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Fußball als Medium sozialen Lernens

Kritische Reflexion eines Modellprojektes an der BBS 6 und Folgerungen für die schulische Praxis

Titre: Fußball als Medium sozialen Lernens

Epreuve d'examen , 2006 , 88 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Daniel Fleischmann (Auteur)

Sport - Sociologie du sport
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die aktuellen Berichterstattungen in den Medien haben der Öffentlichkeit aufgezeigt,
wie problematisch die Entwicklungen an unseren Schulen sind. Die Darstellungen
von gewaltbereiten, kriminellen und schlecht erzogenen Schülerinnen und
Schülern (SuS), die keinerlei Werte mehr kennen, sind zwar meistens ziemlich
einseitig und verallgemeinern, an den Haaren herbeigezogen ist die Problematik
jedoch keinesfalls. Die Verhaltensweisen, insbesondere an Hauptschulen und in
darauf folgenden Maßnahmen wie dem BVJ, sind hier zum Teil sehr bedenklich.
Auf der einen Seite finden wir tatsächlich eine hohe Gewaltbereitschaft, viele SuS
sind vorbestraft und Tugenden wie gegenseitige Akzeptanz und Respekt scheinen
unwichtig geworden zu sein. Auf der anderen Seite ist die Motivation der SuS erschreckend
niedrig. Die ‚Null-Bock-Stimmung’ ist hier deutlich spürbar, besonders
in Hinsicht auf Schule. Es liegt auf der Hand, was hier heranwächst ist die nächste
Generation der ‚Unterschicht’, wie sie seit kurzem genannt wird. Dies ist sicherlich
provokant zu verstehen, doch es spiegelt genauso die Realität wider. Deshalb benötigen
sozial benachteiligte SuS dringend Unterstützung, damit sie auf den rechten
Weg finden und Integration in die Gesellschaft erfolgreich geschehen kann.
Doch wie kann eine solche Unterstützung aussehen? An der Berufsbildenden
Schule 6 Hannover wurde im Schuljahr 2005/2006 ein Modellprojekt durchgeführt,
bei dem soziales Lernen im Mittelpunkt stand. So wurde im BVJ-Bereich ein völlig
neuartiges Unterrichtsfach entwickelt, dass in besonderer Art und Weise Sozialkompetenz
vermitteln sollte. Die Interessen der SuS standen dabei im Mittelpunkt,
um auf diese Weise die Leistungs- und Lernbereitschaft zu steigern. Das Motto
Fußball als Medium schulischer und beruflicher Qualifikation lässt unschwer erkennen,
welcher Ansatzpunkt für soziales Lernen für das Projekt ausgewählt wurde.
Meine Arbeit wird das Projekt umfangreich beschreiben. Die gesamte Realisierung
wird hier thematisiert, um den Ablauf und die Organisation genau zu beleuchten.
Zunächst wird der Begriff des sozialen Lernens anhand verschiedener theoretischer Ansätze definiert. Im Anschluss wird die Durchführung des Projektes umfassend beschrieben und reflektiert. Im letzten Teil werden anhand der Ergebnisse mögliche Folgerungen für die schulische Praxis formuliert und insbesondere die signifikante Rolle des Faches Sport im Hinblick auf soziales Lernen dargestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 SOZIALES LERNEN - ERLÄUTERUNG EINES VAGEN BEGRIFFS

2.1 GEGENÜBERSTELLUNG VERSCHIEDENER THEORIEN SOZIALEN LERNENS

2.1.1 Dialektische Bildungstheorie

2.1.2 Phänomenologie

2.1.3 Der Psychoanalytische Ansatz

2.1.4 Lerntheorie

2.1.5 Interaktionistische Rollentheorie

2.1.6 Der sozial-kognitive Ansatz

2.2 INTERPRETATIONEN UND AUSPRÄGUNGEN SOZIALEN LERNENS IM SCHULSPORT

2.2.1 Funktionales und sozialkritisches Verständnis sozialen Lernens

2.2.2 Soziales Lernen als aktiver Prozess

2.2.3 Peer-Interaktion

2.3 SCHULE ALS ORT FÜR SOZIALERZIEHUNG

2.4 SCHULSPORT ALS MEDIUM ZUR ÜBERMITTLUNG VON SOZIALKOMPETENZ

2.4.1 Aufgaben des Schulsports

2.4.2 Ziele des Schulsports

2.4.3 Gewichtung der Zielkompetenzen

3 DAS PROJEKT „FUßBALL ALS MEDIUM SCHULISCHER UND BERUFLICHER QUALIFIKATION“ AN DER BERUFSBILDENDEN SCHULE 6 HANNOVER

3.1 SIGNIFIKANTE MERKMALE DES BVJ DER BBS 6 - SOZIALER, GESELLSCHAFTLICHER UND KULTURELLER KONTEXT DER KLIENTEL

3.1.1 Entwicklungsaspekte

3.1.2 Kultureller Hintergrund

3.1.3 Sprachliche Probleme

3.1.4 Frustration als Ursache für aggressives Verhalten

3.2 FUßBALL ALS MEDIUM SOZIALEN LERNENS

3.3 AUFBAU UND DURCHFÜHRUNG DES PROJEKTES

3.3.1 Ziele

3.3.2 Die Beteiligten

3.3.3 Die Inhalte

3.3.4 Anforderungen

3.4 DIE LERNGRUPPE UND DAS VERHALTEN DER SCHÜLER ZU BEGINN DES PROJEKTES

3.4.1 Erste Probleme

3.4.2 Konsequenz: Einteilung in A- und B-Gruppe

3.4.3 Die A-Gruppe

3.4.4 Selbstverpflichtungserklärung als Instrument zur Einhaltung von Regeln

4 DIE SOZIALE ENTWICKLUNG DER SCHÜLER

4.1 EINSCHÄTZUNGEN DER ÜBUNGSLEITER

4.1.1 Umgang der Schüler miteinander

4.1.2 Deutsch als Unterrichtssprache

4.1.3 Das Hallenturnier an der IGS Roderbruch

4.1.4 Das Turnier des SBW

4.1.5 Betriebspraktikum

4.1.6 Umgehen mit Niederlagen

4.1.7 Wachsender Teamgeist

4.1.8 Übernahme von Verantwortung und wachsendes Selbstvertrauen

4.1.9 Identifikation

4.1.10 Grenzen: Der zeitweise Rückfall in alte Verhaltensmuster

4.2 DIE SICHTWEISE DES KLASSENLEHRERS

4.3 DIE SICHTWEISE DER SCHÜLER

4.4 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE

5 FOLGERUNGEN FÜR DIE SCHULISCHE PRAXIS

6 SCHLUSSWORT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Modellprojekt „Fußball als Medium schulischer und beruflicher Qualifikation“ an der Berufsbildenden Schule 6 Hannover, um das Potenzial des Schulsports für soziales Lernen bei sozial benachteiligten Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten aufzuzeigen und Strategien für die pädagogische Praxis abzuleiten.

  • Theoretische Fundierung des sozialen Lernens im Sport
  • Analyse des sozialen und kulturellen Kontextes der Zielgruppe im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)
  • Konzeption und Durchführung eines fußballbasierten Förderprojekts
  • Reflektion der sozialen Entwicklung der Schüler durch mehrperspektivische Auswertung
  • Schlussfolgerungen für eine sozialwirksame Schulpraxis im Sportunterricht

Auszug aus dem Buch

3.2 Fußball als Medium sozialen Lernens

Verfolgt eine Schule das Ziel, soziales Lernen im Rahmen des Sportunterrichts auszuweiten, muss zunächst entschieden werden, welche sportspezifischen Elemente dafür besonders geeignet sind. Konkret stellt sich die Frage, welche Bewegungsformen oder Sportarten für eine bestimmte Lerngruppe angemessen sind. Es ist bekannt, dass sich nicht jede Bewegung auch pauschal für jede Altersstufe, Schulform und Lerngruppe sinnvoll nutzen lässt. Die bereits genannte Passung soll sicherstellen, dass hinsichtlich des sozialen Lernens die Inhalte ein geeignetes Medium dafür darstellen. Um soziales Lernen in einer Lerngruppe zu fördern, müssen die ausgewählten Bewegungsformen und Sportarten zu ihr passen. Auf diese Weise wird eine personenorientierte Interaktion möglich, weil sich die Schüler in ihren Bedürfnissen akzeptiert fühlen und sich nicht der üblichen Schülerrolle unterwerfen müssen, sondern auf ihre Art und Weise handeln können (Ungerer-Röhrich 1990, S. 27f.).

Für das Projekt an der BBS 6 Hannover mussten deswegen sportliche Perspektiven gefunden werden, die die Schüler auch erreichen würden. Es muss hier noch einmal betont werden, dass es im BVJ häufig misslingt, Schüler während ihres einjährigen Schulbesuches überhaupt auf irgendeine Weise zu erreichen. Somit kam dem Übermittlungsmedium eine umso größere Signifikanz zu. Bei dem Versuch, eine besondere Förderung durch Sport zu realisieren, muss man die Schüler dort ‚abholen’ wo sie stehen. Unter dem Stichwort „Kompetenzfeststellung“ (Bojanowski 2006, S. 335f.) muss die Wahl des Mediums den kognitiven und sozialen Entwicklungsstand der Schüler mit einbeziehen, vor allem aber auch ihre Interessen und Fähigkeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit von Sozialerziehung bei benachteiligten Jugendlichen und stellt ein Modellprojekt an der BBS 6 Hannover vor.

2 SOZIALES LERNEN - ERLÄUTERUNG EINES VAGEN BEGRIFFS: Es werden zentrale theoretische Ansätze des sozialen Lernens (dialektisch, phänomenologisch, psychoanalytisch, lerntheoretisch) erörtert und auf den Schulsport bezogen.

3 DAS PROJEKT „FUßBALL ALS MEDIUM SCHULISCHER UND BERUFLICHER QUALIFIKATION“ AN DER BERUFSBILDENDEN SCHULE 6 HANNOVER: Dieser Abschnitt beschreibt die Ausgangslage der Klientel, die Ziele des Projekts sowie den strukturellen Aufbau und die Anforderungen für die Teilnehmer.

4 DIE SOZIALE ENTWICKLUNG DER SCHÜLER: Auf Basis von Übungsleiter-Beobachtungen, Klassenlehrer-Einschätzungen und Schüler-Feedback wird der Verlauf der sozialen Entwicklung während des Projekts analysiert.

5 FOLGERUNGEN FÜR DIE SCHULISCHE PRAXIS: Es wird diskutiert, warum der Sportunterricht ein besonderes Potenzial für Sozialerziehung bietet und wie Projekte dieser Art langfristig erfolgreich implementiert werden können.

6 SCHLUSSWORT: Zusammenfassende Reflektion des Projekterfolgs und Betonung der Notwendigkeit einer frühzeitigen und kontinuierlichen Förderung durch gezielte Sozialerziehung im Schulsport.

Schlüsselwörter

Soziales Lernen, Schulsport, Fußball, Berufsvorbereitungsjahr, Sozialkompetenz, Verhaltensauffälligkeiten, Sozialerziehung, Teamleiterlizenz, Perspektivenübernahme, Schulische Praxis, Jugendliche, Sportpädagogik, Interaktion, Handlungsfähigkeit, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht ein spezifisches Modellprojekt an einer Berufsbildenden Schule in Hannover, bei dem Fußball genutzt wurde, um soziales Lernen bei Jugendlichen im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) zu fördern.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Arbeit?

Zentral sind die theoretische Herleitung von sozialem Lernen, die Analyse der Lebenswelt schwieriger Lerngruppen sowie die praktische Umsetzung von Fußballtraining als erzieherisches Mittel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie soziales Verhalten durch eine gezielte Passung von Inhalten an die Bedürfnisse der Schüler verbessert werden kann, um eine bessere Integration in die Gesellschaft zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Untersuchung nutzt eine mehrperspektivische Reflektion, basierend auf Beobachtungen der Übungsleiter, Einschätzungen des Klassenlehrers sowie einer Selbstevaluation durch die Schüler mittels Fragebögen.

Was ist der Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse der Ausgangsbedingungen der Schüler an der BBS 6 sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung des einjährigen Fußball-Modellprojekts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die wichtigsten Schlagworte sind soziales Lernen, Schulsport, Sozialkompetenz, Verhaltensauffälligkeiten, Berufsvorbereitungsjahr und Sportpädagogik.

Warum spielt die Selbstverpflichtungserklärung eine Rolle?

Sie dient als pädagogisches Instrument, um Verhaltensregeln verbindlich zu machen und den Schülern durch eine Gegenleistung (Spielphasen) einen Anreiz für regelkonformes Handeln zu bieten.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Projektdauer?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein Jahr oft nicht ausreicht, um bei Jugendlichen mit extremen Verhaltensauffälligkeiten dauerhafte Verhaltensänderungen zu etablieren, weshalb eine langfristige Nachbetreuung essenziell ist.

Fin de l'extrait de 88 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Fußball als Medium sozialen Lernens
Sous-titre
Kritische Reflexion eines Modellprojektes an der BBS 6 und Folgerungen für die schulische Praxis
Université
University of Hannover  (Institut für Sportwissenschaft)
Note
1,0
Auteur
Daniel Fleischmann (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
88
N° de catalogue
V132449
ISBN (ebook)
9783640382583
ISBN (Livre)
9783640383108
Langue
allemand
mots-clé
Fußball Medium Lernens Kritische Reflexion Modellprojektes Folgerungen Praxis
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniel Fleischmann (Auteur), 2006, Fußball als Medium sozialen Lernens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132449
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Extrait de  88  pages
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