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Der Siegeszug des Prinzipats

Die Machtübernahme des Tiberius nach Velleius Paterculus

Titre: Der Siegeszug des Prinzipats

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 13 Pages , Note: 1.7

Autor:in: Stefan Noack (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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[...] Dass die Prinzipatsidee Augustus dennoch überdauerte, scheint die Geschichte seinem Nachfolgers Tiberius zu verdanken. Bei näherer Betrachtung wird jedoch deutlich, dass nicht nur die Person des Tiberius im Kontext der Nachfolge eine wichtige Rolle spielte. Vielmehr ist es neben Augustus’ ausgeklügelter Nachfolgepolitik, die in der kritischen Phase nach seinem Tod, ihre Wirkung entfaltete, auch ein wenig Schicksal, das die Zukunft des Römischen Reiches bestimmte. Um dies zu belegen ist ein Blick auf den Verlauf der Machtübernahme des Tiberius erforderlich, wie ihn etwa der antike Geschichtsschreiber Velleius Paterculus, in seiner „Historia Romana“, seiner „Römischen Geschichte“, überliefert hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Caesar, Augustus und die Königsfrage

2.1 Velleius Paterculus

2.2. Die „Historia Romana“

3.1 Der Wille des Augustus

3.2. Eine sichere Zukunft?

3.3. Unkonventionelle Machtkämpfe

4. Rebellion oder Revolution? - Woran die Römer zweifelten.

5. Ein wenig Schicksal

6. Rückblick

7.1. Sekundärliteratur:

7.2. Antike Quelltexte

7.3. Onlinequellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Machtübergang von Augustus auf Tiberius und analysiert dabei kritisch die Darstellung des antiken Geschichtsschreibers Velleius Paterculus in dessen Werk „Historia Romana“. Im Fokus steht die Frage, inwieweit Paterculus' Schilderung einer organischen und konfliktfreien Machtübernahme der historischen Realität entspricht oder als gezielte politische Glorifizierung seines Gönners Tiberius zu werten ist.

  • Analyse der Nachfolgepolitik des Augustus
  • Glaubwürdigkeit und Intention von Velleius Paterculus als Quelle
  • Rolle der „Auctoritas“ bei der Etablierung des Prinzipats
  • Konfliktlinien und Machtkämpfe nach dem Tod des Augustus
  • Synthese aus Persönlichkeit, politischem System und historischem Schicksal

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Wille des Augustus

Zu Beginn des Kapitels 123 wird der Tod des Augustus thematisiert. Dieser dient als Vorgeschichte zum Machtantritts des Tiberius. Paterculus’ berichtet von einem letzten Zusammentreffen des alten Princeps mit seinem Stiefsohn. „In den Armen seines Tiberius legte er [Augustus] diesem ihr gemeinsames Werk ans Herz.“ Hierbei sind zwei Punkte erwähnenswert.

Erstens weist Paterculus darauf hin, dass Augustus das Reich persönlich und aus Überzeugung in Tiberius Hände legte. Für den reibungslosen Machtwechsel, d.h.: Die Anerkennung des Tiberius durch Senat und Volk, war dies von zentraler Bedeutung. Tacitus jedoch berichtet, dass Augustus Tiberius nur deshalb als Nachfolger auswählte, weil er nach dem Tod von Marcellus, Agrippa und Drusus, sowie dem Dahinscheiden seiner Enkel Gaius und Lucius, kein andere Wahl hatte. Während Paterculus die Beziehung zwischen Augustus und Tiberius als harmonisch schildert, dem Nachfolger also zugetan ist, beschreibt Tacitus ein gespanntes Verhältnis und verdeutlicht damit, wie sehr er Tiberius als Nachfolger ablehnte. Einen Kompromiss zwischen Paterculus und Tacitus findet sich in Suetons Tiberiusbiografie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Caesar, Augustus und die Königsfrage: Einleitung in die Problematik des römischen Herrschaftssystems und die Notwendigkeit einer Nachfolgeregelung nach dem Tod des Augustus.

2.1 Velleius Paterculus: Biografische Einordnung des Autors und kritische Hinterfragung seiner persönlichen Nähe zum Herrscherhaus hinsichtlich der Quellenobjektivität.

2.2. Die „Historia Romana“: Vorstellung des Werkes, seiner Überlieferungsgeschichte und der Relevanz des zweiten Buches für die Untersuchung der Machtübernahme.

3.1 Der Wille des Augustus: Analyse der Darstellung des Übergangs zwischen Augustus und Tiberius unter Berücksichtigung verschiedener antiker Quellen.

3.2. Eine sichere Zukunft?: Untersuchung der Unsicherheit in Rom nach dem Tod des Augustus und der Bedeutung der „Auctoritas“ des Tiberius.

3.3. Unkonventionelle Machtkämpfe: Betrachtung der Spannungen innerhalb von Senat und Volk bei der Akzeptanz des neuen Herrschers.

4. Rebellion oder Revolution? - Woran die Römer zweifelten.: Analyse der Truppenrebellionen im Kontext der Legitimität des Prinzipats.

5. Ein wenig Schicksal: Reflexion über die Rolle des langen Lebens des Augustus für die Stabilität des Systems.

6. Rückblick: Synthese der Ergebnisse zur Festigung des Prinzipats und zur Funktion der Geschichtsschreibung des Paterculus.

Schlüsselwörter

Tiberius, Augustus, Prinzipat, Historia Romana, Velleius Paterculus, Auctoritas, Machtübernahme, Nachfolgepolitik, Römisches Reich, Tacitus, Sueton, Germanicus, Legitimierung, Geschichtsschreibung, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Übergang der Herrschaft von Augustus auf seinen Nachfolger Tiberius und die Art und Weise, wie dieser Übergang in der „Historia Romana“ des Velleius Paterculus dargestellt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die römische Nachfolgepolitik, die Glaubwürdigkeit antiker Quellen, die Rolle militärischer Aufstände und die Bedeutung der „Auctoritas“ für die Stabilität des Prinzipats.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ergründen, ob die bei Paterculus beschriebene, vermeintlich organische Machtübernahme ein historisches Faktum oder eine rhetorisch motivierte Propagandamaßnahme darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Methode angewandt, bei der die Aussagen des Velleius Paterculus mit anderen antiken Quellen wie Tacitus und Sueton konfrontiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Augustus' Nachfolgeplänen, die Bedeutung des Schicksals, die Analyse der Unruhen in den Legionen und die kritische Würdigung der Persönlichkeit des Tiberius.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Prinzipat, Augustus, Tiberius, Paterculus, Auctoritas und römische Kaiserzeit beschreiben.

Warum unterschlägt Paterculus laut der Arbeit kritische Aspekte wie den Tod des Agrippa Posthumus?

Dies deutet laut der Analyse auf die Absicht des Autors hin, das Bild des Tiberius zu glorifizieren und das Prinzipat als unumstrittene, stabile Staatsform darzustellen.

Inwiefern beeinflusste das lange Leben des Augustus den Übergang zur Herrschaft des Tiberius?

Das lange Regieren des Augustus führte dazu, dass sich die Römer an das Prinzipat gewöhnten und mangels Alternativen keine ernsthaften Bestrebungen unternahmen, das System grundsätzlich zu stürzen.

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Résumé des informations

Titre
Der Siegeszug des Prinzipats
Sous-titre
Die Machtübernahme des Tiberius nach Velleius Paterculus
Université
Free University of Berlin  (Friedrich Meinecke Institut)
Cours
Einführung Alte Geschichte, Thema: Augustus
Note
1.7
Auteur
Stefan Noack (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
13
N° de catalogue
V130229
ISBN (ebook)
9783640385850
ISBN (Livre)
9783640386284
Langue
allemand
mots-clé
Siegeszug Prinzipats Machtübernahme Tiberius Velleius Paterculus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Noack (Auteur), 2009, Der Siegeszug des Prinzipats , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130229
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Extrait de  13  pages
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