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Das weibliche Rollenbild der höfischen Frau in "Tristan und Isolde". Am Beispiel der Figur der Königin Isolde

Szenenanalyse / Textauszug V. 9264-9982

Titre: Das weibliche Rollenbild der höfischen Frau in "Tristan und Isolde". Am Beispiel der Figur der Königin Isolde

Dossier / Travail , 2022 , 12 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Königin Isolde von Irland wird nicht als eine untertänige, fast schon domestizierte Ehefrau dargestellt, sondern nimmt durch ihre besonderen Eigenschaften und ihr eigenmächtiges Handeln männlich kodierte Rollenmuster ein. Die Konzeption ihrer Figur im Versroman "Tristan und Isolde" stellt somit ein Aufbrechen der Rollenhierarchie dar, was an den Versen 9264-9982 herausgestellt werden soll.

Es ist nicht ausschließlich die "schœne", die König Gurmun an seiner Frau zu schätzen weiß, auch ihre "wîsheit" zeichnet die Königin Irlands aus. Bei der besagten Isolde handelt es sich um die Figur Königin Isolde von Irland aus Gottfrieds Versroman "Tristan und Isolde". Sie ist sehr gebildet und handelt autonom. Dabei begegnet sie dem König in Regierungsgeschäften auf Augenhöhe. Nicht nur durch ihre rhetorischen Fähigkeiten ist Isolde den männlichen Figuren des Werkes intellektuell überlegen, ihre Klugheit manifestiert sich ebenfalls in ihren medizinischen Fähigkeiten. Außerdem scheint sie der Zauberei mächtig zu sein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Darstellung des Forschungsstandes und Herleitung der Arbeitsthese

2 Analyse der Verse 9264-9982 im Hinblick auf die Darstellung der Königin Isolde

2.1 Die magischen Fähigkeiten Isoldes

2.2 Die heilenden Fähigkeiten Isoldes

2.3 Die rhetorischen Fähigkeiten Isoldes

2.4 Fazit der Analyse im Hinblick auf die Rolle der Frau im Mittelalter

2.5 Einfluss des Keltischen auf die Figur Königin Isolde

3 Abschlussbetrachtung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Figur der Königin Isolde im Versroman "Tristan und Isolde" von Gottfried von Straßburg und analysiert, inwiefern ihre Darstellung ein Aufbrechen traditioneller, geschlechtsspezifischer Rollenbilder im hochmittelalterlichen Kontext darstellt. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, wie Isolde durch ihre spezifischen Fähigkeiten und ihr autonomes Handeln als politische Entscheidungsträgerin agiert.

  • Analyse der magischen und heilenden Fähigkeiten Isoldes als Ausdruck ihres Intellekts.
  • Untersuchung der rhetorischen Gewandtheit und Gesprächsstrategien der Königin.
  • Reflektion der juristischen und politischen Rolle der Frau im Vergleich zu höfischen Konventionen.
  • Einfluss keltischer Prägungen und Mythen auf die Figurengestaltung.
  • Bewertung Isoldes als eine für das Mittelalter außergewöhnliche, emanzipierte Frauenfigur.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die magischen Fähigkeiten Isoldes

Nur mithilfe ihrer Zauberkraft kann sie sehen, dass der Truchsess lügt:

ir tougenlîche liste,

von den si wunder wiste,

daz s`in ir troume gesach,

daz ez niht alsô geschach,

als der lantschal sagete

(V. 9301-9305).

Der hellseherische Zaubertraum hat die Funktion, der Königin „[…] Mut zu machen und sie in ihrer Sache zu bestätigen, vielleicht auch, sie auf die rechte Fährte zu setzen, um sich listig gegen den Truchsess zu behaupten“15. Der Traum bestärkt Isolde darin, gegen den Truchsess vorzugehen und ihn als Lügner zu entlarven. Wegen dieser Fähigkeiten kann sie sich auf die Suche nach dem wahren Drachentöter machen und die Hochzeit verhindern. Lydia Miklautsch bezeichnet sie in diesem Zusammenhang als „Drahtzieherin“16. Lambertus Okken hingegen stellt in Frage, ob es sich bei diesen Fähigkeiten um magische Kräfte handele oder der Traum lediglich „harmlose naturwissenschaftliche Manipulationen natürlicher Erkenntnismöglichkeiten“17 sei.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Darstellung des Forschungsstandes und Herleitung der Arbeitsthese: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die bisherige Forschung zu Isolde und legt die Basis für die These, dass ihre Figur patriarchalische Rollenbilder durchbricht.

2 Analyse der Verse 9264-9982 im Hinblick auf die Darstellung der Königin Isolde: Der Hauptteil analysiert die Kernszene der Handlung unter Berücksichtigung verschiedener Kompetenzbereiche der Figur.

2.1 Die magischen Fähigkeiten Isoldes: Untersucht wird die Funktion des Zaubertraums als Mittel zur Wahrheitsfindung und zur Stärkung der Eigeninitiative Isoldes.

2.2 Die heilenden Fähigkeiten Isoldes: Dieses Kapitel erläutert, wie medizinisches Wissen und Heilkunst Isoldes Intellekt unterstreichen und ihren Status als kluge Frau festigen.

2.3 Die rhetorischen Fähigkeiten Isoldes: Es wird analysiert, wie Isolde durch geschickte Kommunikation ihren Ehemann und das Gericht lenkt und den Truchsess argumentativ überführt.

2.4 Fazit der Analyse im Hinblick auf die Rolle der Frau im Mittelalter: Dieses Kapitel setzt Isoldes Handlungsspielraum in Bezug zur sozialen Stellung der Frau und zeigt die außergewöhnliche Sonderstellung auf.

2.5 Einfluss des Keltischen auf die Figur Königin Isolde: Untersucht werden die Ursprünge der Figurenkonzeption in keltischen Mythen und deren Auswirkungen auf das dargestellte Frauenbild.

3 Abschlussbetrachtung und Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Isolde durch ihre Fähigkeiten und Emanzipation eine literarische Ausnahmegestalt im Tristan-Roman darstellt.

Schlüsselwörter

Gottfried von Straßburg, Tristan und Isolde, Königin Isolde, Mittelalter, Geschlechterrolle, Emanzipation, Magie, Heilkunst, Rhetorik, Keltik, Hofgesellschaft, Literaturwissenschaft, Frauenbild, Matristik, Gerichtsherrin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Figur der Königin Isolde im Versroman von Gottfried von Straßburg, insbesondere ihre Darstellung als intellektuell überlegene und handelnde Frau, die traditionelle höfische Rollenbilder bricht.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse ihrer magischen, medizinischen und rhetorischen Fähigkeiten sowie auf dem Einfluss keltischer Mythen und mittelalterlicher Gesellschaftsstrukturen auf ihr Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Gottfried von Straßburg eine Figur schafft, die traditionelle Geschlechterhierarchien durchbricht und durch ihre Autonomie als "moderne" Frau erscheint.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine Szenenanalyse der Verse 9264-9982 unter Hinzuziehung zahlreicher mediävistischer Forschungsbeiträge, um die Handlungsweise Isoldes literaturwissenschaftlich zu kontextualisieren.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil werden die spezifischen Fähigkeiten Isoldes (Magie, Heilkunde, Rhetorik) analysiert, ihre juristische Rolle im Gerichtssaal untersucht und die keltischen Ursprünge ihrer Figurengestaltung reflektiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Emanzipation, höfische Konvention, rhetorische Gewandtheit, politischer Handlungsspielraum und die kritische Auseinandersetzung mit "weiblicher Schwäche" im Mittelalter.

Wie unterscheidet sich Isolde von anderen Frauenfiguren des Mittelalters?

Im Gegensatz zu dem damaligen Ideal einer untertänigen, inaktiv beobachtenden Frau agiert Isolde als politische Entscheidungsträgerin, die juristische Befugnisse besitzt und ihre Ziele aktiv und strategisch verfolgt.

Welche Rolle spielt die Rhetorik für Isolde in der Gerichtsverhandlung?

Die Rhetorik ist für Isolde ein zentrales Werkzeug, um den Truchsess öffentlich zu entlarven, ihren Ehemann von ihrem Standpunkt zu überzeugen und ihre Machtposition als Vertreterin der Königsfamilie zu festigen.

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Résumé des informations

Titre
Das weibliche Rollenbild der höfischen Frau in "Tristan und Isolde". Am Beispiel der Figur der Königin Isolde
Sous-titre
Szenenanalyse / Textauszug V. 9264-9982
Université
University of Osnabrück  (Germanistik/Mediävistik)
Cours
Drachenkämpfe in mittelhochdeutscher Epik und Legende
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
12
N° de catalogue
V1319973
ISBN (ebook)
9783346821652
ISBN (Livre)
9783346821669
Langue
allemand
mots-clé
Tristan und Isolde Königin Isolde Rollenbild der Frau traditionelles weibliches Rollenbild Gottfried von Straßburg Frauenbild
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2022, Das weibliche Rollenbild der höfischen Frau in "Tristan und Isolde". Am Beispiel der Figur der Königin Isolde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1319973
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Extrait de  12  pages
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