Inwiefern hat sich das Fernsehen im Zuge der Corona-Krise verändert? Gegenstand der Arbeit ist das Fernsehangebot in Deutschland und dessen Veränderungen, welche durch die Corona-Krise hervorgerufen wurden. Das methodische Vorgehen der Arbeit konzentriert sich auf die Auswertung von aktuellen Studien zum Thema Fernsehen, die beispielsweise von der AGF Videoforschung und der ARD und dem ZDF durchgeführt bzw. in Auftrag gegeben wurden. Das Ziel der Arbeit ist es, herauszuarbeiten, wie sich das Fernsehen in den einzelnen Punkten Zuschauerverhalten, Fernsehformate und Werbung durch die Corona-Krise verändert hat. Der Aufbau der vorliegenden Arbeit gliedert sich in die Einleitung, den Theorieteil, der sich mit dem Fernsehen im digitalen Zeitalter beschäftigt, auf die Unterschiede zwischen linearem und non-linearen Fernsehen eingeht, die wachsende Bedeutung von Streamingdiensten herausarbeitet und einen kurzen Überblick zur Corona-Krise gibt. Im Anschluss daran folgt der Analyseteil, der sich mit den Veränderungen des Fernsehens durch die Corona-Krise beschäftigt und auf die Unterpunkte Zuschauerverhalten, Fernsehformate und Werbung näher eingeht. Zuletzt folgt eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Fernsehen im digitalen Zeitalter
2.1 Lineares & non-lineares Fernsehen
2.2 Streamingdienste
2.3 Corona-Krise
3. Veränderung des Fernsehens durch die Corona-Krise
3.1 Zuschauerverhalten
3.2 Fernsehformate
3.3 Werbung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Corona-Krise das Fernsehverhalten sowie das Angebot und die Wahrnehmung von Fernsehformaten und Werbung in Deutschland verändert hat.
- Analyse des Wandels im Zuschauerverhalten während der Pandemie.
- Untersuchung der Relevanz verschiedener Fernsehgenres und Nachrichtenformate.
- Evaluation der Rolle von Fernsehwerbung als Informations- und Motivationsinstrument.
- Vergleichende Betrachtung von linearem Fernsehen und Streamingdiensten.
Auszug aus dem Buch
3.1 Zuschauerverhalten
Die Nutzungsdauer der Medien hat sich durch den ersten Lockdown im Jahr 2020 durchaus verändert, das stellen die Ergebnisse der Sonderauswertung der ARD/ZDF-Massenkommunikation Langzeitstudie mit dem Titel „Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Mediennutzung, Motive und Bewertungen“ heraus. So konnte der Tageskonsum des linearen Fernsehens bei den Menschen ab 14 Jahren um 4 Prozentpunkte auf 67 % zulegen, insbesondere bei den 30- bis 49-Jährigen nahm der Konsum von Fernsehsendungen zum Zeitpunkt ihrer Ausstrahlung um 6 Prozentpunkte zu und stieg auf 58 % an. Interessant sind auch die Zuwächse bei den 50- bis 69-Jährigen und den Menschen ab 70 Jahren, bei der ersten Gruppe erhöhte sich die Tagesreichweite des linearen Fernsehens um 3 Prozentpunkte auf 84 % und bei der älteren Generation sogar um 8 Prozentpunkte auf 93 % Tagesreichweite. Das Ansehen von Fernsehsendungen in Mediatheken oder auf YouTube konnte dagegen insgesamt bei den Menschen über 14 Jahren kein Plus verzeichnen, nur bei den 30- bis 49-Jährigen schienen sie etwas beliebter zu sein, als noch vor der Corona-Krise, da hier ein leichter Anstieg um 2 Prozentpunkte verzeichnet werden konnte.
Insbesondere Bewegtbildinhalte der Streamingdienste (z.B. Amazon Prime oder Netflix) konnten ihre Reichweite durch den Lockdown im Jahr 2020 merklich steigern, da die Tagesreichweite um 2 Prozentpunkte auf 18 % bei den Bürger*innen ab 14 Jahren anstieg. Besonders in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen verzeichnete die Studie einen Anstieg um 5 Prozentpunkte von vormals 38 % auf 43 % im Vergleich zu der Zeit, als Corona den Alltag noch nicht beeinflusste.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an den Veränderungen der Mediennutzung, insbesondere des Fernsehens, unter dem Einfluss der COVID-19-Pandemie in Deutschland.
2. Fernsehen im digitalen Zeitalter: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des linearen und non-linearen Fernsehens sowie die wachsende Bedeutung von Streamingdiensten und stellt den Kontext zur Corona-Krise her.
3. Veränderung des Fernsehens durch die Corona-Krise: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Auswirkungen der Pandemie auf das Zuschauerverhalten, die Beliebtheit bestimmter Fernsehformate und die veränderte Funktion von Werbung.
4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Forschungsergebnisse zusammen und betont die positive Entwicklung des Fernsehkonsums sowie die veränderte Rolle des Mediums als Informationsquelle und Begleiter in der Krise.
Schlüsselwörter
Fernsehen, Medientheorie, Corona-Krise, Zuschauerverhalten, Streamingdienste, Nachrichtenformate, Fernsehwerbung, Mediennutzung, ARD, ZDF, Pandemie, Digitalisierung, Lockdown, TV-Konsum, Bewegtbild.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das deutsche Fernsehangebot und die entsprechenden Veränderungen im Nutzungsverhalten der Bevölkerung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Analyse konzentriert sich auf die drei Säulen Zuschauerverhalten, Fernsehformate und die veränderte Rolle von TV-Werbung während der Krise.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis aktueller Studien herauszuarbeiten, wie die Corona-Krise das Fernsehen als Informationsmedium und Unterhaltungsplattform transformiert hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung stützt sich auf die Auswertung aktueller empirischer Studien, insbesondere der ARD/ZDF-Massenkommunikations-Langzeitstudie sowie Daten der AGF Videoforschung und Ad Alliance.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Beobachtung des Zuschauerverhaltens, die Analyse bevorzugter Fernsehgenres in der Krise und die psychologische Bedeutung von Werbung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Fernsehen, Zuschauerverhalten, Streamingdienste, Corona-Krise, Mediennutzung und Fernsehformate.
Wie hat sich das lineare Fernsehen laut der Studie durch die Pandemie verändert?
Es konnte entgegen dem vorherigen Trend rückläufiger Zahlen seine Reichweite deutlich steigern, insbesondere bei der älteren Zielgruppe, da ein erhöhtes Informationsbedürfnis bestand.
Welche Rolle spielte TV-Werbung abseits von Produktplatzierungen?
Werbung wurde vermehrt für gesellschaftlich relevante Kampagnen genutzt, wie etwa zur Aufklärung über die Corona-Infektion und zur Förderung der AHA-Regeln.
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- Anonym (Author), 2021, Fernsehen in Zeiten von Corona, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1320871