Corporate Identity - Die verschiedenen Betrachtungsweisen einer einheitlichen Unternehmensidentität


Hausarbeit, 2008
15 Seiten, Note: 2,1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Umfrageergebnisse

2. Was ist Corporate Identity und womit beschäftigt sie sich?

3. Probleme bei der Einführung und Aufrechterhaltung

4. Fazit und Eigenansatz der Gruppenunterteilung

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung und Umfrageergebnisse

Beschäftigt man sich eingehend mit dem Begriff Corporate Identity wird schnell klar, dass einzelne Erklärungsansätze schwierig erscheinen. Eine klare Abgrenzung zu anderen Bereichen fällt auch nach Recherche von einer Vielzahl von Quellen schwer. Es macht daher Sinn den Begriff in seiner eingebetteten Allgemeinheit zu betrachten und zu definieren und erst im Nachhinein eine Trennung der diversen Teilbereiche vorzunehmen.

Verdeutlicht werden konnte diese Annahme durch eine Befragung von 40 Personen aus den verschiedensten Lebensabschnitten. Die Erklärungsansätze der Befragten sollen an dieser Stelle eine Teilgrundlage dieser Hausarbeit bilden, die einerseits einen allgemeingültigen Definitionsansatz finden aber andererseits auch eine Eigendefinition ausgeben soll.

Die Umfrage beschäftigte sich in diesem Fall mit der Frage:

„Wie wird von Ihnen Corporate Identity definiert?“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Interessant scheint die Erkenntnis, dass die Begrifflichkeit der Corporate Identity gestaffelt nach den zeitlich angenommenen Entwicklungsstufen der Personen teilweise stark differenzierte Ergebnisse auswirft. Erklärbar scheint dies jedoch auch dadurch, dass man in den jeweilig genannten Bereichen mehr oder weniger mit dem Begriff in Berührung kommt.

Deutlich wird jedoch, dass es schon bei einer derart kleinen Zahl der Befragten dazu kommt, dass sich die Definitionsansätze unterscheiden. Ziel des nächsten Abschnittes soll es sein, diese Ansätze zusammenzufassen und eine allgemein gültige Formulierung zu finden, die im Eigenansatz gestaffelt nach verschiedenen Ausbildungsstadien der Personen aufzeigen soll, wie die jeweiligen Gruppen den Begriff für sich definieren.

Aufwandsbedingt wird diese Definition nur grobkörnig durchgeführt und betrachtet dabei keine Unterschiede in Alter oder Erfahrung. Es geht letztlich um die Beschreibung der Eigeninteressen der verschiedenen Marktakteure, die direkt oder indirekt von einer Einführung oder dem Fortbestand der Corporate Identity betroffen sind.

2. Was ist Corporate Identity und womit beschäftigt sie sich?

Schenkt man der wörtlichen Übersetzung der Begrifflichkeit Glauben, so müsste es sich bei einer unter Corporate Identity agierenden Unternehmen um eine solche handeln, die ihre Identität einheitlich an bestimmte Zielgruppen präsentiert.

Die Betrachtung des Gabler Wirtschaftslexikon geht in diesem Punkt jedoch noch feiner vor und bezeichnet die Corporate Identity als „das nach innen und außen kommunizierte Erscheinungsbild (Selbstdarstellung und Verhaltensweise) einer Unternehmung als Ausdruck einer in die Unternehmensstrategie integrierten Kommunikationsstrategie.“[1] Deutlich wird hier also auch, dass es nicht nur um die einheitliche Präsentation, sondern vielmehr auch darum geht, die Botschaft an die verschiedenen Zielgruppen zu adressieren. Eine deutliche Übereinstimmung zu später genannten Quellen lässt sich vor allem durch die Unterteilung in die verschiedenen Sektoren der Corporate Identity (abgekürzt C. I. genannt) erkennen. So bedient sich diese zur Verwirklichung des Erscheinungsbildes dreier Elemente[2]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Ziel dieses Abschnittes soll es nun sein, Differenzen zwischen diversen Quellen zu finden und aufzuzeigen.

a.) corporate behaviour

Leitet man die Begrifflichkeit stur aus dem englischen ab, wird klar, dass es sich um ein einheitliches Verhalten handeln muss, dass wohl alle Akteure des Unternehmens und dessen Kontaktpunkte entgegengebracht werden sollten.

Vergleicht man diese Annahme mit Gablers Wirtschaftslexikon, so hätte diese tiefgründiger ausfallen müssen. Das Verhalten lässt sich nämlich nicht innerhalb des Unternehmens beschränken, sondern unterteilt sich vielmehr noch in:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Während das instrumentale Verhalten (aa.)) für „z. B. Preispolitik, Führungsstil […]“[3] steht, beschäftigt sich das Personenverhalten (ab.)) mit dem „Verhalten der im Unternehmen tätigen Personen untereinander sowie das Verhalten dieser Personen zu Außenstehenden“[4]. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass sich die C. I. nun also nicht nur nach innen, sondern auch an die Unternehmensexternen Bereiche richtet. Unterstrichen wird dies durch die Aussage: „Jedes Unternehmen ist eingebunden in die Umwelt. Dadurch kommuniziert es zwangsläufig mit interessierenden Gruppen, Institutionen, Verbrauchern, Kunden, Verbänden, Mitarbeitern und anderen Individuen.“[5] Bedeutend für die verschiedenen Ausprägungen des Personalverhaltens ist insbesondere die Wahl des Führungsstils. Persönliche Präferenzen und Reaktionen auf die C. I. bei despotischem, patriarchalischem, partizipativem oder demokratischem Führungsstil sollen an dieser Stelle allerdings nicht weiter analysiert werden. Stattdessen sollte deutlich werden, dass die einzelnen Ausprägungen der corporate behaviour gegenseitig in einer Art Wechselwirkung stehen. Abgerundet wird das einheitliche Unternehmensverhalten (a.)) von dem Auftreten in den Medien(ac.)). Neben der „politischen und ethischen Grundhalten des Unternehmens“[6] sind hier allerdings auch die Positionierung eines gewissen Images am Markt sinnvoll. Mögliche Einordnungskriterien bzw. -images könnten in diesem Fall folgende Schlüsselwörter darstellen[7]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Für eine erfolgreiche Einführung der C. I. sollten folgende Faktoren im Unternehmen untersucht werden:

- „die Einstellung der Mitarbeiter“
- „die Einstellung der Führungspersönlichkeiten“
- „die Einstellung der Geschäftspartner und der Öffentlichkeit“
- „die kommunikativen Verhaltensweisen“[8]

Als Beispiel einer geglückten Teildurchsetzung der corporate behaviour könnte das im Gesamtunternehmen einheitliche Melden am Telefon dienen.

[...]


[1], 2 Dr. Th. Gabler GmbH; Gablers WirtschaftsLexikon; 12. Auflage; Wiesbaden; Verlagsgruppe Bertelsmann; Jahr 1988; S. 1106

[3],4 Hrsg. Dr. Th. Gabler GmbH; Gablers WirtschaftsLexikon; 12. Auflage; Wiesbaden; Verlagsgruppe Bertelsmann; Jahr 1988

[5] Hrsg. Dieter Pflaum, Ferdinand Bäuerle; Lexikon der Werbung; 6. Auflage; Pforzheim; verlag moderne industrie; Jahr 1995

[6] Dr. Th. Gabler GmbH; Gablers Wirtschafts-Lexikon; 12. Auflage; Wiesbaden; Verlagsgruppe Bertelsmann; Jahr 1988

[7] vgl. Prof. Dr. Peter Winkelmann; Marketing und Vertrieb, Fundamente für die marktorientierte Unternehmensführung; 2. Auflage; München; Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH; Jahr 2000; S. 355

[8] Hrsg. Dieter Pflaum, Ferdinand Bäuerle; Lexikon der Werbung; 6. Auflage; Pforzheim; verlag moderne industrie; Jahr 1995; S. 68

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Corporate Identity - Die verschiedenen Betrachtungsweisen einer einheitlichen Unternehmensidentität
Veranstaltung
Unternehmen, Betrieb, Arbeit aus historisch-sozialwissenschaftlicher Perspektive
Note
2,1
Autor
Jahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V129866
ISBN (eBook)
9783640369539
ISBN (Buch)
9783640369560
Dateigröße
932 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corporate, Identity, Betrachtungsweisen, Unternehmensidentität
Arbeit zitieren
Sebastian Bloch (Autor), 2008, Corporate Identity - Die verschiedenen Betrachtungsweisen einer einheitlichen Unternehmensidentität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129866

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