Im Seminar Sportdienstleistungen wurde die Dienstleistung Sport untersucht und erörtert.Der Begriff wurde definiert und Sportdienstleistungen wurden auf Besonderheiten im
Gegensatz zu anderen Dienstleistungen untersucht. Ein weiteres Thema, über das referiert wurde, waren die verschiedenen Märkte, auf denen Sportdienstleistungen angeboten werden.
Ein Überblick über die Vielfältigkeit und die Trends dieser Märkte wurde geschaffen. Einer dieser Märkte, auf dem Sportdienstleistungen angeboten und nachgefragt werden, ist der
Tourismusmarkt. Seit der Antike gibt es den „Sporttourismus“.
Bekannte Beispiele sind die Olympischen Spiele in Griechenland, zu denen bereits 500 Jahre vor Christus Zuschauer anreisten, oder die Spiele im Kolosseum des alten Rom. In der Neuzeit wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts alte Sportereignisse wie z. B. die Olympischen Spiele wiederbelebt oder neue geschaffen. Man erkannte die wirtschaftliche Bedeutung von Sportereignissen, die sie
durch steigende weltweite Aufmerksamkeit bekamen. Sport im Urlaub ist ebenfalls keine neue Erscheinung. Neben den traditionell nachgefragten Gütern wie Essen, Übernachtung und
Entspannung wurden Unterhaltung und damit Spiele und Sport immer wichtiger. Baden bzw.Schwimmen als Urlaubssportbetätigung findet man bereits in den Seebadeanstalten der Nordund
Ostsee zur Kurfürstenzeit. Neuere touristische Sportarten wie Skifahren entwickelten sich in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts zum Breitensport.
Die Wirtschaftsbereiche Tourismus und Sport verzeichnen seit Jahren hohe Zuwächse. Die Freizeit bzw. der Urlaub hat nach wie vor bei den Menschen einen hohen Stellenwert und die
Bereiche Sport, Wohlbefinden und Gesundheit erfreuen sich einer steigenden Attraktivität. So verwundert es nicht, daß in Wissenschaft und Wirtschaft der Bereich des Sporttourismus, der
die beiden Wirtschaftszweige zusammenfaßt, zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
2. 1 Tourismus
2. 2 Sportdienstleistungen
2. 3 Sporttourismus
3. Sport im Urlaub
4. Destination Schleswig - Holstein
4. 1 Tourismuskonzeption Schleswig – Holstein
5. Zusammenfassung und Ausblick
6. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und das Potenzial von Sportdienstleistungen im Tourismus speziell für das Bundesland Schleswig-Holstein. Dabei wird analysiert, wie sich bestehende touristische Angebote durch gezielte Vernetzung und Qualitätssteigerung besser auf die Bedürfnisse moderner Zielgruppen ausrichten lassen, um den Sporttourismus als wirtschaftlichen Wachstumsfaktor zu etablieren.
- Grundlagen und Definitionen von Tourismus und Sportdienstleistungen
- Analyse von Urlaubsmotiven und der Rolle sportlicher Aktivitäten
- Status-quo des Sporttourismus in Schleswig-Holstein
- Kritische Bewertung der aktuellen Tourismuskonzeption und infrastruktureller Defizite
- Strategische Ansätze zur Entwicklung des Qualitätstourismus
Auszug aus dem Buch
Sportdienstleistungen
Eine Dienstleistung besitzt eine Reihe von Besonderheiten. Im Gegensatz zu Produkten sind Dienstleitungen nicht gegenständlich, also immateriell. Sie sind außerdem nicht lagerbar und beim Verkauf gibt es keinen „Besitzerwechsel“.
Dienstleistungen lassen sich nach Freyer durch drei Dinge charakterisieren:
1. Potentialorientierung
Eine Dienstleistung benötigt Fähigkeiten und Kompetenzen, um sie zu erzeugen. Es muß eine Nachfragerseite bestehen, die die Dienstleistung haben will. Somit orientiert sich die Dienstleistung am Potential der Anbieter und Nachfrager.
2. Prozeßorientierung
Der Produzent der Dienstleistung und der Nachfrager kommen zusammen und handeln miteinander, bzw. treten in Kontakt. Dabei können Güter, z. B. Geld und die Dienstleistung ausgetauscht werden.
3. Ergebnisorientierung
Nach dem Handeln mit der Dienstleistung gibt es ein Ergebnis, oder eine Veränderung an der Person, die nachgefragt hat. Aufgrund der immateriellen Natur von Dienstleistungen ist es wichtig ein Ergebnis zu haben, um den Kauf zu rechtfertigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Kontext des Seminars sowie die historische und wirtschaftliche Bedeutung des Sporttourismus als wachsende Schnittmenge zweier Wirtschaftszweige.
2. Definitionen: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis durch die Definition der zentralen Begriffe Tourismus, Sportdienstleistungen und Sporttourismus nach gängiger Fachliteratur.
3. Sport im Urlaub: Das Kapitel analysiert das Verhalten und die Motive von Urlaubern hinsichtlich sportlicher Betätigungen, wobei geschlechtsspezifische Unterschiede hervorgehoben werden.
4. Destination Schleswig - Holstein: Es wird der Ist-Zustand des Sporttourismus in Schleswig-Holstein unter Berücksichtigung naturräumlicher Gegebenheiten und touristischer Schwachstellen analysiert.
4. 1 Tourismuskonzeption Schleswig – Holstein: Dieses Unterkapitel beleuchtet die strategischen Mängel der bisherigen Landeskonzeption und stellt Ansätze für eine zukünftige Ausrichtung auf den Qualitätstourismus vor.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Potenziale zusammen und betont die Notwendigkeit von Vernetzung und Markenbildung für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg der Region.
6. Literatur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und Studien auf, auf denen die Analyse und Argumentation der Arbeit basieren.
Schlüsselwörter
Sporttourismus, Tourismus, Schleswig-Holstein, Sportdienstleistungen, Qualitätstourismus, Urlaubsmotive, Tourismuskonzeption, Gesundheitsorientierung, Infrastruktur, Freizeitsport, Wasserport, Zielgruppen, Vernetzung, Wirtschaftswachstum, Reiseanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Sportdienstleistungen innerhalb der Tourismusbranche, insbesondere im Kontext des Bundeslandes Schleswig-Holstein.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Definitionen des Sporttourismus, einer Analyse der Urlaubermotive sowie der kritischen Betrachtung der touristischen Infrastruktur in Schleswig-Holstein.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das vorhandene sporttouristische Potenzial in Schleswig-Holstein durch strategische Neuausrichtung und Qualitätsverbesserung besser genutzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken und Reiseanalysen (u.a. der F.U.R.), um die Marktsituation und das Urlauberverhalten einzuordnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine detaillierte Motivforschung bei Urlaubern und eine Analyse der touristischen Destination Schleswig-Holstein.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sporttourismus, Qualitätstourismus, Urlaubsmotive und touristische Infrastruktur geprägt.
Welche spezifischen Probleme werden für Schleswig-Holstein identifiziert?
Die Arbeit identifiziert eine ausgeprägte Kleinteiligkeit der Betriebe, veraltete Anlagen sowie mangelnde Vernetzung und eine fehlende einheitliche Tourismusstrategie als Kernprobleme.
Welche Rolle spielen die "Best-Agers" in der Tourismuskonzeption?
Die "Best-Agers" (56 bis 75 Jahre) werden als eine der zentralen Zielgruppen für den zukünftigen Qualitätstourismus definiert, insbesondere mit Blick auf Sportarten wie Segeln.
Wie unterscheidet sich die sportliche Motivation zwischen Männern und Frauen?
Die Analyse zeigt, dass Männer häufiger erlebnisorientierte Sportarten bevorzugen, während bei Frauen gesundheitsorientierte Aktivitäten stärker im Vordergrund stehen.
Warum gilt der Sport im Urlaub oft nur als "Add-On"?
Laut der Untersuchung sehen die meisten Urlauber Sport nicht als den primären Reisegrund, sondern als begleitende Aktivität, die das allgemeine Urlaubserlebnis aufwertet.
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- Ole Bartussek (Author), 2008, Sportdienstleistungen im Tourismus in Schleswig-Holstein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130590