Diese Arbeit erläutert die Definition der mehrsprachigen und mehrkulturellen Kompetenz nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER, 2001) erläutert werden.
Dabei wird der Fokus darauf liegen, wie und besonders warum Sprach- und Kulturlernen in einem Wechselverhältnis stehen. Außerdem soll die Mehrsprachigkeit als Kompetenz genauer erläutert und diskutiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Aufgabe: mehrsprachige und mehrkulturelle Kompetenz
2. Aufgabe: Arbeitsblatt – Hörverstehen – Paul Celan: „Todesfuge“
3. Aufgabe: Stundenausarbeitung inkl. Arbeitsblatt
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, theoretische Grundlagen der mehrsprachigen und mehrkulturellen Kompetenz im Kontext des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens zu definieren und diese in einer praktischen Unterrichtskonzeption für einen B2-Deutschkurs unter Verwendung des Gedichts „Todesfuge“ von Paul Celan anzuwenden.
- Theoretische Fundierung von Mehrsprachigkeit und interkultureller Kompetenz
- Analyse der Wechselwirkung von Sprache, Kultur und Identität
- Didaktische Aufbereitung anspruchsvoller Literatur (Lyrik) im DaF-Unterricht
- Methodik der Hörverstehensschulung und Klangcollage als handlungsorientiertes Element
- Interkultureller Austausch durch mehrsprachige Aufgabenstellungen
Auszug aus dem Buch
1. Aufgabe: mehrsprachige und mehrkulturelle Kompetenz
In diesem Teil des Portfolios soll zuerst die Definition der mehrsprachigen und mehrkulturellen Kompetenz nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER, 2001) erläutert werden. Dabei wird der Fokus darauf liegen, wie und besonders warum Sprach- und Kulturlernen in einem Wechselverhältnis stehen. Außerdem soll die Mehrsprachigkeit als Kompetenz genauer erläutert und diskutiert werden.
Der GER fasst Sprache als das Kommunikationsmittel zwischen Menschen in einer Gesellschaft auf. Diese Definition bezieht sich einerseits auf die kulturinterne Kommunikation, versteht Sprache andererseits aber auch als Grundstein für interkulturelle Interaktionen. Das Individuum wird als gesellschaftlich handelnder Akteur gesehen, der über verschiedene Kompetenzen verfügt. Bezogen auf die sprachliche und kommunikative Kompetenz ist der kommunizierende Mensch erst dann mehrsprachig und mehrkulturell kompetent, wenn er Sprache auch in interkulturellen Bezügen nutzen kann. Dazu benötigt er Kenntnisse und Sprachkompetenzen in mehreren Sprachen und somit auch in mehreren Kulturen. Dabei geht es um die Mischung dieser beherrschten Sprachen und kulturellen Erfahrungen zu einer umfassenden Kompetenz.
Der Zusammenhang zwischen Sprache und Kultur ist für dieses Verständnis von interkultureller Kompetenz elementar. Grundlage dieser Definition ist die gesprochene Sprache, denn wenn Menschen verschiedener Kulturen kommunizieren, tun sie dies über eine gemeinsame Sprache. Ob dies eine Zweit- oder Fremdsprache ist oder der eine Kommunikationspartner einen Sprachvorsprung vor dem anderen hat, ist dabei nicht wichtig. So entstehen über Sprache und Kommunikation Verbindungen und Kontakt zwischen verschiedensten Menschen und Kulturen. Erst das Erlernen und Erschließen von Fremdsprachen macht fremde Kulturen zugänglich, da kulturelles Denken und Handeln in der Sprache verankert sind. So ist eben nur über Sprache, Kommunikation und Lernen der neuen Sprache die Kultur – sowohl die fremde als auch die eigene – letztendlich zu erschließen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufgabe: mehrsprachige und mehrkulturelle Kompetenz: Dieses Kapitel definiert Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz basierend auf dem GER sowie Fachliteratur und beleuchtet die untrennbare Verbindung zwischen Spracherwerb und kulturellem Verständnis.
2. Aufgabe: Arbeitsblatt – Hörverstehen – Paul Celan: „Todesfuge“: Hier wird ein konkretes Arbeitsblatt vorgestellt, das Lernende durch verschiedene Aufgabenstufen – vom ersten Hörverständnis über Farbanalysen bis hin zur Klangcollage – an die Lyrik heranführt.
3. Aufgabe: Stundenausarbeitung inkl. Arbeitsblatt: Dieses Kapitel liefert die didaktische Begründung für den Entwurf, analysiert die Zielgruppe und legt den detaillierten Unterrichtsverlaufsplan fest, um gehirngerechtes Lernen und interkulturelle Sensibilisierung zu ermöglichen.
Schlüsselwörter
Mehrsprachigkeit, Interkulturelle Kompetenz, GER, Sprachvermittlung, Paul Celan, Todesfuge, Hörverstehen, DaF, Unterrichtsentwurf, Kultur, Spracherwerb, Identität, Handlungsorientierung, Literaturdidaktik, Klangcollage
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der mehrsprachigen und mehrkulturellen Kompetenz und deren praktische Anwendung im Deutschunterricht für fortgeschrittene Lernende (Niveau B2).
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind der Zusammenhang von Sprache und Kultur, die interkulturelle Progression beim Spracherwerb sowie die mediendidaktische Aufbereitung von Lyrik, speziell anhand der „Todesfuge“.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Wechselverhältnis von Sprache und Kultur zu schaffen und dieses durch eine handlungsorientierte Unterrichtsplanung praktisch umsetzbar zu machen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt theoretische Modelle (GER, Witte, Hempel & Seidl) und kombiniert diese mit fachdidaktischen Verfahren wie der Text- und Bedingungsanalyse sowie der methodischen Planung einer Unterrichtssequenz.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition der Kompetenzen, die Erstellung von Arbeitsmaterialien sowie eine begründete didaktische Stundenausarbeitung inklusive Verlaufsplan.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, Spracherwerb, Deutsch als Fremdsprache (DaF), handlungsorientierter Unterricht und Literaturanalyse charakterisiert.
Warum wurde das Gedicht „Todesfuge“ für den Unterrichtsentwurf gewählt?
Das Gedicht dient als anspruchsvolles Medium, um neben sprachlichen Aspekten auch die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und Kultur zu ermöglichen, was für fortgeschrittene B2-Lernende eine interkulturelle Herausforderung darstellt.
Welchen Zweck verfolgt die „Klangcollage“ im Unterrichtsentwurf?
Die Klangcollage fördert das handlungsorientierte Lernen, indem die Studierenden durch aktives Reproduzieren von Wortkombinationen die emotionale und sprachliche Wirkung des Gedichts jenseits rein grammatikalischer Analyse erspüren.
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- Isabel Bohn (Author), 2020, Grundlagen der Sprach(en)vermittlung und Lernbereiche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1318423