1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Aufgrund zunehmender Dynamik und Komplexität sowohl bei der Unternehmensumwelt
im Hinblick auf die Globalisierung, als auch bei unternehmensinternen Veränderungen,
steigt der Bedarf an Controllinginstrumenten für das Management. Um das
Unternehmen weiterhin wettbewerbsfähig zu halten und ggf. Potenziale weiter auszubauen,
hat eine strategische Planung unter Festsetzung einer optimalen Strategie zu erfolgen.
Um eine optimale Strategie herleiten zu können, müssen die für das Unternehmen
geeigneten Instrumente der strategischen Planung ausgewählt werden.
Gang dieser Arbeit ist es, ausgewählte Instrumente in einem kritischen Vergleich zu
analysieren.
1.2 Begriff „strategische Planung“
Die strategische Planung umfasst in der Regel einen Planungszeitraum von fünf bis
zehn Jahren und hat damit einen langfristigen Charakter, der sich auf das gesamte
Unternehmen erstreckt. Im Vordergrund steht die Schaffung neuer und die Pflege und
Nutzung bereits bestehender Erfolgspotenziale, aus denen sich später Bestimmungsgrößen
und Erfolge ableiten lassen. Zu den typischen Erfolgspotenzialen gehören z.B.
die Entwicklung von Produkten, der Aufbau von Marktpositionen oder die Schaffung
von qualifiziertem Führungspersonal. Darüber hinaus werden grundlegende Tatbestände
aufgegriffen, die z.B. die rechtliche Struktur oder den Standort betreffen. Die strategische
Planung gilt als Grundlage für das strategische Controlling. Hier wird in einem
Controllingprozess fortlaufend geprüft, ob die Planung weiterhin gültig ist und bei Bedarf
an geänderte Umweltbedingungen angepasst.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Begriff „strategische Planung“
2 Darstellung der wesentlichen Instrumente
2.1 Klassische Instrumente
2.1.1 Produktlebenszyklusanalyse
2.1.2 Erfahrungskurve
2.1.3 GAP-Analyse
2.2 Weiterführende Instrumente
2.2.1 BCG-Portfolio
2.2.2 Benchmarking
3 Aufstellung von Bewertungskriterien
3.1 Theoretische Fundierung
3.2 Betrachtung des Zeithorizonts
3.3 Transparenz der Darstellungsformen
3.4 Machbarkeit
4 Kritische Beurteilung der Instrumente anhand der Kriterien
4.1 Theoretische Fundierungen der Instrumente
4.2 Betrachtung des Zeithorizonts der Instrumente
4.3 Transparenz der Darstellungsformen der Instrumente
4.4 Machbarkeit der Instrumente
5 Abwägende Empfehlung
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht ausgewählte Instrumente der strategischen Planung im Rahmen eines kritischen Vergleichs, um Managern eine fundierte Auswahlhilfe zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend dynamischen und komplexen Unternehmensumfeld zu bieten. Dabei wird analysiert, wie diese Instrumente die strategische Entscheidungsfindung unterstützen können.
- Analyse klassischer strategischer Planungsinstrumente (Produktlebenszyklus, Erfahrungskurve, GAP-Analyse)
- Untersuchung weiterführender Instrumente (BCG-Portfolio, Benchmarking)
- Definition von Bewertungskriterien für Planungsinstrumente
- Kritische Beurteilung der Instrumente hinsichtlich theoretischer Fundierung, Zeithorizont, Transparenz und Machbarkeit
- Empfehlungen zur kombinierten Anwendung für eine effektive Unternehmensstrategie
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Produktlebenszyklusanalyse
Das Instrument der Lebenszyklusanalyse unterstellt bei allen Produkten und Dienstleistungen mitunter auch bei gesamten Märkten eine begrenzte Lebenszeit mit fest vorgegebenen Entwicklungsstadien. Die klassische Unterteilung besteht aus den Phasen der Einführung, des Wachstums, der Reife und der Sättigung. Bei der Einführung ist der Umsatz sehr gering, zudem fallen aufgrund von geringen Absatzmengen hohe Stückkosten an. In der Phase des Wachstums erfolgt eine Kostendegression durch eine Mengenausweitung. Der Umsatz steigt bei wachsender Nachfrage stark an. Charakteristisch für die Reifephase ist das Gewinnmaximum mit weiterhin großer Nachfrage. Durch zusätzliche Konkurrenten sinken jedoch die Preise. In der Sättigungsphase sinkt der Umsatz, da die Nachfrage weg bricht. Das Produkt verschwindet vom Markt und wird durch innovativere Produkte ersetzt.
Aufgabe des strategischen Controllings ist die kontinuierliche Beobachtung der jeweiligen Phasen der Produkte am Markt. Für die strategische Produktplanung ist eine dynamische Neugestaltung der Produkt-Markt-Kombination notwendig, um eine positive Unternehmensentwicklung zu gewähren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Controllinginstrumenten aufgrund zunehmender Marktdynamik und definiert den Begriff der strategischen Planung als Grundlage für strategisches Controlling.
2 Darstellung der wesentlichen Instrumente: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über klassische Planungsinstrumente wie Produktlebenszyklus- und Erfahrungskurvenanalyse sowie weiterführende Ansätze wie das BCG-Portfolio und Benchmarking.
3 Aufstellung von Bewertungskriterien: Es werden methodische Kriterien wie theoretische Fundierung, Zeithorizont, Transparenz und Machbarkeit festgelegt, um die Instrumente objektiv vergleichbar zu machen.
4 Kritische Beurteilung der Instrumente anhand der Kriterien: Die zuvor definierten Instrumente werden systematisch anhand der Kriterien analysiert und ihre jeweilige Aussagekraft sowie Eignung bewertet.
5 Abwägende Empfehlung: Basierend auf der Analyse erfolgt eine Empfehlung, welche Instrumente für welche strategischen Zwecke unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Vor- und Nachteile am besten geeignet sind.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass kein einzelnes Instrument als Allround-Lösung fungiert und betont die Notwendigkeit der Kombination verschiedener Erkenntnisse zur Strategieentwicklung.
Schlüsselwörter
Strategische Planung, Controlling, Instrumente, Produktlebenszyklus, Erfahrungskurve, GAP-Analyse, BCG-Portfolio, Benchmarking, Wettbewerbsfähigkeit, Strategieentwicklung, Unternehmensführung, Marktanteil, Marktwachstum, Planungsprozess, Effizienz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem kritischen Vergleich verschiedener Instrumente der strategischen Planung, um ihre Anwendbarkeit und Aussagekraft für das strategische Controlling zu beurteilen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Darstellung klassischer und moderner Planungsinstrumente, die Festlegung von Bewertungskriterien für diese Verfahren sowie deren kritische Würdigung im Unternehmenskontext.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Management eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten, damit für das jeweilige Unternehmen die passenden Instrumente ausgewählt werden können, um Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit nutzt einen vergleichenden analytischen Ansatz, bei dem verschiedene strategische Planungsinstrumente anhand eines definierten Kriterienkatalogs strukturiert gegenübergestellt und bewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Instrumente (wie BCG-Portfolio oder Benchmarking), die Herleitung der Bewertungskriterien und die anschließende detaillierte kritische Beurteilung der Instrumente anhand dieser Kriterien.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Strategische Planung, Controlling, Produktlebenszyklusanalyse, BCG-Portfolio, Benchmarking und Wettbewerbsstrategien charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die operative von der strategischen Lücke in der GAP-Analyse?
Die operative Lücke kann kurzfristig durch operative Maßnahmen wie Kostensenkungen geschlossen werden, während die strategische Lücke strukturelle Veränderungen erfordert, wie etwa neue Vertriebskanäle oder Fertigungstechnologien.
Welche Rolle spielt die Lernkultur beim Benchmarking?
Die Arbeit stellt heraus, dass Benchmarking nicht nur den Prozess des Vergleichs beinhaltet, sondern bei häufiger Anwendung eine Eigendynamik in Form einer Lernkultur innerhalb des Unternehmens erzeugt.
- Quote paper
- Dipl. Kfm. (FH) Nikolai Wlazik (Author), 2006, Instrumente zur strategischen Planung im kritischen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131857