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Jugendarbeitslosigkeit in der Weimarer Republik

Titre: Jugendarbeitslosigkeit in der Weimarer Republik

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 23 Pages , Note: 3

Autor:in: Ursi Plenk (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Première Guerre mondiale, République de Weimar
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Résumé Extrait Résumé des informations

So wie Heinz Flügel müssen sich viele Bürger in der neuen Republik gefühlt haben. Nach dem lange währenden Kaiserreich und seinen alten Standesdünkel brach nach dem ersten Weltkrieg eine vollkommen neue Gesellschaftsform über sie herein, die vielen wohl unordentlich und sittenlos erschienen sein mag. Das verzögerte Eintreten der Industrialisierung, der verlorene Weltkrieg, der sich durch besondere Grausamkeit ausgezeichnet hatte und die Probleme einer modernen Massengesellschaft, wie die hohe Erwerbslosigkeit, stürzten die neue Regierung gleich nach Aufnahme ihrer Tätigkeit wieder in eine tiefe Krise. Das besonders Tragische daran war, das es in nie da gewesener Form nun auch die Jugend besonders betraf. Nachdem in der Kaiserzeit ein großes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen gewesen war, wurde propagiert, dass dem jungen Volk die Zukunft gehörte. Nach dem Weltkrieg war genau dieses junge Volk das Hauptleidtragende der Armut und Arbeitslosigkeit.
Im ersten Kapitel soll die Seminararbeit einen kurzen Überblick geben, wie sich die Gesellschaft und auch die Wirtschaft in den Jahren der Weimarer Regierung verändert hat. Hierbei werden besonders die Überblickwerke von Wirsching, Sturm und Dedercke zu raten gezogen. Im letzten Abschnitt soll ganz besonders auf die Krise der Jugend in der Weimarer Republik eingegangen werden, da sich hier besonders zeigt, wie viele Kräfte auf die jungen Menschen einwirkten und sie in ihrem Lebensweg beeinflussten. Zu diesem Thema liefern die Monographie von Peukert und Fiedler die nötigen Informationen. Im zweiten Kapitel soll dann auf die Ausbildungsmöglichkeiten eingegangen und die Frage geklärt werden, welche Jugendlichen besonders von der Arbeitslosigkeit betroffenen waren. Sämtliche Zahlen hierzu sind aus dem Buch von Peukert entnommen. Das letzte Kapitel soll das Fürsorgewesen der Weimarer Republik erklären und auch hier die zweifelhafte Sonderstellung der Jugendlichen deutlich machen. Außerdem soll gezeigt werden, welche Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit ergriffen wurden und wie hoch ihr Wirkungsgrad war. Die Grafiken, entnommen aus den Werken von Peukert, Führer, sowie dem statistischen Bundesamt sollen bestimmte Sachlagen und Zusammenhänge von Zahlen verdeutlichen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Hauptteil

1. Die Situation nach dem ersten Weltkrieg

1.1. Politische und wirtschaftliche Veränderungen

1.2. Gesellschaftliche Veränderungen

1.2.1 Krise des Mittelstandes

1.2.2. Die Jugend - Eine überflüssige Generation

1.2.2.2 Das Kriegstrauma der Jugend

2. Jugend und Arbeit in der Weimarer Republik

2.1. Ausbildung der Jugendlichen

2.2 Von der Arbeitslosigkeit besonders betroffene Jugendliche

3. Fürsorge und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit

3.1. Selbsthilfe der Jugendlichen

3.2. Das Fürsorgewesen in der Weimarer Republik

3.2.1. Jugendliche in der Erwerbslosenfürsorge

3.2.2.Maßnahmen die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen

C. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die schwierige Lebens- und Arbeitssituation Jugendlicher in der Weimarer Republik, wobei der Fokus auf den demografischen Herausforderungen, den Auswirkungen von Wirtschaftskrisen auf die Berufsbildung und dem Versagen staatlicher Fürsorgemaßnahmen liegt.

  • Gesellschaftlicher Wandel nach dem Ersten Weltkrieg
  • Die Entstehung der Jugend als eigene soziale Gruppe unter prekären Bedingungen
  • Strukturen und Defizite der Berufsausbildung
  • Auswirkungen der Massenarbeitslosigkeit auf junge Generationen
  • Effektivität staatlicher Fürsorge und Umschulungsprogramme

Auszug aus dem Buch

1.2.2. Die Jugend - Eine überflüssige Generation

Während der Kaiserzeit gingen die Kinder und Jugendlichen sofort in das Erwachsenenleben über. An die Schulzeit schlossen sich sofort der Beruf an, und damit eine wirtschaftliche Eigenständigkeit. Während des fortschreitenden Industrialisierungsprozesses, der spezifische Qualifikationen erforderte, nahm die Ausbildungszeit zu und verlängerte somit die Phase zwischen Kindheit und Erwachsenenalter. Dadurch entstand Jugend als soziale Gruppe, die man vorher so nicht gekannt hatte. Das Jugendalter begann mit Abschluss der Volksschule mit dem 14. Lebensjahr und endete mit Abschuss der Ausbildung, die auf verschiedene Wege vollzogen werden konnte. Die juristische Volljährigkeit begann ab dem 21. Lebensjahr.

Zu den schon angesprochenen schwierigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen der Weimarer Republik kam also nun noch eine gesellschaftliche Gruppe hinzu, die es mit Arbeit und Erziehung zu versorgen galt. Problematischerweise strömt diese genau nach dem Krieg in einer noch nie da gewesenen Zahl auf den Arbeitsmarkt. Nach dem Krieg gab es in Deutschland fast 22 Millionen deutsche Männer zwischen 14-65 Jahren. Unter 14 Jahren waren es dagegen nur noch 7,6 Millionen. Hier zeichnete sich also ab, dass genau in den Jahren der Weimarer Republik zu viele Arbeitsfähige auf den Markt einströmten, sich danach aber wieder ein Arbeitskräftemangel einstellen würde. Zu der Übervölkerungsangst macht sich also nun auch eine Entvölkerungsangst bemerkbar.

In der Weimarer Republik galt es nun also nicht mehr nur vormalige Arbeiter der Kriegswirtschaft wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern, sondern auch Arbeitsplätze für junge Arbeiter zu schaffen. Die Bevölkerungspyramide von 1925 zeigt dass 25-50 Jährigen Männer durch den Krieg dezimiert wurden und ihnen ein Frauenüberschuss gegenüber stand, und dass mit den 10-12 Jährigen ein geburtenschwacher Jahrgang einsetzte. Danach folgten die 4-6 Jährigen, aus der Babyboom Zeit nach dem Krieg. Besonders überrepräsentiert sind in dieser Grafik jedoch die geburtenstarken Jahrgänge, die 1925 zwischen 15 und 25 Jahren alt, also jugendlich, waren.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Zäsur nach 1918 ein und skizziert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung der prekären Jugendphase in der Weimarer Zeit.

B. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert die sozioökonomischen Bedingungen, die Ausbildungssituation sowie die staatlichen Versuche, die Jugendarbeitslosigkeit durch Fürsorge und Umschulung einzudämmen.

C. Schluss: Das Schlusswort resümiert die Perspektivlosigkeit der Jugend, das Scheitern des staatlichen Unterstützungssystems und die politische Radikalisierung als Folge der erlebten Krisen.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Jugendarbeitslosigkeit, Erwerbslosenfürsorge, Industrialisierung, Wirtschaftskrise, Jugendwohlfahrt, Generationenkonflikt, Ausbildung, Massenarbeitslosigkeit, Weimarer Verfassung, soziale Ungleichheit, Reichsjugendwohlfahrtsgesetz, Radikalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die schwierige sozioökonomische Lage von Jugendlichen in Deutschland während der Weimarer Republik zwischen 1918 und 1933.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der gesellschaftliche Wandel nach dem Ersten Weltkrieg, die Problematik der Berufsausbildung sowie das staatliche Fürsorgewesen im Kontext von Wirtschaftskrisen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Jugendliche als eine neue soziale Gruppe durch den Zusammenbruch der Kriegswirtschaft und die Massenarbeitslosigkeit in eine prekäre Lebenssituation gerieten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Seminararbeit, die auf Basis einer Literaturanalyse von Monographien, Überblickswerken und statistischen Daten des Bundesamtes erstellt wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Ausgangslage, die Analyse der Jugendarbeitslosigkeit und der Ausbildung sowie eine kritische Betrachtung der staatlichen Fürsorgemaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Jugendarbeitslosigkeit, Weimarer Republik, Erwerbslosenfürsorge, Industrialisierung und soziale Krise.

Welche Rolle spielten die sogenannten „wilden Cliquen“?

Sie dienten als eine Form der informellen Selbsthilfe und Straßensozialisation für arbeitslose Jugendliche, die sich den staatlichen Strukturen der Jugendfürsorge entzogen.

Warum blieb das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz weitgehend wirkungslos?

Es handelte sich primär um ein Organisationsgesetz, das zwar Rechte definierte, aber keine verbindlichen materiellen Leistungsansprüche für die Bedürftigen verankerte.

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Résumé des informations

Titre
Jugendarbeitslosigkeit in der Weimarer Republik
Université
LMU Munich
Note
3
Auteur
Ursi Plenk (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
23
N° de catalogue
V130275
ISBN (ebook)
9783640387670
ISBN (Livre)
9783640388066
Langue
allemand
mots-clé
Jugendarbeitslosigkeit Weimarer Republik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ursi Plenk (Auteur), 2008, Jugendarbeitslosigkeit in der Weimarer Republik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130275
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Extrait de  23  pages
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