Die Unternehmensführung folgt in China anderen Gesetzmäßigkeiten als wir im Westen gewohnt sein mögen. Im Managementalltag westlicher Unternehmen in China kommt es daher immer wieder zu Konflikten. Der Autor geht den Ursachen nach und stützt sich dabei auf Erkenntnisse der Kognitivitätswissenschaften. Diese allein helfen bereits die Ursachen vieler Konflikte und Misserfolge zu verstehen. Lösungsansätze, die westliche und östliche Managementmethoden zu integrieren versuchen, können in der noch jungen Disziplin der Komplexitätswissenschaften gefunden werden. Praktische Ansätze werde vorgestellt. Das Buch ist in langjähriger Beratungspraxis entstanden und für den Managementalltag gedacht.
Inhaltsverzeichnis
Ex oriente lux !
Die Geographie des Denkens
Der Blick durch den Bambusvorhang
7 Thesen zur Unternehmensführung in China
Zielsystem
Strategie
Unternehmenskultur
Organisation
Führungssysteme
Personalmanagement
Fachliche und soziale Fähigkeiten
When the West meets the East – Konfliktfelder der Unternehmensführung
Evolutionäres Management der Königsweg?
Das Tao der Komplexität
Selbstorganisation
Change
Vision und Ziele
Strategien
Kultur und Sinnvermittlung
Spiralen des Wachstum
Innovation
Strukturen
Die neuen Unternehmensführer
Steuerung durch Autopiloten der zweiten Generation
Change Management im Open Space
Licht am Ende des Tunnels
Zielsetzung und Themen
Das Buch analysiert die grundlegenden Unterschiede zwischen westlichen und östlichen Managementvorstellungen und bietet Orientierungshilfen für den unternehmerischen Alltag in China, indem es Methoden zur Überbrückung kultureller Spannungsfelder durch ganzheitliche, systemische Ansätze aufzeigt.
- Kulturelle Prägungen und die "Geographie des Denkens"
- Anwendung des 7S-Modells auf das chinesische Umfeld
- Herausforderungen in der Strategie- und Organisationsentwicklung
- Konfliktmanagement bei westlich-östlichen Kooperationen
- Einsatz von Komplexitätstheorien und Selbstorganisation im Management
Auszug aus dem Buch
Die Geographie des Denkens
„You know, the difference between you and me is that I think the world is a circle, and you think it’s a line”, zitiert Richard E. Nisbett in seinem höchst lesenswerten Buch „The Geography of Thought“ einen seiner chinesischen Studenten. Er fährt fort, „The Chinese believe in constant change, but with things always moving back to some prior state. They pay attention to a wide range of events; they search for relationships between things; and they think you can’t understand the part without understanding the whole. Westerners live in a simpler, more deterministic world; they focus on salient objects or people instead of the larger picture; and they think they can control events because they know the rules that govern the behavior of objects”.
Der Kontakt mit dem chinesischen Studenten, er heißt Kaiping Peng und lehrt heute an der University of California in Berkeley, löste eine lange Forschungsserie zu westlichen und östlichen Wertesystemen und kognitiven Prozessen aus. Diese mündeten in die Erkenntnis, dass im Laufe der Evolution zwei völlig verschiedene Ansätze entstanden sind, die Welt wahrzunehmen. Der Praktiker, der sich mit Fragen der Unternehmensführung in China auseinanderzusetzen hat, begegnet ihnen auf Schritt und Tritt.
Zusammenfassung der Kapitel
Ex oriente lux !: Einleitende Reflexion über die Herausforderungen, die westliche Unternehmen bei ihrem Engagement in China erfahren, und die Notwendigkeit für neue, ganzheitliche Denkweisen.
Die Geographie des Denkens: Analyse der grundlegenden kognitiven Unterschiede zwischen westlichem, analytischem Denken und östlichem, holistischem Denken.
Der Blick durch den Bambusvorhang: Vorstellung eines Instruments zur kulturellen Anpassung westlicher Managementansätze an das chinesische Umfeld.
7 Thesen zur Unternehmensführung in China: Anwendung des angepassten 7S-Modells auf Kernbereiche der Unternehmensführung wie Strategie, Kultur und Organisation in China.
When the West meets the East – Konfliktfelder der Unternehmensführung: Fallstudien-basierte Analyse von gescheiterten Kooperationen als Lehrbeispiele für kulturelle Missverständnisse.
Evolutionäres Management der Königsweg?: Diskussion der Möglichkeiten, durch Komplexitätswissenschaften und systemische Ansätze eine Synthese aus westlichem und östlichem Management zu schaffen.
Change: Detaillierte Betrachtung von Veränderungsprozessen in chinesischen Organisationen unter Einbeziehung von Methoden wie Open Space und der Rolle von Visionen.
Licht am Ende des Tunnels: Abschließendes Fazit zur Einzigartigkeit jedes China-Engagements und dem Wert des Buches als Hilfe zur Selbsthilfe.
Schlüsselwörter
Unternehmensführung, China, interkulturelles Management, Komplexitätstheorie, ganzheitliches Denken, Holismus, 7S-Modell, Strategie, Unternehmenskultur, Selbstorganisation, Change Management, Konfliktfelder, Geschäftspraxis, Führungssysteme, Wissensmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Es geht um die Herausforderungen bei der Unternehmensführung in China, die aus den tiefgreifenden Unterschieden zwischen westlichen und chinesischen Denkweisen und Kulturen resultieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind kulturelle Differenzen, Managementinstrumente (wie das 7S-Modell), Komplexitätswissenschaften, Veränderungsmanagement (Change) und der Aufbau nachhaltiger Organisationsstrukturen.
Was ist das primäre Ziel des Autors?
Das Ziel ist es, Managern Leitlinien an die Hand zu geben, um westliche Managementmethoden besser an die chinesische Realität anzupassen und durch besseres Verständnis kultureller Präferenzen erfolgreich zu sein.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf interkulturelle Forschungsergebnisse, Komplexitätstheorien (Chaostheorie) und betriebswirtschaftliche Frameworks wie das 7S-Modell oder die "Balanced Score Card".
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Fundamente der "Geographie des Denkens" dargelegt, gefolgt von der praktischen Anwendung auf Führungsdisziplinen wie Strategie, Organisation und Personalwesen unter chinesischen Bedingungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Schlüsselwörter sind u.a. ganzheitliches Denken, Komplexitätsmanagement, kulturelle Präferenzen, Selbstorganisation, Netzwerke und interkulturelle Kommunikation.
Warum scheitern laut Autor viele Joint Ventures in China?
Oftmals scheitern sie an der unreflektierten Übernahme westlicher, sequenzieller Managementmodelle, die die holistische und kontextabhängige Denkweise der chinesischen Partner nicht berücksichtigen.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur in China im Vergleich zum Westen?
In China spielt die Unternehmenskultur eine zentralere Rolle, da sie oft informelle Beziehungsnetzwerke und Werte wie Harmonie umfasst, die für den Erfolg in einem schwach formal geregelten Umfeld entscheidender sind als starre "Company Rules".
Wie kann das Modell des "Cultural Assembler" in der Praxis helfen?
Es hilft Managern, westliche Instrumente zu reflektieren und an die spezifische Situation in China anzupassen, anstatt sie unverändert und oft ineffektiv auf das chinesische Personal zu übertragen.
- Citar trabajo
- Bernd-Uwe Stucken (Autor), 2009, Unternehmensführung in China, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129924