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Cognitive Theory Of Multimedia Learning

Title: Cognitive Theory Of Multimedia Learning

Elaboration , 2008 , 9 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Magister Dana Stechbart (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Menschen bedienen sich bereits seit Jahrhunderten verschiedenster technischer Hilfsmittel, um die sich ihnen im Alltag oder bei der Arbeit stellenden Aufgaben effizienter bewältigen, und so ihre Ziele schneller erreichen zu können. Viele dieser technischen Hilfsmittel sind dabei computerbasiert und helfen nicht nur bei der Steuerung der Aufgabenbearbeitung sowie der eigentlichen Bearbeitung dieser Aufgaben, sondern dienen inzwischen zunehmend als Hilfe bei der Vermittlung von neuem Wissen im Kontext des lebenslangen Lernens. Dabei lässt sich ein wesentliches Problem identifizieren, welches bei der Verwendung computerbasierter Lernumgebungen auftreten kann: es besteht die Gefahr, dass durch die verwendete Instruktion präsentierte Informationen auf eine ungeeignete Art und Weise dargestellt werden.
Mit diesem Problem sowie möglichen Lösungen beschäftigt sich der Forschungsbereich der Instruktionspsychologie. Erklärtes Ziel dieser Forschungsrichtung ist es, auf der Grundlage von Forschungsergebnissen ein für den Lerner geeignetes Instruktionsdesign zu entwickeln, um eine möglichst effiziente Nutzung der verfügbaren kognitiven Ressourcen des Lernenden zu Wissenserwerbs- und Problemlöseprozessen zu ermöglichen.
Mayer (1996, 2001) erarbeitete zu dieser Problematik ein Modell des multimedialen Lernens, welches im Wesentlichen auf Überlegungen zum Arbeitsgedächtnis und seiner begrenzten Kapazität (Baddeley, 1999) sowie der Cognitive Load Theory von Sweller und Chandler (1991) beruht und dementsprechend bei der Entwicklung computerbasierter Lernumgebungen beachtung finden sollte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Cognitive Theory of Multimedia Learning

1.1 Grundlagen der Theorie

1.2 Das SOI-Modell

1.2.1 Selektion

1.2.2 Organisation

1.2.3 Integration

1.3 Prinzipien des multimedialen Lernens

1.3.1 Das Multimediaprinzip (multimedia principle)

1.3.2 Das Kontiguitätsprinzip (contiguity principle)

1.3.3 Das Kohärenzprinzip (coherence principle)

1.3.4 Das Modalitätsprinzip (modality principle)

1.3.5 Das Redundanzprinzip (redundancy principle)

1.3.6 Das Personalisierungsprinzip/ Prinzip der individuellen Unterschiede (individual differences principle)

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des Instruktionsdesigns für computerbasierte Lernumgebungen. Ziel ist es, auf Basis kognitionspsychologischer Theorien Empfehlungen zur Gestaltung von multimedialen Lernangeboten zu formulieren, um die kognitive Belastung zu senken und den Wissenserwerb effizienter zu gestalten.

  • Grundlagen der Kognitiven Theorie des multimedialen Lernens
  • Funktionsweise des SOI-Modells (Selektion, Organisation, Integration)
  • Kognitive Voraussetzungen des Lernens und Arbeitsgedächtniskapazität
  • Evidenzbasierte Gestaltungsprinzipien für Multimediaprodukte
  • Berücksichtigung individueller Unterschiede beim Wissenserwerb

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Selektion

Bei der Selektion, der Auswahl aller relevanten akustischen und visuellen Informationen, werden laut Mayer (1996, 2001) die sinneskanalspezifisch zwischengespeicherten Informationen durch den Lernenden aufmerksamkeitsgesteuert aus dem sensorischen Speicher ausgewählt. Danach werden diese Informationen, je nach Modalität, in eine entsprechende Repräsentation im Arbeitsgedächtnis umgewandelt. Folglich wird beispielsweise zwischengespeicherte Sprache in eine sprachbasierte Repräsentation umgewandelt und bildhafte enkodierte Informationen dementsprechend in eine bildhafte Repräsentation. Diese Auswahl von Informationen ist notwendig, da das Arbeitsgedächtnis nur über begrenzte Ressourcen verfügt. Als Besonderheit ist im Zusammenhang mit der Selection die geschriebene Sprache zu sehen. Zu Beginn wird diese im visuellen Kanal verarbeitet, wechselt aber danach in den auditiven Kanal und wird somit als sprachbasierte Repräsentation ins Arbeitsgedächtnis überführt. Daher müssen in diesem Fall beide Kanäle kognitive Ressourcen für die Verarbeitung von geschriebener Sprache zur Verfügung stellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Cognitive Theory of Multimedia Learning: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen des multimedialen Lernens ein und erläutert die kognitiven Prozesse, die beim Wissenserwerb in computerbasierten Umgebungen ablaufen.

1.1 Grundlagen der Theorie: Hier werden die Dual-Coding-Theory und die Bedeutung aktiver Verarbeitungsprozesse für die Verknüpfung von neuen Informationen mit vorhandenem Vorwissen dargestellt.

1.2 Das SOI-Modell: Das Kapitel beschreibt das Modell von Mayer, das die Informationsverarbeitung in die Schritte Selektion, Organisation und Integration unterteilt.

1.2.1 Selektion: Fokus liegt auf der aufmerksamkeitsgesteuerten Auswahl relevanter Informationen aus dem sensorischen Speicher.

1.2.2 Organisation: Dieses Kapitel erläutert, wie ausgewählte Informationen im Arbeitsgedächtnis zu mentalen Modellen strukturiert werden.

1.2.3 Integration: Der letzte Prozessschritt beschreibt die Zusammenführung mentaler Modelle mit dem Langzeitgedächtnis.

1.3 Prinzipien des multimedialen Lernens: Hier werden sechs empirisch gestützte Gestaltungsprinzipien für effektive Multimediaprodukte vorgestellt.

1.3.1 Das Multimediaprinzip (multimedia principle): Erläuterung, warum die Kombination von Text und Bild die Lernleistung gegenüber rein textbasierten Instruktionen verbessert.

1.3.2 Das Kontiguitätsprinzip (contiguity principle): Behandlung der Bedeutung räumlicher und zeitlicher Nähe für die Vermeidung kognitiver Überlastung.

1.3.3 Das Kohärenzprinzip (coherence principle): Untersuchung der Notwendigkeit, irrelevante Informationen zur Vermeidung von Ablenkung zu eliminieren.

1.3.4 Das Modalitätsprinzip (modality principle): Vorteile der Kombination von Bildern mit gesprochenem statt mit geschriebenem Text.

1.3.5 Das Redundanzprinzip (redundancy principle): Begründung, warum die Kombination von Bild und gesprochenem Text besser ist als Bild, Ton und Text gleichzeitig.

1.3.6 Das Personalisierungsprinzip/ Prinzip der individuellen Unterschiede (individual differences principle): Erörterung der Wirkung von persönlicher Ansprache und der Bedeutung des Vorwissens für das Design.

2 Literatur: Auflistung der im Text zitierten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Multimediales Lernen, SOI-Modell, Instruktionsdesign, Arbeitsgedächtnis, Dual-Coding-Theory, Kognitive Belastung, Selektion, Organisation, Integration, Multimediaprinzip, Kontiguitätsprinzip, Kohärenzprinzip, Modalitätsprinzip, Redundanzprinzip, Vorwissen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den kognitiven Grundlagen des multimedialen Lernens und leitet daraus konkrete Prinzipien für die Gestaltung digitaler Lernumgebungen ab.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das SOI-Modell nach Mayer, die kognitiven Prozesse bei der Informationsverarbeitung und die daraus resultierenden Designprinzipien für Instruktionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Wissenserwerb durch ein besseres Verständnis des menschlichen Informationsverarbeitungssystems effizienter zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Synthese relevanter kognitionspsychologischer Modelle und empirischer Forschungsergebnisse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Lerntheorien, das SOI-Modell zur Informationsverarbeitung und eine detaillierte Ausarbeitung von sechs Gestaltungsprinzipien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Multimediales Lernen, SOI-Modell, Kognitive Belastung sowie diverse Gestaltungsprinzipien wie das Kontiguitäts- oder Redundanzprinzip.

Was ist die Besonderheit bei der Verarbeitung von geschriebener Sprache laut SOI-Modell?

Geschriebene Sprache wird zunächst visuell wahrgenommen, muss dann aber in den auditiven Kanal überführt werden, was zusätzliche kognitive Ressourcen beansprucht.

Warum spielt das Vorwissen des Lernenden eine entscheidende Rolle?

Lernende mit hohem Vorwissen können Defizite in der Gestaltung der Instruktion leichter kompensieren als Lernende mit geringem Vorwissen.

Was besagt das "Split Attention" Phänomen im Kontext dieser Arbeit?

Es tritt auf, wenn Informationen räumlich getrennt präsentiert werden und der Lernende Ressourcen für die mentale Integration aufwenden muss, anstatt für das eigentliche Lernen.

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Details

Title
Cognitive Theory Of Multimedia Learning
College
Technical University of Chemnitz  (Pädagogik des E-Learning und der Neuen Meidien)
Course
Entwicklung von multimedialen Lernangebotem
Grade
2,0
Author
Magister Dana Stechbart (Author)
Publication Year
2008
Pages
9
Catalog Number
V130877
ISBN (eBook)
9783640399741
ISBN (Book)
9783656405870
Language
German
Tags
Cognitive Theory Multimedia Learning
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Dana Stechbart (Author), 2008, Cognitive Theory Of Multimedia Learning, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130877
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