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Drubbel- und Eschsiedlung im Münsterland

Ihre Beiträge zur Altersdatierung der historischen Kulturlandschaft

Título: Drubbel- und Eschsiedlung im Münsterland

Trabajo Escrito , 2007 , 23 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Ingo Andreä (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía regional
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Der Mensch verwandelt seit über 60 000 Jahren die vorhandene Naturlandschaft durch Viehhaltung und Anbau von Pflanzen in eine Kulturlandschaft. Die ersten Artefakte von Werkzeugen stammen aus dem frühen Eiszeitalter (Villafranchium). Bis zum Mittelneolithikum ( ca. 5. und erste Hälfte des 4. Jahrtausends v. Chr.) gab es nur die Völker der Jäger- und Sammler, die mit geschliffenen Steingeräten jagten und Keramiken herstellten und benutzten. Die ersten bekannten Zeugnisse von Seßhaftigkeit durch eine ackerbautreibende Bevölkerung stammen wahrscheinlich aus Mesopotamien. Ob dies aber die ersten anthropogen verursachten Veränderungen im naturlandschaftlichen Charakter sind, läßt sich nicht exakt klären. Es sei dahingestellt, ob diese Annahme richtig ist, oder ob das Fehlen von älteren Belegen nur eine Forschungslücke ist.
Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt auf den verschiedenen Flur- und Siedlungsformen. Den Schwerpunkt bildet die Form der Drubbel- und Eschsiedlung rund um die heutige Stadt Münster. Was macht die besondere Fokussierung auf das Münsterland aus? Oder besser gefragt, warum ist das nordwestdeutsche und Teile des niederländischen Tieflandes so besonders in der Flurgestaltung? Die Gewannenflur, eine Flurform, die in Folge der zellengebundenen Dreiffelderwirtschaft und des Erbrechtes entstanden ist, ist nur von untergeordneter Bedeutung. Wieso sind die frühzeitlichen Siedlungsverhältnise Westfalens so bedeutsam für die Altersdatierung in der historischen Kulturlandschaft und welche Bedeutung kommt dabei neben den archäologischen Funden der Palynologie (Pollenanalyse) zu?
Im nordwestlichen Münsterland wurde mit Hilfe der Pollenanalyse die Datierung von Drubbel- und Eschsiedlungen näher bestimmt. Die Palynologie unterstützt die Auswertung der archäologischen Fundstätten und führt zu einer historischen Vegetationskatierung. Die Intensität der Siedlungstätigkeit kann durch eine Pollenanalyse nachgewiesen werden und gibt einen tieferen Einblick in die Siedlungstätigkeit und damit gleichzeitig in die Anbautätigkeit der frühmittelalterlichen Kulturen.
Neben diesem kurzen Einblick wird im Folgendem eine tiefer gehendere Auseinandersetzung mit der Besiedelung und dem dazugehörigen landwirtschaftlichen Anbau im Münsterland beschrieben.
Die Drubbel´s (Drubbelsiedlungen) werden seit Anfang des letzten Jahrhunderts in den Vordergrund der Forschung gesetzt. ....

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 .Der Beginn der Seßhaftigkeit als Beginn für die Siedlungsgeschichte

2.1 Die Entwicklung der Naturlandschaft und Kulturlandschaft Nordwestdeutschlands

2.2 Exkurs Definition Dorf

2.3 Siedlungsperiode der jüngeren Eisenzeit

3. Ursprung und Entwicklung der Flurformen in der Debatte

3.1 Untersuchungsmethoden zur näheren Bestimmung der Altersdatierung

3.2 Der Drubbel – Form und Aufbau im Kontext zur Langstreifenflur

3.3 Von der Urformen bis zur Gegenwart – Genese einer Siedlung

4. Schlussbetrachtung/Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Siedlungsentwicklung im Münsterland mit einem besonderen Fokus auf Drubbel- und Eschsiedlungen. Ziel ist es, die Bedeutung dieser Siedlungsformen für die Altersdatierung der historischen Kulturlandschaft zu analysieren und dabei moderne wissenschaftliche Methoden wie die Pollenanalyse in den Kontext archäologischer Funde zu setzen.

  • Historische Entwicklung der Besiedelung im Münsterland
  • Klassifizierung und Genese der Drubbel- und Eschsiedlungen
  • Methoden zur Altersbestimmung historischer Siedlungsformen
  • Interdisziplinäre Verknüpfung von Archäologie und Palynologie
  • Debatte um die Urformen der Flurgestaltung

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Drubbel – Form und Aufbau im Kontext zur Langstreifenflur

Die Langstreifenflur beschreibt ein Flurstück, das in lange, schmale Streifen gegliedert ist.Sie erhält durch die Bearbeitung mit dem Pflug eine leicht geschwungene s-förmigen Form. Um dieses Feldstück befinden sich die Hofstellen. Entweder in der Form eines Ringes (Ringdrubbel) oder in Form eines Haufens (Haufendrubbel). Beim Haufendrubbel liegen die Höfe in der Mitte zweier Felder im Verband. Andere Formen, die von diesen typischen Drubbelformen abweichen, sind auch vorhanden, aber seltener.

Der Begriff Drubbel kommt aus dem Altniederdeutschen und bedeutet „kleiner Trupp“, wobei Trupp von Dorf kommt. Diese Ortsform verwendete in der Literatur zuerst MÜLLER-WILLE und meint damit eine Siedlung mit drei bis fünfzehn Höfen, die ungefähr 25 bis 100 Einwohner hat. Er wählte diese Unterteilung deshalb, weil die sozialen Strukturen in einen Dorf vielschichtiger waren, als die in einem Drubbel (Handwerksbetriebe, Gewerbetreibende und viele weitere wirtschaftliche Elemente). Ein Dorf besitzt teilweise schon städtische Elemente, der Drubbel dagegen nicht.

Eine klare Begriffseingrenzung des Drubbels lässt sich nur durch die Ortsform finden. Die aus wenigen Höfen bestehende Siedlung hat unregelmäßig begrenzte blockartige Hofplätze und nicht gereihte Häusern mit einer streifigartigen Gemengenflur. Nach MÜLLER-WILLE lassen sich sechs niederdeutsche Formen unterscheiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Menschheitsgeschichte im Kontext der Kulturlandschaftsentwicklung und umreißt die Relevanz der Drubbel- und Eschsiedlungen für die Region Münsterland.

2 .Der Beginn der Seßhaftigkeit als Beginn für die Siedlungsgeschichte: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Siedlungsgeographie und die Transformation von nomadischen Lebensweisen hin zu bäuerlichen Siedlungsstrukturen.

2.1 Die Entwicklung der Naturlandschaft und Kulturlandschaft Nordwestdeutschlands: Es wird der landschaftliche Wandel seit dem Neolithikum und der Einfluss früher Kulturen auf die nordwestdeutsche Geestlandschaft beschrieben.

2.2 Exkurs Definition Dorf: Dieser Abschnitt dient der terminologischen Abgrenzung des Begriffs „Dorf“ von verwandten Siedlungsformen wie Drubbel oder Einzelhof.

2.3 Siedlungsperiode der jüngeren Eisenzeit: Hier wird der Übergang vom Wanderfeldbau zum Dauerfeld sowie die Entstehung von Flurzwangswirtschaften thematisiert.

3. Ursprung und Entwicklung der Flurformen in der Debatte: Das Kapitel widmet sich dem fachwissenschaftlichen Diskurs über das Alter verschiedener Flurformen und beleuchtet konkurrierende Theorien.

3.1 Untersuchungsmethoden zur näheren Bestimmung der Altersdatierung: Vorstellung der wissenschaftlichen Verfahren zur Altersbestimmung, insbesondere archäologischer Funde und der C-14-Methode.

3.2 Der Drubbel – Form und Aufbau im Kontext zur Langstreifenflur: Detaillierte Analyse der baulichen und räumlichen Struktur von Drubbelsiedlungen und ihrer Beziehung zur umgebenden Flur.

3.3 Von der Urformen bis zur Gegenwart – Genese einer Siedlung: Untersuchung, wie sich Siedlungsstrukturen über Jahrhunderte erhalten haben und welche Methoden zur Rekonstruktion ihrer Entstehung beitragen.

4. Schlussbetrachtung/Resümee: Kritische Würdigung des Forschungsstandes und Plädoyer für eine systematische, interdisziplinäre Weiterführung der Siedlungsforschung.

Schlüsselwörter

Münsterland, Drubbel, Eschsiedlung, Kulturlandschaft, Siedlungsgeschichte, Pollenanalyse, Langstreifenflur, Archäologie, Weidebauerntum, Altersdatierung, Flurform, C-14-Methode, Geestlandschaft, Siedlungsgeographie, Neolithikum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Siedlungsgeschichte im Münsterland und analysiert spezifisch Drubbel- und Eschsiedlungen als prägende Elemente der historischen Kulturlandschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Entstehung bäuerlicher Siedlungsformen, die Genese von Flurformen und die wissenschaftlichen Methoden zur Altersdatierung dieser Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die historische Bedeutung und den Aufbau dieser Siedlungsformen zu klären sowie die Tragfähigkeit älterer siedlungsgeographischer Theorien im Lichte heutiger Forschung zu überprüfen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der archäologische Funde, Pollenanalyse (Palynologie), Katasterauswertungen und siedlungsgeographische Analysen kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entwicklung der Seßhaftigkeit, die Debatte um die Herkunft verschiedener Flurformen sowie eine detaillierte Differenzierung der verschiedenen Drubbel-Typen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Münsterland, Drubbel, Eschsiedlung, Kulturlandschaft, Pollenanalyse und Siedlungsgeographie charakterisiert.

Warum spielt die Pollenanalyse eine so wichtige Rolle?

Die Pollenanalyse ermöglicht den Nachweis prähistorischer Anbau- und Siedlungstätigkeiten, was für die chronologische Einordnung der ansonsten schwer datierbaren Drubbelsiedlungen essenziell ist.

Wie unterscheidet sich der Drubbel von einem Dorf?

Der Drubbel wird als lockere Gruppensiedlung definiert, die im Gegensatz zum Dorf weniger komplexe soziale oder wirtschaftliche Strukturen (wie Handwerk oder Handel) aufweist.

Was besagt die Eschkerntheorie von NIEMEIER?

NIEMEIER differenziert in seiner Theorie die Eschflur nach bestimmten Kriterien wie Umriss, Aufteilung und Parzellenbreite, um verschiedene Eschtypen voneinander abzugrenzen.

Welche Bedeutung hat das Erbrecht für die Siedlungsform?

Das Erbrecht trug maßgeblich zur Parzellierung von Feldern bei, was wiederum die Notwendigkeit von Flurzwangswirtschaften und die spezifische Ausformung der Langstreifenflur beeinflusste.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Drubbel- und Eschsiedlung im Münsterland
Subtítulo
Ihre Beiträge zur Altersdatierung der historischen Kulturlandschaft
Universidad
University of Hamburg  (Fachbereich Geographie)
Curso
Oberseminar: Norddeutschland – Kulturlandschaft, Siedlung und Wirtschaft
Calificación
2
Autor
Ingo Andreä (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
23
No. de catálogo
V132310
ISBN (Ebook)
9783640410521
ISBN (Libro)
9783640410644
Idioma
Alemán
Etiqueta
Drubbel- Eschsiedlung Münsterland Ihre Beiträge Altersdatierung Kulturlandschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ingo Andreä (Autor), 2007, Drubbel- und Eschsiedlung im Münsterland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132310
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