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Wie kann der Prozess der Öffnung einer Förderschule für geistige Entwicklung zu einer inklusiven Schule gelingen? Entwurf für ein Schulentwicklungskonzept

Titel: Wie kann der Prozess der Öffnung einer Förderschule für geistige Entwicklung zu einer inklusiven Schule gelingen? Entwurf für ein Schulentwicklungskonzept

Hausarbeit , 2022 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katharina Förster (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Fallstudie wird ein Entwurf für ein Schulentwicklungskonzept erstellt. Dazu werden in einem ersten Schritt die wichtigsten Begriffe näher definiert. Danach werden die wichtigsten Elemente schulischer Inklusion erläutert. An diesen orientiert werden im Anschluss daran das normative Leitbild sowie die strategischen und operativen Ziele des Schulentwicklungskonzepts beschrieben. Abschließend werden mögliche Stolpersteine bei der Umsetzung der operativen Ziele dargestellt.

Seit der Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention (BRK) in Deutschland 2009 ist die gemeinsame Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung (Inklusion) ein die Bildungspolitik ständig begleitendes Thema. Die Schüler:innen mit Behinderung dürfen seither nicht mehr vom Regelschulsystem ausgeschlossen werden. Seit 2009 drehen sich die politischen Debatten daher um die Frage, wie es gelingen kann, den Schüler:innen mit und ohne Behinderung gemeinsam erfolgreiche Lernverläufe zu ermöglichen. Eine einheitliche Lösung hat die Bildungspolitik dafür bislang noch nicht gefunden, weswegen es auch heutzutage (2022) immer noch nicht möglich ist, von einem weitestgehend „inklusiven Schulsystem“ zu sprechen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sich alle Schulen weiterentwickeln und neue Konzepte entwickeln, ausprobieren und evaluieren. Mit ‚alle Schulen‘ sind hier nicht nur Regelschulen, sondern auch Förderschulen gemeint. Diese stehen bei der Entwicklung eines inklusiven Schulsystems vor anderen Herausforderungen als eine Regelschule.

Dennoch hat sich eine seit 40 Jahren etablierte Förderschule mit dem Förderschwerpunkt ‚geistige Entwicklung‘ auf den Weg gemacht, ihre Schule, im Kontext von Inklusion, weiterzuentwickeln. Infolge der Ratifizierung der BRK hat das Schulleitungsteam eine intensive Diskussion zu der Frage geführt, ob die separierte Beschulung in Förderschulen noch zeitgemäß sei. Auf der einen Seite hat die Förderschule es geschafft sich über viele Jahre ein stabiles, interdisziplinäres Netzwerk in den Stadtteil hinein aufzubauen. So kann sie eine sehr gute Förderung ihrer Schüler:innen ermöglichen. Auf der anderen Seite haben die Schüler:innen jedoch kaum Kontakt zu Kindern und Jugendlichen ohne Behinderung, weswegen das Team der Schulleitung beschließt, einen radikalen Schritt zu gehen: Die Förderschule soll sich für alle öffnen und zu einer inklusiven Schule werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Definition „Schulentwicklung“

2.2 Definition „schulische Inklusion“

2.3 Definition „inklusive Schulentwicklung“

3. Elemente inklusiver Schule

4. Inklusives Bildungsmanagement

4.1 Maßnahmen nach normativem Bildungsmanagement

4.2 Zielsetzungen nach strategischem Bildungsmanagement

4.3 Balanced Score Cards nach operativem Bildungsmanagement

5. Mögliche Stolpersteine in der praktischen Umsetzung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Fallstudie befasst sich mit der Entwicklung eines Schulentwicklungskonzepts zur Transformation einer separierten Förderschule für geistige Entwicklung in eine inklusive Schule. Ziel ist die Erarbeitung eines theoretisch fundierten Entwurfs, der unter Berücksichtigung verschiedener Managementebenen die Herausforderungen der inklusiven Öffnung analysiert und Lösungsstrategien für die Praxis entwickelt.

  • Grundlagen der Schulentwicklung und schulischen Inklusion.
  • Die Bedeutung von Interdisziplinarität im inklusiven Schulalltag.
  • Management von Schulentwicklungsprozessen mithilfe der Balanced Scorecard.
  • Gestaltung von inklusivem Unterricht und sozialen Gruppenprozessen.
  • Reflexion institutioneller und personeller Stolpersteine in der inklusiven Praxis.

Auszug aus dem Buch

Interdisziplinarität

Damit inklusiver Unterricht, sowie inklusive Gruppen- und Bildungsprozesse an einer inklusiven Schule funktionieren können, benötigt eine inklusive Schule nicht nur „gut ausgebildete, inklusiv denkende und handelnde Lehrkräfte“ (Tellisch, 2020, S.55). Vielmehr werden weitere Professionen benötigt, um den Ansprüchen von inklusiver Bildung, wie beispielsweise der individuellen Persönlichkeitsentwicklung, gerecht zu werden. Auf der einen Seite werden Erzieher:innen, Sonder- und Sozialpädagog:innen sowie Tätige im pädagogischen Ganztagsbereich benötigt. Zusätzlich stellen Schulbegleiter:innen, Therapeut:innen, DaZ-Lehrkräfte, Fachkräfte im Bereich der Migration sowie Schulberater:innen, Sprachlernberater:innen und IT-Beauftragte im Rahmen von Digitalisierung oder Medienpädagog:innen eine interdisziplinäre Ergänzung des Schulpersonals dar. „Durch das Zusammenwirken der verschiedenen Professionen wird es möglich, dass Inklusionskonzepte implementiert und Bildung im Ganztag eingeführt wird“ (ebd.), wodurch sich individuelle Fördermaßnahmen im Bildungsalltag umsetzen lassen. Die Autorin erläutert zudem die Definition von Interdisziplinarität: „Interdisziplinarität meint damit das Arbeiten zwischen den Disziplinen, d.h. die verschiedenen Professionen tauschen sich aus und gehen dann ihrer Disziplin entsprechend den für sie professionellen Weg“ (ebd., S. 57). Für die inklusive Schulpraxis bedeutet dies, dass beispielsweise Lehrkräfte und Sozialpädagogische Fachkräfte eine Problematik erörtern und sie diese Problematik entsprechend ihrer Profession lösen (ebd., S. 58).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Untersuchung vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention und skizziert die Ausgangslage einer Förderschule, die sich für inklusive Bildung öffnen möchte.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Schulentwicklung, der schulischen Inklusion sowie deren Verbindung in einer inklusiven Schulentwicklung.

3. Elemente inklusiver Schule: Es werden zentrale Qualitätsmerkmale wie Heterogenität, moderne Unterrichtsgestaltung, soziale Interaktionsprozesse und interdisziplinäre Zusammenarbeit für inklusive Schulen definiert.

4. Inklusives Bildungsmanagement: Dieses Kapitel stellt einen Managementrahmen (normativ, strategisch, operativ) vor, um den Entwicklungsprozess der Schule zielgerichtet zu planen und umzusetzen.

5. Mögliche Stolpersteine in der praktischen Umsetzung: Abschließend werden Herausforderungen in der Umsetzung diskutiert, darunter Ressourcenfragen, Qualifizierungsbedarfe und strukturelle Barrieren bei der Etablierung inklusiver Curricula.

Schlüsselwörter

Inklusion, Schulentwicklung, Förderschule, Bildungsmanagement, Balanced Scorecard, Heterogenität, Interdisziplinarität, Unterrichtsgestaltung, Partizipation, Schulkultur, Schulmanagement, Sonderpädagogik, Inklusionspädagogik, Schulentwicklungskonzept, Lernprozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Fallstudie grundsätzlich?

Die Studie untersucht den Veränderungsprozess einer Förderschule für geistige Entwicklung, die sich zu einer inklusiven Schule transformieren möchte, um Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung gemeinsames Lernen zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Begriffe Schulentwicklung und Inklusion, zeigt Elemente moderner, inklusiver Schulen auf und nutzt Konzepte des Bildungsmanagements zur praktischen Programmgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Entwurfs für ein konkretes Schulentwicklungskonzept, das als strategische Leitlinie für den Öffnungsprozess der Förderschule dienen soll.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und der Anwendung von Managementinstrumenten (insbesondere der Balanced Scorecard), um abstrakte Leitbilder in konkrete, operative Schulziele zu übersetzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Inklusionskriterien sowie eine detaillierte Ausarbeitung von Strategien und Maßnahmen im Hinblick auf normative, strategische und operative Managementebenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Inklusion, Bildungsmanagement, Schulentwicklungskonzept, Heterogenität, Partizipation und Interdisziplinarität.

Warum spielt die Balanced Scorecard in dieser Arbeit eine so wichtige Rolle?

Die Balanced Scorecard dient als Bindeglied zwischen übergeordneten Zielen (Leitbild) und der konkreten Umsetzung im Schulalltag, um den Fortschritt sowohl bei internen Prozessen als auch bei der Schulentwicklung messbar und steuerbar zu machen.

Welche Rolle spielt die Interdisziplinarität an einer inklusiven Schule laut der Arbeit?

Die Interdisziplinarität ist essenziell, da die komplexen Anforderungen inklusiver Bildung über das Können einer einzelnen Profession hinausgehen und ein enges Zusammenwirken von Lehrkräften, Sozialpädagogen und weiteren Fachkräften erfordern.

Welche Stolpersteine werden für die praktische Umsetzung identifiziert?

Die Autorin identifiziert unter anderem Ressourcenknappheit, die notwendige zusätzliche Qualifizierung des Personals, fehlende empirisch geprüfte Curricula für den inklusiven Bereich sowie potenzielle Reibungspunkte in der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Was wird für eine erfolgreiche Schulentwicklung als zentral angesehen?

Zentral ist ein transparentes, klares Inklusionskonzept, das von der Schulgemeinschaft breit mitgetragen wird und eine fortlaufende Evaluation beinhaltet, um Barrieren kontinuierlich abzubauen.

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Details

Titel
Wie kann der Prozess der Öffnung einer Förderschule für geistige Entwicklung zu einer inklusiven Schule gelingen? Entwurf für ein Schulentwicklungskonzept
Hochschule
(IU Internationale Hochschule)
Note
1,0
Autor
Katharina Förster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
17
Katalognummer
V1308036
ISBN (PDF)
9783346782311
ISBN (Buch)
9783346782328
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion Schulentwicklung Inklusive Schulentwicklung Schulentwicklungskonzept
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Förster (Autor:in), 2022, Wie kann der Prozess der Öffnung einer Förderschule für geistige Entwicklung zu einer inklusiven Schule gelingen? Entwurf für ein Schulentwicklungskonzept, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1308036
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Leseprobe aus  17  Seiten
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