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Daily Talkshows und „Big Brother“

Ein Vergleich von Gesprächen in gegenwärtigen Unterhaltungsformaten

Titre: Daily Talkshows und „Big Brother“

Dossier / Travail , 2009 , 12 Pages , Note: 13

Autor:in: Luise Knah (Auteur)

Médias / Communication - Film et Télévision
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Frage, in welchem der Sendeformate das Gesprochene auch tatsächlich ein Gespräch darstellt, oder ob der Unterhaltungsaspekt den eigentlichen Talk aus den Shows verdrängt hat, soll den Forschungsgegenstand dieser Hausarbeit darstellen. Hierbei richtet sich das Augenmerk auf die Rahmen, die eine Sendung für Gesprächsverläufe setzt und inwiefern so das authentische Gespräch manipuliert wird.
Zunächst soll der alltägliche Dialog definiert werden und dieser dann in die Rahmung der Medien transferiert werden. Nachdem die mitwirkenden Faktoren und Regeln für den klassischen Daily Talk sowie für Big Brother umrissen wurden, wird auf den Begriff des Konflikts und auf moderative Gesprächsinterventionen eingegangen werden.
Es soll erforscht werden, in welchem der Formate sich trotz oder gar aufgrund der Inszenierung ein tatsächliches Gespräch konstituiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Gespräch im Medienkontext

3. Die Daily Talkshow

3.1. Strukturen und Voraussetzungen für Gespräche in Daily Talkshows

3.2. Talk oder Show?

4. „Big Brother“

4.1. Strukturen und Voraussetzungen für Gespräche bei „Big Brother“

4.2. Talk, Show oder Lethargie?

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kommunikationsstrukturen in den Fernsehformaten „Daily Talkshow“ und „Big Brother“. Ziel ist es, zu analysieren, ob in diesen inszenierten Formaten tatsächlich ein authentischer Dialog stattfindet oder ob der Unterhaltungsaspekt das echte Gespräch verdrängt hat.

  • Definition des Begriffs „Gespräch“ im Kontext der Medien.
  • Analyse der Rahmenbedingungen und Inszenierungsmechanismen in Daily Talkshows.
  • Untersuchung des Kommunikationsverhaltens und der Gesprächsstrukturen bei „Big Brother“.
  • Vergleich der Authentizität von Gesprächsverläufen in beiden Formaten.
  • Herausarbeitung der Rolle des Moderators bzw. des Formats als moderierende Instanz.

Auszug aus dem Buch

3.2. Talk oder Show?

Obwohl der Begriff „Talkshow“ ein Gespräch verspricht, ist dieses bei vielen der nachmittäglichen Shows nicht gegeben. Hier handelt es sich vielmehr um Bekenntnisshows, bei denen Nicht-Prominente ihr konfliktbeladenes Privatleben offenbaren. Die Kandidaten werden durch die Öffentlichkeit, in der sie durch ihren Auftritt stehen, bei den hetzerischen Themen stark in eine Klischeerolle gedrängt. Durch die Inszenierung wird ein Maximum an Konfliktpotential erzielt, was für ein erfolgreiches Gespräch keine gute Basis bildet. Die Eskalation ist aufgrund von persönlichen Beziehungen oder starken Meinungsdivergenzen zwischen den Kandidaten vorprogrammiert.

Weder von dem Aufbau der Sendung noch dem Verhalten der Gäste kann auf die Bemühung, ein Gespräch zu führen, geschlossen werden. Lösungen, die zum Ende der Shows vom Moderator formuliert werden, scheinen eher Pseudolösungen zu sein (z.B. „Ihr müsst euch wirklich nochmal zusammensetzen“; “Versprichst du, sie ab jetzt nicht mehr zu betrügen?“), wobei der eigentliche Konfliktauslöser gar nicht aufgerollt wurde.

Der Titel „Gesprächssendung“ verweist auf die Diskussion des Themas, tatsächlich bleiben die Ansätze zu tatsächlichen Gesprächen Versuche, die abgewehrt werden. Wortäußerungen verfolgen in den meisten Fällen nur persönliche Ziele der Gäste wie Selbstdarstellung, -inszenierung bzw. -behauptung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der medienöffentlichen Kommunikation ein und definiert die Forschungsfrage, ob in Daily Talkshows und dem Format „Big Brother“ ein authentisches Gespräch stattfindet.

2. Das Gespräch im Medienkontext: Hier werden linguistische Grundlagen des Gesprächsbegriffs erläutert und die spezifischen Bedingungen des Mediengesprächs im Vergleich zur Alltagskommunikation abgegrenzt.

3. Die Daily Talkshow: Dieses Kapitel analysiert die Inszenierung von Konflikten und die asymmetrische Rolle des Moderators, die eine ernsthafte Gesprächsführung in Daily Talkshows oft behindert.

4. „Big Brother“: Dieser Abschnitt untersucht die Kommunikation der Bewohner im „Big Brother“-Haus, die trotz der Konstruiertheit des Spiels ein authentischeres Gesprächspotential als Talkshows aufweist.

5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass sich bei „Big Brother“ trotz der Inszenierung ein tatsächlicher Kommunikationsmodus bildet, während in Talkshows der Konflikt lediglich zur Unterhaltung präsentiert wird.

Schlüsselwörter

Medienkommunikation, Daily Talkshow, Big Brother, Gesprächsanalyse, Inszenierung, Authentizität, Fernsehformat, Konfliktpotential, Moderation, soziale Rollenmuster, Voyeurismus, Medienöffentlichkeit, Real-Life-Show.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Kommunikationsstrukturen in zwei populären Fernsehformaten und analysiert, inwiefern diese als Orte für echte, authentische Gespräche fungieren können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der linguistischen Gesprächsanalyse, der Wirkung von medialen Rahmenbedingungen (Rahmung) und dem Vergleich zwischen Daily Talkshows und Reality-Formaten wie „Big Brother“.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob das Gesprochene in den untersuchten Formaten tatsächlich ein Gespräch im Sinne einer dialogischen Verständigung darstellt oder ob der Unterhaltungsaspekt den inhaltlichen Austausch verdrängt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine medienlinguistische Analyse auf Basis der Theorie von Klaus Brinker und Sven Sager durchgeführt, um Gesprächsstrukturen und Interaktionsregeln in den Formaten zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zum Mediengespräch sowie zwei detaillierte Analysen der Formate „Daily Talkshow“ und „Big Brother“, inklusive der jeweiligen Produktionsbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Inszenierung, Authentizität, Kommunikationsmodus, Konfliktpotential und die Rollenverteilung zwischen Moderatoren und Teilnehmern.

Wie unterscheidet sich die Rolle des „Moderators“ bei „Big Brother“ von der in einer Talkshow?

In der Daily Talkshow moderiert eine Person aktiv den Ablauf und steuert das Rederecht. Bei „Big Brother“ hingegen übernimmt das Format selbst die passive Moderatorfunktion durch Regeln und Schnittentscheidungen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der „Authentizität“?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die Gespräche bei „Big Brother“ trotz der künstlichen Umgebung authentischer wirken, da die Bewohner ihre Standpunkte im Laufe der Zeit entwickeln, während Talkshows meist vorgefertigte Konfliktmuster bedienen.

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Résumé des informations

Titre
Daily Talkshows und „Big Brother“
Sous-titre
Ein Vergleich von Gesprächen in gegenwärtigen Unterhaltungsformaten
Université
University of Marburg
Note
13
Auteur
Luise Knah (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
12
N° de catalogue
V131785
ISBN (ebook)
9783640376025
ISBN (Livre)
9783640658879
Langue
allemand
mots-clé
Talkshow Big Brother Talk Gespräch Kommunikation Daily Talk
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Luise Knah (Auteur), 2009, Daily Talkshows und „Big Brother“ , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131785
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Extrait de  12  pages
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