Best Practice der Förderung von Technologiegründungen. Implikationen für die Gründungsförderung an Hochschulen im Bereich Erneuerbarer Energien


Diplomarbeit, 2009

121 Seiten, Note: 2,0

Anonym


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Zum Gegenstand der Arbeit
1.1. Hochschulen als Quellen von Gr ü ndungen
1.1.1. Steigende Anforderungen an die Hochschulen
1.1.2. Zukunftspotenzial von Unternehmensgründungen aus Hochschulen im Bereich der Erneuerbaren Energien
1.1.2.1. Gründungen aus Hochschulen
1.1.2.2. Zunehmende Bedeutung von (Erneuerbarer) Energie
1.1.2.3. Relevanz Erneuerbarer Energien für Gründungen aus Hochschulen
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Aufbau und Methodik der Arbeit

2. Förderung von Technologiegründungen aus Hochschulen
2.1. Ziele der Gr ü ndungsf ö rderung
2.1.1. Sozial- und wirtschaftspolitische Ziele
2.1.1.1. Beschäftigungswirkungen
2.1.1.2. Regionaler Strukturwandel
2.1.1.3. Wirtschaftsförderung
2.1.2. Umweltpolitische Ziele und Versorgungssicherheit
2.1.3. Wissenschaftliche Ziele - Technologietransfer
2.1.4. Monetäre Ziele - Forschungskommerzialisierung
2.1.5. Strategische Ziele
2.1.5.1. Verbesserung der Hochschulreputation
2.1.5.2. Politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit
2.2. F ö rderinstrumente
2.2.1. Gründungsrelevante Beratung und Qualifikation
2.2.1.1. Betriebswirtschaftliche Ausbildung und Beratung
2.2.1.1.1. Hochschulinterne Formen der Gründungsausbildung
2.2.1.1.2. Hochschulexterne Formen der Gründungsausbildung
2.2.1.2. Technologieorientierte Ausbildung (insbes. im Bereich Erneuerbarer Energien)
2.2.2. Infrastrukturelle Unterstützungsleistungen
2.2.3. Finanzielle Gründungshilfen
2.2.3.1. Öffentliche Träger finanzieller Gründungshilfen
2.2.3.2. Private Träger finanzieller Gründungshilfen
2.3. Praxis der F ö rderprogramme im Hochschulumfeld
2.3.1. Grundsätzliche Konzepte und Zielsetzungen der Förderprogramme
2.3.2. Identifikation und Spezifikation relevanter Fokusgruppen
2.3.3. Programme zur Förderung technologieorientierter Unternehmens-gründungen
2.3.3.1. Öffentliche Förderprogramme
2.3.3.1.1. EXIST
2.3.3.1.2. KfW-Bank
2.3.3.1.3. Marktanreizprogramm
2.3.3.2. Private Förderprogramme
2.3.3.3. Intermediäre Förderprogramme
2.3.3.4. Überfachliche Qualifizierung für weitere relevante Fokusgruppen
2.3.3.5. Qualifizierung von Gründungsbetreuern
2.4. Reflexionen ü ber die F ö rderinstrumente und die Umsetzung der F ö rderprogramme in der Praxis

3. Ermittlung von Best Practice auf der Basis von vergangenen Programmen und Evaluationen
3.1. Grundlegende Erl ä uterungen des Best Practice
3.1.1. Begriffsdefinition und Entstehung des Best Practice
3.1.2. Bedeutung des Best Practice
3.1.3. Feststellung des Best Practice
3.2. Ergebnisse von Best Practice Untersuchungen aus vergangenen Programmen
3.2.1. Methodische Probleme bei der Analyse des Best Practice
3.2.2. Bedeutsamkeit der Programme - Eine Herleitung aus der Resonanz der Teilnehmer
3.2.3. Effektivität der Programme
3.2.3.1. Leitziel 1: Etablierung einer Kultur unternehmerischer Selbstständigkeit in der Lehre, Forschung sowie der Verwaltung der Hochschulen
3.2.3.1.1. Unternehmerische Selbstständigkeit in der Lehre
3.2.3.1.2. Unternehmerische Selbstständigkeit in der Forschung
3.2.3.1.3. Unternehmerischen Selbstständigkeit in der Verwaltung
3.2.3.2. Leitziel 2: Konsequente Übersetzung wissenschaftlicher
Forschungsergebnisse in wirtschaftliche Wertschöpfung
3.2.3.3. Leitziel 3: Zielgerichtete Förderung des großen Potenzials an Geschäftsideen und Gründerpersönlichkeiten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen
3.2.3.4. Leitziel 4: Deutliche Steigerung der Anzahl innovativer Unternehmensgründungen und damit Schaffung neuer und gesicherter Arbeitsplätze
3.2.4. Effizienz der Programme
3.2.5. Synergien und Nachhaltigkeit der Programme
3.2.6. Wirkungshemmende Faktoren
3.3. Erhebung von Best Practice - Methoden im Rahmen einer eigenen empirischen Untersuchung
3.3.1. Methodisches Vorgehen
3.3.1.1. Erkenntnisziel und Forschungsdesign
3.3.1.1.1. Leitende Untersuchungsfragen
3.3.1.1.2. Untersuchungsform
3.3.1.2. Befragung der Experten
3.3.1.2.1. Auswahl der befragten Experten
3.3.1.2.2. Datenerhebung durch Leitfadeninterviews
3.3.2. Erhebungsphase
3.3.3. Erkenntnisse aus der empirischen Untersuchung

4. Handlungsempfehlungen

4.1. Modell zur F ö rderung von Unternehmensgr ü ndungen aus der Hochschule

4.2. Zusammenfassende Handlungsempfehlungen und Ausblick

Anhang

Literaturverzeichnis

1. Zum Gegenstand der Arbeit

1.1. Hochschulen als Quellen von Gründungen

Hochschulen als Quellen von technologieorientierten Unternehmensgründungen haben in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen und stellen den Mittelpunkt dieser Arbeit dar. In diesem Kapitel werden zunächst die steigenden Anforderungen an Hochschulen hinsichtlich des Technologietransfers und der Gründungsförderung erörtert. Darauffolgend wird auf das Zukunftspotenzial von Unternehmensgründungen aus Hochschulen im Bereich Erneuerbarer Energien eingegangen, da derartige Gründungsvorhaben den Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit darstellen.1

1.1.1. Steigende Anforderungen an die Hochschulen

Hochschulen in Deutschland waren in der Vergangenheit vorwiegend auf die Pflege und Entwicklung von Wissenschaften beschränkt und haben es in der Regel nicht als ihre Aufgabe betrachtet die Studierenden auf eine berufliche Selbstständigkeit vorzubereiten. Folglich haben auch nur wenige Personen aus dem Hochschulumfeld diese Form der Berufstätigkeit als eine Alternative zu einer abhängigen Beschäftigung in Betracht gezogen. Neben den traditionellen Aufgaben steigen die Anforderungen der Gesellschaft an die Hochschulen jedoch aufgrund der Globalisierung und des Standortwettbewerbs zunehmend. Die Hochschulen müssen sich von dem Bild, dass Universitäten ausschließlich Lehre und Grundlagenforschung anbieten, verabschieden und das Angebot erweitern, um für Studieninteressierte weiterhin attraktiv zu bleiben und den wirtschaftlichen Nutzen der Hochschule gegenüber dem Staat rechtfertigen zu können. Das beinhaltet auch eine Vermarktung des erworbenen Know-hows und somit eine Kommerzialisierung der universitären Forschung.2 Dies wurde durch eine Änderung des Arbeitnehmer- Erfindergesetzes im Jahre 2002 begünstigt, die es Hochschulangehörigen ermöglicht ihr Wissen und ihre Dienstleistungen zu gewinnorientiert zu verwerten.3

Seitdem hat die Rolle der Hochschulen für den Technologietransfer und insbesondere für die Kommerzialisierung von Erfindungen an Bedeutung gewonnen. Zunehmend soll die regionale Wirtschaft von den Forschungsergebnissen profitieren, indem die Hochschulen mit örtlichen Einrichtungen und Unternehmen bzgl. des Wissenstransfers kooperieren. Diese Impulse sollen die Hochschulen zu bedeutsamen Standortfaktoren machen, die eine anziehende Wirkung auf Unternehmen und hoch qualifizierte Arbeitskräfte, Hochschulprofessoren und Studenten ausüben.4

Hochschulen als Quellen von Gründungen haben ihr Vorbild in den Vereinigten Staaten. Nach dem Jahr 1945 fanden in Amerika zahlreiche Ausgründungen aus Hochschulen statt. Ähnlich wie bei der Route 128, der bekannten Region um Boston, kam es zu zahlreichen Ansiedlungsgebieten von innovativen Unternehmen. Die in der Regel als (academic) Spin- offs bezeichneten Unternehmen sorgen vor allem durch den Wissenstransfer für eine positive wirtschaftliche Entwicklung.5 Die Förderung von Hochschulausgründungen ist somit ein gesellschafts- und wirtschaftspolitisches Anliegen, um mitunter die Innovationsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland und die Arbeitsmarktsituation zu verbessern.6

Im Rahmen dieser Arbeit wird unter anderem untersucht, ob die Hochschulen diesen Erwartungen neben dem traditionellen Bildungsauftrag gerecht werden können und ob die Ziele der Gründungsförderung erreicht werden.

1.1.2. Zukunftspotenzial von Unternehmensgründungen aus Hochschulen im Bereich der Erneuerbaren Energien

Um das Zukunftspotenzial von Unternehmensgründungen aus Hochschulen im Bereich Erneuerbarer Energien beurteilen zu können, wird zunächst auf die Charakteristika der Gründungen aus Hochschulen eingegangen. Daraufhin wird die zunehmende Bedeutung der (Erneuerbaren) Energie thematisiert und abschließend werden die Erneuerbare Energien in den Zusammenhang mit der Gründungsthematik gebracht.

1.1.2.1. Gründungen aus Hochschulen

Wird im Rahmen dieser Arbeit von Gründungen aus Hochschulen gesprochen, so handelt es sich grundsätzlich um originäre Gründungen in Form eines wissens- bzw. technologieorientierten Spin-offs, bei denen eine vollkommen neue Wirtschaftseinheit vom Gründer aufgebaut wird und Prozesse sowie Strukturen neu geschaffen werden.7 In der Literatur wird der Begriff des Spin-offs sehr unterschiedlich abgegrenzt. Grundsätzlich handelt es sich bei einem Spin-off um die Ausgliederung eines Unternehmensteils aus einem Mutterunternehmen. Die Mitarbeiter des Mutterunternehmens machen sich mit dem erworbenen Wissen oder einer Innovation selbstständig, die aus dem Mutterunternehmen hervor geht. Die Innovation soll dann durch die Realisierung eines Spin-offs weiter entwickelt bzw. vermarktet werden.8

Auch Personen, die einen Spin-off im Sinne einer Hochschulausgründung initiieren, möchten das in der Hochschule erworbene Wissen gewinnbringend vermarkten. Grundsätzliche charakteristische Merkmale der Hochschulausgründung im Gegensatz zur klassischen Unternehmensgründung sind der Personen- und Technologietransfer. Gründungen aus Hochschulen zeichnen sich durch eine sachliche, personelle sowie zeitliche Nähe zu der jeweiligen Hochschule aus:

- Sachliche N ä he:

Das Know-how, das der Gründung zugrunde liegt, wurde in der Hochschule erworben.

- Personelle N ä he:

Die Gründungen werden von einer Person aus dem Hochschulumfeld (Studierende, Absolventen, Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter) initiiert.

- Zeitliche N ä he:

Es besteht ein zeitlicher Zusammenhang (nicht weiter abgegrenzt) zwischen der Erforschung oder der Aneignung des relevanten Know-hows und der Gründung.9

1.1.2.2. Zunehmende Bedeutung von (Erneuerbarer) Energie

Die Energieversorgung spielt grundsätzlich für jede Volkswirtschaft eine sehr bedeutsame Rolle, da sie sowohl direkt durch die Stromversorgung als auch indirekt über die in den produzierten Gütern enthaltene Energie das gesamte Wirtschaftsgeschehen beeinflusst. Sie sichert somit Wachstum, Arbeitsplätze und den Wohlstand der Volkswirtschaft. Energie wird insbesondere unter Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit, der Versorgungssicherheit und des Umweltschutzes bzw. der Nachhaltigkeit betrachtet und bewertet. Gemäß einer Prognose der Internationalen Energie Agentur wird die weltweite Energienachfrage, unter anderem durch die Zunahme der Weltbevölkerung und das wirtschaftliche Wachstum in den Schwellenländern, um weitere 45 bis 55% bis zum Jahr 2030 steigen. Der zunehmende Energiebedarf, die knapper werdenden konventionellen Rohstoffe für die Energieerzeugung und die damit einhergehende Steigerung der Energiepreise sowie die Abhängigkeit von teuren Rohstoffimporten werden die Bedeutung der Energie zunehmend wachsen lassen. Aufgrund der großen Menge Kohlendioxid, die durch die Verbrennung der herkömmlichen Energielieferanten Erdöl, Erdgas und Kohle in die Atmosphäre abgegeben werden, wird ein kontinuierlicher Anstieg der durchschnittlichen globalen Temperaturen prognostiziert.10 Der Artikel 20a des Grundgesetzes verpflichtet den Staat jedoch zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und somit Verantwortung für künftige Generationen zu übernehmen.11 Die darauf basierenden umweltpolitischen Zielsetzungen, den Klimawandel mithilfe einer nachhaltigen Energieversorgung zu verlangsamen oder weitestgehend zu stoppen, führen insbesondere zu einer stark anwachsenden Nachfrage nach Erneuerbaren Energien.12

Erneuerbare Energien besitzen eine große Aktualität, was durch die Konfrontation der Öffentlichkeit mit zahlreichen entsprechenden Presseberichten und diversen internationalen Klimakonferenzen verdeutlicht wird. Zudem steigt die gesellschaftliche Akzeptanz dafür durch die öffentlichen Diskussionen über den Klimawandel und die umweltfreundliche Imagewerbung zahlreicher großer Unternehmen (insbesondere der Energieversorgungsunternehmen und der Automobilindustrie).

1.1.2.3. Relevanz Erneuerbarer Energien für Gründungen aus Hochschulen

Erneuerbare Energien benötigen in der Regel noch sehr kostenintensive und große Produktionsanlagen, da die Energiedichte im Vergleich zu herkömmlichen Energielieferanten noch relativ gering ist. Weiterhin unterliegen einige regenerative Energieformen natürlichen jahres- und tageszeitlich bedingten Schwankungen und können deshalb nicht immer bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden.13 Ein gemeinsames Projekt mehrerer Energiehersteller hat jedoch gezeigt, dass der vollständige Strombedarf Deutschlands durch die Kombination verschiedener Formen Erneuerbarer Energien gedeckt werden könnte.14

Die noch unzureichende wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit der Erneuerbaren Energien gegenüber klassischen Energieerzeugungstechniken verhindert allerdings bislang einen intensiven weiteren Ausbau.15 Dementsprechend besteht bei geeigneten technischen und

finanziellen Umsetzungen noch ein hohes Ausbaupotenzial des Marktes für Erneuerbare Energien.16 Der hohe Forschungs- und Entwicklungsbedarf hinsichtlich neuer Technologien, die zu Kostensenkungen in der Energieproduktion führen können,17 macht den Markt vor allem für potenzielle Unternehmensgründer aus dem Hochschulumfeld sehr interessant, da innovative Technologien oftmals aus Hochschulen hervorgehen. Mit der Bedeutung der Forschung steigt zugleich auch die Signifikanz der Forschungsförderung. Um den Ausbau Erneuerbarer Energien voran zu treiben und das Interesse möglicher Unternehmensgründer zu wecken ist somit eine intensive Gründungs- und Forschungsförderung notwendig. Im Jahr 2007 wurden beispielsweise vom Bundesumweltministerium 100 Millionen Euro für neue Forschungsprojekte im Bereich Erneuerbarer Energien investiert.18

Eine detaillierte Beschreibung der verschiedenen Techniken der Energiegewinnung soll in dieser Arbeit nicht erfolgen. Vielmehr werden erneuerbare Energien grundlegend als Basis für Unternehmensgründungen aus Hochschulen untersucht.19 Exemplarisch wird dabei peripher auf die Energieträger Fotovoltaik, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie eingegangen. Um eine etwas genauere Vorstellung von diesen Energieträgern, deren Entwicklungsstatus und Forschungs- bzw. Entwicklungspotenzial zu erhalten, werden sie im Folgenden kurz erläutert.

- Fotovoltaik

Fotovoltaik bezeichnet eine Energieform, die aus der Sonne gewonnen wird. Dabei trifft die elektromagnetische Strahlung des Sonnenlichts (Photonen) auf ein Halbleitermaterial (Fotozellen), wodurch die dort in Bewegung gesetzten Elektronen Strom erzeugen können.20 Der Weltmarkt für Fotovoltaik entwickelt sich sehr rasant und auch für die zukünftige Energieversorgung in Deutschland wird diese Energieform eine wichtige Rolle spielen. In der jungen Vergangenheit können Steigerungsraten von jährlich ca. 40% beobachtet werden, womit deutsche Hersteller zurzeit hinter Japan den zweiten Platz einnehmen.21 Mit Hilfe von Entwicklungs- und Forschungsprogrammen konnten beachtliche Produktionsfortschritte erreicht werden22 und die Herstellungskosten von Fotovoltaik- Anlagen in den vergangenen 12 bis 15 Jahren um über 60% gesenkt werden.23 Es kann davon ausgegangen werden, dass aufgrund der Erfolge mittelfristig die Exporte im Bereich Fotovoltaik sehr stark zunehmen werden.24

- Biomasse

Als Biomasse wird die organische Substanz bezeichnet, die durch Tiere oder Pflanzen erzeugt wird. Wenn Biomasse für die Energieerzeugung genutzt wird, so wird zwischen Energiepflanzen bzw. nachwachsenden Rohstoffen (z. B. spezielle einjährige Energiepflanzen und schnell wachsende Baumarten) sowie organischem Abfall (z. B. Gras, Laub, organischer Hausmüll, Restholz) differenziert.25 Aufgrund unterschiedlicher Erscheinungsformen der Biomasse existieren auch verschiedene Arten der Energieerzeugung. Bei fester Biomasse, wie etwa Holz, wird beispielsweise die Wärme des Verbrennungsprozesses genutzt, um diese in Energie umzuwandeln.26 Mittels eines Gärprozesses kann aus der Biomasse unter Sauerstoffabschluss ein methanhaltiges Gas, auch Biogas genannt, erzeugt werden. Dieses Gas muss aufgefangen und gereinigt werden, damit es Strom und Wärme liefern kann.27 Ein großer Vorteil der Biomasse, im Gegensatz zu vielen anderen regenerativen Energieträgern, ist die Möglichkeit die Energie entsprechend dem Bedarf und weitestgehend unabhängig von klimatischen Bedingungen bereitstellen zu können.28

Das EEG hat im Bereich der Biomasse zu einem Boom hinsichtlich der Nutzung beigetragen und gute Voraussetzungen für die vorhandenen Potenziale geschaffen. Generell ist die Technologie zur Stromerzeugung aus Biomasse bereits sehr weit entwickelt. Weiteres bislang eher ungenutztes Potenzial wird in anderen Energieträgern, wie Gülle, Stroh und Ernterückständen sowie der Optimierung der energetischen Nutzung der Biomasse gesehen. Vor allem die Kraft-Wärme-Kopplung bedarf einer weiteren Verbesserung, um mit den Stromkennzahlen der fossilen Anlagen mithalten zu können.29

- Wasserkraft

Die Wasserkraft trägt heute bereits mit etwa 3,3% zur Stromversorgung bei, wobei dieser Wert in Abhängigkeit vom Wetter variiert. Insgesamt verfügt Deutschland über etwa 350 große Wasserkraftwerke, wobei zwischen Laufwasserkraftwerken an Flüssen, Speicherkraftwerken an Stauseen und Pumpspeicherkraftwerken unterschieden wird.30 Bei der Wasserkraft wird die Bewegungsenergie des Wassers mit Hilfe von Turbinen in elektrische Energie transformiert.31 Das Ausbaupotenzial im Bereich der Wasserkraft ist relativ begrenzt, da sie schon seit langer Zeit für die Stromerzeugung genutzt wird und die Anlagen technisch dementsprechend weit entwickelt sind. Zudem existieren sehr hohe Anforderungen an den Naturschutz und es wird davon ausgegangen, dass die Potenziale der Wasserkraft spätestens bis zum Jahr 2050 vollkommen ausgeschöpft werden. Dennoch können geringe weitere Potenziale mit Hilfe von Optimierungen, Erweiterungen und Modernisierungen bestehender Anlagen genutzt werden.32

- Geothermie

Die Geothermie bezeichnet eine Energieform, die aus Erdwärme bezogen wird. Dabei wird die Wärme, die im Erdinneren existiert, mit verschiedenen technischen Verfahren in Energie umgewandelt.33 Das Jahr 2007 war für die Nutzung der Geothermie in Deutschland sehr erfolgreich, da in diesem Jahr beispielsweise die erste Anlage zur Stromerzeugung sowie Wärmenutzung in Betrieb genommen wurde, die ganzjährig industriell nutzbar ist. Geothermie bietet ein großes Potenzial, da viele Ressourcen noch nicht erschlossen sind und die Erdwärme kontinuierlich und ganzjährig nutzbar ist und somit vor allem für die Deckung der Grundlast geeignet ist.34 Zudem entstehen bei der geothermischen Stromerzeugung im Vergleich zu anderen regenerativen Energieträgern relativ wenig schädliche Emissionen. Das technische Potenzial ist insgesamt sehr hoch und wird vom Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag ( TAB ) auf ca. 300.000 Terawattstunden geschätzt, was den deutschen Jahresstrombedarf 600fach decken könnte. Die Technologie im Bereich der geothermischen Stromerzeugung steht noch relativ am Anfang ihrer Entwicklung und bislang sind kaum Erfahrungen hinsichtlich des Betriebs von derartigen Anlagen vorhanden. Aufgrund der unausgereiften Technik ist die geothermische Stromerzeugung im Vergleich zu den meisten anderen regenerativen Energieträgern noch

relativ teuer. Mithilfe einer Weiterentwicklung der Stimulations- und Bohrtechnik könnte das Energiepotenzial besser erschlossen und Kostenreduktionen realisiert werden. Handlungsbedarf besteht insbesondere auch hinsichtlich der Verminderung des Fündigkeitsrisikos, dem damit einhergehenden Investitionsrisiko und der Verwendung der großen Wärmemengen, die bei der Kraft-Wärme-Kopplung anfallen.35

1.2. Zielsetzung der Arbeit

Es zeigt sich, dass die Förderung von Unternehmensgründungen aus Hochschulen in den vergangenen Jahren als hochschulpolitische Aufgabe an Bedeutung gewonnen hat.36 Dies liegt unter anderem daran, dass immer mehr Studierende und Hochschulangehörige durch die Unternehmensgründung ihre eigenen Ideen verwirklichen und ein bereits begonnenes Forschungsthema, für das sie sich begeistern, umsetzen möchten.37 Zunehmend agieren Universitäten als sog. Hochschulinkubatoren, d. h. sie fokussieren gezielt Ausgründungen durch z. B. initiierte Businessplan Wettbewerbe und spezielle Förderprogramme, um aus deutschen Hochschulen zukünftig noch mehr erfolgsversprechende Gründungen hervorbringen zu können.38

Die Untersuchung des Existenzgründungsgeschehens im Umfeld von Hochschulen im Bereich der Erneuerbaren Energien stellt den Gegenstand dieser Arbeit dar. Die besondere Herausforderung liegt in der Spezifikation auf den Bereich der Erneuerbaren Energien, weil dieses Gebiet trotz des großen Gründungspotenzials wissenschaftlich bislang noch nahezu unerforscht ist. Demnach wird die Frage im Vordergrund stehen, welchen Beitrag das hochschulinterne und -externe Umfeld leisten kann, um Gründungen im Bereich Erneuerbarer Energien voranzutreiben und durch welche Methoden und Programme das Gründungsaufkommen im Bereich Erneuerbarer Energien positiv beeinflusst werden kann. Systematisch wird die Lösung für dieses Problem im Laufe der Arbeit unter anderem durch die Identifikation der Fokusgruppe und die Analyse der Wirkung und Relevanz der bereits existierenden Förderprogramme erarbeitet.

1.3. Aufbau und Methodik der Arbeit

Die Arbeit gliedert sich in vier Kapitel. Nach der Einleitung wird im zweiten Kapitel dargestellt, welche Ziele mit der Förderung von Technologiegründungen aus Hochschulen verfolgt werden. Anschließend erfolgt eine Bestandsaufnahme von den wichtigsten bereits existierenden Förderinstrumenten und -Programmen, um einen Überblick über das Förderangebot in Deutschland zu ermöglichen.39 Die Informationen aus den ersten beiden Kapiteln werden aus der Literatur- und Internetrecherche bezogen.

Ausgehend von diesen theoretischen Grundlagen erfolgt im dritten Kapitel mit Hilfe von Fallstudien eine systematische Untersuchung der Qualität und des Nutzes vergangener Förderprogramme sowie der abschließenden Ermittlung des Best Practice. Mittels einer eigenen Untersuchung in Form der Befragung von Experten aus dem Bereich der öffentlichen, privaten und intermediären Gründungsförderung ergeben sich schließlich zusätzliche Erkenntnisse hinsichtlich des Best Practice und der Wirkung der Gründungsförderung. Das Ziel besteht darin die einzelnen Unterstützungsmaßnahmen miteinander zu vergleichen und Programme, die erfolgreich waren und sich bewährt haben, herauszufiltern. Die Befragung wird auf den Bereich der Erneuerbaren Energien konkretisiert, um den Handlungsbedarf und die Verbesserungspotenziale für deren Förderung zu ermitteln.

Um die Frage zu beantworten, wie Gründungen im Bereich Erneuerbarer Energien aus Hochschulen zukünftig noch besser forciert und gefördert werden können, werden auf Basis dieser Grundlagen im vierten Kapitel Handlungsempfehlungen aus einem entwickelten Modell zur Förderung von Unternehmensgründungen aus der Hochschule abgleitet. Nach diesen Handlungsempfehlungen erfolgt eine kurze Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse, von denen Schlussfolgerungen für die Verbesserung des Gründungsklimas bzw. der Gründungsförderungen abgeleitet werden.

Die Handlungsempfehlungen dieser Arbeit können beispielsweise als Anregungen für Entscheidungsträger im Bereich der Gründungsförderung dienen, um das vorhandene Förderangebot hinsichtlich der Effizienz und möglicher Verbesserungsmöglichkeiten zu überdenken. Potenziellen Gründern, die sich insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien selbstständig machen möchten, können die Ergebnisse als Entscheidungshilfe und Übersicht dienen.

Zusammenfassend werden in dieser Arbeit folgende Forschungsfragen im Vordergrund stehen:

- Wie wurden technologieorientierte Gründungen aus Hochschulen bislang gefördert?
- Welche bisherigen Fördermaßnahmen haben sich als besonders erfolgreich erwiesen?
- Durch welche Maßnahmen/ Instrumente/ Programme können

Unternehmensgründungen aus Hochschulen im Bereich Erneuerbarer Energien zukünftig bestmöglich gefördert werden, um das Gründungspotenzial optimal auszuschöpfen?

2. Förderung von Technologiegründungen aus Hochschulen

Hinsichtlich des Begriffs der Gründungsförderung ist in der wissenschaftlichen Literatur bislang kein Konsens vorhanden, da zum einen noch keine umfassende Systematik existiert und das Förderinstrumentarium stets weiter ausgebaut wird. Der Begriff der Gründungsförderung kann durch seine Zielsetzungen, Instrument sowie Programme inhaltlich weiter abgegrenzt werden, welche im Folgenden im Rahmen des Kapitels II behandelt werden. Dies soll zum einen zu einem besseren Begriffsverständnis beitragen und eine Übersicht über die derzeitigen Förderangebote für technologieorientierte Gründungen im Hochschulumfeld geben.40

2.1. Ziele der Gründungsförderung

Die Ziele, die mithilfe der Gründungsförderung realisiert werden sollen, sind vielfältig. Zu den grundsätzlichen Motiven der Gründungsförderung zählen die Steigerung der Gründungswahrscheinlichkeit mittels der Zielgruppensensibilisierung und eine damit einhergehende Steigerung der Anzahl der Unternehmensgründungen aus Hochschulen. Schließlich soll durch die Gründerqualifizierung der Gründungserfolg positiv beeinflusst werden.41 Die Umsetzung der Motive soll dazu beitragen die eigentlichen Ziele der Gründungsförderung zu realisiert. Dazu gehört etwa die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des Wettbewerbs, Schaffung neuer Arbeitsplätze, Umsetzung innovativen technischen Know-hows und durch die Steigerung der strukturellen Anpassungsfähigkeit des marktwirtschaftlichen Systems durch die neuen Unternehmen. Alle Ziele sollen durch die Ausgründung aus einer Hochschule, beispielsweise im Bereich Erneuerbarer Energien, bestmöglich umgesetzt werden. Diese und weitere Ziele, die speziell mit der Unternehmensgründung aus Hochschulen im Bereich Erneuerbarer Energien einhergehen, werden nachfolgend vorgestellt.42

2.1.1. Sozial- und wirtschaftspolitische Ziele

Im Rahmen dieses Kapitels werden sozial- und wirtschaftspolitische Zielsetzungen behandelt, die mithilfe der Gründungsförderung umgesetzt werden sollen. Neben positiven Beschäftigungswirkungen wird auch ein regionaler Strukturwandel sowie die Förderung der Wirtschaft angestrebt.

2.1.1.1. Beschäftigungswirkungen

Die Gründung neuer Unternehmen geht in der Regel einher mit der Bereitstellung neuer Arbeitsplätze.43 Infolge des Ausbaus der Erneuerbaren Energien werden zukunftsfähige Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen geschaffen. Neben der Auswirkung auf Handwerk und Gewerbe gehen auch Impulse auf weitere Industriezweige, wie etwa die elektronische Industrie, die Metall- und Baustoffindustrie sowie den Apparate-, Maschinen- und Motorenbau und die Land- und Forstwirtschaft aus.44 Der Branche der Erneuerbaren Energien können in Deutschland mittlerweile zahlreiche Arbeitsplätze zugerechnet werden. Die Anzahl der Beschäftigten stieg in den Jahren von 2004 bis 2006 um fast 50% auf etwa 236.000 an.45 Etwa 60% dieser Arbeitsplätze sind auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz und ca. 2% auf die Unterstützung durch öffentliche und gemeinnützige Mittel zurückzuführen. Durch den geplanten Ausbau der Erneuerbaren Energien auf einen Anteil von 25 bis 30% am Stromverbrauch bis zum Jahr 2020 und steigende Exportzahlen wird ein Anstieg auf ungefähr 400.000 Beschäftigte im Bereich der Erneuerbaren Energien erwartet. Die Attraktivität Deutschlands als Produktionsstandort, eine gute Positionierung der deutschen Energieunternehmen und ein weltweit steigender Markt für Erneuerbare Energien sind maßgebliche Einflussfaktoren für diese positive Entwicklung.46

2.1.1.2. Regionaler Strukturwandel

Eine Umstrukturierung des Energiemarktes kann zu einem vollständigen Strukturwandel einer Region führen, da sie beinah alle Handlungsfelder der Kommunalpolitik berührt. Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien verändern sich die kommunalwirtschaftlichen Kreisläufe und beispielsweise die Arbeit der Stadtwerke, der Landwirtschaft und Gemeinden in ländlichen Räumen, des Handwerks sowie der Flächennutzungsplanung. Neben neuen, lokal gebundenen Arbeitsplätzen in einer zukunftsträchtigen Branche können für die Energienutzung regionale Ressourcen genutzt werden, sodass das Geld für die Energierechnungen nicht mehr an externe Anbieter abfließt.47

Gründungen aus der Hochschule im Bereich Erneuerbarer Energien können dazu beitragen die Wirtschaft zu modernisieren, da zu erwarten ist, dass die neusten Technologien zur Anwendung kommen. Junge Unternehmer handeln häufig dynamischer, expandieren und ermutigen somit weitere potenzielle Unternehmensgründer.

Um den regionalen Strukturwandel noch weiter voranzutreiben, sollte Revitalisierungspolitik betrieben werden. Diese sollte u. a. die Bereitstellung einer gründerfreundlichen Infrastruktur, eine intensivere Unterstützung gründungsfördernder Angebote an Hochschulen sowie die Forcierung des Erfolgs von Neugründungen, beinhalten. Grundsätzlich sollten ausreichende Beratungsangebote für potenzielle Gründer zur Verfügung stehen, die dazu beitragen können die Gründungsentscheidung positiv zu beeinflussen.48

2.1.1.3. Wirtschaftsförderung

Die Erneuerbaren Energien haben sich in den vergangenen Jahren zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Grundsätzlich sollen Unterstützungsleistungen für Gründer, unabhängig von der Branche und davon, ob diese für Gründungen im Hochschulumfeld vorgesehen sind, zur Wirtschaftsförderung beitragen. Neue Unternehmen kurbeln die

wirtschaftliche Entwicklung an, weil sie u. a. regionale infrastrukturelle Leistungen in Anspruch nehmen49 und zu einem höheren Steueraufkommen beitragen.50 Zudem verbessern sich durch die Anwendung neuer Technologien die Exportchancen für Erneuerbare Energien.51

2.1.2. Umweltpolitische Ziele und Versorgungssicherheit

Neben den grundsätzlichen Zielen, die mit der Förderung von technologieorientierten Gründungen im Hochschulumfeld verbunden sind, soll mithilfe des Ausbaus im Bereich der Erneuerbaren Energien auch speziell die Umsetzung der umweltpolitischen Ziele realisiert werden. Zudem wird eine Verbesserung der Versorgungssicherheit hinsichtlich der Energieversorgung angestrebt. Die Nutzung Erneuerbarer Energien weist im Gegensatz zu herkömmlichen Energieträgern vor allem folgende umweltrelevante Vorteile auf:

- Es entstehen in der Regel keine Luftschadstoffe und klimaschädlichen Gase, wie Kohlendioxid, die dazu beitragen die Erdatmosphäre zu erwärmen.52 Dies ist nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Energie erzeugende Unternehmen von großem Vorteil, da die CO2-Emissionen durch den Emissionshandel einen Marktpreis erhalten haben und die produzierenden Unternehmen somit zu einer Einsparung der CO2-Emissionen motiviert werden.53

- Erneuerbare Energien sind weitestgehend unerschöpflich, da sie sich in überschaubaren Zeiträumen regenerieren.
- Mithilfe der Nutzung Erneuerbarer Energien können die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit nachhaltig geschützt werden, da sie mit geringen Eingriffen in das Ökosystem verbunden ist und keine langfristigen Spuren in der Natur hinterlässt.54

Bei dem Ausbau der Erneuerbaren Energien handelt es sich nicht ausschließlich um eine deutsche, sondern um eine internationale Zielsetzung, die im Rahmen von diversen politischen Verpflichtungen, wie beispielsweise dem Kyotoprotokoll oder beim Zusammentreffen der G8-Staaten, manifestiert wurde. Die Erneuerbaren Energien machen derzeit einen Anteil von 6,5 Prozent am gesamten Energieverbrauch aus. Gemäß den Zielsetzungen der Europäischen Union vom 9. März 2007 soll der Anteil bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent erhöht werden. Das deutsche Klimaschutzabkommen strebt bis zu diesem Zeitpunkt eine Senkung der Emissionswerte von 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 an, sofern die anderen europäischen Staaten eine Reduzierung von 30 Prozent erreichen. Um dieses Ziel zu realisieren, muss der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von etwa 13 Prozent im Jahr 2007 auf etwa 25 bis 30 Prozent im Jahr 2020 erhöht werden. In den vergangenen sechs Jahren konnte eine Verdopplung des Anteils der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch erreicht werden.55 Um die gesetzten Ziele erreichen zu können, sollte die Energieeffizienz und -produktivität mit der Hilfe neuer Energietechnologien zukünftig gesteigert werden. Dies erfordert eine gezielte Forschungs- und Gründungsförderung in diesem Bereich.56

2.1.3. Wissenschaftliche Ziele - Technologietransfer

Mithilfe der Hochschulausgründungen sollen u. a. auch wissenschaftliche Ziele umgesetzt werden. Zum einen wird durch die Förderung die Gründungsforschung und -ausbildung intensiviert und ausgeweitet. Des weiteren sollen die zukünftigen Unternehmensgründer über das Förderangebot in gewisser Weise an die Hochschule gebunden werden, da sie hochschulexterne und praxisnahe Forschung ermöglichen.57 Die Gründer können die gewonnenen Forschungsergebnisse umsetzen und wirtschaftlich verwerten. Sie profitieren zudem von einer längerfristigen Zusammenarbeit mit der Hochschule, da sie ihren eigenen Forschungs- und Entwicklungsaufwand reduzieren können und neue wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar nutzen können.58 Bei der Ansiedlung auf dem Hochschulcampus kann der Gründer oftmals von infrastrukturellen Einrichtungen, wie Büroräumen, profitieren und sitzt bzgl. potenziellen hoch qualifizierten Personals an der Quelle. Die Gründer können in der Regel auch Beratungsleistungen für kritische Bereiche, wie beispielsweise zu Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes, in Anspruch nehmen.59

2.1.4. Monetäre Ziele - Forschungskommerzialisierung

Beim Technologietransfer spielen neben rein wissenschaftlichen Zielen zweifellos auch monetäre Ziele eine nicht unbedeutende Rolle. Die Hochschulen erhalten für die Unterstützungsleistungen in der Regel Gebühren, etwa Mietzahlungen für in Anspruch genommene Räumlichkeiten oder in einigen Fällen Anteile vom Umsatz des gegründeten Unternehmens, sodass sie von der Wertsteigerung des jungen Unternehmens profitieren. Durch diese Art der Verwertung der Innovationen und der Kommerzialisierung der Forschung entsteht eine neue Einkommensquelle für die Hochschule.60 Bei privaten Trägern der Gründungsförderung, wie etwa Banken oder privaten Beratungseinrichtungen, stehen die monetären Ziele bei der Unterstützung junger Unternehmen im Normalfall ausschließlich im Vordergrund.61

2.1.5. Strategische Ziele

Abschließend seien im Folgenden noch die strategischen Zielsetzungen genannt, die mit der Gründungsförderung verfolgt werden. Dazu zählen neben der Verbesserung der Hochschulreputation auch die politische und wirtschaftliche Abhängigkeit von teuren Energieimporten

2.1.5.1. Verbesserung der Hochschulreputation

Erfolgreiche Hochschulausgründungen und die in diesem Zusammenhang umgesetzten Produkt- oder Dienstleistungsentwicklungen können dazu beitragen das Image des Forschungsniveaus und somit die Reputation der jeweiligen Hochschule zu verbessern. Es existieren zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Hochschulen und den ausgegründeten Unternehmen. Die Ausgründungen können in der Lehre beispielhaft vorgestellt werden und dienen somit dazu im Rahmen der Veranstaltungen Praxisnähe herzustellen. Die neu gegründeten Unternehmen schaffen in der Regel eine gründungsfreundliche Atmosphäre an der Hochschule und können eine Motivation für weitere Personen darstellen, den Schritt in die eigene Selbstständigkeit zu wagen. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule bringt auch viele Vorteile für den Gründer mit sich. Das Prestige der Hochschule kann sich z. B. vorteilhaft auf die Kreditvergabe an die Gründer auswirken.62

Insgesamt könnte durch die Förderung neuer Energietechnologien die Vorreiterstellung deutscher Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Energiemarkt im internationalen Vergleich gestärkt werden.63

2.1.5.2. Politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit

Neben den ökologischen und volkswirtschaftlichen Vorteilen sorgen die zumeist heimischen Erneuerbaren Energien für eine wirtschaftspolitische Unabhängigkeit von teuren Rohstoffimporten aus dem Ausland.64 Geothermie, Biomasse und in den meisten Fällen auch Wasserkraft stehen beispielsweise weitestgehend unabhängig von äußeren Einflüssen ganzjährig zur Verfügung stehen. Zudem sind sie größtenteils effizient, da ihre Betriebskosten niedriger sind als bei konventionellen fossilen Energieträgern, wie Erdöl, Erdgas und Kohle.65 Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist es von großer Bedeutung weitestgehend eine Unabhängigkeit vom Weltenergiemarkt zu erreichen. Deutschland verfügt selbst über keine großen Rohstoffvorkommen und die Abhängigkeit von Mineralölimporten lag in den vergangenen Jahren beispielsweise bei ca. 96%. In Deutschland kann lediglich auf Braunkohle, Kernenergie und Erneuerbare Energien als einheimische Quellen zurückgegriffen werden. Um die deutsche Volkswirtschaft von teuren Importen politisch instabiler Regionen zu entlasten, sollten zukünftig einheimische Energiequellen zunehmend forciert werden.66 Die Nutzung von Erneuerbaren Energien führt nicht nur zu einer Unabhängigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschlands vom Weltmarkt, sie fördert auch die Autonomie der Bundesländer und Regionen, da durch einen Mix der regenerativen Energiequellen die Regionen bzw. Bundesländer hinsichtlich der Energieversorgung unabhängig werden.67 Neben der wirtschaftspolitischen Unabhängigkeit kann mittels einer verstärkten Nutzung der Erneuerbaren Energien auch die Versorgungssicherheit der Bevölkerung verbessert werden.68

2.2. Förderinstrumente

Die Studierenden verfügen aufgrund ihres Hochschulstudiums über ein breites Fachwissen. Allerdings mangelt es vor allem Studierenden, die sich während des Studiums oder unmittelbar im Anschluss daran selbstständig machen, in der Regel an Spezialwissen zur Unternehmensgründung und Vorstellungen zur praxisnahen Planung sowie Umsetzung ihres Vorhabens. Zudem ist die Kapiteldecke meist unzureichend und Lebens- als auch Managementerfahrungen sind gering. Dies sind offensichtlich keine guten Prämissen für einen Start in die Selbstständigkeit. Allerdings verfügen die Studierenden aufgrund ihres Know-hows und des Zugangs zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen über ein sehr großes Potenzial hinsichtlich der Gründung eines eigenen Unternehmens.69

Ob eine Person eine Gründungsneigung hat, hängt sowohl von Personenvariablen als auch von dem mikro- und makrosozialen Umfeld ab. Personenvariablen, wie beispielsweise Alter, Geschlecht, Ausbildung, berufliche Erfahrungen, Gründungsmotive sowie - vorbehalte als auch das Image der Selbstständigkeit und das Gründungsklima prägen die Einstellung der Person zum Selbstständigkeitsgedanken.70 Die Gründungsförderung kann dazu beitragen vorwiegend das mikro- und makrosoziale Umfeld des potenziellen Gründers zu verbessern und damit eine Situationsverbesserung in psychologischer, monetärer sowie institutioneller Hinsicht zu erreichen. Gründungshemmende Faktoren, wie beispielsweise eine geringe Kapitalausstattung oder als zu gering empfundene praktische Erfahrungen sollen bestmöglich minimiert werden.71

Die Entwicklung einer übersichtlichen Fördersystematik ist nicht einfach, da die jeweiligen Instrumente und Programme häufig verschiedene Ebenen tangieren und in der Literatur vielfältige Formen der Strukturierung vorzufinden sind. So werden beispielsweise Unterstützungsleistungen monetärer, konsultativer und ideeller Art angeboten,72 die wiederum von öffentlichen, privaten und intermediären Trägern ausgehen können.

Als elementare Förderinstrumente eines effektiven Gründungskonzepts werden nachfolgend die betriebswirtschaftliche und technologische Qualifikation sowie infrastrukturelle Hilfestellungen als unentgeltliche Leistungen wie auch finanzielle Unterstützungsleistungen einer genaueren Betrachtung unterzogen. Dabei handelt es sich um eine grobe, der Übersicht dienenden Einteilung, deren Übergänge z. T. fließend sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn mit finanziellen Mitteln spezielle Auflagen verknüpft sind und davon etwa Beratungsleistungen in Anspruch genommen werden müssen.73 Die Förderinstrumente sind dabei komplementär zu verstehen, da sie in der Regel einzeln keine hinreichende Voraussetzung für neue Unternehmensgründungen darstellen und die Gründungsförderung als ganzheitlicher Ansatz und sehr anspruchsvolle und komplexe Aufgabe betrachtet werden sollte.74

2.2.1. Gründungsrelevante Beratung und Qualifikation

Die Erwartungen an die Unternehmensgründer aus dem Hochschulumfeld sind hoch, da sie zu der Umsetzung der im vorherigen Kapitel genannten Ziele beitragen. Eine geeignete theoretische und problemlösungsorientierte Ausbildung, die mit praxisorientierten Trainings ergänzt wird ist die Basis für den Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens. Eine betriebswirtschaftliche Ausbildung ist für einen Unternehmensgründer grundsätzlich ratsam, da die Kompetenzen der Gründer den kurz- und langfristigen Erfolg des Unternehmens beeinflussen. Für Gründungen im Bereich Erneuerbarer Energien ist zudem technologisches Know-how unabdingbar. Sowohl die betriebswirtschaftliche als auch die technologieorientierte Komponente werden im Folgenden detailliert ausgeführt, da sie das Know-how und damit die Basis für eine potenzielle Gründung liefern.

2.2.1.1. Betriebswirtschaftliche Ausbildung und Beratung

Für die akademische Gründungslehre wird häufig der Begriff der „Entrepreneurship Education“ verwendet, der angloamerikanische Ursprünge hat.75 Mithilfe der Entrepreneurship Education werden Studierenden verschiedener Fachrichtung notwendige Fähigkeiten und das erforderliche Wissen vermittelt, das erforderlich ist, um unternehmerisch tätig zu werden.76 In der Literatur existieren unterschiedliche Begriffsübersetzungen und -definitionen der „Entrepreneurship Education“. Im Rahmen dieser Arbeit wird der Begriff der Gründungsausbildung als Synonym für den Begriff der „Entrepreneurship Education“ verwendet. Die Gründungsausbildung dient der Vermittlung gründungsrelevanter unternehmerischer Kompetenzen und sollte möglichst in das akademische Bildungssystem integriert werden.77

Die Gründungsausbildung kann als Bestandteil des mikrosozialen Umfelds des Gründers aktiv dazu beitragen, die beruflichen Handlungskompetenzen hinsichtlich einer unternehmerischen Selbstständigkeit zu fördern und somit Gründungshemmnisse abzubauen.78 Grundsätzlich soll das Humankapital des Gründers durch die Förderung der Beratungs- und Informationsleistungen sowie der gründungsspezifischen Aus- und Fortbildung aufgewertet werden.79 Die angestrebte unternehmerische Handlungsfähigkeit erfordert eine Sach- und eine Sozialkompetenz, die komplementär zu verstehen sind und sich wiederum jeweils aus unterschiedlichen Teilkompetenzen zusammensetzen. Unter Sozialkompetenz werden beispielsweise fach- und berufsübergreifende Schlüsselqualifikationen, wie Verantwortungsfähigkeit und Interaktionsfähigkeit verstanden. Von einer Sachkompetenz spricht man, wenn der Studierende sich durch fachliches und berufsspezifisches Wissen eine Fachkompetenz angeeignet hat. Neben dieser angestrebten umfangreichen gründungsspezifischen Orientierungskompetenz sollte die Gründungsausbildung für eine nachhaltige Qualifizierung der gründungsinteressierten Studierenden sorgen, indem diese im Laufe ihres Studiums sukzessive an die Selbstständigkeitsthematik herangeführt werden.80

Die Gründungsausbildung beruht auf der Annahme, dass die wichtigsten Qualifikationen eines Gründers im Rahmen der akademischen Ausbildung sowohl gelehrt als auch erlernt werden können.81 Die Frage, ob es gewisse Unternehmereigenschaften gibt, die angeboren sind oder ob diese erlernt werden können, wird kontrovers diskutiert. Einigkeit besteht jedoch weitestgehend in der Annahme, dass ein günstiges Lernumfeld die Aneignung von Soft Skills (z. B. kommunikative und soziale Kompetenzen) und das Erkennen unternehmerischer Gelegenheiten begünstigen kann. Insbesondere Lehr- und Lernmethoden, die eine starke Beteiligung der Teilnehmer voraussetzen, werden in diesem Zusammenhang als effektiv eingestuft,82 da es sich bei der Gründungsausbildung nicht um eine klassische Lehre im gewöhnlichen Sinne handelt. Um das vorhandene Gründungspotenzial bestmöglich zu nutzen, ist ein didaktisches Modell nötig, das handlungsorientiert ausgerichtet ist, sich explizit an der jeweiligen Zielgruppe orientiert und auf eine umfangreiche Teilnehmeraktivierung abzielt. Dies ist am besten mithilfe praxisorientierter Lehrformen83 (z. B. mittels studentischer Übungsfirmen), der Integration von Selbstlernphasen und dem Arbeiten in Teams oder projektorientiertem Arbeiten möglich.84

Ein Mix aus unterschiedlichen neuartigen und dynamischen Lehrformen und -methoden ist somit sinnvoll, da das Lehrgebiet von Eigeninitiative geprägt ist.85 Insbesondere an Fachhochschulen stehen den interessierten Studierenden viele Praktiker und Spezialisten, wie etwa Naturwissenschaftler oder Juristen als mögliche Ansprechpartner zur Verfügung.86 Grundsätzlich kann die Gründungsausbildung im hochschulinternen oder -externen Rahmen erfolgen. Diese Einteilung wird nachfolgend vorgenommen.

2.2.1.1.1. Hochschulinterne Formen der Gründungsausbildung

Die Gründungsausbildung hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch entfaltet und an deutschen Hochschulen hat eine zunehmende Sensibilisierung für die Gründungsthematik stattgefunden. Ein Grund dafür ist darin zu sehen, dass das unternehmerische Denken und Handeln mit den damit einhergehenden Attributen wie Eigeninitiative, Führungsqualitäten, Belastbarkeit und Übernahme von Verantwortung zu einer gefragten Schlüsselqualifikation in der Arbeitswelt geworden ist. Folglich entsteht die Forderung der Etablierung einer neuen Kultur der Selbstständigkeit an deutschen Forschungseinrichtungen, um das Gründungspotenzial zu erschließen.87

In den vergangenen Jahren haben sich dichte, heterogene Förderangebote für Gründer aus dem Hochschulumfeld herausgebildet. Im Sommersemester 2007 wurden beispielsweise an über 200 Lehrstühlen mehr als 700 Lehrveranstaltungen zu gründungsrelevanten Themen abgehalten. Die Lehrveranstaltungen werden dabei unterschiedlich in die jeweiligen Studiengänge und das Lehrangebot integriert. Zudem unterscheiden sich die Veranstaltungsformen.88 Die Fördermaßnahmen setzen an unterschiedlichen Existenzgründungsphasen an. Studienbegleitende Planspiele und Seminare sind beispielsweise sinnvoll, um die Studierenden hinsichtlich der Selbstständigkeitsthematik zu sensibilisieren. Des weiteren werden gründungsrelevante Kenntnisse im Rahmen qualifizierender Angebote vermittelt, Gründungswillige mobilisiert und konkrete Gründungsvorhaben unterstützt.89 Das gründungsrelevante Lehrangebot wird oftmals durch die Bereitstellung von Informationsmaterialien und umfangreiche Beratungsangebote (Einzel- oder Gruppenberatungen) ergänzt.90

Einige Förderangebote sind stark personenabhängig, bei anderen hat bereits eine Institutionalisierung stattgefunden. Eine institutionalisierte Form der Gründungsausbildung existiert, wenn diese unabhängig von personellen Veränderungen, persönlichen Interessengebieten der Akteure und weiteren beeinflussenden Variablen fortbesteht. Der Institutionalisierungsgrad der jeweiligen Formen der Gründungsausbildung kann an unterschiedlichen Hochschulen variieren. Dementsprechend ist nur eine grobe Einteilung möglich, die nachfolgend vorgenommen wird.

- Institutionalisierte Formen der Gründungsausbildung

Exemplarisch werden nun einige gründungsrelevanten Einrichtungen vorgestellt, die sich bereits an vielen Hochschulen institutionalisiert haben.

Dazu gehören separate Entrepreneurship-Fachbereiche, die an einigen Hochschulen eingerichtet wurden. Beispielhaft sind an dieser Stelle der Fachbereich Entrepreneurship der Universität Erlangen-Nürnberg91 und der Studiengang „Master of Arts Entrepreneurship“ an der Universität Hamburg zu nennen.92

Entrepreneurship-Professuren und -Lehrst ü hle, die sich auf den Forschungsschwerpunkt Entrepreneurship spezialisiert haben, bilden häufig die Basis der universitären unternehmerischen Ausbildung der potenziellen Gründer.93 Gründungsprofessuren machen einen großen Anteil der immateriellen Gründungsförderung aus. Aufgrund dessen wird im Folgenden etwas detaillierter darauf eingegangen. Das Angebot des Lehrstuhls kann sich grundsätzlich an die Studierenden eines Fachbereichs oder an Studierende mehrerer Fachbereiche richten.94 Der erste deutsche Lehrstuhl für Entrepreneurship wurde im Jahr 1998 an der European Business School in Oestrich-Winkel eingerichtet.95 Die Gründungsthematik unterliegt seitdem einer enormen Dynamik, was u. a. durch den Anstieg der Entrepreneurship-Professuren um etwa 19% im Zeitraum der Jahre 2004 bis 2008 verdeutlicht wird. Zurzeit existieren in Deutschland 58 besetzte Existenzgründungs- Professuren. Dreizehn weitere Lehrstühle sind in Planung, bereits ausgeschrieben oder befinden sich im Berufungsverfahren. Die Verteilung der Professuren auf die Hochschultypen zeigt ein relativ ausgewogenes Verhältnis bezüglich der Existenz von Gründungsprofessuren an Universitäten und Fachhochschulen.96 Der positive Eindruck hinsichtlich der Entwicklung der Entrepreneurship-Professuren muss allerdings relativiert werden, da es sich bei den 63 Hochschulen, die über eine Gründungsprofessur verfügen, lediglich um 21,4% der deutschen Hochschulen handelt. Dementsprechend verfügt ein Großteil der Universitäten bis zum heutigen Tag über keine Gründungsprofessuren. Auch bei internationaler Betrachtung zeigt sich, dass beispielsweise im Vergleichsmaßstab mit den USA, die Anzahl der Entrepreneurship-Professoren in Deutschland wesentlich geringer ist. Allerdings hat die Entwicklung in den USA bereits in den sechziger Jahren begonnen. Auch die absoluten Zahlen der Entrepreneurship-Lehrstühle haben teilweise eine begrenzte Aussagekraft, da nicht alle Professuren ihr Lehrdeputant vollständig für den Bereich des Entrepreneurship verwenden. Die Anzahl der Gründungsprofessuren kann somit keine Anhaltspunkte für die Lehrqualität und deren Inhalte geben, da die realen Ausprägungen der Gründungslehrstühle vielseitig sind. Jedoch ist insgesamt eine positive Entwicklung bezüglich der Entrepreneurship-Lehrstühle erkennbar.97

An vielen Universitäten, die über keine speziellen Entrepreneurship-Einrichtungen verfügen, übernehmen sogenannte Technologietransferstellen die Aufgaben der Gründungsbetreuung und stellen die Anlaufstelle für gründungsinteressierte Studierende dar.98 Gründer erhalten bei der Transferstelle beispielsweise kostenlose Unterstützungsleistungen hinsichtlich der Erstellung des Businessplans und der Beantragung von Fördermitteln.99

An einigen Hochschulen existieren spezielle Technologie- oder Gr ü nderzentren, die Gründern umfassende Service- und Beratungsleistungen anbieten. Studierende können in der Regel Infrastruktureinrichtungen nutzen und günstige Räume anmieten.

Technologiezentren arbeiten häufig mit weiteren Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Verwaltungen und Banken und zusätzlichen Partnern zusammen.100 Wenn Studierende in einem Gründerzentrum ihre Gründungsideen und Businesspläne mithilfe einer besonderen Betreuung und z.T. monetärer Unterstützung entwickeln können, so kann auch von einer Inkubatoreinrichtung gesprochen werden.101

Gr ü ndungsnetzwerke stellen Dienstleistungsangebote für Gründer zur Verfügung und sind somit eine wichtige Anlaufstelle. Die Netzwerke können sich aus hochschulinternen und/ oder hochschulexternen Partnern zusammensetzen. Die Netzwerkstruktur erleichtert den Transfer von gründungsbezogenem Know-how, Wissen, Technologien, Arbeitskräften und Kapital. Sie bieten Existenzgründern Beratungsleistungen, eine Übersicht über die aktuellen Förderangebote sowie hilfreiche Ansprechpartner an. Ein bekanntes Gründungsnetzwerk ist beispielsweise „GO!“, das Gründungsnetzwerk aus NRW zu dessen Partnern die Landesregierung, Kammern, Technologiezentren, Hochschulen und Förderbanken gehören. Neben Erst-, Intensiv- und Finanzierungsberatungen bieten die Partner des Go!-Netzwerks auch Coachingmaßnahmen, Seminare und Veranstaltungen sowie Hilfe bei Gründungsformalitäten an.102 Einen guten Überblick über die deutschen Technologie- und Gründerzentren bietet der Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e.V. (http://www.adt-online.de/zentren.html).103 An vielen deutschen Hochschulen existieren mittlerweile Gründungsnetzwerke und -projekte unterschiedlicher Formen, die dazu beitragen, sollen Studierende hinsichtlich der Selbstständigkeit zu motivieren, beraten und zu qualifizieren. Als Beispiele dafür können Bizeps, die bergische Gründungsinitiative, oder G-Dur, ein Programm für Gründungen aus der Wissenschaft im Raum Dortmund, genannt werden (auf Bizeps wird in Kapitel 3 im Rahmen der intermediären Förderprogramme eingegangen).104

Die Studierenden können das gründungsrelevante Wissen zum Teil auch im Rahmen eines Fernstudiums oder Aufbaustudiums erwerben. Bei einem Fernstudium lernen die Teilnehmer bei freier Zeiteinteilung mit Hilfe von Begleitmaterial zu Präsenzveranstaltungen. Eine Kombination mit weiteren anwendungsbezogenen Methoden, wie beispielsweise Gruppenarbeiten oder der Bearbeitung von Fallstudien ist jedoch ratsam. Bei einem Aufbaustudium handelt es sich um ein mindestens halbjähriges Voll- oder Teilzeitstudium mit Anwesenheitsveranstaltungen. Es zeichnet sich vor allem durch die Möglichkeit einer bedarfsorientierten Fokussierung aus.105

- Nicht-institutionalisierte Formen der Gründungsausbildung Nicht-institutionalisierte Formen der Gründungsausbildung sind eng an die jeweilige Trägerperson gebunden. Dabei handelt es sich häufig um einmalige oder wiederkehrende Veranstaltungen.106 In den nachfolgenden Ausführungen wird kurz exemplarisch auf einige nicht-institutionalisierte Formen der Gründungsausbildung eingegangen.

In gr ü ndungsspezifischen Seminaren zu unterschiedlichen Themenkomplexen können Inhalte vermittelt und vertieft werden. In Fallstudienseminaren werden beispielsweise Geschäftsideen praktischer Beispiele analysiert und aus den Erfahrungen der jeweiligen Gründer, gelernt. In Businessplanseminaren entwickeln die Studierenden eine Gründungsidee und arbeiten mithilfe bereits bestehender Businesspläne eigene Geschäftspläne aus. Die Seminare können sowohl Semester begleitend als auch als Blockveranstaltung angeboten werden.107

Mit Hilfe von softwarebasierten Gr ü ndungsplanspielen können die Veranstaltungsteilnehmer die Prozesse einer möglichen Gründung durchlaufen und die Auswirkungen von getroffenen Entscheidungen auf die Unternehmensentwicklung erfahren.108 Simulationsspiele in Form von Rollenspielen, Planspielen oder Fallstudien ermöglichen generell handlungsorientiertes Lernen am Beispiel von Realitätsausschnitten und fördern somit insbesondere eigenes, analytisches Denken und das Entwickeln eigener problemorientierter Lösungen. Komplexe reale Situationen können auch mithilfe verschiedener Medien anschaulich dargestellt werden. Häufig werden Computersimulationen verwendet, um die Studierenden interaktiv in die Lehre mit einzubeziehen.109

Bei weiteren studentenzentrierten Veranstaltungsformen werden die Studierenden mittels Hausarbeiten, Vorträgen (z. B. vor einem Expertengremium), Übungen und Wettbewerben aktiv in die Gründungsthematik einbezogen.110 Die TU Kaiserslautern bietet beispielsweise das Kursangebot „ExTra!“ an. Die Kursteilnehmer haben darin die Möglichkeit das gründungsrelevante Know-how für technologieorientierte Unternehmen in Abend- und Wochenendveranstaltungen zu erwerben.111 Potenzielle Gründer haben in Schleswig- Holstein können sich gründungsrelevantes Know-how im Rahmen einer Summer School aneignen. Die ‚Entrepreneurs' Innovation Summer School’ ist ein Intensiv-Workshop, der sich insbesondere an Wissenschaftler richtet, die bereits eine eigene Geschäftsidee entwickelt haben. Der Fokus wird auf technologieorientierte Produkte und Dienstleistungen gelegt. Dabei wird auf die konkret geplanten Projekte der Teilnehmer jeweils explizit eingegangen.112

2.2.1.1.2. Hochschulexterne Formen der Gründungsausbildung

Auch zahlreiche hochschulexterne Einrichtungen bieten gründungsrelevante Fördermaßnahmen unterschiedlichster Form an. Dabei kann es sich sowohl um öffentliche und private Institutionen handeln, die in der Regel Beratungsleistungen, Informationsmaterialien oder finanzielle Mittel anbieten.113

Stellvertretend für private Institutionen können beispielsweise Vereinigungen auf Bundesebene genannt werden. Dazu zählen etwa die Interessengemeinschaften der Selbstständigen und Unternehmer, wie der Bundesverband Junger Unternehmer (BJU) oder die Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer (ASU). Potenzielle Unternehmensgründer können von Beratungen und Coachingmaßnahmen sowie dem Erfahrungsaustausch profitieren. Der Austausch hilft vor allem den jungen Unternehmensgründern von den Erfahrungen und den Fehlern anderer Gründer zu lernen.114

Auch Paten und Senior Consultants können interessante Ansprechpartner für Studierende insbesondere mit einem bereits konkreten Gründungsvorhaben sein. Dabei handelt es sich in der Regel um fachkundige Unternehmer oder Manager im Ruhestand, die über eine langjährige Berufserfahrung sowie ein umfangreiches Netzwerk verfügen.

[...]


1 Vgl. Riegel, Sylke (2002), S. 57-59.

2 Vgl. Riegel, Sylke (2002), S. 57-59.

3 Vgl. Lendner, Christian (2004), S. 2.

4 Vgl. Riegel, Sylke (2002), S. 57-59.

5 Vgl. Riegel, Sylke (2002), S. 2-3.

6 Vgl. Droege, Michael (2003), S. 9.

7 Vgl. Kollmann, Tobias (2005), S. 194.

8 Vgl. Knecht, Thomas C. (2003), S. 40.

9 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), S. 42-49.

10 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 6-24, Stand 22.06.2008].

11 BMU, 3 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 72, Stand 22.06.2008].

12 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 6-24, Stand 22.06.2008].

13 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 18-24, Stand 22.06.2008].

14 BMU, 3 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 58, Stand 22.6.2008].

15 Vgl. Prognos GmbH (2000), S. 8.

16 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 24, Stand 22.06.2008].

17 BMU, 3 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 10-11, Stand 22.06.2008].

18 BMU, 3 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 4-11, Stand 22.06.2008].

19 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 18-19, Stand 22.06.2008].

20 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 46, Stand 22.06.2008].

21 BMU, 3 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 14, Stand 22.06.2008].

22 RWE Innogy, 1 (o. J.), veröffentlicht im Internet [S. 7, Stand 24.11.2008].

23 BMU, 3 (2008), veröffentlicht im Internet [S.24, Stand 22.06.2008].

24 BMU, 5 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 1, Stand 22.06.2008].

25 Umwelt-Lexikon (o. J.), veröffentlicht im Internet [Stand 04.01.2009].

26 ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (o. J.), veröffentlicht im Internet [S. 66-68, Stand 04.01.2008].

27 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 60, Stand 22.06.2008].

28 ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (o. J.), veröffentlicht im Internet [S. 66-68, Stand 04.01.2008].

29 Greenpeace (o. J. ), veröffentlicht im Internet [S. 67-74, Stand 07.09.2008].

30 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 76, Stand 22.06.2008].

31 Umwelt-Lexikon, 2 (o. J.), veröffentlicht im Internet [Stand 28.11.2008].

32 Greenpeace (o. J. ), veröffentlicht im Internet [S. 81-83, Stand 07.09.2008].

33 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 78-83, Stand 22.06.2008].

34 BMU, 3 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 35, 22.6.08].

35 Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag 2003), veröffentlicht im Internet [S. 5-92, Stand 07.10.2008].

36 Vgl. Lendner, Christian (2004), Geleitwort.

37 Vgl. Riegel, Sylke (2002), S. 26.

38 Vgl. Lendner, Christian (2004), Geleitwort.

39 Vgl. Pesch, Stefanie (2005), S. 195-199.

40 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), S. 21-35.

41 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), S. 60-76.

42 Vgl. Pesch, Stefanie (2005), S. 48-49.

43 Förderkreis Gründungs-Forschung e. V. (o. J), veröffentlicht im Internet [15.05.2008].

44 RWE Innogy, 1 (o. J.), veröffentlicht im Internet [S. 1-4, Stand 24.11.2008].

45 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, 2a (2008): veröffentlicht im Internet [S. 24-25, Stand 22.06.2008].

46 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, 2a (2008): veröffentlicht im Internet [S. 24-25, Stand 22.06.2008].

47 Vgl. Pontnagel, Irm (1998), S. 7-68.

48 Vgl. Riegel, Sylke (2002), S. 36-49.

49 Vgl. Riegel, Sylke (2002), S. 36-37.

50 Vgl. Lendner, Christian (2004), S. 34.

51 RWE Innogy, 1 (o. J.), veröffentlicht im Internet [S. 1-4, Stand 24.11.2008].

52 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 18-19, Stand 22.06.2008].

53 BMU, 6 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 24, Stand 06.09.2008].

54 RWE Innogy, 1 (o. J.), veröffentlicht im Internet [S. 1-4, Stand 24.11.2008].

55 RWE Innogy, 1 (o. J.), veröffentlicht im Internet [S. 1-4, Stand 24.11.2008].

56 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 6-7, Stand 22.06.2008].

57 Vgl. Lendner, Christian (2004), S. 34-40.

58 Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (o. J.), veröffentlicht im Internet [Stand 21.01.2009].

59 Vgl. Riegel, Sylke (2002), S. 34-36.

60 Vgl. Lendner, Christian (2004), S. 40.

61 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), S. 21.

62 Vgl. Riegel, Sylke (2002), S. 34-36.

63 BMU, 2a (2008), veröffentlicht im Internet [S. 33, Stand 22.06.08].

64 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 27, Stand 22.06.2008].

65 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 18-19, Stand 22.06.2008].

66 BMU, 2 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 27, Stand 22.06.2008].

67 Vgl. Pontnagel, Irm (1998), S. 8.

68 RWE Innogy, 1 (o. J.), veröffentlicht im Internet [S. 1-4, Stand 24.11.2008].

69 Vgl. Thimm, Mark (2002), S. 16.

70 Vgl. Weihe, Hermann J. (1994), S. 210-224.

71 Vgl. Riegel, Sylke (2002), S. 24-40.

72 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), S. 21-35.

73 Vgl. Pesch, Stefanie (2005), S. 52-58.

74 Vgl. Riegel, Sylke (2002), S. 15-40.

75 Vgl. Ebbers, Ilona (2004), S. 9.

76 BMWi, 11 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 49-52, Stand 20.10.2008].

77 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), Geleitwort V-S. 20.

78 Vgl. Riegel, Sylke (2002), Vorwort IX- S. 40.

79 Vgl. Pesch, Stefanie (2005), S. 49-51.

80 Vgl. Ebbers, Ilona (2004), S. 12-26.

81 BMWi, 7 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 16-17, Stand 21.10.2008].

82 BMWi, 11 (2008) veröffentlicht im Internet [S. 49-52, Stand 20.10.2008].

83 Vgl. Ebbers, Ilona (2004), S. 1-227.

84 BMWi, 7 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 15-46, Stand 21.10.2008].

85 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), S. 148-149.

86 Vgl. Thimm, Mark (2002), S. 28-29.

87 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), Vorwort IX-S. 17

88 BMWi, 11 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 56, Stand 20.10.2008].

89 Vgl. Droege, Michael (2003), S. 10-11.

90 Vgl. Pesch, Stefanie (2005), S. 52-58.

91 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), S. 32-111.

92 Vgl. Förderkreis Gründungs-Forschung e. V., 1 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 11-12, Stand

22.06.2008].

93 Vgl. Förderkreis Gründungs-Forschung e. V., 1 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 11-12, Stand

22.06.2008].

94 Vgl. BMWi, 11 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 56 Stand 20.10.2008].

95 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), S. 103.

96 Vgl. Förderkreis Gründungs-Forschung e. V., 1 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 12-21, Stand

22.06.2008].

97 Vgl. Förderkreis Gründungs-Forschung e. V., 1 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 8-39, Stand 22.06.2008].

98 Vgl. Thimm, Mark (2002), S. 28-29.

99 Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, 2 (o. J.) veröffentlicht im Internet [Stand 13.10.2008].

100 Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, 2 (o. J.) veröffentlicht im Internet [Stand 13.10.2008].

101 Vgl. Kollmann, Tobias (2005), S. 195.

102 Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, 2 (o. J.) veröffentlicht im Internet [Stand 13.10.2008].

103 ADT (o. J.), veröffentlicht im Internet [Stand 12.10.2008].

104 Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, 2 (o. J.) veröffentlicht im Internet [Stand 13.10.2008].

105 BMWi, 7 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 25-26, Stand 21.10.2008].

106 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), S. 111-116.

107 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), S. 148-149.

108 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), S. 148-149.

109 Vgl. Ebbers, Ilona (2004), S. 1-227.

110 Vgl. Uebelacker, Stefan (2005), S. 148-149.

111 Förderkreis Gründungs-Forschung e. V., 1 (2008), veröffentlicht im Internet [S. 11-12., Stand 22.06.2008].

112 Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, 2 (o. J.), veröffentlicht im Internet [Stand 09.10.2008].

113 Vgl. Pesch, Stefanie (2005), S. 60-66.

114 Vgl. Pesch, Stefanie (2005), S. 60-66.

Ende der Leseprobe aus 121 Seiten

Details

Titel
Best Practice der Förderung von Technologiegründungen. Implikationen für die Gründungsförderung an Hochschulen im Bereich Erneuerbarer Energien
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
2,0
Jahr
2009
Seiten
121
Katalognummer
V132480
ISBN (eBook)
9783668699847
ISBN (Buch)
9783668699854
Dateigröße
782 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
best, practice, förderung, technologiegründungen, implikationen, gründungsförderung, hochschulen, bereich, erneuerbarer, energien
Arbeit zitieren
Anonym, 2009, Best Practice der Förderung von Technologiegründungen. Implikationen für die Gründungsförderung an Hochschulen im Bereich Erneuerbarer Energien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132480

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