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Angleichungstendenzen zwischen öffentlich-rechtlichen Sendern und dem Privatfernsehen im Nachrichtensektor

Ein Vergleich der "Sat. 1 Nachrichten" und der "Tagesschau" anhand der Ästhetik

Titre: Angleichungstendenzen zwischen  öffentlich-rechtlichen Sendern und dem Privatfernsehen  im Nachrichtensektor

Dossier / Travail , 2009 , 16 Pages , Note: 13

Autor:in: Luise Knah (Auteur)

Médias / Communication - Film et Télévision
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der Tagesschau.“ Dieser eingängige Slogan gilt als Symbol für seriöse und qualitative Nachrichtenerstattung in Deutschland – der „Tagesschau“. Doch neben den öffentlich-rechtlichen Anstalten zogen nach Einführung des dualen Rundfunksystems auch die privaten Sender mit Nachrichtenformaten nach. Die Vorwürfe, dass die Nachrichten von privaten Sendern qualitativ nicht mit öffentlich-rechtlichen Formaten vergleichbar sind, wurden im Laufe der Zeit immer mehr entkräftet, da sich die Unterschiede zwischen den Formaten verminderten.
Diese Arbeit soll zeigen, inwiefern sich öffentlich-rechtliche und private Nachrichtensendungen voneinander unterscheiden, und wo ihre Gemeinsamkeiten liegen.
Hierbei soll auf ästhetische Suggestion von Seriosität, als auch die inhaltliche Positionierung und Gewichtung der beiden Beispielformate „Tagesschau“ und den „SAT.1 Nachrichten“ eingegangen werden. Dazu erfolgt eine Analyse dieser Formate.
Nach einem anschließenden Vergleich zweier tagesgleicher Sendungen soll im folgenden Kapitel der Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Wettbewerb und der Qualität der Nachrichtensendungen unter einem Konvergenzaspekt herausgearbeitet werden. Hierbei wird in einem kurzen geschichtlichen Rückblick die Entwicklung dieser Beziehung beleuchtet. Die Frage, inwiefern Annäherungstendenzen zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern im Nachrichtensektor bestehen, soll den Forschungsgegenstand dieser Arbeit darstellen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Darstellungsformen

2.1 Sendungskonzept der „Tagesschau“

2.2 Sendungskonzept der „SAT.1 Nachrichten“

3 Immanenter Vergleich der Formate

4 Konvergenzbewegung der Sender

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den öffentlich-rechtlichen Nachrichtenformaten, repräsentiert durch die „Tagesschau“, und den privaten Nachrichtenformaten, beispielhaft dargestellt durch die „SAT.1 Nachrichten“. Ziel ist es, die ästhetischen und inhaltlichen Positionierungen beider Formate zu analysieren und zu prüfen, inwieweit eine Konvergenz zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Nachrichtensektor stattfindet.

  • Analyse ästhetischer Stilmittel und deren Einfluss auf die Suggestion von Seriosität.
  • Untersuchung der thematischen Gewichtung und Nachrichtenauswahl in beiden Formaten.
  • Vergleichende Betrachtung der Moderationsstile und journalistischen Darstellungsweisen.
  • Beleuchtung des Einflusses von Wettbewerbsdruck auf die Programmgestaltung.
  • Diskussion der Konvergenzbewegungen im Kontext des öffentlich-rechtlichen Programmauftrags und privater Wirtschaftlichkeit.

Auszug aus dem Buch

2.1 Sendungskonzept der „Tagesschau“

Die „Tagesschau“ der ARD ist Deutschland meistgesehenes Nachrichtenformat und erreicht täglich mit ihrer Hauptausgabe um 20:00 Uhr knapp 10 Millionen Zuschauer. Die erste Ausstrahlung erfolgte am 26.12.1952, seitdem hat die Sendung stilistisch nur wenige Änderungen erfahren. In ihrer ästhetischen Darstellungsweise ist die „Tagesschau“ puristisch und klar angelegt. Auf dramatische und bunte Effekte wird verzichtet, wodurch eine Glaubwürdigkeit etabliert werden soll, dass nur klare und unverfälschte Fakten in der Sendung präsentiert werden. Im Vergleich zu anderen Nachrichtenformaten wie z.B. RTL Aktuell stellte Andreas Wittwen die These auf, dass „sprödes Auftreten einen Vertrauensvorsprung schafft“.

Schon im Vorspann der Sendung sind klare Strukturen zu bemerken: In der Mitte des unteren Bildrandes befindet sich eine weiße, digitale Uhrzeitangabe, die Stunden, Minuten und Sekunden anzeigt. Hierdurch werden Werte wie Pünktlichkeit und Verlässlichkeit vermittelt. Das Vorspannbild, wie auch die Leitfarbe des Studios und des ganzen Formates, ist in Blautönen gehalten, die Farbe, die nach der Farblehre ein Symbolträger für Ruhe, Gelassenheit und Naturverbundenheit und für das Auge im Farbspektrum am Unanstrengtesten wahrnehmbar ist. Auf der untersten, hellsten Ebene ist eine ebenfalls blaue Weltkarte abgezeichnet. Hierbei ist nicht Deutschland im direkten Fokus, sondern eine komplette Übersicht, wodurch suggeriert werden soll, dass Nachrichten der ganzen Welt ohne Länderschwerpunkte, sondern lediglich durch Wichtigkeit der Nachricht gesendet werden (wobei in der tatsächlichen Nachrichtenverteilung ein Schwerpunkt auf Deutschland gelegt wird.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die beiden betrachteten Nachrichtenformate vor und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Unterschiede und möglicher Konvergenztendenzen zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern.

2 Darstellungsformen: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen ästhetischen und dramaturgischen Konzepte der „Tagesschau“ und der „SAT.1 Nachrichten“ hinsichtlich ihrer Wirkung auf den Zuschauer.

3 Immanenter Vergleich der Formate: Basierend auf dem Vergleich zweier tagesgleicher Sendungen werden konkrete Unterschiede in der Themenauswahl, Moderation und journalistischen Gewichtung herausgearbeitet.

4 Konvergenzbewegung der Sender: Es wird untersucht, inwiefern sich öffentlich-rechtliche und private Formate aufgrund von Wettbewerbsdruck in ihrer Programmgestaltung annähern.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die festgestellte Konvergenz sowie die journalistische Qualität der untersuchten Formate abschließend.

Schlüsselwörter

Tagesschau, SAT.1 Nachrichten, Nachrichtenformat, Fernsehen, Konvergenz, Boulevardisierung, Seriosität, Nachrichtenauswahl, Öffentlich-rechtlich, Privatfernsehen, Moderation, Journalismus, Medienanalyse, Zuschauerbindung, Programmauftrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich zweier bedeutender deutscher Nachrichtenformate – der „Tagesschau“ der ARD und den „SAT.1 Nachrichten“ – um deren inhaltliche und ästhetische Unterschiede sowie Annäherungsprozesse zu untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Aspekte der ästhetischen Gestaltung, die Auswahl und Gewichtung von Nachrichten, der Stil der Moderation sowie die Auswirkungen von Wettbewerbs- und Quotendruck auf das Programm.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie sich die beiden Formate voneinander unterscheiden, wo Gemeinsamkeiten liegen und inwieweit eine Konvergenz zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Fernsehen im Nachrichtensektor stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es erfolgt eine deskriptive Analyse der ästhetischen Gestaltung sowie ein exemplarischer, inhaltlicher Vergleich zweier tagesgleicher Ausgaben der Nachrichtensendungen vom 24.02.2009.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der jeweiligen Sendungskonzepte, einen direkten Vergleich anhand der Ausgaben vom 24. Februar 2009 sowie eine theoretische Diskussion der Konvergenzbewegungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Tagesschau, SAT.1 Nachrichten, Boulevardisierung, Konvergenz, Seriosität und Medienqualität.

Welche Rolle spielt die „Tagesschau“ im Vergleich zu den privaten Sendern?

Die „Tagesschau“ dient als etablierte Referenz für Seriosität und journalistische Qualität, an der sich private Sender orientieren, um durch eine ähnliche Ästhetik Vertrauenswürdigkeit für ihr Programm zu gewinnen.

Wie unterscheidet sich die „SAT.1 Nachrichten“-Moderation von der der „Tagesschau“?

Während die ARD auf das Prinzip der Sprecher setzt, nutzt SAT.1 einen „Anchorman“, der durch Personalisierung und die Einbindung persönlicherer Moderationsstile eine stärkere Bindung zum Zuschauer erzeugen soll.

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Résumé des informations

Titre
Angleichungstendenzen zwischen öffentlich-rechtlichen Sendern und dem Privatfernsehen im Nachrichtensektor
Sous-titre
Ein Vergleich der "Sat. 1 Nachrichten" und der "Tagesschau" anhand der Ästhetik
Université
University of Marburg
Note
13
Auteur
Luise Knah (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
16
N° de catalogue
V131782
ISBN (ebook)
9783640376018
ISBN (Livre)
9783640658862
Langue
allemand
mots-clé
Nachrichten Nachrichtensendungen Konvergenztheorie Tagesschau Fernsehästhetik Medienkonvergenz Qualitätsdebatte privat ARD Infotainment
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Luise Knah (Auteur), 2009, Angleichungstendenzen zwischen öffentlich-rechtlichen Sendern und dem Privatfernsehen im Nachrichtensektor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131782
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Extrait de  16  pages
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