Der Unterrichtsentwurf begründet eine Kunststunde, innerhalb derer es Schüler/innen ermöglicht werden soll, sich experimentell durch Farbe, Form und Gestik auszudrücken.Grundlage hierfür stellen künstlerische Arbeiten der Lehrerin dar, die in Anlehnung an den Künstler Emil Schumacher enstanden sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Mein kunstpädagogisches Konzept
2. Die Unterrichtseinheit
2.1. Pädagogische Absicht
2.2 Der Bezug zum Bildungsplan
2.2 Der Verlauf der Unterrichtseinheit
3. Lernvoraussetzungen
4. Sachdarstellung
5. Intentionen
6. Lernstruktur
7. Übersichtsblatt
8. Quellenangaben
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Schülerinnen und Schülern einen kreativen Zugang zum Umgang mit Farbe und Form zu ermöglichen, indem sie sich von gegenständlichen Vorgaben lösen und eine eigene ästhetisch-künstlerische Ausdrucksweise entwickeln. Dabei wird insbesondere die Problemlösekompetenz im Rahmen einer prozessorientierten Kunstdidaktik gefördert.
- Förderung kreativer Prozesse durch den erweiterten Kunstbegriff
- Methodische Annäherung an abstrakte Malerei
- Auseinandersetzung mit künstlerischen Arbeitstechniken
- Reflexion über gestalterische Impulse und Farbwirkung
- Soziales Lernen in Gruppenarbeitsphasen
Auszug aus dem Buch
2.1 Pädagogische Absicht
Aus meinem vorangestellten Konzept lässt sich ableiten, dass ich den Schüler/innen kreative Prozesse ermöglichen möchte. Innerhalb dieser Unterrichtseinheit beabsichtige ich, den Kindern meine eigenen ästhetischen Prozesse zugänglich zu machen. Ich gehe davon aus, dass es für die Schüler/innen überaus motivierend ist, nicht nur mit bekannten Künstlern vertraut zu werden, sondern zu erkennen, dass ihre eigene Lehrperson sich ebenfalls praktisch mit Kunst auseinandersetzt. Die Kinder erhalten somit eine Vorstellung darüber, dass ich nicht nur von ihnen erwarte, ihre Kreativität im Kunstunterricht zum Ausdruck zu bringen, sondern auch selbst kreativ werde.
Zudem kam bei der bisherigen Behandlung von Künstlern des Öfteren die Frage auf, ob es sich denn um Originale handle. Die Ausstellung meiner eigenen Bilder ermöglicht die Arbeit an Originalen, welche einen völlig veränderten Anregungscharakter für die Schüler/innen haben. Die gezeigten Bilder entstanden während einer Phase, in der ich mich mit der Kunst Emil Schumachers auseinandersetzte. Dabei war mir weniger die Beschäftigung mit seinen entstandenen Arbeiten oder seinen Intentionen wichtig, sondern vielmehr sein technisches Vorgehen. Ich befand mich auf der Suche nach Zugängen zu dem Thema Vulkanismus. Bisherige künstlerische Annäherungen über die Arbeit mit den Materialien Wachs und Sprühfarben waren immer wieder mit Scheitern verbunden. Diese Fehlversuche trieben meinen Prozess jedoch weiter voran und führten mich an die Technik Emil Schumachers heran.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Mein kunstpädagogisches Konzept: Die Autorin erläutert ihren Ansatz, moderne Kunstdidaktik mit traditionellen Fertigkeiten zu verbinden, um Kreativität und Problemlösekompetenz zu fördern.
2. Die Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel beschreibt die pädagogische Absicht, die Einbettung in den Bildungsplan sowie den inhaltlichen Ablauf der Unterrichtsreihe.
3. Lernvoraussetzungen: Eine Analyse der Lerngruppe, ihrer Motivation, gruppendynamischen Prozesse und der spezifischen Bedürfnisse einzelner Schülerinnen und Schüler.
4. Sachdarstellung: Ein fachlicher Abriss über das Leben und Wirken von Emil Schumacher sowie die theoretischen Grundlagen der abstrakten Malerei.
5. Intentionen: Darstellung der angestrebten personalen, methodischen, sozialen und fachlichen Kompetenzen, die durch die Unterrichtseinheit erreicht werden sollen.
6. Lernstruktur: Eine detaillierte Aufschlüsselung der Unterrichtsphasen von der Hinführung und Erarbeitung bis zur praktischen Arbeitsphase und Nachbesprechung.
7. Übersichtsblatt: Eine tabellarische Zusammenfassung der zeitlichen Planung, der Inhalte und der angewandten Sozialformen.
8. Quellenangaben: Eine Auflistung der verwendeten Literatur, Online-Quellen und Lehrpläne.
Schlüsselwörter
Kunstpädagogik, Kreativitätsförderung, Abstrakte Malerei, Emil Schumacher, erweiterter Kunstbegriff, Ästhetische Erziehung, Gruppenarbeit, Prozessorientierung, Bildungsplan, Farb- und Formsprache, Problemlösekompetenz, Kunstdidaktik, Gestaltungsprozess, Selbstbestimmung, Ausdrucksmittel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundlegend?
Der Entwurf beschreibt ein pädagogisches Vorhaben für eine 6. Klasse, in dem Schülerinnen und Schüler dazu angeregt werden, sich künstlerisch mit abstrakten Ausdrucksformen auseinanderzusetzen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Arbeit mit Farbe und Form, die Einführung in den erweiterten Kunstbegriff nach Joseph Beuys und das Kennenlernen technischer Ansätze der abstrakten Malerei.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Ziel ist die Förderung kreativer Prozesse und der Problemlösekompetenz, indem die Kinder eigene ästhetische Wege jenseits gegenständlicher Darstellungen finden.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird verwendet?
Es wird eine prozessorientierte Methodik angewandt, die den Werkstattunterricht und die Gruppenarbeit integriert und den eigenen Schaffensprozess der Lehrperson als Impuls nutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst das pädagogische Konzept, die Lernvoraussetzungen der Klasse, den fachlichen Hintergrund zur abstrakten Kunst und die detaillierte Lernstruktur der Unterrichtsstunde.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kreativitätsförderung, ästhetische Annäherung, Prozessorientierung und den Übergang zur Abstraktion im Kunstunterricht.
Warum bezieht die Lehrperson ihre eigenen Kunstwerke in den Unterricht ein?
Die eigene Arbeit dient als motivierendes Beispiel für die Schülerinnen und Schüler und macht den Entstehungsprozess eines Kunstwerks direkt erfahrbar, was den Anregungscharakter gegenüber bloßen Künstler-Reproduktionen erhöht.
Wie geht die Lehrkraft mit den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen in der 6. Klasse um?
Durch den Einsatz von zufälliger Gruppeneinteilung, Formulierungshilfen für Reflexionsphasen und differenzierende Arbeitsmaterialien wird versucht, alle Kinder – unabhängig von ihrer Motivation oder bisherigen Leistung – aktiv am kreativen Prozess zu beteiligen.
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- Angela Fritz (Author), 2009, Unterrichtsstunde: Ästhetisch-künstlerische Annäherung an eine eigene Farb- und Formsprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130854