Diese Arbeit beschreibt ein Evaluationskonzept mit dem Ziel herauszufinden, ob und inwieweit digitale Medien Einfluss auf die Lehr-Lern-Interaktion nehmen, sowie ob und inwieweit digitale Medien als förderndes Instrument für die Lehr-Lern-Interaktion eingesetzt werden können. Des Weiteren soll die Zufriedenheit bzw. Ablehnung der Lernenden bezüglich des Einsatzes von digitalen Medien bestimmt werden, damit eine entsprechende Reaktion seitens der Lehrkraft erfolgen kann. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Evaluation sollen dabei helfen, die Lehr-Lern-Interaktion zu reflektieren sowie Maßnahmen zu entwickeln und anschließend einzuleiten, um zukünftige Lehr-Lern-Interaktion mit den SuS zu verbessern.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Lehr-Lern-Interaktionen
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Forschungsverständnis der Lehrer-Schüler-Interaktion
2.3 Das Rollenverständnis Lehrer und SuS
2.3.1 Erziehungsführungsstile
2.3.2 Das Transaktionale Modell
3 Digitale Medien
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Merkmale von digitalen Medien
4 Digitale Medien in Verbindung mit der Lehr-Lern-Interaktion
4.1 Digitale Medien im Schulunterricht
4.2 Potenziale von digitalen Medien im Rahmen der Lehr-Lern-Interaktion
4.3 Herausforderungen von digitalen Medien im Rahmen der Lehr-Lern-Interaktion
5 Evaluationskonzept
5.1 Ziel des Evaluationskonzepts
5.2 Beschreibung des Evaluationskonzepts
5.3 Vorgehensweise im Rahmen des Individualfeedbacks
5.4 Der Fragebogen
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Einfluss digitaler Medien auf die Lehr-Lern-Interaktion zu untersuchen und ein darauf abgestimmtes Evaluationskonzept zu entwickeln. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die fördernde bzw. hinderliche Wirkung digitaler Medien auf das Interaktionsgeschehen sowie die Ermittlung der Schülerzufriedenheit.
- Analyse der Lehrer-Schüler-Interaktion
- Differenzierung digitaler Medientypen
- Chancen und Potenziale des Medieneinsatzes
- Entwicklung eines Individualfeedback-Instruments
- Ableitung praktischer Maßnahmen zur Unterrichtsverbesserung
Auszug aus dem Buch
Die Lehr-Lern-Interaktion im Kontext der Psychologie
Es existieren verschiedene Herangehensweisen der Forschung, die die Lehrer-Schüler-Interaktion untersuchen. Beispielsweise existiert zum einen der Ansatz von Davies; der die Motivation und den soziokulturellen Bereich in den Mittelpunkt seiner Forschung setzt, während Helsper/Hummerich das Interaktionsgeschehen im Bereich der Sozial- und Erziehungswissenschaften näher untersuchen. Wieder andere versuchen mit ihren Forschungen die Lehrer-Schüler-Interaktion ausgehend von den Verhaltensweisen der Lehrkraft zu operationalisieren. Diese Beispiele zeigen, wie komplex und umfangreich das Forschungsgebiet der Lehrer-Schüler-Interaktion ist. Trotz der vielfachen Untersuchungen in diesem Forschungsgebiet, existieren bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Nickel) keine konkreten Modelle bzw. theoretischen Entwürfe zur Lehrer-Schüler-Interaktion. Vielmehr müssen aus den Forschungsbefunden, insbes. aus den empirischen Arbeiten, indirekte Rückschlüsse auf die Lehrer-Schüler-Interaktion gezogen werden, was auch als implizite Modellvorstellung bezeichnet wird.
Mit der Reformpädagogik zwischen dem 19ten und 20ten Jahrhundert wurde vermehrt die Beziehung zwischen Lehrkraft und Kind thematisiert. Dadurch erweiterte sich der Aufgabenbereich der Lehrkraft, die SuS beim Erwachsenwerden zu unterstützen. Dabei konnten verschiedene Erziehungsführungsstile festgestellt werden, welche im Folgenden näher beschrieben werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den durch die Pandemie bedingten Anstieg der Digitalisierung in Schulen und leitet das Forschungsinteresse an den Auswirkungen auf die Lehr-Lern-Interaktion ab.
2 Lehr-Lern-Interaktionen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Interaktion und analysiert theoretische Ansätze sowie Erziehungsführungsstile im Lehrer-Schüler-Verhältnis.
3 Digitale Medien: Hier wird der Medienbegriff geklärt und die charakteristischen Merkmale digitaler Medien sowie deren Codierungsarten und Sinnesmodalitäten erläutert.
4 Digitale Medien in Verbindung mit der Lehr-Lern-Interaktion: Das Kapitel verknüpft Medientypen mit deren Potenzialen und Herausforderungen innerhalb des schulischen Interaktionsprozesses.
5 Evaluationskonzept: Es wird ein methodischer Rahmen für ein Individualfeedback-Instrument auf Basis digitaler Fragebögen vorgestellt, um die Qualität der Lehrkraft-Schüler-Interaktion zu evaluieren.
6 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Qualität des Medieneinsatzes maßgeblich von den didaktischen Fähigkeiten der Lehrkraft abhängt und ein systematischer Feedbackprozess essenziell ist.
Schlüsselwörter
Lehr-Lern-Interaktion, Lehrer-Schüler-Beziehung, Digitale Medien, Individualfeedback, Evaluationskonzept, Medieneinsatz, Erziehungsführungsstile, Reformpädagogik, Unterrichtsqualität, Schulunterricht, Digitale Kompetenz, Interaktionsanalyse, Feedbackkultur, Schulentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie digitale Medien die Interaktion zwischen Lehrkräften und Schülern beeinflussen und wie Lehrende dieses Interaktionsgeschehen mithilfe von Evaluationen verbessern können.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung der Lehrer-Schüler-Interaktion, der Definition digitaler Medien und der Entwicklung eines konkreten Evaluationskonzepts.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu klären, inwiefern digitale Medien das Interaktionsgeschehen fördern oder behindern können und wie durch ein Individualfeedback die gegenseitige Wahrnehmung und die Qualität des Unterrichts gestärkt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturgestützte theoretische Analyse durchgeführt, ergänzt durch die Ausarbeitung eines praxisorientierten Evaluationsdesigns mittels eines digitalen Fragebogens.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Interaktionsmodellen, eine medientechnische Klassifizierung und die Konzeption eines Feedbackinstruments für die Unterrichtspraxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lehr-Lern-Interaktion, Individualfeedback, digitale Medien, Erziehungsführungsstile und Unterrichtsevaluation.
Warum ist das Individualfeedback ein zentraler Aspekt dieser Arbeit?
Das Individualfeedback dient als wichtiges Reflexionsinstrument für die Lehrkraft, um den "blinden Fleck" im eigenen Unterrichtshandeln zu identifizieren und auf die Bedürfnisse der Lernenden (SuS) einzugehen.
Gibt es eine formale Vorgabe für die digitale Befragung?
Ja, das Konzept empfiehlt ein anonymes, digitales Fragebogen-Instrument, das formativ zu zwei Zeitpunkten eingesetzt wird, um Vergleichbarkeit und kontinuierliche Verbesserung zu ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Ali Dervis-Greifenberg (Autor:in), 2022, Evaluationskonzept für Lehr-Lern-Interaktion durch digitale Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1302892