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Neuregelungen der Abschreibungsmöglichkeiten durch die Unternehmensteuerreform 2008

Titre: Neuregelungen der Abschreibungsmöglichkeiten durch die Unternehmensteuerreform 2008

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 26 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Dipl. Kff. Nicole Dederding (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Durch das am 17. August 2007 veröffentlichte Unternehmensteuerreformgesetz 2008 werden u.a. die Abschreibungsmöglichkeiten zum 1. Januar 2008 erheblich eingeschränkt. Im Steuerrecht wird anstelle von „Abschreibung“ der Ausdruck „AfA“, d.h. Absetzung für Abnutzung, verwendet. Im Handelsrecht ist dagegen die Rede von „Abschreibung“. In den bisherigen und neuen §§ 7 ff. EStG sind die Vorschriften zur AfA geregelt. Abzuschreiben sind abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer mehr als ein Jahr beträgt. Nach der dynamischen Bilanztheorie besteht der Zweck der AfA in der Verteilung des Aufwands für das Wirtschaftsgut auf die Perioden der wirtschaftlichen Nutzung.
Die Unternehmensteuerreform 2008 ist im Kontext einer standortorientierten Steuerpolitik anzusiedeln. D.h. Senkung der Steuersätze bei Verbreiterung der Bemessungsgrundlage (BMG). Zu den Zielen zählen u.a. Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, Entlastung der Unternehmen und Erhöhung der Standortattraktivität Deutschlands. Systematisierung und Vereinfachung des Unternehmensteuerrechts sind nachrangig. Der Wegfall der degressiven AfA, die Neuregelung von § 6 Abs. 2 EStG und die Einführung von § 6 Abs. 2a EStG stellen Gegenfinanzierungsmaßnahmen der Unternehmensteuerreform dar. Der neue Investitionsabzugsbetrag, der an die Stelle der Ansparabschreibung nach § 7g EStG a.F. tritt, soll wie bisher eine steuerliche Entlastung für kleine und mittlere Betriebe darstellen.
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel die neuen Abschreibungsmöglichkeiten, die sich durch die Unternehmensteuerreform ergeben, darzustellen und einzelne Aspekte kritisch zu würdigen. Besonderes Augenmerk gilt den Auswirkungen des Wegfalls der degressiven AfA, den neuen Abschreibungsregelungen für geringwertige Wirtschaftsgüter und den Änderungen des § 7g EStG.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Abgrenzung und Herangehensweise an die Problemstellung

2 Einordnung der Abschreibung ins Regelwerk des HGB und des EStG

3 Wegfall der degressiven AfA durch die Unternehmensteuerreform 2008

3.1 Bisherige Regelung der degressiven AfA gem. § 7 Abs. 2 EStG

3.2 Kritische Würdigung des Wegfalls der degressiven AfA

3.2.1 Kritische Würdigung der degressiven AfA als Gegenfinanzierungsmaßnahme

3.2.2 Kritische Betrachtung der linearen AfA

3.2.3 Verstoß gegen das Leistungsfähigkeitsprinzip

4 Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter vor und nach der Unternehmensteuerreform 2008

4.1 Bisherige Regelung nach § 6 Abs. 2 EStG

4.2 Neuregelung des § 6 Abs. 2 EStG und Einführung des § 6 Abs. 2a EStG

4.3 Kritische Würdigung des neuen § 6 Abs. 2 und 2a EStG

4.3.1 Kritische Betrachtung der Senkung der Betragsgrenze

4.3.2 Kritische Würdigung des neuen Sammelpostenverfahrens

5 Vor- und Nachteile des neuen Investitionsabzugsbetrags gegenüber der bisherigen Ansparabschreibung des § 7g EStG a.F.

5.1 Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrags

5.2 Planmäßige Anschaffung des begünstigten Wirtschaftsguts

5.3 Steuerliche Konsequenzen bei Nichtinvestition

6 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 auf die Abschreibungsmöglichkeiten in Deutschland. Dabei wird untersucht, inwiefern der Wegfall der degressiven AfA, die Neuregelung zur Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter sowie die Einführung des Investitionsabzugsbetrags die steuerliche Belastung und die Investitionstätigkeit kleiner und mittlerer Betriebe beeinflussen.

  • Wegfall der degressiven AfA als Gegenfinanzierungsmaßnahme
  • Neuregelung der Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter und Einführung des Sammelpostenverfahrens
  • Kritische Würdigung der Auswirkungen auf die Steuerbilanz
  • Vergleich des neuen Investitionsabzugsbetrags mit der Ansparabschreibung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Kritische Würdigung der degressiven AfA als Gegenfinanzierungsmaßnahme

Der Wegfall der degressiven AfA stellt für den Gesetzgeber eine Gegenfinanzierungsmaßnahme der Unternehmensteuerreform dar. Durch den Wegfall sollen die Einnahmeausfälle, die durch die Steuersatzsenkungen entstehen, finanziert werden. Der Gesetzgeber betitelt die degressive AfA als eine „Ausnahmeregelung“, die Unternehmen einen zusätzlichen Zinsvorteil verschafft. Da durch die Steuersatzsenkungen die steuerliche Situation der Unternehmen zukünftig erheblich verbessert wird, hält der Gesetzgeber die degressive AfA für überflüssig. Eine sachliche Begründung für diese Einschränkung fehlt. Es handelt sich lediglich um eine haushaltsmäßig bedingte Maßnahme.

Der Senkung der tariflichen Steuersätze steht also eine Verbreiterung der BMG gegenüber. Beide Maßnahmen wirken gegenläufig. Durch die Senkung der Steuersätze werden Investitionsanreize verstärkt. Durch den Wegfall der degressiven AfA werden Investitionsanreize bei abzuschreibenden Wirtschaftsgütern verringert, weil die Abschreibungsmöglichkeiten erheblich eingeschränkt werden. Der Gesetzgeber geht aber davon aus, dass die „negative“ Wirkung der Verbreiterung der BMG von der „positiven“ Wirkung der Steuersatzsenkung überkompensiert wird. In wie weit das in der Zukunft zutrifft, wird sich zeigen.

Suspekt erscheint in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass vor kurzem die degressive AfA für die Jahre 2006 und 2007 von 20 % auf 30 % erhöht wurde; und zwar mit der Begründung, die Wirtschaft zu beleben. Der jetzige Wegfall steht in keinem Zusammenhang mit der vor kurzem gängigen Argumentation.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Abgrenzung und Herangehensweise an die Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Unternehmensteuerreform 2008 und Darlegung des Ziels der kritischen Würdigung der neuen Abschreibungsregelungen.

2 Einordnung der Abschreibung ins Regelwerk des HGB und des EStG: Erläuterung der Grundlagen und Methoden der Abschreibung in Handels- und Steuerrecht.

3 Wegfall der degressiven AfA durch die Unternehmensteuerreform 2008: Analyse der Abschaffung der degressiven AfA und kritische Betrachtung dieser Maßnahme als Gegenfinanzierungsinstrument.

4 Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter vor und nach der Unternehmensteuerreform 2008: Darstellung und Kritik der neuen Wertgrenzen sowie des obligatorischen Sammelpostenverfahrens.

5 Vor- und Nachteile des neuen Investitionsabzugsbetrags gegenüber der bisherigen Ansparabschreibung des § 7g EStG a.F.: Untersuchung der Neuregelungen zum Investitionsabzugsbetrag im Vergleich zum alten Recht.

6 Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Ergebnisse mit dem Fazit, dass die Steuerverschärfungen insgesamt überwiegen.

Schlüsselwörter

Unternehmensteuerreform 2008, Abschreibung, AfA, degressive AfA, lineare AfA, geringwertige Wirtschaftsgüter, Sammelpostenverfahren, Investitionsabzugsbetrag, Ansparabschreibung, Steuerbilanz, Handelsbilanz, Leistungsfähigkeitsprinzip, Nettoprinzip, steuerliche Entlastung, Gegenfinanzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den wesentlichen Änderungen bei den steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten, die durch das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 eingeführt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der Wegfall der degressiven AfA, die Neuregelung zur steuerlichen Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter sowie die Ersetzung der Ansparabschreibung durch den neuen Investitionsabzugsbetrag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die neuen Abschreibungsregelungen darzustellen und ihre Auswirkungen auf Unternehmen kritisch zu würdigen, insbesondere im Hinblick auf ihre Eignung als Gegenfinanzierungsmaßnahme.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive Darstellung der rechtlichen Neuregelungen, gefolgt von einer kritischen Würdigung unter Einbeziehung ökonomischer Argumente und steuerrechtlicher Prinzipien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei inhaltliche Kapitel, die jeweils die neue Gesetzgebung analysieren, deren Auswirkungen auf die Steuerbilanz diskutieren und diese mit den alten Regelungen vergleichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Unternehmensteuerreform 2008, AfA, Sammelpostenverfahren, Investitionsabzugsbetrag und Leistungsfähigkeitsprinzip.

Warum wird die Abschaffung der degressiven AfA kritisch gesehen?

Die Arbeit argumentiert, dass der Wegfall einen Verstoß gegen das Leistungsfähigkeitsprinzip darstellt und Unternehmen mit schnell veraltenden Anlagegütern benachteiligt, ohne effektiv zur Gegenfinanzierung beizutragen.

Welche Probleme ergeben sich durch das neue Sammelpostenverfahren?

Es führt zu bürokratischem Mehraufwand, verzerrt die korrekte Ausweisung des Betriebsvermögens und weicht vom Prinzip der periodengerechten Gewinnermittlung ab, da die tatsächliche Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter ignoriert wird.

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Résumé des informations

Titre
Neuregelungen der Abschreibungsmöglichkeiten durch die Unternehmensteuerreform 2008
Université
University of Wuppertal
Note
1,7
Auteur
Dipl. Kff. Nicole Dederding (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
26
N° de catalogue
V130988
ISBN (ebook)
9783640370160
ISBN (Livre)
9783640369812
Langue
allemand
mots-clé
Neuregelungen Abschreibungsmöglichkeiten Unternehmensteuerreform
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl. Kff. Nicole Dederding (Auteur), 2008, Neuregelungen der Abschreibungsmöglichkeiten durch die Unternehmensteuerreform 2008, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130988
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Extrait de  26  pages
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