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Character Design. Umsetzung, Methoden und Mechanismen.

Titre: Character Design. Umsetzung, Methoden und Mechanismen.

Thèse de Bachelor , 2009 , 73 Pages , Note: 1

Autor:in: Martin Tintel (Auteur)

Informatique - Divers
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„Der erste Eindruck zählt“, wer kennt dieses Sprichwort, in der Psychologie auch als Primäreffekt bezeichnet, nicht? Das Gegenüber wird schnell als angenehm oder unangenehm, sympathisch oder unsympathisch, nett oder gefährlich eingestuft. Viele Eigenschaften, die Lebensgeschichte, die Lebensumstände, ... kennen wir nicht, trotzdem können wir uns schnell ein Bild vom Gegenüber machen. Oft schreiben wir dem Gegenüber auch Werte und Eigenschaften aufgrund des ersten Eindruckes zu, reimen uns Zusammenhänge und verschiedenste Faktoren zusammen.
Tauschen wir das Gegenüber durch ein Bild von ihm aus, tritt dieser Effekt ebenfalls auf, genauso wie bei erfundenen Personen, wie es beim Charakter Design der Fall ist. Charakter Design ist somit ein wichtiger Aspekt in der bildenden Kunst und in vielen anderen Bereichen und Branchen, der oft im kreativen Schaffen mit einfließt, dessen Mechanismen und Methoden aber oft nicht bewusst gemacht werden, in unserem Leben aber allgegenwärtig sind.
Gutes Charakter Design ist mehr als einem Charakter ein Aussehen zu verschaffen. Es ist vielmehr dem Charakter eine Identität zu geben, Ausstrahlung, Persönlichkeit, Leben einzuhauchen und ihm eine Lebensgeschichte die auch visuell zu erkennen ist, zu verschaffen. Dazu werden die inneren Werte, Eigenschaften, Ideologien, Einstellungen, Lebenswerte, ... des Charakters visuell nach außen gekehrt und lösen beim Rezipienten Emotionen und Sinneseindrücke aus die bewusst gelenkt werden können. Deswegen ist, neben der Story, das Charakter Design der wichtigste Aspekt des visuellen Erzählens.

Die vorliegende Arbeit behandelt folglich nicht nur die visuelle Umsetzung des Charakter Designs, sondern vor allem die Mechanismen und Methoden dahinter. Welche gibt es, wie funktionieren diese, warum gibt es sie und wie helfen sie uns im Alltag? Somit ist diese Arbeit nicht nur ein Blick auf die Umsetzung des Charakter Designs, sondern auch ein tiefer Blick in unsere Psyche und deren Funktionsmechanismen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Methoden und Mechanismen hinter dem Charakter Design

Visuelle Vereinfachungen

Natürliche Zeichen

Konventionelle Zeichen

Ikone

Piktogramm

Symbol

Metapher

Verwendung beim Charakter Design

Denkmuster und Wahrnehmung

Ähnlichkeiten

Selektive Wahrnehmung

Imaginäre Wahrnehmung

Muster

Kollektive Wahrnehmungsmuster und Kollektivsymbole

Intersubjektivität

Assoziationen

Archetypus

Erkennungsmerkmale und Abstraktion

Schema

Rahmen

Verwendung beim Charakter Design

Erfahrungen

Kulturelle und soziale Erfahrungen

Individuelle Erfahrungen

Urban Legends und weit verbreitete Irrtümer

Zielgruppe

Kindchenschema

Überzeichnung

Stereotyp

Kategorisierung

Klischees

Verwendung beim Charakter Design

Identifizierung mit Charakter

AIME Wert

Brain Scripts

Verkettung

Helden braucht die Welt

Ablauf der Geschichte

Vermenschlichung

Zusammenfassung

Ein Charakter sagt mehr als 1000 Worte

Milieu und Setting

Größe, Proportionen und Form

Größe und Proportionen

Form des Charakters und dessen Gesichtes

Posen und Silhouette

Kleidung, Frisur, Accessoires und Farben

Blickwinkel und Richtung

Etiketten

Image Etikette

Brain Skript Etikett und Verhaltens Etikett

Zusammenfassung

Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die psychologischen Mechanismen und Methoden zu analysieren, die beim Charakter Design zum Einsatz kommen, um Rezipienten in eine illusionäre Welt zu ziehen und eine Identifikation mit den Charakteren zu ermöglichen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie visuelle Gestaltungselemente sowie kognitive Muster gezielt genutzt werden können, um Charaktere einprägsam zu machen und deren Wirkung auf den Betrachter zu steuern.

  • Psychologische Grundlagen der Wahrnehmung und Denkmuster im Charakter Design.
  • Einfluss von visuellen Vereinfachungen, Kindchenschema und Überzeichnung.
  • Bedeutung von kulturellen Erfahrungen und Zielgruppenorientierung.
  • Methoden zur Förderung der Identifikation mittels Brain Scripts, Posen und Vermenschlichung.

Auszug aus dem Buch

AIME Wert

AIME steht für Amount of Invested Mental Elaboration und beschreibt den Grad der Involviertheit des Rezipienten 135. Ziel ist es, den AIME Wert zu maximieren. Dies geschieht in der Regel über einen einfachen Trick: den Rezipienten aus der passiven Rolle locken, ihn aktiv „mitgestalten“ lassen und ihm das Gefühl geben, dass er auch etwas gemacht/ geschaffen hat. Bildlich kann man es sich in etwa so vorstellen: der Kommunikator erstellt ein Puzzle, das er dem Rezipienten vorlegt. Dieser versucht nun das Puzzle zusammenzusetzen, wobei die Puzzlesteine genauso gegeben sind wie das Motiv, das bei dem korrekt zusammengebauten Puzzle zu erkennen ist. Trotzdem fühlt sich der Rezipient in das Puzzle hineingezogen, da er an der Entstehung des Gesamtbildes beteiligt ist, er die Arbeit des Zusammensetzens macht, seine Trägheit überwindet und nicht nur dabei zusieht, wie das Bild entsteht. Dadurch ist der Rezipient auch aufmerksamer, motiviert und empfindet Spaß am Erlebten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Bedeutung der bildlichen Sprache und des Charakter Designs sowie die grundlegende psychologische Herangehensweise.

Die Methoden und Mechanismen hinter dem Charakter Design: Detaillierte Erläuterung psychologischer Konzepte wie Wahrnehmung, Kindchenschema, Stereotypen und deren Anwendung bei der Figurengestaltung.

Ein Charakter sagt mehr als 1000 Worte: Untersuchung der konkreten visuellen Umsetzung von Charakteren durch Faktoren wie Milieu, Proportionen, Kleidung und Blickwinkel.

Zusammenfassung und Ausblick: Retrospektive auf die zentralen Erkenntnisse und Reflexion über die zukünftige Entwicklung des Feldes.

Schlüsselwörter

Charakter Design, Wahrnehmung, Denkmuster, Kindchenschema, Identifikation, Stereotyp, Klischee, Abstraktion, AIME Wert, Brain Scripts, Visuelle Kommunikation, Silhouette, Vermenschlichung, Psychologie, Gestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die psychologischen Mechanismen und Methoden, die dem Charakter Design zugrunde liegen, um zu verstehen, wie Figuren gestaltet werden müssen, damit sie beim Betrachter wirken und eine Identifikation auslösen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen visuelle Vereinfachungen, die menschliche Wahrnehmung und Denkmuster, kulturelle Erfahrungen, die Bedeutung des Kindchenschemas sowie die Identifizierung mit Charakteren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Designer oder Artist Werkzeuge an die Hand zu geben, um durch gezielte Anwendung psychologischer Prinzipien die Wirkung und Einprägsamkeit von Charakteren zu maximieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Analyse, die psychologische Erkenntnisse (z.B. aus der Kognitionspsychologie und Semiotik) mit praktischen Design-Prinzipien und Fallbeispielen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung der Wahrnehmungsmechanismen und deren praktische Umsetzung, beispielsweise durch Proportionen, Posen, Silhouette, Kleidung und die Nutzung von Etiketten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Charakter Design, Wahrnehmung, Kindchenschema, Identifikation, Stereotypen und Brain Scripts.

Welche Rolle spielt das Kindchenschema im Charakter Design?

Es fungiert als wichtiger Schlüsselreiz, der Fürsorgeverhalten auslöst. Es wird gezielt genutzt, um Sympathie zu erwecken, kann aber durch bewusste Negierung auch zur Gestaltung von Bösewichten verwendet werden.

Wie lässt sich laut Autor der AIME Wert steigern?

Der Autor schlägt vor, den Rezipienten durch "Puzzle-Arbeit" aktiv einzubinden, anstatt ihm fertige Informationen zu präsentieren. Dies steigert die mentale Involviertheit und damit die Identifikation.

Was unterscheidet ein Brain Script von einer Image Etikette?

Ein Brain Script beschreibt ein im Kopf abgespeichertes Verhaltensmuster oder eine Rolle, während eine Image Etikette ein konkretes Signal (wie ein Satz oder eine Geste) ist, das diese Rolle für den Zuschauer sofort abrufbar macht.

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Résumé des informations

Titre
Character Design. Umsetzung, Methoden und Mechanismen.
Université
Vienna University of Technology  (Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung)
Note
1
Auteur
Martin Tintel (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
73
N° de catalogue
V131547
ISBN (ebook)
9783640368426
ISBN (Livre)
9783640368686
Langue
allemand
mots-clé
Character Design Charakter Design Charakterdesign Characterdesign 3D Zeichnen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Tintel (Auteur), 2009, Character Design. Umsetzung, Methoden und Mechanismen., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131547
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Extrait de  73  pages
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