Musik im Altenheim

Musikgeragogik als neues Berufsfeld


Hausarbeit, 2009

15 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Musikgeragogik
2.1 Altenheim - Das Umfeld
2.2 Alterskrankheiten
2.3 Alzheimer - Demenz

3. Musik und Demenz
3.1 Wirkungen von Musik auf Demenzkranke
3.2 Musik als Medium

4. Musikgeragogik vs. Musiktherapie

5. Musikim Alter

6. Musik im Altenheim - Konzepte musikalischer Angebote in Altenheimen

7. Fazit-Ausblick

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Musik in Altenheimen fördert die Gesundheit und die soziale Kommunikation untereinander. Musik verbindet, bildet Gemeinschaft und bricht die „Mauern“ bei an Demenz erkrankten Menschen. Dies zeigt, wie wichtig und förderlich Musik im Leben älterer Menschen ist. Deshalb ist es Anlass genug, uns in der Altenarbeit neue Berufsfelder zu ermöglichen, die diesen Faktor und „Schlüssel“ Musik mit beinhalten kann.

Die aktuelle Forschung und Studienliteraturlandschaft zeigt, wie wenig darüber berichtet wurde. Kein Wunder, denn erst seit kurzem ist die Veralterung der Gesellschaft kein Tabuthema mehr.

Die unaufhaltsame Veralterung der Gesellschaft ist unverkennbar.

Laut Bevölkerungsprognose vom deutschen Statistischen Bundesamt wird sich die alternde Bevölkerung über 60+ bis zum Jahre 2050 stetig verdoppeln {vgl. Statistisches Bundesamt Deutschland 01.11.2006). Angesichts dieser Bevölkerungsprognose ist es ersichtlich, dass in weiterer Zukunft „ein höherer Bedarf an Praxis und Forschung im Altenbildungsbereich zu verzeichnen sein“ wird {Hartogh 2007:282).

In dieser Hausarbeit möchte ich veranschaulichen wie wichtig es ist, Musik in der Altenarbeit zu benutzen und wie man sie sinnvoll einsetzen kann.

Zum Schluss stelle ich musikalische Konzepte vor, die in Altenheimen mit Erfolg praktiziert werden.

Zunächst führe ich in das neue Berufsfeld der Musikgeragogik ein und gebe entscheidende Hinweise bezüglich des Klientels.

Musikgeragogik - Schnittfeld zwischen der Musikpädagogik und der Geragogik (Altenbildung), jedoch was können Musikgeragogen im Altenheim erreichen bzw. was für musikgeragogische Inhalte sind in der Arbeit mit der Generation 70+ wichtig?

In welchem Umfeld würden sie arbeiten und welche Grundkenntnisse über das Altem muss man haben?

Danach gehe ich auf den besonderen Bereich „Musik und Demenz“ ein und benenne die Wirkung von Musik auf Demenzkranke, worauf ich mich des weiteren auch nur darauf beschränken werde und was die Biografiearbeit (musikalische) bezwecken soll.

Als kleinen Exkurs wage ich mich an die mir immer wiederkehrende Frage: Musiktherapie vs. Musikgeragogik? In diesem werde ich erläutern, dass die Arbeit die ich hier benenne, nicht mit der eines Musiktherapeuten gleichzusetzen ist. Nachdem ich kurz die Musik im Alter und ihre positiven Effekte erläutert habe, werde ich zu einem Praxisbeispiel kommen, um die Arbeit als ehrenamtlichen oder hauptberuflichen Musikgeragogen im Altenheim zu verdeutlichen.

Ich werde im Folgenden das Arbeitsfeld eines Musikgeragogen näher erläutern.

Im speziellen habe ich mich mit dem Umfeld Altenheim und dem Krankheitsbild Demenz befasst.

2. Musikgeragogik

Die Musikgeragogik als neue wissenschaftliche Disziplin im Schnittpunkt zwischen der Musikpädagogik und der Geragogik befindet sich in den Anfängen, dennoch gibt es Erkenntnis darüber, dass die musikalische Altenbildung demnächst mehr dennje gebraucht werde.

Die Musikgeragogik befasst sich mit den musikalischen Aktivitäten im Alter und nutzt ihre positive sinnerfüllende Wirkung, die zum „psychischen und physischen Wohlbefinden“ beitragen (Hartogh 2007: 281).

Nach Professor Dr. Theo Hartogh von der Universität Vechta, einer der führenden Musikgeragogik-Spezialisten, versteht sich die Musikgeragogik nicht als „Vermittlung »höherer Bildung« [...], sondern als Hinführung zu musikalischem Erleben und Verstehen”(ebd. 2007: 283).

Da die Musikgeragogik, anders als die Musikpädagogik, sich ausschließlich mit der älteren Generation auseinandersetzt, muss man ihre jeweiligen Einschränkungen im Alltag - sei es psychisch oder physisch - genau erkennen und die Methoden und Ziele anders als bei Kindern oder Jugendlichen anwenden (vgl. ebd., 2007: 284). Dennoch sollte man sich auf die psychischen und physischen Leistungspotenziale im Alter konzentrieren, die ungeahnte Entwicklungs- und Leistungsfähigkeiten hervorbringenkönnen. (vgl. ebd. 2007: 282)

Das Arbeitsfeld eines Musikgeragogen sind Einrichtungen die sich der älteren Generation widmet: Altenbetreuungseinrichtungen, wie Senioren - /

Altenpflegeheimen, teilstationäre Einrichtungen wie Tagespflege oder auch in den Weiterbildungsinstituten, wie die Volkshochschulen und Seniorenuniversitäten (vgl. ebd. 2007:281).

Im Folgenden möchte ich mich auf das Arbeitsfeld in der stationären Altenhilfe konzentrieren - speziell auf das Altenheim.

2.1 Das Altenheim - Das Umfeld

Eine kleine Minderheit der älteren Generation, wohnt im Altenheim.

Im Volksmund auch Altersheim oder Seniorenheim genannt, möchte ich mich auf den Begriff Altenheim im Folgenden festlegen.

Wie leben die Menschen im Altenheim? Die älteren Bewohner besitzen meist ein eigenes Zimmer mit einem Bad (Nasszelle) und privaten Gegenständen. Hauptsächlich ist dort Pflegepersonal tätig, um die grundpflegerischen Tätigkeiten, wie die Hilfe beim Toilettengang, zu übernehmen - jedoch bleibt für die psychosoziale Betreuung immer noch wenig Zeit und Geld (vgl. Hartogh & Wickel 2008: 63). Aufgrund dessen werden heutzutage immer wieder Ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht, die zur Betreuung der alten Menschen gewonnen werden können. Ihre Schulung mit musikgeragogischen Inhalten ist in den letzten Jahren in einigen Bundesländern, wie Rheinland-Pfalz, angelaufen (vgl. Wickel 2008: 167f). Gegebenenfalls besuchen noch Therapeuten die Bewohner des Altenheims, jedoch fehlt es ihnen meist an Zeit sich persönlich mit den Bewohnern zu beschäftigen.

Als Musikgeragoge im Altenheim, muss man sich mit ein paar Grundkenntnissen des Alterungsprozesses befassen und da spielen auch die Alterskrankheiten, die ich nun vorstellen werde, eine große Rolle.

2.2 Alterskrankheiten

Mit dem Alter wird man meist inmobiler und anfälliger für Krankheiten. und werden sogar meist chronisch - die sog. Multimorbidität (Anhäufung von Krankheiten) steigt mit dem hohen Alter an und das Immunsystem wird schwächer. Alterskrankheiten nennt man die Krankheiten, die überwiegend mit einem höheren Lebensalter dahergehen. Die häufigsten Alterskrankheiten sind Diabetes, Aphasien (Sprachstörungen), Hörschädigungen, Depression und Demenz.

Bei dem gemeinsamen Musizieren oder auch Musik hören, sind die letzten vier Krankheiten für die Arbeit mit Menschen höheren Alters sehr von Bedeutung. Denn die Aphasien behindern somit die Kommunikationsfähigkeit des Menschen evtl. auch beim Singen und ein verringertes Hörvermögen kann durchaus ein Hindernis für ein ungestörtes Musikempfinden sein.

Depressivität ist eher ein psychisches Problem, die Symptome wie Niedergeschlagenheit und völlige Demotivation aufweist. Manche sehen kein Sinn mehr im Leben und können nur sehr schwer davon überzeugt werden, das Beste aus dem Leben zu machen und das Leben zu genießen. Gleichzeitig wird ihnen häufig Anti-Depressiva verabreicht, um ein Anteil des möglichen Suizid-Versuchs zu verringern.

Die Demenz kann durch verschiedene gehirnorganische Veränderungen entstehen, wird aber auch oft u.a. durch übermäßigen Alkoholkonsum, Adipositas (Fettleibigkeit) und Diabetes mellitus, im Alter hervorgerufen (vgl. Hartogh & Wickel 2008: 51).

Neben verschiedenen Formen der Demenz ist die vaskuläre Demenz und die Demenz vom Alzheimer - Typ (im Folgenden nur Alzheimer - Demenz genannt)

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Musik im Altenheim
Untertitel
Musikgeragogik als neues Berufsfeld
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Veranstaltung
Projektseminar Altenbildung
Note
2,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V131257
ISBN (eBook)
9783640410781
ISBN (Buch)
9783640410835
Dateigröße
428 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musikgeragogik, Altenheim
Arbeit zitieren
Mick Mack (Autor), 2009, Musik im Altenheim, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131257

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