Die Fragen, inwieweit Machtspiele Organisationen und ihre mikropolitische Struktur bestimmen und beeinflussen und inwieweit Mobbing, als eine Form des Machtspiels in Organisationen, im Rahmen der unternehmerischen Mikropolitik zu betrachten und zu bewerten ist, sind zentrale Problemstellungen der folgenden analytischen Untersuchung. Über die Begriffsbestimmungen von Macht, Mikropolitik sowie von Machtspielen liefert das konkrete Fallbeispiel Mobbing ein beweisführendes praxisbezogenes Anwendungsbeispiel für die schwerpunktbildende Aufgabenstellung der Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Macht – ein zentraler Begriff
3. Mikropolitik
3.1 Definition
3.2 mikropolitische Organisationsanalyse und Ziele der Mikropolitik
4. Machtspiele
4.1 Definition
4.2 Konzeptionen und Strategien des Machtspiels
4.3 Hauptformen des Machtspiels in Organisationen
4.4 Fallbeispiel: Mobbing
4.4.1 Begriffsgeschichte
4.4.2 Definition
4.4.3 Mobbinghandlungen und konzeptionelle Verlaufsform
4.4.4 Mobbing und Spielmetapher
5. Abschließende Betrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Machtspiele innerhalb von Unternehmen, wobei Mobbing als ein zentrales Fallbeispiel für mikropolitische Prozesse analysiert wird. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen organisationalen Strukturen, individuellen Machtstrategien und der Entstehung von Mobbing zu beleuchten und zu bewerten.
- Machtbegriff und soziologische Grundlagen
- Mikropolitische Organisationsanalyse
- Konzeptionen und Strategien von Machtspielen
- Mobbing als Form des Machtspiels in Organisationen
- Spielmetapher als Analyseinstrument
Auszug aus dem Buch
4.4.4 Mobbing und Spielmetapher
Die Spielmetapher stellt, wie im Abschnitt 4.1.1 dargestellt, stärker den informellen Anteil an Regularien, Spielaktivitäten und Gewinnchancen und deren Verletzlichkeit heraus. Unter Spiel versteht man allgemeinhin die metaphorische Darstellung für Verspieltheit oder freudvollem Zeitvertreib. Spiele in Unternehmen haben auf der einen Seite zwar den Aspekt des Spielens, als eine Aktion des Ausprobierens und Übens für den Ernstfall, jedoch ist dieser in Bezug auf Mobbing nicht primär gemeint. Im Rahmen des Themas Mobbing macht die Spielmetahper metaphorisch kenntlich, dass Mobbing kein Spiel ist, sondern als ein Spiel betrachtet werden kann. Aus der Sicht der Spielmetapher können die Gestaltungs- und Verlaufsmerkmale des Terminus Mobbing besser verdeutlicht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik von Mobbing als weit verbreitetes Phänomen in Organisationen ein und definiert den Rahmen der Untersuchung.
2. Macht – ein zentraler Begriff: In diesem Kapitel wird der soziologische Machtbegriff nach Max Weber sowie der organisatorische Kontext nach Crozier und Friedberg erörtert.
3. Mikropolitik: Es werden die Grundlagen der Mikropolitik sowie ihre Bedeutung für die Organisationsanalyse und die Verfolgung individueller Interessen innerhalb von Unternehmen dargestellt.
4. Machtspiele: Das Kapitel analysiert Machtspiele als Mechanismen des organisierten Handelns, inklusive deren Strategien, Hauptformen und der Anwendung der Spielmetapher auf das Fallbeispiel Mobbing.
5. Abschließende Betrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Mobbing ein tief in die betriebliche Realität eingebettetes Machtphänomen ist, welches organisationale Gestaltungsdefizite offenbart.
Schlüsselwörter
Macht, Mikropolitik, Mobbing, Organisation, Machtspiele, Spielmetapher, Organisationsanalyse, Interessenkonflikte, Arbeitswelt, Machtbeziehungen, Unternehmensstruktur, Führung, Schikane, soziale Interaktion, Arbeitsplatz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse von Machtstrukturen und Machtspielen in Unternehmen, wobei der Fokus insbesondere auf dem Phänomen Mobbing liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind der soziologische Machtbegriff, die mikropolitische Organisationsanalyse, die Funktionsweise von betrieblichen Machtspielen und die detaillierte Untersuchung von Mobbing als spezielles Fallbeispiel.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel besteht darin, zu untersuchen, wie Machtspiele Organisationen beeinflussen und inwieweit Mobbing als eine Form solcher Spiele innerhalb der unternehmerischen Mikropolitik betrachtet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen analytischen und interpretatorischen Ansatz, basierend auf soziologischen und organisationstheoretischen Theorien, insbesondere der Mikropolitik nach Crozier, Friedberg und Bosetzky.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung von Macht und Mikropolitik, erläutert verschiedene Strategien von Machtspielen und analysiert Mobbing mittels der Spielmetapher und des Vier-Phasen-Modells.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die wichtigsten Begriffe sind Mikropolitik, Machtspiele, Mobbing, Organisation, Spielmetapher und soziale Machtbeziehungen.
Wie unterscheidet sich das "Routinespiel" vom "Innovationsspiel"?
Das Routinespiel ist bewahrend und statisch auf Fachkompetenz und Routine ausgerichtet, während das Innovationsspiel durch Risikobereitschaft, Dynamik und die Neudefinition von Spielregeln gekennzeichnet ist.
Warum wird Mobbing in dieser Arbeit als "Spiel" betrachtet?
Die Arbeit nutzt die Spielmetapher als Analysewerkzeug, um die informellen Regeln, Abhängigkeiten und die Dialektik zwischen Zwang und Freiheit innerhalb der Organisation sichtbar zu machen.
Inwieweit ist Mobbing laut Autorin eine "neue" Realität?
Die Autorin stellt fest, dass Mobbing keineswegs eine neue betriebliche Realität darstellt, sondern als fester Bestandteil des täglichen Miteinanders in vielen Organisationen zu betrachten ist.
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- Magister Artium Yvonne Holz (Autor), 2007, Mobbing - als Form von Machtspielen in Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130777