Das Ziel von Castingshows ist es einen Star, sei es nun ein Sänger oder ein Topmodel zu finden. Eigentlich kann man dagegen nichts sagen, aber ist es wirklich das vorrangige Ziel der Produzenten solcher Shows die Kandidaten groß rauszubringen? Wenn man an ehemalige Gewinner von Castingshows denkt, war der letzte große Auftritt der „Stars“ eigentlich das große Showfinale. Von Heidis Topmodels, hat man hauptsächlich auf Pro Sieben etwas gesehen. Also muss es was anderes geben, dass die Produzenten erreichen möchten, immerhin laufen Topmodel und Co. nicht zum ersten Mal. Es liegt auf der Hand, dass es um etwas anderes geht und das ist vermutlich Geld. Beim Ansehen der Sendung fällt auf, dass sehr viel Werbung vorhanden ist. Im folgenden soll untersucht werden, welche verschiedenen Werbeformen genutzt werden, wobei man zwischen offensichtlicher Werbung, wie zum Beispiel die Werbepause und der etwas versteckten Werbung, zum Beispiel für die Pro Sieben Popstars, deren Lieder vermehrt während der Sendung eingespielt werden unterschieden werden muss. Außerdem, sollen die Werbeträger in den Werbepausen untersucht werden, weil sich diese zum Beispiel von der Werbung bei Nachrichtensendungen stark unterscheiden. Desweiteren soll die genaue Werbe- und Sendungszeit ermittelt werden, um herauszufinden wie stark der Werbeanteil ist.
Da es sich um ein relativ neues Format handelt, war leider sehr wenig Literatur vorhanden. Allerdings gab es zahlreiche Internetquellen mit denen ich arbeiten konnte.
Die vierte Staffel startete am 12. Februar diesen Jahres auf Pro Sieben und mit ihr „startet [laut Stern] auch wieder eine neue Dauerwerbung für das Imperium Klum.“ Inwiefern die Sendung tatsächlich als Dauerwerbesendung angesehen werden kann werde ich versuchen im folgenden Teil zu untersuchen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Castingshow allgemein
1.1 ‘Germanys next Topmodel’
1.2 Sendekonzept
2. Marketingstrategien
2.1 Werbekonzepte
2.2 Klassische, offensichtliche Werbeformen bei GNTM
2.3 Andere Werbeformen bei GNTM
2.4 Exemplarische Analyse einer Sendung mit Fokus auf den Werbeanteil
3. Elemente der Unterhaltung
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Castingshow „Germanys next Topmodel“ hinsichtlich ihres Werbeanteils und der eingesetzten Marketingstrategien, um zu ergründen, ob das Format primär der Unterhaltung oder der Dauerwerbesendung dient.
- Analyse verschiedener Werbeformen (klassisch vs. versteckt)
- Untersuchung des Sponsoring-Einsatzes
- Ermittlung des quantitativen Werbeanteils
- Betrachtung von Product Placement und Promostories
- Evaluation der Unterhaltungselemente als Bindungsfaktor
Auszug aus dem Buch
2.3 Andere Werbeformen bei GNTM
Außerdem gibt es Werbeformen bei GNTM, die nicht unbedingt auf den ersten Blick als Werbung erscheinen, beziehungsweise nicht als solche wahrgenommen werden. Diese Sonderwerbeformen sollen im Gegensatz zur klassischen Blockwerbung, den Zuschauer regelrecht dazu zwingen die Werbung zu sehen, da er nicht wie bei Werbeinseln einige Minuten wegschalten kann. Sonderwerbeformen sind im Programm integriert. Die erste dieser Werbeformen die vorgestellt werden soll ist Product Placement. Hierbei werden Programminhalt und Werbung vermischt. Diese Werbeform ist fest ins Fernsehprogramm eingebunden. Produkte die häufig ins Programm eingebunden werden sind Kosmetik Artikel und hier speziell Kosmetik von Maybelline Jade, die einen Werbevertrag mit GNTM haben. In jeder Sendung müssen sich die Mädchen für eine Aufgabe oder ein Casting schminken und dabei stehen die Schminkutensilien häufig im Fokus.
Eine weitere Werbeform die nicht unbedingt als Werbung wahrgenommen wird, ist die verwendete Musik während und zu Beginn der Sendung. Die Titelmusik ist besonders rentabel für die Bands, da sie jeweils zu Beginn und Ende der Sendung und auch der einzelnen Werbeblöcke eingespielt wird. Mit dem Lied verbindet man direkt die Sendung und auch umgekehrt. Die Titelmusik der ersten Staffel war von „The Notorious B.I.G.“ mit „Nasty Girl“ und die zweite von „Gia Farell“ mit „Hit me up“. Seal sang mit „Amazing“ das Titellied der dritten Staffel und für die aktuelle tritt „Britney Spears“ mit ihrer neuen Single „Circus“ an. Der aktuelle Hit der Sendung passt sehr gut, da es genau den Inhalt der Sendung beziehungsweise ihr Ziel beschreibt: „All eyes on me in the center of the ring just like a circus“24Auch während der Sendung werden unterschiedlichste Lieder eingespielt, was hier wiederrum auffällt, ist dass sehr viele Lieder von ehemaligen Popstars Bands, also den Gewinnern von der Castingshow
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage, ob es sich bei dem Format um eine reine Castingshow oder eine geschickte Dauerwerbesendung handelt.
1. Castingshow allgemein: Dieses Kapitel definiert das Grundprinzip von Castingshows und stellt das spezifische Konzept von „Germanys next Topmodel“ vor.
2. Marketingstrategien: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Werbekonzepte dargelegt und auf die verschiedenen Werbeformen innerhalb der Sendung angewendet.
3. Elemente der Unterhaltung: Dieses Kapitel erläutert, wie durch die Jury, die Teilnehmerinnen und den Drehort Unterhaltung geschaffen wird, um die Zuschauerbindung zu erhöhen.
Fazit: Das Fazit bestätigt die Vermutung eines hohen Werbeanteils und stellt fest, dass die Grenzen zwischen Unterhaltung und Werbung zunehmend verschwimmen.
Schlüsselwörter
Castingshow, Germanys next Topmodel, Werbung, Marketingstrategien, Product Placement, Sponsoring, Werbeanteil, Unterhaltung, Dauerwerbesendung, Heidi Klum, Maybelline Jade, Zuschauerbindung, Medienanalyse, TV-Format, Markenkommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert kritisch das Format „Germanys next Topmodel“ unter dem Aspekt der werblichen Beeinflussung und kommerziellen Struktur.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen Unterhaltungsfernsehen und Dauerwerbung sowie die verschiedenen Marketingstrategien, die den Zuschauer binden sollen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Untersuchung zielt darauf ab, den Werbeanteil in der Sendung zu bestimmen und zu ergründen, wie Werbung in den Programminhalt integriert wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine exemplarische Inhaltsanalyse einer spezifischen Sendungsfolge durchgeführt, inklusive Zeitmessung der Werbeblöcke.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Werbekonzepte, eine detaillierte Analyse der Werbeformen (klassisch bis versteckt) und die Rolle der Unterhaltungselemente.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Castingshow, Product Placement, Werbeanteil und Sponsoring charakterisiert.
Wie hoch ist der Werbeanteil in der untersuchten Sendung?
Die Analyse der Sendung vom 02.04.09 ergab einen Werbeanteil der Blockwerbung von 26 Prozent.
Warum spielt die Musik eine Rolle im Werbekonzept?
Die Musik dient als Sonderwerbeform, indem sie Titelmusik und Songs ehemaliger Castingshow-Gewinner nutzt, um Produkte und Marken fest ins Programm zu integrieren.
Was ist eine "Promostory" im Kontext der Sendung?
Eine Promostory ist ein ca. 90-sekündiger Werbefilm, der wie ein fester Programmbestandteil wirkt und dem Zuschauer informative Inhalte (z.B. Schminktipps) vermittelt.
- Quote paper
- Anina Müller (Author), 2008, Vermarktung von Unterhaltung bei Germanys next Topmodel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131944