilden kann. In der kontroversen Darstellung zwischen Macht und Stärke, ist die Stärke in einem höheren Ausmaß von der Vorgehensweise der Gewaltherrschaft bedroht, weil man sich persönlich dessen entziehen kann. Aus diesem Grund ist Arendt der Auffassung, dass sich die Verwendung der Kräfte einzig auf die Naturkräfte eindämmen lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Unschärfe des Machtbegriffs und führt in die antagonistischen Positionen von Max Weber und Hannah Arendt ein.

2. Theorie und begriffsgeschichtlicher Rahmen: Das Kapitel strukturiert die Vielfalt der Machtdefinitionen und untersucht insbesondere die problematische Verbindung zwischen Macht und Gewalt.

3. Kritik Arendts an der Moderne und der politischen Wissenschaft – Neubestimmung der politischen Freiheit: Hier wird Arendts republikanisches Denken und ihre Kritik an der Moderne im Hinblick auf den Ursprung politischer Freiheit analysiert.

4. Hannah Arendt in „Macht und Gewalt“ als Schlüssel republikanischen Machtverständnisses: Dieses Kapitel bildet den Kern der Arbeit, indem es Arendts spezifisches Machtverständnis detailliert ausarbeitet und dem Konzept Webers gegenüberstellt.

5. Fazit – Gewaltfreie Politik durch ein kommunikatives Machtverständnis? – Chancen und Grenzen: Abschließend wird bewertet, inwiefern Arendts Ansatz unter heutigen Bedingungen als realistische Basis für Politik dienen kann.

Schlüsselwörter

Hannah Arendt, Max Weber, Machtbegriff, Gewalt, Politisches Handeln, Macht und Gewalt, Republikanismus, Kommunikative Macht, Gewaltmonopol, Politische Freiheit, Machtkritik, Öffentlicher Raum, Legitimität, Handlungsmodell, Pluralismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Machtverständnis Hannah Arendts und prüft, ob es als Grundlage für eine gewaltfreie Politik dienen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der Vergleich zwischen Arendts kommunikativem Machtkonzept und Max Webers teleologischem, auf Zwang basierendem Machtverständnis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob Arendts normatives Konzept eines republikanischen Machtbegriffs im realen politischen Handeln als Gegenbegriff zur Gewalt vorstellbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Literatur- und Theorieanalyse, die durch den Vergleich zweier antagonistischer Denkschulen strukturiert ist.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die theoretischen Voraussetzungen von Macht und Gewalt, die Kritik an der Moderne sowie den direkten Vergleich zwischen Weber und Arendt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie kommunikative Macht, Gewaltmonopol, Handlungsmodell und politische Freiheit charakterisiert.

Warum spielt das "Gewaltmonopol" für die Argumentation eine Rolle?

Das Gewaltmonopol dient als Beispiel für Webers Verständnis des modernen Staates, welches Arendt kritisch gegenüberstellt, um die Rolle von legitimer Macht versus instrumenteller Gewalt zu definieren.

Wie bewertet die Arbeit das Fazit von Arendt?

Das Fazit der Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Arendts Ansatz zwar wichtige Impulse gibt, jedoch für das heutige komplexe politische Umfeld als teilweise realitätsfern eingestuft werden muss.

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Details

Title
Hannah Arendts kommunikatives Machtverständnis als Möglichkeit gewaltfreier Politik
Subtitle
Chancen und Grenzen
College
Martin Luther University
Author
Marvin Just (Author)
Publication Year
2009
Pages
29
Catalog Number
V129453
ISBN (eBook)
9783640361885
ISBN (Book)
9783640362134
Language
German
Tags
Hannah Arendts Machtverständnis Möglichkeit Politik Chancen Grenzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marvin Just (Author), 2009, Hannah Arendts kommunikatives Machtverständnis als Möglichkeit gewaltfreier Politik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129453
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